Sonstige Meldungen zu Architektur

  • Technische Universität Chemnitz
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften


    Studie:
    Fluch und Segen des Bauhausstils
    Autoren: Friedrich Thiessen, Tony Günther, Sabine Hellwig, Nicole Küste


    bauenswert.de schreibt hierzu:

    Quote

    Ziel der vorliegenden Studie war es, die Zustimmung zum sog. Bauhausstil zu überprüfen, der deutsche Wohnsiedlungen und Städte überrennt. Wie viel Zuspruch erhalten diese Häuser wirklich? Wird dieser Stil tatsächlich geschätzt? Wie werden Häuser im Bauhausstil alleine und im Kontext anderer Immobilien bewertet?
    Quelle: http://www.bauenswert.de/Publi…CgWjByqhz9goGlDaFUezO44nE

    Die komplette Studie lässt sich hier herunterladen:
    http://www.bauenswert.de/Publi…WDP_130_Fassaden_2017.pdf

  • zeitlos: Danke, das ist eine sehr interessante Untersuchung! Demnach finden die allermeisten Leute "Brüche" ausgesprochen scheußlich, und legen sehr viel Wert auf stimmige Ergänzung von Ensembles. Auch sind Flachdächer sehr unbeliebt.

  • Vor kurzem ging eine Meldung über eine EU-Richtlinie durch die Presse, welche die Charta von Venedig in verschärfter Weise aufnimmt. Konkret hieß es in dem Papier, daß bei EU-geförderten Baumaßnahmen Ergänzungen an Denkmalen im zeitgenössischen Stil vorzunehmen sind. In Westeuropa ist diese Praxis ja leider längst üblich, aber nun wird sie EU-weit, zumindest für geförderte Bauten, "empfohlen" (Artikel 16). Rekonstruktionen sollen ausdrücklich nur in Ausnahmefällen gefördert werden (Artikel 19). Auf nationale Projekte, wie wir sie gegenwärtig beispielsweise in Ungarn sehen, dürfte diese Richtlinie also keine Auswirkung haben, sofern keine EU-Förderung vorliegt. Hier ein Pressetext dazu, auf welchen Oststaatler schon hingewiesen hatte.


    Jenseits des Atlantiks sieht es für die abendländische Architekturtradition gerade besser aus: Jüngst erschien ein Entwurf für eine Verfügung des US-Präsidenten mit dem Titel: “Making Federal Buildings Beautiful Again”. Der Entwurf sieht für bundesstaatliche Bauten, insbesondere Regierungsgebäude und Bundesgerichte, „den klassischen Architekturstil (gemeint ist der [Neo-]Klassizismus) als den bevorzugten und Standardstil“ vor. Dieser lege Wert auf Schönheit, respektiere das regionale architektonische Erbe und nötige der Öffentlichkeit Bewunderung ab.


    Wo vom klassischen Stil abgewichen werde, müsse die Gestaltung mit großer Sorgfalt und Rücksichtnahme erfolgen, um eine schöne Gestaltung zu finden, welche die Würde, den Unternehmergeist, die Kraft und Stabilität der amerikanischen Selbstverwaltung vermittle. „Architektur im brutalistischen oder dekonstruktivistischen Stil und die davon abgeleiteten Stile verfehlen diese Anforderungen und sollen nicht verwendet werden.“ Bei Renovierung unpassender Bauten solle eine Erneuerung im klassischen Stil in Erwägung gezogen werden.


    Die etablierte Architektenschaft und die Presse laufen dagegen Sturm: Klick, Klick, Klick, Klick... Und in der FAZ: Klick.

    Witziger Kommentar auf Twitter:

    the panic is understandable... if i were in the business of designing ugly buildings, i wouldn't want normal people getting involved.

  • Jedenfalls gibt das doch wieder das nächste Futter für die links-modernistischen Architekturtheoretiker. Demokratische Architektur muss auf Sichtbeton und Glas setzen... Trump als Propagandist für "rechte Räume"... nun ist doch alles klar... fehlen nur noch Boris Johnson, Victor Orban, Putin, Erdogan, und die These ist final verifiziert. :wink: