Berliner Schloss - architektur- und kunstgeschichtliche Aspekte

  • Geld ist nicht das Problem: Politische Willen ist DAS Problem
    was wurde nicht ueberall in der Stadt in den vergangenen 19 Jahren geplant und gebaut was Milliarden gekostet hat: Regierungs Gebaueden westlich und oestlich des Reichtages, U Bahn "'Kanzlerlinie""auch meiner Meinung nach ein Prestige Objekt-wofuer eigentlich??, BND Zentrale, u.sw, Riesiger Hauptbahnhof(Prestige Objekt), Neuer ""Grosser"" Flugplatz in Schoenefeld(Wofuer eigentlich).
    Nein, es geht nicht um das Geld : es gibt eine so grosse anti Schloss Lobby in Deutschland, dies wird meiner Meinung
    nach von uns stark unterschaetzt: es ist genau wie bei den Kernkraft Gegner: allen wollen Strom nur keiner moechte ein Kern Kraft Werk: ich glaube tief in Ihren herzen moechten vielleicht Vielen schon das Schloss aber keiner hat den MUT dies oeffentlich zu agen: weshalb Angela Merkel keine Stellungnahme hat, ist mir ein Raetsel????Ich weiss nut dass Wolfgang Thierse sich oeffentlich vom Anfang an, fuer den Wiederaufbau geaeussert hat


    weshalb hat Wilhelm von Boddien nicht schon vor Jahen dieses Schloss Pavillon bauen moechten?



    Schade, wirlich Schade , ist es eine Zufall dass ausgerechnet an dem Tag an den das Neue Museum geoeffnet wird, man solche Sachen erfahrt :(

  • ich nehme an :eine Initiatieve von den Gruenen und von den Linken?
    konnte man auch gegen die Milliarden demonstrieren welche an Berlin Brandenburg International Airport oder diese, nicht notwendige Kanzlerlinie jetzt verschwindet werden 8)

  • Quote from "robtoujours"

    Nee, die Website is ziemlich zu grob... Ich vermutete eigentlich ein Expats und Hipsters Kombo.


    Rob(??) sag mir doch mal ""janz einfach"" was ein"" Expats und Hipsters Kombo "" ist??
    ich meine , kenne mich schon aus in der Deutschen Sprache, aber dies ist, wie soll ich es sagen, etwas ""Janz Neues...""
    jedenfalls wo bleibt eine Gegen Demonstration???es ist wirklich zu bloed vor Worten wenn man sich diese Website anschaut 8)ich schaetzte die "'Hausbesezter Scene "" koennte auch dahinter stecken,
    dies sind einfach die Leute die, wie ich schon oefters gesagt habe, einfach gegen alles sind

  • Man sollte den Titel dieses Thread ändern. Alea iacta est gilt ja nun nicht mehr, nachdem nun ja alles wieder offen, oder zumindest unklar ist.


    Bzgl. Expats und Hipster Kombo könnte ich auch nicht sagen was es bedeuten soll. Expats sind längerfristig im Ausland arbeitende Angestellte. Hipster wußte ich auch nicht so genau was es bedeutet. Dachte Typen die Hüftjeans tragen. Aber nein laut Wiki sind es:


    "Ein Hipster war ein Angehöriger einer hauptsächlich in den USA verbreiteten, urbanen Subkultur der Mitte des 20. Jahrhunderts."


    Kombo ist wieder klar, eine kleine Musikgruppe.


    Also, kann mir nicht denken das Expats etwas gegen das Schloss haben sollte. Hipster vielleicht, aber sind jetzt nicht wirklich als stramme Anti-Schlossaktivisten bekannt.


    Was eher passen würde sind Angehörige, Sympathisanten und Aktivisten der Linkspartei, oder Gruppen die die Gelder aus dem Sozialhilfebudget des Bundes, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen verwalten. Je, weniger Geld bei den Sozialverbänden ankommt und verteilt werden kann, desto mehr fühlen sich diese Gruppen und deren Vertreter bedroht.

    Denn ich, bin ein Mensch und habe als solcher in jedem Menschen, der vor mir war, gelebt und werde in einem jeden, der nach mir kommt, leben...
    (Mika Waltari /Sinuhe der Ägypter)

  • gerade gehoert im ZDF: bei den Koalitionsverhandlungen soll wegen Steursenkungen: 20 Millirarden gespart werden: also dann schluss mit dieser verd...te Kanzlerlinie:es gibt ausgezeichnete S bahn und U Bann Alternativen in Berlin Mitte , oder andere Spielereien der Regierung ( Wieviel hat man waehrend der Krise eigenlich an den verschiedenen Banken dieses Jahre bezahtl??) aber natuerlich da is Das Schloss ( koennte ja Millionen von extra Besuchern und Touristen anziehen : beispiel Frauenkirche Dresden);und da moechte man ""kraeftig""sparen!!! es war vorhersehbar!!!
    ich glaube al die Politiker inerhalb der Union und FDP haben einfach Angst sich oeffentlich dafuer zu aeussern 8) Angst ist aber kein guter Ratgeber ich hatte die Union aber auch Westerwelles Partei ( und auch Teilen der SPD) als Schlossfreunde gesehen, aber bin jetzt wirklich enttaeuscht darueber ( es ist ,als laechelte Oskar Lofontaine im Hintergrund)

  • Heute gibts eine kleine Glosse in der FAZ zum Schloß (Tenor immerhin: es sollte gerade jetzt gebaut werden), mit dem Hinweis, daß zur Zeit ein 'anderthalb Milliarden teuer Neubau für den Bundesnachrichtendienst' im Entstehen begriffen sei. Das wäre das Dreifache der Summe fürs Schloß! Hat jemand davon etwas gehört?

  • und hier gab's heute nachrichten uber die Gross Demonstration: ( 50 Demonstranten??)


    http://www.rbb-online.de/abendschau/index.html\r
    http://www.rbb-online.de/abendschau/index.html


    bin neugierig wer bloss diesen riesen Poster am Schlossplatz finanziert hat.Wilhelm von Boddien???


    bleibt jetzt die Frage: wie kann die Bundeskanzelerin so ein Vorschlag machen? ist dass alles wegen der Koalition? Dann haette fuer uns jedenfalls die alte Koalition besser gewesen...


    Wo bleiben denn die Abgeordneten die sich fuer ein raschen Wiederaufbau des Schlosses plaedieren??? ich haete auch von den Liberalen ein Positiver Einstellung bezueglich des Schlosses erwartet....


    bin bloss neugirig falls Hans Kollhoff sich nicht gemeldet haette, wie es weiter gegangen haette????ist er boese weil er letztendlich nicht den ersten Platz gewann? vielleicht doch eifersucht????
    natuerlich war sein Entwurf im Grunde ""das Beste"" aber was hat er jetzt letzendlich erreicht? das meiner Meinung nach ueberhaupt nicht mehr etwas aufgebaut wird... das Gleiche sehen wir in Prinzip ja auch mit der Bauakademie,da geschiet ja auch nichts, wir warten da auch schon seit Jahren auf ein Wiederaufbau. ich versuche immer die Gruende dafuer zu finden weshalb man sich gerade in der Haupstadt so schwer mit dem Thema Wiederaufbau tut? eigentlich nur Sony/BMG hat tatsachlich was gemacht schade dass damalls in den neunziger Jahren kein Investor vor der Bauakademie gab?

  • Bei aller Betrübnis, die ich völlig teile, sollten wir auch positiv in die Zukunft sehen. Warum einem System, daß lieber marode Banken rettet und häßliche Bürokästen in die Gegend stellt, überhaupt das Stadtschloß gönnen? Die sollen sich besser mit nichts mehr schmücken können. Sehr lange machen es diese abgewirtschafteten Eliten ohnehin nicht mehr, die Wirtschaftsentwicklung, die hemmungslose Schuldenmacherei, die Folgen der demographischen Entwicklung, die allgemeine Problemverdrängung und Spaßmentalität, die divergierenden Kräfte einer kulturell zunehmend haltlosen Gesellschaft, die weltweiten Machtverschiebungen usw. werden das Gebälk unserer Denk- und Wirtschaftsweise in nicht mehr extrem langer Ferne zusammenbrechen lassen. Fazit: Neues System, neue politische Kultur, neue ideologische Orientierung, d.h. aber auch neue Chancen für ein besseres Stadtschloß. Deshalb: Längeren Atem haben. Den anderen wird die Puste irgendwann ausgehen.

  • Ich sage ja: Spaßgesellschaft. Soll er noch ein bischen in der Plastikburg hüpfen und sich wichtig fühlen. Auch er wird die Folgen heutiger Gedankenlosigkeit vermutlich noch zu spüren bekommen.

  • Quote from "Heimdall"

    Bei aller Betrübnis, die ich völlig teile, sollten wir auch positiv in die Zukunft sehen. Warum einem System, daß lieber marode Banken rettet und häßliche Bürokästen in die Gegend stellt, überhaupt das Stadtschloß gönnen? Die sollen sich besser mit nichts mehr schmücken können. Sehr lange machen es diese abgewirtschafteten Eliten ohnehin nicht mehr, die Wirtschaftsentwicklung, die hemmungslose Schuldenmacherei, die Folgen der demographischen Entwicklung, die allgemeine Problemverdrängung und Spaßmentalität, die divergierenden Kräfte einer kulturell zunehmend haltlosen Gesellschaft, die weltweiten Machtverschiebungen usw. werden das Gebälk unserer Denk- und Wirtschaftsweise in nicht mehr extrem langer Ferne zusammenbrechen lassen. Fazit: Neues System, neue politische Kultur, neue ideologische Orientierung, d.h. aber auch neue Chancen für ein besseres Stadtschloß. Deshalb: Längeren Atem haben. Den anderen wird die Puste irgendwann ausgehen.


    Heimdall
    Natürlich ein sehr kluger Text, dessen Intention ich völlig teile.
    Indes, drei Beanstandungen, durchaus schwerwiegender Natur.
    a) Die erste Frage ist verfehlt. Diesem System, dh eher dieser Gesellschaft wäre das Stadtschloss natürlich nicht zu gönnen, dh auch dieser Satz geht ins Leere, denn diese trefflich beschriebene und definierte Gesellschaft macht sich ja gar nichts draus. Aber uns ist es zu gönnen, und nur uns. Den kulturinteressierten und -bewussten Einwohnern Berlins und Besuchern dieser Stadt, wieviele das auch sein mögen.
    b) Bei aller System- und Gesellschaftskritik, der ich zuzustimmen tendiere und die ich auch oben geteilt habe:
    Möglicherweise ist der Befund trotz allem zu hart. Man schaue sich etwa die Umfragedaten zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses an. Der von dir zutreffend skizzierte Prozess ist eben noch nicht zu Ende (er wird dieses Ende auch nicht erreichen, da seine ihn forcierenden Kräfte notwendigerweise demnächst untergehen müssen) und er hat das alte mitteleuropäische oder deutsche Kultur- und Wertebewusstsein nicht ganz auszulöschen vermocht.
    c) Und dieses ist mE das Wichtigste:
    Du stehst der Zukunft sehr optimistisch gegenüber. Ich zT auch, das muss man ja auch, wenn man die Notwendigkeit des bevorstehenden Zusammenbruches bejaht und diesen darüberhinaus sogar begrüßt.
    Allerdings: ob in Zukunft, i. e. in nachfolgenden Systemen oder Gesellschaften Rekonstruktionsbestrebungen leichter verwirklichbar sein werden, wage ich zu bezweifeln.
    Was nämlich immer man gegen den Kapitalismus vorbringen kann (und das ist natürlich unendlich viel), er hatte einen Vorteil, der vor allem in den Wiederaufbaujahren "uns" zustatten kam:
    die kurzfristig enorme wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, so zerstörerisch sich diese auch mittel- und langfristig auszuwirken pflegt. In keiner anderen Epoche wären durch so verheerende Kriegszerstörungen (die er uns natürlich gleichfalls eingebrockt hat) entstandene materielle Nöte so schnell zu beseitigen gewesen (DDR als 'staatskapitalistisches' System, wie Robert Kurz treffend schrieb, miteinbezogen).
    Daher ist das kapitalistische System auch zum Wiederaufbau verlorener, höchst aufwändiger, also kostenintensiver, dabei im Wesentlichen funktions- und wirtschaftlich zweckloser Baudenkmäler geeigneter als jedes anderer.
    Was nachher kommt, Himmel oder Hölle oder etwas dazwischen (Ersteres ist wohl unwahrscheinlich), wissen wir nicht. Sicherlich werden es keine sehr fetten Zeiten mit unbegrenzten staatlichen bzw gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Mitteln.
    Ich kenne natürlich historische Beispiele à la Wörgl, die sich im Kleinen in derartigen Fällen sehr bewährt haben, glaube aber nicht an deren Durchsetzbarkeit. Die Menschheit ist von christlich-sozialen Heilsleeren, die allesamt auf einem Lobpreis des Kapitalismus beruhen, zu sehr verblödet.
    Fazit: Nachher wird erst recht kein 'Geld' oder was auch immer da sein.
    Und nach dieser Übergangszeit wird das beschriebene mitteleuropäische bzw dt Kultur- oder Wertebewusstsein völlig erloschen sein, bereits ohnehin jetzt schwer angeschlagen, wird es die bevorstehenen Umwälzungen und daraus resultierenden materiellen Nöte nicht überleben.


    Ergo: Stadtschloss jetzt oder nie.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • @Urs


    Einwandfreie Analyse.
    Außerdem muß man sich immer wieder ins Bewußtsein rufen, daß wir eben nicht in einer Konsensgesellschaft leben, sondern in einer Kampfgesellschaft, jeder gegen jeden.
    Das hat aber nichts mit der Wirtschaft, sondern mit der ideologischen Ausrichtung zu tun und bedeutet, daß wer aufgibt, eben auch verloren hat.
    Was ist alles in den letzten Jahren passiert, Frauenkirche in Dresden, Knochenhaueramtshaus in Hildesheim, Rettung vieler alter Stadtkerne in Mitteldeutschland, Planung des Wiederaufbaus diverser Schlösser, etc.pp. Sogar eine Debatte über den Wiederaufbau eines Altstadtareals in Frankfurt am Main wäre noch vor zehn Jahren eine utopische Lachnummer gewesen.
    Dran glauben und weiter kämpfen heißt die Devise. Leider hat man es auch bei Instititutionen, die eigentlich dafür aufgeschlossen sein sollten, wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, nicht nur mit Freunden zu tun, weil die von einem falschen Denkmuster ausgehen:
    Sie bekämpfen die Rekonstruktionen, weil sie von dem statischen Bild ausgehen, d.h. daß nur ein fester Spendenetat da ist, den die Leute entweder für Sanierungen oder für Rekonstruktionen ausgeben. Sie können sich nicht vorstellen, daß ein sowohl als auch möglich ist, wenn die Gesamtdebatte immer weiter in die Bevölkerung getragen wird.
    Was soll einen gutwilligen Menschen davon abhalten, sowohl für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses zu spenden und für die Wiederinstandsetzung einer vor der Tür gelegenen Dorfkirche?
    Nichts, aber da sind noch viele geistige Hürden zu überwinden.

  • Quote from "Lysander"

    Heute gibts eine kleine Glosse in der FAZ zum Schloß (Tenor immerhin: es sollte gerade jetzt gebaut werden), mit dem Hinweis, daß zur Zeit ein 'anderthalb Milliarden teuer Neubau für den Bundesnachrichtendienst' im Entstehen begriffen sei. Das wäre das Dreifache der Summe fürs Schloß! Hat jemand davon etwas gehört?


    Hier ein Bild vom neuen Gebäude des Bundesnachrichtendienstes:



    Quelle: http://www.tagesspielgel.de\r
    http://www.tagesspielgel.de


    Laut Tagesspielgel soll der Neubau 720 Mio. kosten.

  • Da liegen also die Prioritäten in unserem Land? Ich könnte heulen; welch ein Offenbarungseid!

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • vielleicht haette die BND in das Schloss einziehen koennen: es waere dann bestimmt schnell wiederaufgebaut worden BND+ Baut Nun Das ""Schloss"" 8)


    hier's was wichtig ist'fuer's Volk:


    http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.%21etc%21medialib%21rbb%21rbb%21abendschau%21abendschau_20091018_hertha.html\r
    http://www.rbb-online.de/abendschau/arc ... ertha.html


    das es mit Hertha Nicht gut geht, darum geht es, das ist die Nachricht des Tages, fuer vielen sogar des Jahres!!!nur dies ist wichtig und mehr nicht ( leider 8)

  • Schön und gut dass sie dafür ist. Sollte aber nicht - lt. den Zeitungsberichten - die Sache innerhalb der zukünftigen Koalition bis Sonntag geklärt werden?