Berlin-Mitte - Spandauer Vorstadt

  • Der Neubau Rosenthaler Straße N°43-45 ist jetzt fertiggestellt.






    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Die Fassaden der drei Neubauten sind soweit ganz ok, aber mit Schrägdach, Gaubenfenster und etwas herausgearbeitete Fassadenteilen wäre es noch besser.

  • Dabei fiel mir speziell in der Motzstraße auf, dass offenbar die Gebäude eine zur Straße parallele Front haben, allerdings eigentlich schräg zur Straße stehen.

    Ein solches Haus gibt es auch in der Neuen Schönhauser Straße N°2:

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    Dann noch ein älter Hut, nämlich, dass das Haus Sophienstraße N°34 aktuell wieder aufgebrezelt wird.


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    Projektseite: https://sop034.berlin/


    Und schließlich der baldige Abschluss der Sanierung der alten Feuerwache von 1859 in der Linienstraße N°128-129.


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    (Immanuel Kant)

  • Interessant, eine Linie meiner Vorfahren hat zwischen 1840 und 1865 in der Linienstraße gelebt.

    Immer diese wachgeküssten Schmuckstücke 30 Jahre nach Mauerfall ...

  • Und nochmals die sanierte alte 'Feuerwache Stettin' in der Linienstraße.


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    Und noch an die Torstraße, wo ein Haus saniert wurde.

    Das Vorderhaus an der Torstraße N°146.
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    (Immanuel Kant)

  • Die Bebauung der Ecke am Oranienburger Tor ist offenbar auf Eis - vielleicht auch besser bei diesem Entwurf, den ich damals abgelichtet hatte.

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    Links anschließend in der Torstraße ist auch einiges im Argen.


    Das Haus N°230 steht offenbar leer, das Hinterhaus ist schon ziemlich heruntergerockt.

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    Und gleich links anschließend hat sich eine Investorenruine ergeben.

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    Wer kann Informationen zu den Sachen beitragen?

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    (Immanuel Kant)

  • Tja, mal wieder große Ankündigung und dann nichts drauf geworden. Nicht das erste Mal an der Ecke. Die Bauruine kann man wenigstens noch abreißen. Hoffentlich muss dann der Altbau nicht auch dran glauben.

  • Linienstraße N°86 ist dann auch "unten rum" freigemacht worden - Blick aus der Kl. Auguststraße.

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    Ein stilistisch gewöhnungsbedürftiger, aber keineswegs schlechter Bau.

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    Die Rückseite, Torstraße N°146, hatte ich auch schon einmal gezeigt.

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    Ob das mit dem bröckeligen Sockelgesims so bleiben soll?

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Na, ist doch ganz ansprechend geworden. Ein sehr schönes und wertiges Detail sind die seitlichen, blinden Fenster des Turms, die ihn nochmal gut gliedern. Wirkt fast romanisch. ;)

    Sehr traurig, die sich immer ins typische Berlin-Bild drängenden billigen, schäbigen Platten. Etwas weiter die Linienstraße runter stehen noch einige ganz besondere "Schönheiten". :kopfschuetteln:

  • Snork hatte erfahren, dass am Adass-Jisroel-Gemeindhaus in der Tucholskystraße nun auch ein Balkongitter angebracht worden sei und bat um einige Aufnahmen. Dem will ich hiermit gerne nachkommen.






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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Herrlich! Und gut für die Jüdische gemeinde, das sie sich wieder so selbstbewusst in der Stadt präsentiert.

    Mal eine Frage:
    Wie sieht es eigentlich allgemein in den Berliner Entstuckungsopfern aus? Wurde da ebenso rigoros oder noch rigoroser gewütet, oder hat sich da mehr Stuck erhalten als außen?

  • Wie sieht es eigentlich allgemein in den Berliner Entstuckungsopfern aus? Wurde da ebenso rigoros oder noch rigoroser gewütet, oder hat sich da mehr Stuck erhalten als außen?

    Das hatte mich als zugezogener damals wirklich überrascht. Im Gegensatz zu Köln, München, Hamburg wo glatte Fassaden in den allermeisten Fällen auch glattes Innenleben bedeutet erlebt man diesbezüglich in Berlin gerne mal eine Überraschung.

    Ich selbst lebe in einem komplett entstuckten, schmucklosen, grauen Entlein. Innen ist aber fast jedes Gründerzeitdetail erhalten. Selbst die Buntglasfenster im Treppenhaus. Was zu 98% fehlt sind die Deckenbemalungen. Würde aber behaupten dass da viel Bestand bereits in den 20er Jahren mit weiß übertüncht wurde. Selbst im fast vollständig entstuckten Friedrichshain hat man eigentlich im überwiegenden Teil der Häuser zumindest noch die alten Kasettentüren, Deckenstuck und das Originalparkett.

    Am Ufer der Sonne wo die wesen vom sehen träumen ist in Echtzeit überall Nacht

  • Das kann ich so bestätigen. Bei fast allen Gebäuden, in denen ich bisher in Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln etc. war, war das Innere teilweise gut bis sehr gut erhalten. Man muss hierzu allerdings sagen, dass das Innenleben vieler Häuser in Friedrichshain und Kreuzberg so oder so eher schlicht und nicht wirklich opulent gestaltet ist.

  • Das kann ich so bestätigen. Bei fast allen Gebäuden, in denen ich bisher in Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln etc. war, war das Innere teilweise gut bis sehr gut erhalten. Man muss hierzu allerdings sagen, dass das Innenleben vieler Häuser in Friedrichshain und Kreuzberg so oder so eher schlicht und nicht wirklich opulent gestaltet ist.

    Wo sich ja quasi die Frage aufdrängt: Wo standen die opulentesten Berliner Gründerzeithäuser? Charlottenburg Kurfürstendamm? Oder Mitte? Prenzlauerberg wohl eher nicht, obwohl der wegen der vielen erhaltenen Straßenzüge heute zu den schöneren Vierteln gehört mit hoher Lebensqualität.

  • Leider wurde in Berlin, nach einem verheerenden Bombenkrieg, fast alle Häuser von seinen schönen "Kleider" beraubt.

    Man findet hier und dort noch schön bestuckten Gründerzeitler, aber die Wucht und Würdigkeit sind längst verschwunden.

    Und die kommt nicht wieder, weil die Behörden das bezahlen müssen und die Prioritäten des Alltags nicht mit Schönheit zu tun haben.

    Höchstens werden endlich mehr oder einige Bäumen in Strassen gepflanzt..

  • Ich habe den Eindruck, lieber "Klassiker", dass Du wohl lange nicht mehr in Berlin warst. Natürlich sind bei weitem nicht mehr alle Wohnhäuser aus der Zeit vor dem 1.Weltkrieg bestuckt. Aber die Vereinfachung der Fassaden hat nachweislich bereits in den 20er und 30er Jahren begonnen, natürlich nur in einem geringen Maße. Von hier und dort kann bei der Vielzahl der restaurierten Fassaden wohl auch kaum die Rede sein. Es gibt mittlerweile wieder ganze Straßenzüge oder Stadtviertel, (vor allem im ehemaligen Ostsektor) in denen die Fassaden rekonstruiert wurden.
    Und was heißt "endlich mehr" Bäume in den Straßen gepflanzt? Du wirst kaum eine europäische (Millionen-)Stadt finden, in denen es mehr Straßenbäume gibt.
    Dein Eifer ist ja immer wieder bemerkenswert, aber man kann auch alles übertreiben.

  • In der Welt gibt es heute einen interessanten und herzerfrischenden Artikel über das Scheunenviertel, "die letzte Altstadt von Berlin".
    Dort heißt es u.a. : Das Scheunenviertel widerlegt, wie die meisten populären Altstädte, Glaubenssätze der modernen Architektur. Etwa die Vorstellung, dass man Stadt stets „neu denken“ und dem jeweils aktuellen Zeitgeist anpassen müsse – dabei funktionieren die historischen Viertel trotz aller gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen bis heute sehr gut, sie sind immer Sehnsuchtsorte geblieben. Gerade die „Neudenker“ zieht es ja in die ältesten Quartiere, wo sie sich an jedem historischen Ornament erfreuen.


    https://www.welt.de/kultur/kun…-Altstadt-von-Berlin.html

    Dazu passend gibt es übrigens auch das sehenswerte und reich illustrierte Buch von Rainer Haubrich:

    Das Scheunenviertel - Kleine Architekturgeschichte der letzten Altstadt von Berlin

    Verlagsseite: https://www.suhrkamp.de/buch/r…enviertel-t-9783458364627
    Bei Hugendubel: https://www.hugendubel.de/de/t…2633-produkt-details.html

  • Die Ausweitung und Gleichsetzung der Bezeichnung Scheunenviertel auf die Spandauer Vorstadt ist zwar geläufig, sollte einem Fachbuch m. E. aber nicht den Titel geben.


    Das historische Scheunenviertel befand sich lediglich zwischen Schönhauser und Prenzlauer Tor, begrenzt durch die Hirtenstraße:

    Das ist grob der Bereich rund um die heutige Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

    In der restlichen Spandauer Vorstadt standen ansonsten keine Scheunen.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Das stimmt, die Ausweitung des Begriffes geht aber mW schon auf die Vorkriegszeit zurück.
    Damals war das noch ein Schimpfwort, heute wird das Viertel zelebriert.


    Es ist sowas wie der Altstadtersatz für Berlins Mitte. Doch die Spandauer Vorstadt kann nicht über den Verlust Alt-Berlins hinwegtäuschen, das unbedingt in Teilen wiedergewonnen werden muss.

  • Ja, diese Übertragung des Namens findet man eigentlich immer und überall. Heute ist vom eigentlichen Scheunenviertel überhaupt nichts mehr zu sehen.

    Historische Scheunenviertel finden sich allerdings in der näheren Umgebung Berlins, beispielsweise in Alt-Landsberg oder Kremmen.