Leipzig

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    • In Bezug auf die neue Trinitatiskirche konnte ich mir noch keine abschließende Meinung bilden. Im Moment überwiegt bei mir die Skepsis. Wenn ich an die Visualisierungen der neuen Unigebäude am Augustusplatz denke, muss ich aber sagen, dass das tatsächlich gebaute Gebäude wenig Ähnlichkeit mit den Visualisierungen des Architekten hat. Weder die Größenverhältnisse, noch die Farbigkeit und gleich gar nicht die Dachgestaltung sind in den Visualisierungen adäquat dargestellt. Während sich das Paulinum in den Visualisierungen eher "wegduckt", "besetzt" es in der Realität den Raum. Dafür kann ich mich immer noch nicht an die -sicherlich notwendigen- Dachlaufstege gewöhnen. Mal sehen wie der neue Kirchenbau sich tatsächlich in den Stadtraum einfügen wird.

      Hier mal ein schon etwas älteres Foto vom Augustusplatz.




      Eigenes Foto.
    • ...besetzt" es in der Realität den Raum.

      Da kann man nur sagen: hoffentlich tut es dies. Der nichtssagende Platz hatte so eine Besetzung durch etwas Substanzielles dringend notwendig.
      Dieses Ensemble besticht mE auf allen bisher gezeigten Bildern.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Das letzte Foto beeindruckt mich. Gewandhaus, City Hochhaus und Paulinum zusammen wirken richtig harmonisch und stimmig. Hier ist wirklich ein hervorragendes modernes Ensemble entstanden, das muss ich auch als Anhänger klassischer Architektur loben.
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Re: Leipzig

      Das Projekt KAISERGÄRTEN in Leipzig könnte auch in einem Gründerzeit-Thread gezeigt werden. Aber ich will das Thema nicht überstrapazieren.

      Im Leipziger Norden waren viele Kasernen gebaut worden. Ein Teil wird heute noch von der Bundeswehr genutzt. Mit dem Projekt "Kaisergärten" werden Gebäude revitalisiert, die in der Gründerzeit gebaut, später, nach dem II. Weltkrieg von den Russen bis ca. 1994 genutzt -und abgenutzt- wurden und heute Wohnungen im Loftstil beherbergen.








































      Einige Gebäude zeigen noch den Zustand VOR der Sanierung.













      Eine Bewohnerin berichtete, dass dieses Russengebäude auch saniert werden soll. Glauben kann ich es nicht. :o

















      Die in gelben Klinkern ausgeführten Gebäude sind wohl immer von deutschen Truppen oder Firmen genutzt worden.


























      Alles eigene Fotos.
    • Die Welt am Sonntag meint in Leipzig die neue Hauptstadt des Gründerzeitstils entdeckt zu haben und berichtet folgendes:

      Zwischen 12 000 und 15 000 Bauten - meist aus der Zeit zwischen 1870 und 1930 - stehen in Leipzig unter Denkmalschutz. Die Messestadt ist damit das mit Abstand größte Flächendenkmal der Bundesrepublik Deutschland. In keiner anderen deutschen Großstadt haben sich derart viele Gebäude aus der Gründerzeit mit ihren diversen Anlehnungen an vorherige Bauepochen in oftmals geschlossenen Ensembles erhalten. Von großen Bombenschäden wie in anderen deutschen Städten blieb Leipzig vergleichsweise verschont. Ebenso von den westdeutschen Kahlschlagsanierungen und Modernisierungswellen, die meist nicht viel von der historischen Bausubstanz übrig ließen. In der DDR fehlte für den Umbau dagegen das Geld. Das erweist sich heute für Handwerker, Bauträger und Kapitalanleger als Glücksfall.



      Mit der denkmalgerechten Sanierung der Altbauten erlebt das traditionelle Bauhandwerk in der 500 000-Einwohner-Stadt eine erstaunliche Renaissance. Restauratoren wie Arndt, aber auch Tischler, Stuckateure oder Zimmerleute, die anderswo ein Nischendasein führen, haben Hochkonjunktur. Ihnen kommt zugute, dass Billigsanierungen in Leipzig mittlerweile ein Randphänomen sind. Die vielen denkmalgeschützten Häuser geben ein hohes Sanierungsniveau vor. Originalgetreue Rekonstruktion der Stuckfassaden und Dachlandschaften sowie der herrschaftlichen Treppenhäusern mit ihren edlen Materialien und handgemachten Ausmalungen haben hier Vorrang vor Kratzputz, Plastikfenstern und Baumarkttüren.

      Ortsansässige Bauträger und Sanierer wetteifern mittlerweile um die am schönsten sanierten Häuser. Sie spekulieren auf langfristiges Wachstum von Bevölkerung und Miete. Damit treffen sie den Nerv ihrer überwiegend gut situierten westdeutschen Kunden, die von der Finanzkrise "geläutert" und mit einer üppigen Denkmalschutz-Abschreibung gelockt ihr Kapital in Leipziger Immobilien umschichten.


      Dabei stand es um die größte Stadt des Freistaates Sachsen lange Zeit nicht besonders gut. Noch vor der Wende plante die DDR, "ganze vom Verfall bedrohte historische Stadtviertel abzubrechen",. Die Wende machte die Planungen jedoch zunichte. Doch auch nach der Einheit war das riesige historische Bauerbe noch lange in Gefahr. "Zahlreiche Altbauwohnungen waren in einem derart schlechten Zustand, dass sie kaum bewohnbar waren" … Statt sich jedoch vornehmlich auf die Sanierung des großen Altbaubestandes zu konzentrieren, bauten sie nach westdeutschem Vorbild vor den Toren der Stadt Einfamilien-, Reihenhäuser und Einkaufszentren. Mit der Folge, dass viele Leipziger daraufhin auf die grüne Wiese zogen. Leipzig schrumpfte, und die heute so geschäftige Innenstadt verödete zunehmend.


      "Mehrere Hundert Baudenkmäler fielen dieser am Bedarf vorbeigeplanten Entwicklung zum Opfer und wurden abgerissen", … Engagierte Denkmalpfleger sorgten dafür, dass die Stadt sich ihrer Verantwortung gegenüber den alten Häusern bewusst wurde. Nach und nach stellte die Messestadt immer mehr Altbauten unter Denkmalschutz. Und nachdem viele der westdeutschen Baufirmen Leipzig den Rücken zukehrten, begannen sich neu gegründete einheimische Firmen der historischen Bausubstanz mit neuen Konzepten behutsam anzunehmen.


      Eines dieser Leipziger Bauunternehmen ist die in den 90er-Jahren gegründete GRK Holding AG. …
      Mittlerweile ist das ostdeutsche Bauträger-Unternehmen mit 65 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 50 Millionen Euro einer der größten Player in der Leipziger Immobilienbranche. Mehr als 200 000 sanierte Quadratmeter in Baudenkmälern gehen auf das Konto der GRK zurück, weitere 100 000 sollen in den nächsten Jahren folgen.


      Wie viele andere in der Leipziger Baubranche hat auch der ehemalige Automobil-Rennfahrer Steffen Göpel seine Wurzeln in Leipzig. Mit seinem Bauunternehmen saniert der 45-Jährige die alten Häuser für das Leipziger Bürgertum von morgen, "das es gilt, in der Stadt wie vor dem Zweiten Weltkrieg wieder zu verankern", betont der Vorstandschef. "Es geht darum, den Charakter und die Identität eines alten Hauses zu wahren, es aber gleichzeitig an die Wohnansprüche des 21. Jahrhunderts anzupassen", erläutert Göpel. So werden trotz Denkmalschutz etwa die Grundrisse der zu sanierenden Wohneinheiten fast immer geändert, Bäder vergrößert, Wohnungen zusammengelegt oder außerordentlich große Wohneinheiten mit bis zu 13 Zimmern geteilt. Wie in einem Neubau läuft man in den von der GRK sanierten Wohndenkmälern über Trittschall gedämmtes neues Eichenholzparkett, das eben ist wie die Wasseroberfläche eines ruhigen Gewässers. Aber auch stark verzogene Zimmertüren oder undichte Kastenfenster wechselt die GRK bisweilen aus und ersetzt sie durch stilechte Fenster mit entsprechendem Isolierschutzfaktor sowie profilierte Zimmertüren aus Holz. Und selbst Aufzüge sowie Tiefgaragen sind häufig Standard.


      Bei derart vielen Zugeständnissen an den gehobenen Wohnkomfort "drückt der Denkmalschutz schon mal ein Auge zu", räumt Steffen Göpel ein. Wohl wissend, dass ein Baudenkmal kein Museum ist und wirtschaftlich rentabel sein muss. Als Gegenleistung werden die Treppenhäuser und die Fassade so detailgetreu wie möglich wieder hergestellt. So manches Haus erhält so seine Stuckfassade zurück, auf Eckhäusern thronen wieder Kuppel und Spitze. …
      Noch immer ist der Leipziger Immobilienmarkt stark unterbewertet. In den Toplagen, etwa dem Waldstraßenviertel, dem Musikerviertel oder der Südvorstadt, zahlen Käufer derzeit für denkmalgerecht sanierte Wohneinheiten mit gehobenem Komfort zwischen 2500 und 3000, in Einzelfällen sogar bis zu 3900 Euro pro Quadratmeter. Für eine vergleichbare Wohnung in Westdeutschland müsse man leicht das Doppelte aufbringen, sagt Andreas Koengeter vom Immobilienverband Deutschland IVD Region Mitte-Ost e.V.


      Noch ist Leipzig ein Käufer- und Mietermarkt, geprägt durch ein Überangebot an hochwertig sanierten Wohnungen zu günstigen Preisen. Doch die Leerstandsquoten sind deutlich zurückgegangen. Vor zehn Jahren waren noch rund 20 Prozent aller sanierten Altbauwohnungen in Leipzig unvermietet. Inzwischen hat sich der Leerstand halbiert. "In guten Lagen beträgt er sogar nur noch zwischen ein und vier Prozent", sagt Koengeter. Tendenz: weiter sinkend. Steigende Geburtenraten und jährlich mehr Zu- als Wegzüge haben dafür gesorgt, dass die Messestadt seit der Jahrtausendwende wieder wächst.


      Familien, die in den 90er-Jahren noch ins Umland gezogen sind, kehren nun in die Stadt zurück. Gut situierte Rentner aus ganz Deutschland kaufen sich in Leipzig eine Wohnung und verbringen dort ihren Lebensabend. Und Eltern erwerben für ihre Kinder, die in Leipzig studieren, eine preiswerte Wohnung. "Sie alle schätzen das kulturelle Angebot mit einer Vielzahl an Kneipen und Theatern, die kurzen Wege und schlichtweg die Urbanität Leipzigs", sagt Andreas Koengeter. Derweil gibt es noch viel unsanierten Raum in den ehemaligen Arbeitervierteln im Osten der Stadt.


      Quelle: Welt am Sonntag vom 30.01.2011
    • Die Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig hatten wir hier schon vorgestellt:


      BibliothecaAlbertina Leipzig [GFDL (<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html" class="external free" rel="nofollow\r
      www.gnu.org/copyleft/fdl.html</a>), CC-BY-SA-3.0 (http://www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/\r
      www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0 (http://www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0\r
      www.creativecommons.org/licenses ... .5-2.0-1.0)], by L.E.rewi-sor (Own work), from Wikimedia Commons



      HIER und HIER kann man den Innenbereich erforschen.
    • Stahlbauer. Ode an Leipzig und seine Retter!!!! Leipzig ist aber DER Ausnahme in D.
      Warum wird dieses ungefochten erfolgreiches Rezept nicht in Berlin oder Dresden gefolgt???
      Und warum auch nicht in Chemnitz (= Abbruch und Kahlschlag zur Günste moderne Bauten)??

      GRK hat also relativ wenig Personal. Aber die Leistungen sind wirklich Spitze und Klasse!!
      Erstaunlich nicht?

      Der Rum Leipzig bleibt also (noch) beschränkt. Bedeutet dass Leipzig von moderne
      Architekten gemeidet wird?? Oder sind imdessen die Bewunderer doch spurbar da?

      Stahlbauer, wie sehen Sie die Entwicklungen in der BRD um Gründerzeitler wieder
      zu sanieren und dadurch wieder ansehlige Bauten zu schaffen wo heute noch
      "ausgekleidete" (= nackte) Häuser herumstehen?

      Und werden vielleicht auch klassisch gestalltete Grünanlagen entstehen: Parkanlagen auf Plätze wo Leute
      in der Stadt wieder ruhe finden können.
    • Na, alles ist noch nicht geschafft. Das was in früheren Beiträgen hier im Forum oder anderswo an Problemen gezeigt wurde, ist noch immer aktuell. Der Zusammenbruch der Industrie hat erhebliche Löcher in die Struktur der Stadt gerissen - und am Stadtrand zu erheblichen Flächenverbrauch für Einfamilienhaus-Siedlungen und Gewerbegebiete geführt.

      Aber die fertig gestellten Projekte der letzten zwanzig Jahre zeigen, dass doch einiges möglich ist.

      Während [url=http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=BURGERWARE+WERBEAGENTUR+GMBH+HERBARTSTR.+3+04318+LEIPZIG&ie=UTF8&sll=51.33286,12.41575&sspn=0.006295,0.006295&hq=BURGERWARE+WERBEAGENTUR+GMBH&hnear=Herbartstra%C3%9Fe+3,+Leipzig+04318+Leipzig,+Sachsen&ll=51.333748,12.415859&spn=0.001086,0.002374&t=h&z=19&layer=c&cbll=51.333748,12.415859&panoid=v-DPwSrIFdKuehVX76QKPA&cbp=12,290.59,,0,5]HIER[/url] auf dem Gelände einer ehemals großen und namhaften polygrafischen Firma der Jungwald wächst, hat sich in der Nebenstraße eine Werbefirma angesiedelt, die die bundesweite Werbung für eine namhafte Fastfood-Kette erledigt.

      Der Nachfolger des grafischen Betriebes hat am Stadtrand [url=http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Heidelberg+Postpress+Deutschland+GmbH&aq=&sll=51.359026,12.421246&sspn=0.07214,0.15192&ie=UTF8&hq=Heidelberg+Postpress+Deutschland+GmbH&hnear=&ll=51.365236,12.438251&spn=0.004341,0.009495&t=h&z=17&layer=c&cbll=51.364667,12.438207&panoid=83qW72082Uj0rAHhMDAWaw&cbp=12,116.95,,0,5]NEU[/url] gebaut.


      Für einen großen [url=http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=BMW+Werk+Tor+1,+Leipzig&aq=1&sll=51.151786,10.415039&sspn=18.587604,38.891602&ie=UTF8&hq=&hnear=BMW+Werk+Tor+1,+Plau%C3%9Fig-Portitz+04349+Leipzig,+Sachsen&ll=51.402405,12.453239&spn=0.009009,0.01899&t=h&z=16&layer=c&cbll=51.402255,12.45323&panoid=GV81eNc5Jc3BwXnS7HDmoA&cbp=12,277.64,,0,5]AUTOMOBILHERSTELLER[/url] wurde gar der fast ebene Acker "ideal"-eben hergerichtet.

      Die neuen Arbeitsplätze sind die Grundlage für den gegenwärtigen Aufschwung der Stadt Leipzig. Bis alle Wunden geschlossen sind, werden aber noch einige Jahre - sagen wir ca. weitere zwanzig- in´s Land gehen. Moderne Bauten sind auch in Leipzig bebaut worden und einige werden in den nächsten Jahren noch entstehen.



      Mit den Grünanlagen habe ich ein Problem. Nichts gegen Grünanlagen. Gerade in Leipzig gibt es sehr gelungene Beispiele. Aber manchmal sind sie auch die schlechteste Lösung.
      Aber dazu habe ich mich HIER schon zur Genüge ausgelassen. Da im Norden aber vor allem im Süden von Leipzig Wald-, Wiesen- und Wasserflächen durch Rekultivierung geschaffen wurden, kann man sich in der Stadt wieder dem Thema verdichtete europäische Stadt widmen. Das Leipzig auch im Inneren grüner wird, dafür gibt es einige anspruchsvolle Pläne.




      In Chemnitz wurden -nach meiner Meinung- nach der Wende die Fördermöglichkeiten im Städtebau stark für die Sanierung der Plattenbauten eingesetzt. Was damals ein Vorteil schien, ist heute leider ein Problem. Dafür ist die industrielle Basis in Chemnitz gesünder. Schauen wir mal, was dort in den nächsten Jahren geschieht.





      GRK ist im Artikel der Welt am Sonntag nur stellvertretend genannt worden. Es gibt eine ganze Reihe von Firmen in Leipzig, die ähnliche Projekte erfolgreich entwickeln.
    • Das Maklerunternehmen Aengevelt aus Düsseldorf hat den Leipziger Immobilienmarkt untersucht. Die "Höfe am Brühl" sind architektonisch sicher nicht der große Brüller. Aengevelt kommt aber zu dem Schluß, dass von diesem Projekt die Leipziger Innenstadt profitieren wird. Besonders die im Moment suboptimale Lage der Hainstraße wird sich voraussichtlich deutlich verbessern.





      Wohnungsmieten bleiben konstant
      Dominik Bath

      Leipzig. Die Messestadt bleibt ein guter Standort für Einzelhändler: Die Petersstraße ist noch vor der Prager Straße in Dresden die erfolgreichste sächsische Geschäftsstraße. Der Flughafen Leipzig/Halle habe sich als Umschlagplatz für Luftfracht nach Frankfurt/Main deutschlandweit auf Platz zwei etabliert. Wohnungsmieten blieben im Jahr 2010 konstant. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des Leipziger Immobilienmarkt-Entwicklungsberichts der Maklergesellschaft Aengevelt.

      Zu Hochzeiten schlendern, so der Report, mehr als 9000 Menschen durch die Petersstraße. In dieser Toplage zahlen Einzelhändler bis zu 120 Euro pro Quadratmeter. In der Grimmaischen Straße werden bis zu 110 Euro fällig. Das Interesse an Verkaufsflächen in der Leipziger Innenstadt sei weiterhin hoch.

      Auch, weil die einzelhandelsrelevante Kaufkraft längst noch nicht ausgeschöpft sei. So verfüge Leipzig, laut Berechnungen der Handelsberatung BBE, über ein jährliches Kaufkraftpotential von rund acht Milliarden Euro. Abzüglich der Kosten für den Lebensunterhalt stünden davon rund 2,5 Milliarden Euro zum Shopping zur Verfügung.

      Leipzigs Zentralitätskennziffer rangiert bei 106,6 Punkten. Das bedeutet, dass der Standort Leipzig die Bewohner des Umlands und Touristen deutlich stärker zum Einkauf innerhalb seiner Stadtgrenzen anregt als umgekehrt. Diese Zahl sei noch deutlich ausbaufähig, im Vergleich zu anderen ostdeutschen Städten wie Dresden (110,5) oder Chemnitz (128,8).
      Wenn im Herbst 2012 das neue Einkaufzentrum Höfe am Brühl öffnet, beginnt für Leipzigs Innenstadt eine neue Zeitrechnung. Das Shopping-Center, so der Bericht, werde die City aufwerten. „Ein Zusammenbruch des Einzelhandels in der Innenstadt werde genauso wenig passieren wie bei der Einzelhandelsnutzung im Hauptbahnhof. Der Wettbewerb wird angeregt und die Händler werden davon profitieren“, sagt Wulff Aengevelt, Geschäftsführer der Aengevelt Immobilien. Besonders durch die Hainstraße, als direktem Weg vom Markt zum Brühl, werden vermehrt Fußgänger laufen.

      Die Region entwickle sich zudem zu einem der führenden Logistik-Standorte der Bundesrepublik.

      Der Automobilmarkt werde zunehmend ein Faktor in der Region. „Porsche wird bis 2013 1000 neue Arbeitsplätze schaffen und auch BMW wird sich vergleichbar entwickeln“, so Aengevelt.

      Durch diesen Ausbau des Arbeitsplatzangebotes wächst die Einwohnerzahl Leipzigs weiter an. Bis 2029 werde ein Zuwachs von rund 20.000 Menschen erwartet. „Aber man muss wissen, dass nicht Menschen sondern Haushalte Wohnungen mieten“, so Rüdiger Jansen, Aengevelt-Niederlassungsleiter in Leipzig. 13.000 neue Haushalte erwarte er in Leipzig.
      Trotz steigender Nachfrage blieben die Mietpreise für private Wohnungen konstant. Im stadtweiten Durchschnitt waren im Jahr 2010 5,20 Euro pro Quadratmeter fällig (2009: 5,30 Euro pro Quadratmeter). Das Wohn-Angebot in der Innenstadt wird hingegen zunehmend knapper. Hier müssen Mieter bei sanierten Altbauten teilweise 9,90 Euro je Quadratmeter löhnen.

      Der Aengevelt City Report Region Leipzig liefert bereits im 20. Jahr eine umfassende Analyse des Immobiliengeschehens der Stadt Leipzig. Experten der Aengevelt-Research erstellen sowohl eine Einschätzung des Marktes als auch einen Ausblick auf zu erwartende Entwicklungen.

      © LVZ-Online, 11.04.2011, 17:40 Uhr


      Quelle: LVZ Online vom 11.04.2011
    • Ja, sogar den Türrahmen haben sie als Denkmal stehen gelassen. Man fragt sich natürlich, warum man das Gebäude nicht einfach grundsaniert hat und dort dann das Bäckergeschäft hereingesetzt hat. Aber das wäre vermutlich teurer gekommen und vielleicht nicht ganz so flexibel für die spätere Umnutzung. Dafür indes hätte man ein Obergeschoss einrichten können mit einer vermietbaren Wohnung (Refinanzierung) oder Lagerfläche oder einem weiteren Laden. Nun, wer weiß denn schon, was in den Köpfen solcher Investoren vor sich geht.
    • Da bin ich dann doch für etwas mehr Ehrlichkeit: Wenn das Haus schon weg und ein Supermarkt hin soll, dann bitte einfach weg und flachen Supermarkt hinsetzen, fertig. Aber das abgerissene Haus als klettergerüstartigen Zombie weiterspuken lassen - so was bescheuertes habe ich noch nie gesehen. :kopfschuetteln:

      Heimdall schrieb:

      Ja, sogar den Türrahmen haben sie als Denkmal stehen gelassen. Man fragt sich natürlich, warum man das Gebäude nicht einfach grundsaniert hat und dort dann das Bäckergeschäft hereingesetzt hat.
      Oder eben in Gottes Namen drei Fassaden stehenlassen, dahinter alles abreißen und einen Neubau hinter die alten Fassaden setzen, halbwegs passendes Dach drauf, Supermarkt rein - das wäre immer noch besser als dieser Klamauk.
    • Etwas zumindest vergleichbares habe ich mal in Köln gesehen, bei der Auferstehungskirche. Mag sein, daß die Leipziger dadurch inspiriert worden sind. Manch einer mag den Kölner Kirchenanbau vermutlich auch hier interessant finden, ich empfand die Vor-Ort-Situation hingegen einfach nur als häßlich und disharmonisch. Ein schlichter Neubau unter Beibehaltung des Turmes wäre mir viel lieber gewesen.

      bilderbuch-koeln.de/img/00/8a/29625.978x1304xin.jpeg

      zeeman.de/wp-content/uploads/2007/12/dsc00028.JPG

      popp-kloos.de/referenzen/images/bild_25.jpg

      Information:
      baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=2000047108786

      Die Denkmalpflege war von dem Konzept angetan
      Ja klar, die "Denkmalpflege" mal wieder...
    • Das Maklerhaus Lührmann aus Berlin hat die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt für die Leipziger City analysiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:


      2011-05-13
      Lührmann.
      Ladenflächen Innenstadt Leipzig: Zweitbester Immobilienstandort im Osten
      Leipzig: Leipzig ist mit rund 519.000 Einwohnern nicht nur eine der kleinsten deutschen Einkaufsmetropolen. Wie die meisten im Osten Deutschlands gelegenen Standorte litt die gesamte Region zudem lange Zeit unter sehr schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Doch der strukturelle Wandel greift, die Arbeitslosenquote wurde in den letzen Jahren kontinuierlich gesenkt und lag zuletzt bei 13,9 Prozent. Seit der Wiedervereinigung siedelten sich viele neue Unternehmen an, darunter große Arbeitgeber wie Porsche oder BMW. Und auch als internationaler Logistik- und Medienstandort gewinnt die Stadt zunehmend an Bedeutung.

      Von diesen Entwicklungen profitiert auch die Einkaufsstadt Leipzig. Mietpreissteigerungen und eine anhaltende Investorennachfrage zeigen, dass die Innenstadt den Anschluss an vergleichbare Städte wie Nürnberg oder Bremen endgültig geschafft hat. Und im ostdeutschen Vergleich mit dem gut hundert Kilometer entfernten Dresden setzt sich das eindeutig anziehungsstärkere Leipzig mittlerweile deutlich ab, wie das auf innerstädtische 1A-Lagen spezialisierte Maklerhaus LÜHRMANN Berlin in den aktuellen LÜHRMANN Citynews Leipzig feststellt.

      Unter den fünfzehn größten deutschen Städten ist Leipzig nach Berlin demgemäß der Standort mit der stärksten Wertentwicklung der Geschäftshäuser in 1A-Lage. Verglichen mit dem Jahr 2001 erzielen Einzelhandelsimmobilien im Verkauf mittlerweile doppelt so hohe Preise, der Wert stieg im Schnitt um 97,5 Prozent. „Auch wird die in der Vergangenheit große Konkurrenz durch großflächige Einzelhandelsangebote in der Peripherie immer besser abgefedert. Ladenlokale in der innerstädtischen 1A-Lage sind begehrt bei nationalen und internationalen Filialunternehmen, die Nachfrage übersteigt das bestehende Angebot um ein Vielfaches“, sagt Mario Hampel, geschäftsführender Gesellschafter bei LÜHRMANN Berlin. Doch die Mieterfluktuation in der besten Einkaufslage ist gering. Das schlägt sich auch in einer kontinuierlich steigenden Mietpreisentwicklung nieder, im Verlauf der letzten zehn Jahre stieg die Spitzenmiete eines 80 bis 120 Quadratmeter umfassenden Ladenlokals um 57 Prozent. Bis zu 125 Euro kann der Quadratmeter eines Ladenlokals in allerbester Lage und mit einzelhandelsgerechter Ausstattung aktuell an Miete kosten (Dresden: 85 Euro).

      Lebendiger Mittelpunkt der Innenstadt ist das historische Stadtzentrum. Die attraktive und vorbildlich sanierte Altstadt punktet mit einem abwechslungsreichen Angebotsbesatz.

      I

      Inmitten des Leipziger Stadtzentrums gelegen, ist überdies der in den 1990er Jahren modernisierte Leipziger Hauptbahnhof nicht nur einer der wichtigsten Knotenpunkte des deutschen Eisenbahnnetzes. Die Station entwickelte sich mit seinen Promenaden auch zu einem populären Shopping- und Dienstleistungszentrum mit knapp 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Große Strahlkraft geht zudem von der innerstädtischen Mädler Passage aus, eine der ältesten Einkaufspassagen in Deutschland.

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      Prognose

      „Im positiven Einklang mit der Verkaufsflächenausweitung entwickelt sich der gesamte innerstädtische Einzelhandelsmarkt in der Leipziger 1A-Lage hervorragend“, so der Handelsmakler Hampel, „die Mieten stiegen bis ins Jahr 2007 massiv an und bestehen seitdem auf einem sehr guten und dem Standort angemessenen Niveau.“ Vor allem die Nachfrage internationaler Filialkonzepte ist außergewöhnlich hoch, Leipzig nimmt in dieser Hinsicht eine Sonderstellung im Osten Deutschlands ein. Die aktuellen Neuvermietungen an der Petersstraße rund um den Petersbogen haben die Lage weiter aufgewertet. Gleiches gilt für die Grimmaische Straße, die, nicht zuletzt durch die neuen Mieter im Handelshof, qualitativ zur Petersstraße aufschließen konnte.

      Die Höfe am Brühl und der City-Tunnel werden die Innenstadt weiter stärken, insbesondere die Hainstraße könnte einen Aufschwung erleben. Von einer Konkurrenzsituation durch die Shoppingcenter ist nicht auszugehen, der Bedarf an hochwertigen Einzelhandelsflächen ist so groß, dass es zu keinen Lageverschiebungen kommen sollte. Im Gegenteil, der Besatz wird sinnvoll ergänzt und die Mieterqualität weiter verbessert. „Durch die neuen, vorwiegend auf eine junge Zielgruppe ausgerichteten Konzepte könnten zudem weitere Käuferschichten erschlossen werden und der Innenstadt weiteres Entwicklungspotenzial eröffnen“, sagt der LÜHRMANN-Geschäftsführer



      Weiteres HIER in der Quelle.
    • Dresdener Straße / Salomonstraße

      Bild 2840


      Zu diesem Druckereigebäude wurde bereits folgendes geschrieben:


      AndreJ schrieb:

      Weis jemand ob etwas mit dem großen Druckerreigebäude Dresdener Straße / Ecke Salomonstraße passieren soll. Dieses Gebäude wurden letztens ausführlich von jemanden fotograffiert?


      AndreJ schrieb:

      Ja an dieser Stelle würde es der Stadtansicht gut tuen den Kirchtum neu zu errichen, aller dings muss vorher das Umfeld gemacht werden. Denke da an das Eckgebäude Nürnberger Straße oder das Druckereigebäude Ecke Salomonstraße. Die Post wird janun gemacht,bleibt abzuwarten wie sich das optisch ansehen wird, bzw. ob man sich stark am Original anlehnt.

      Aber um nochal zu den Innenstadtbauen zu kommen, Es gibt in der Grimmaschien Straße ja noch 2 Eckgebäude (gegenüber neuen Unibau) die schlichte DDR Bauten sind (ähnlich das inder Nicolaistraße was abgerissen wird) weis jemand ob die auch mal noch verschwinden?


      AndreJ schrieb:

      Ich habe im Netz was interessantes gefunden.
      Die GC-Gruppe hat die Druckerei Ecke Dresdener Straße/Salomonstraße gekauft. (siehe deren Web-Site)
      Es laufen derzeit ja die Abbrucharbeiten auf dem Gelände.
      Das Gelände soll durch Neubauten ersetzt werden. Diese sollen offenbar durch ein Forschungsvorhaben.
      Es steht zwar nicht da worum es geht, aber auf den Modellen der FH-Joanneum sieht man es genau.
      Siehe dazu die Links:

      fh-joanneum.at/aw/home/Studien…ews/~bqyf/Leipzig/?lan=de

      Studierende der FH JOANNEUM entwickeln Bebauungskonzept in Leipzig


      AndreJ schrieb:

      was ist dieser angesprochene Stahlbetonbau, wo steht der genau, wass soll mit dem passieren?
      eine andere Druckerrei wird ja bald saniert: Ecke Dresdener Straße-Salomonstraße


      Leipziger schrieb:

      Das Gebäude Dresdener Straße 1/Salomonstraße 2 und 4 wurde 1915 –im ersten Weltkrieg- für die Druckerei Bernhard Meyer erbaut. Baukonstruktiv handelt es sich um einen Betonbau – größtenteils in Skelettbauweise errichtet.

      Nach 1945 zog der grafische Großbetrieb Interdruck ins Haus. Nach jahrlangem leerstand soll die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes durch die CG-Gruppe in Kürze beginnen.
      Die Firma Caruso hat bereits den zuletzt als Hof- und Parkfläche genutzten großen Geländeteil an Dresdener- und Inselstraße beräumt. Abgebrochen wurden hier größtenteils aus der Zeit nach 1945 stammende Gebäude, die nicht erhaltenswert waren. Die Neubebauung des Areals, für das es (wie für so viele Gründstücke) Entwürfe im Vorentwurfsstadium gibt, wird zumindest vorerst nicht realisiert.

      Gesamtansicht in Bau 1915 – mit Musterfassade


      museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb043853.jpg

      Gesamtansicht in Bau 1915
      museum.zib.de/sgml/bilder/gross/bb043854.jpg

      Gesamtansicht nach der Vollendung um 1920 –man beachte die Stein-Statuen im 1.OG, die vermutlich einer Fassadenbereinigung in den 30er oder 50er Jahren zum Opfer fielen.


      Gesamtansicht 2009


      Eingangsbereich nach der Vollendung um 1920 –man beachte die Pfosten der Einfriedung in Form von liegenden Büchern, die auch heute noch erhalten sind


      Eingang 2009 – schon, dass der Sprayer genau das Orange des Schriftzugs getroffen hat


      Rückseite 2009


      Salomonstr. 4 – 2009 – dieser Bauteil wurde nach 1920 stilgerecht an den Altbau angepaßt


      Bildquellen:
      Historische Bilder: Fotografien aus dem Atelier Hermann Walter, Leipzig (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)
      Bilder 2009: von mir.



      Gibt's hierzu was Neues?
    • Das würde ich begrüßen. Die Bauzeit während des Weltkrieges ist ungewöhnlich, der Figurenschmuck zeugt auch weniger von Pracht als von Demut. Diesen Stil gibts zwar dann in den frühen 20igern noch des öfteren, aber das ist doch ein ein recht früher Zeuge. In meiner Heimatstadt steht ein ähnlich dekoriertes Haus, altes Kino; verfällt leider zusehends.