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Spandauer Vorstadt

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    • Spandauer Vorstadt

      Sperrzone an der Sophienkirche

      Der Turm bröckelt

      Die Sophiengemeinde hat ein Geld-Problem - ihr fehlen 400 000 Euro. So viel könnte es nämlich kosten, den 69 Meter hohen Turm der Sophienkirche an der Großen Hamburger Straße zu sanieren. Und das ist dringend nötig: Vor einem Monat hatte sich ein 30 Zentimeter großer Stein vom Gesims des 270 Jahren alten Kirchturms gelöst und war auf den Spielplatz der Gemeindekita gestürzt. "Zum Glück passierte das an einem Sonntag", sagt Pfarrer [...] Grützmann. "Deshalb waren keine Kinder dort." Gleichwohl habe man sofort die bezirkliche Bauaufsicht über den Vorfall informiert - und einen 35 Meter breiten Bereich um den Kirchturm abgesperrt.

      Wie groß der Schaden am Kirchturm ist, kann Pfarrer Grützmann noch nicht sagen. "Die Untersuchung dauert noch etwa zwei Wochen." Es sei jedoch schon absehbar, dass der ganze Turm saniert werden müsse. "Und das wird so teuer, dass wir uns das garantiert nicht leisten können". Er gehe derzeit von Kosten zwischen 300 000 und 400 000 Euro aus. Die 8 500 Mitglieder starke evangelische Gemeinde, die über fünf Kirchen verfügt, habe so viel Geld nicht.

      Deshalb soll der Kirchturm zunächst nur eingerüstet werden, um wenigstens zu verhindern, dass weitere Steine herabstürzen. "Wir sind jetzt dabei, das Geld dafür zusammen zu bekommen", sagt Pfarrer Grützmann. Wann der Turm saniert werden kann, sei völlig offen - ohne Spenden oder Sponsoren sei das kaum möglich. Allerdings müsse sich die Gemeinde entscheiden, ob sie Fördergelder beantragen will oder die Sanierung durch Werbung finanzieren will. "Beides geht nicht: Fördergeld gib es nur ohne Werbung." Die Gemeinde werde deshalb zunächst versuchen, Fördergelder zu erhalten.

      Die Sophienkirche ist die einzige Kirche Berlins mit einem erhaltenen Barock-Kirchturm. Die Kirche wurde 1712/13 errichtet und von der dritten Gemahlin von König Friedrich I., Sophie-Luise, gestiftet. Der Turm wurde 1729/35 gebaut. Die letzten Ausbesserungsarbeiten fanden in den 1970er-Jahren statt.


      Quelle: berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/490932.html


      Quelle: bildindex.de
    • Das erste ist relativ unspektakulär, passt aber und ist vtml unersetzbar.
      Das zweite Gebäude finde ich sehr schön, zumal in Berlin nicht besonders viele Fassadenmalerien zu sehen sind (allgemein nicht bes. viel bei Gründerzeitlern). Wo steht das denn in Berlin?
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Beide sind exemplarisch für höchster Qualität

      Bin ein grosser Liebhaber der Barock, Jugendstill, Gründerzeit, neo-Klassisismus, neo-Renaissance, Frankfurter Schule.

      Diese beide Häusser kannte ich noch nicht aber finde ich Bildschön. Warm, harmonisch usw. Möchte gerne das ganz Berlin wieder so auusieht!!!

      Gibt es Architekten die wieder so in diesen Still Neubauten errrichten können?

      Warum eigentlich nicht? Die Bürger geniessen von solcher Bauten, die sehr weit überlegen sind zu heutigen Glasskasten, Kasten oder Flachdachbunker (99% alle Neubauten).

      Rob
    • Spandauer Vorstadt

      Da es scheinbar noch keinen Thread für das Gebiet der Spandauer Vorstadt gibt, lege ich hiermit mal einen an. Zur Allgemeinen Info über das Viertel und die Baufortschritte ist dieses Blog sehr empfehlenswert.

      Bilder aus dem Viertel folgen später, zunächst einmal nur die neue Zentrale des AOK-Bundesverbandes in der Rosenthaler Straße. Es handelt sich dabei um das ehemalige Kaufhaus Wertheim, dass im 2. Weltkrieg nicht unerherblich zerstört wurde. Zwar war laut Welt vorgesehen, dass die historischen Fassaden erhalten werden:
      Das architektonische Konzept geht vom Erhalt der historischen Fassaden des 1903 erbauten Kaufhauses aus. Udo Barske: "Aus denkmalpflegerischer Sicht bleiben die Hauptfassaden aus Naturstein in ihrer Ursprünglichkeit."

      allerdings lässt dies einigen Interpretationsspielraum. Die weitestgehend überputzte Hauptfassade zur Rosenthaler Strasse wurde jedenfalls nicht wieder hergestellt, im Gegenteil - das Ergebnis sieht eher nach Neubau aus. M.E. eine ganz schwache Nummer, auch wenn das Ergebnis kein Schandfleck ist. Aber seht selbst:

      Fassade zur Rosenthaler Straße



      und des Nachts:



      Übersicht Rosenthaler Strasse:



      Einmündung Sophienstrasse:



      sanierte Kaufhausfassade in der Sophienstrasse:





      Alle eigene Bilder.
    • Re: Berlin: Spandauer Vorstadt

      In meinen Augen eigentlich gleich zwei verpaßte Chancen.

      Die neue Fassade sieht ja noch nicht mal schlecht aus - aber eben auch beliebig, nichts besonderes, Durchschnitt. Da hätte man - wenn man schon die Kosten für eine Wiederherstellung der historischen Fassade scheut - auch gleich die Fassade aus DDR-Zeiten renovieren und erhalten können. Die sah auch nicht schlechter aus als die Neue - und hatte obendrein auch noch Geschichte.
    • Re: Berlin: Spandauer Vorstadt

      Irgendwie bezeichnend, dass die Fassadenplastik unter Naturstein verschwinden muss. Man könnte das auch als eine progressive Form der Entstuckung bezeichnen. Wie du schon sagtest, kein Schandfleck, aber derart 0815 bei so guten Ausgangsbedingungen, ist schon irgendwie schwach. Dennoch danke für die Bilder und Infos, Dase.
    • Re: Berlin: Spandauer Vorstadt

      Kleine Aktualisierung zum AOK/Wertheim

      Es sieht für mich so aus, als bliebe dies der endgültige Zustand der zerstörten Figurenreliefs:



      Regelrecht beknackt sieht das aus - dann sollte man lieber einfach alles verkleiden. :augenrollengruen:

      Besser wäre es allerdings, zumindest im Erdgeschoss eine Wiederherstellung anzustreben. So schwierig kann das doch nicht sein, denn Abbildungen sind höchstwahrscheinlich noch vorhanden.

      Detail in der Gegenüberstellung kaputt und heile:


      Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass vielleicht der Denkmalschutz die Zerstörung konserviert sehen will?


      "Dase" wrote:

      Bilder aus dem Viertel folgen später, zunächst einmal nur...

      Wie sieht's denn - genau 6 Monate später - aus mit den Bildern - oder war das eine leere Ankündigung? 8)
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Re: Spandauer Vorstadt

      Das markante Eck- und Zwickelgrundstück Oranienburger Straße 92/Große Präsidentenstraße am Hackeschen Markt - und was daraus gemacht wurde.





      Ein weiteres dreifaches "Hoch!" auf die gestalterische Armseligkeit. Was hätte man hier von Blickwinkel/Perspektive für Möglichkeiten gehabt!
      Aber immerhin ist da jetzt ein toller Erotikspielzeug-Laden drin - die großgewachsenen schlanken und bestiefelten Damen dürften dort allerdings wohl eher nicht kaufen.

      EDIT:
      Der historische Vergleich aus dem Jahr 1893 - dürfte sich bis 1945 jedoch wohl noch verändert haben.
      Quelle: bildindex.de
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Neubauten in Mitte

      In der Rosenthaler Vorstadt sind innerhalb des letzten Jahres einige weitere Gebäude unterschiedlicher Qualität fertiggestellt worden.

      Moderationshinweis (Palantir): Da es sich um Bauten in der Spandauer Vorstadt handelt, habe ich den Beitrag hierher verschoben.


      Auguststrasse 51


      Auguststrasse 68 (me collectors room, private Kunstsammlung)


      Ecke Gormann / Mulackstrasse


      Ecke Linien / Rückerstrasse
      Dem bald wieder aufgebauten Berlin stehen goldene Zeiten bevor .....