Hannover - Wiederaufbau der Flusswasserkunst

  • Leute, auch von mir Glückwunsch für die Arbeit.

    Wie wäre es denn, wenn man bekannte Hannoveraner um Unterstützung für das Vorhaben - im Sinne von Werbung und Publicity - bittet.
    Spontan fallen mir Oliver Pocher, die Scorpions, Gerhard Schröder, Martin Kind oder Robert Enke ein.
    Hört sich im ersten Moment vielleicht blöd an, diese Personen sind aber bundesweit bekannt und werden direkt mit Hannover verbunden. (Und zumindest Schröder dürfte Rekonstruktionen aus ideologischen Gründen nicht abgeneigt sein - siehe seine positive Äußerung zum Berliner Stadtschloss).
    Auf diese Weise könnte man weitere Menschen und Investoren etc. für den Wiederaufbau gewinnen und über Hannover hinaus Interesse erzeugen - Günter Jauch macht es in Potsdam vor.
    Auch eine Bündelung mit den Herrenhauser Projekten könnte versucht werden..

    Viel Erfolg!

  • Ich gratuliere! :blumen: Schoen, dass das Gutachten so positiv ausfiel und dass das Vorhaben Eures Vereins durch diesen Artikel erneut vor die Oeffentlichkeit gebracht wurde. :D

    Nur hoffe ich natuerlich mit Euch, dass Oeko nicht unbedingt durch einen Glaskubus erreicht werden muss.

  • Leine1977: Danke für den Hinweis. Schön wieder etwas von eurem Projekt zu hören. Die Idee Ökostrom zu erzeugen ist sicherlich ein guter Schachzug. Aber selbst wenn die Idee aufgegriffen würde, wäre wohl noch lange nicht sicher, dass gleichzeitig auch die Wasserkunst in ihrer alten Form wiedererrichtet würde.
    Ach ja, ich kenne den Redakteur zwar nicht, aber von Architektur scheint er ja keine große Ahnung zu haben. Wie er im Zusammenhang mit der Flusswasserkunst auf "Neobarock" kommt ist mir schleierhaft.

  • Es ist immer gut, wenn Redakteure nicht soo viel Ahnung von Architektur haben. Denn sonst haben die meist eine vorgefertigte Meinung (siehe SPIEGEL). Insofern verzeihe ich den Fehler. Selbiger Redakteur schreibt ansonsten immer recht gut über Stadtbau und prangert oft auch misslungene moderne Architektur an.

  • Soll die Flusswasserkunst in Hannover wiederaufgebaut werden? 31

    The result is only visible to the participants.

    Haben wir eigentlich aktive Mitglieder aus Hannover im Verein und Forum?

    Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die 2008 unter dem Verein „Hannoversche Stadtbaukultur“ gestartete Initiative zum Wiederaufbau der Flusswasserkunst am Leineschloss (Landtag) reanimiert wird. Die Facebookseite zum Bürgerbegehren existiert noch.

    Das war ein für Deutschland einzigartiges Bauwerk, das mE unbedingt zurückkehren sollte. Es würde als Tor zwischen Altstadt und Neuem Rathaus fungieren. Zusammen mit der Markthalle, die ebenfalls eines Tages rekonstruiert gehört.


    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ludw….jpg?uselang=de


    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flus….jpg?uselang=de


    Ab Minute 4 gibt es ein 3D-Modell zu bestaunen:

    External Content www.youtube.com
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    Link

  • Wäre ein schönes Projekt und eine Bereicherung der Stadtlandschaft. Wie sieht es damit aus, ist es nur Träumerei oder besteht eine Chance?

    Und was ist mit dem Brunnen auf dem ersten Bild, gibts den irgendwo noch?

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Die Chance ist von der Sache her groß, es fanden sich sogar potenzielle Investoren und Betreiber für die Flusswasserkunst, einzig das politische Klima passte 2008 und in den drei Folgejahren nicht. Es wäre jedoch schade um all die darin investierte Mühe, es wurden zahlreiche Gespräche geführt, es wurden ein 3D- und ein originalgetreues Bau-Modell angefertigt, Spenden gesammelt, usw...

    Kann (fast) alles hier nachgelesen werden!


    Rechts der tapfere Recke vom Schwesterforum DWF/SSC:

    "Premiere am alten Standort: Wilfried Freiherr von Wechmar (links) und Felix Hoffmeyer mit dem 1:50-Modell der Flusswasserkunst. Im Hintergrund sind Landtag und Marktkirche zu sehen." (HAZ-Artikel vom 23.04.2009)


    Nun, fast auf den Tag genau fünf Jahre nach dem vollendeten Wiederaufbau des Schlosses Herrenhausen, dürften die Rahmenbedingungen sich durchaus verbessert haben. Es floss viel Wasser die Leine runter und Rekonstruktionen sind mittlerweile (nicht nur) in deutschen Großstädten geradezu alltäglich. Zudem gibt es in Niedersachsen eine neue Landesregierung und seit der Stadtratswahl 2016 auch in Hannover selbst eine andere kommunalpolitische Konstellation.

  • Alles andere als 100% Zustimmung für eine Rekonstruktion, würde mich im APH auch etwas verwundern.

    Die Flusswasserkunst sollte doch zu einem kleinen Wasserkraftwerk werden. Das würde doch geradezu perfekt zur derzeit laufenden Energiewende passen. Eine Wiederbelebung der Rekonstruktionsbemühungen sind auf jeden Fall sehr zu bergüßen.

  • Danke für die Bilder. Die Synagoge wäre ja mein Rekonstruktions-Projekt Nummer Eins. Und dann muss ich an die Markthalle, das Kaufhaus Molling und das Hotel Continental denken ...

    Das alte Karstadt in der Georgstrasse steckt in seinen Grundmauern ja sogar noch im gegenwärtigen Bau drin. Wenn man bedenkt, dass Bauwerke wie die Tränenburg oder die Flusswasserkunst noch nach dem Krieg abgerissen wurden ...

    Edit.: Das Welfenschloss auf dem letzten Bild steht natürlich noch und das Leibnizhaus auf dem vorletzten Bild wurde rekonstruiert (wenn auch nicht am Originalstandort).

    Gibt es bezüglich der Flusswasserkunst eigentlich Neuigkeiten?

    Es gab doch mal einen Verein, der die Flusswasserkunst wiederaufbauen wollte.

  • Das war der Verein für Hannoversche Stadtbaukultur, den es ganz offensichtlich nicht mehr gibt. Das Projekt dürfte damit leider gestorben sein. Vor einiger Zeit gab es von anderer Seite auch Bemühungen zur Rekonstuktion der alten Markthalle, was leider auch nichts wurde. Tatsächlich wird das Schloss Herrenhausen wohl vorerst die letzte Rekonstruktion in Hannover bleiben. Und die war vermutlich auch nur möglich, weil man nicht hinter Braunschweig zurückstehen wollte. Sehr trübselig das alles. Aber Schloss Herrenhausen ist schon schön, gerade von der Gartenseite aus gesehen.

  • Anstatt der Flusswasserkunst, hat man lieber die Leinewelle gebaut. Eine Belustigung für eine Handvoll Surf-Interessierter.

    Surfen in der City - Startschuss für Leinewelle
    Nach vielen Jahren Planungszeit ist die Leinewelle in Hannover heute eingeweiht worden. Showsurfen und Training stehen heute auf dem Plan, am Wochenende ist…
    www.ndr.de

    Wenn diese Surf-Welle super laufen, und international haufenweise Touristen und Surfer anlocken würde, könnte man die Flusswasserkunst noch als Hotel, Restaurant und Souvenirshop aufbauen. Doch das ist natürlich Quatsch.

    Das Schloss Herrenhausen wurde glücklicherweise von Volkswagen als Tagungsort rekonstruiert. Aus der Stadt kam die Idee nicht.

    Die Rekonstruktion der Markthalle hat man abgelehnt, weil die lächerliche Markthalle aus der Nachkriegszeit inzwischen Denkmalschutz genießt. Dabei war sie bestimmt nur als Provisorium gedacht.

    In Hannover herrscht, wie leider in den meisten deutschen Städten, kein gutes Klima für Rekonstruktion und Wiederaufbau.

  • Also an der Surfwelle ist schon häufiger ganz gut Betrieb. So schlecht finde ich die Sache jetzt nicht und die Flusswasserkunst hätte theoretisch ja auch noch Platz.

    Und die Rekonstruktion von Schloss Herrenhausen geschah durchaus unter Mitwirkung der Stadt. Eine Rekonstruktion war nämlich lange Zeit sehr umstritten und von Seiten der Stadt nicht unbedingt gewollt. So gab es in der Vergangenheit auch Entwürfe für ein modernes Gebäude an dieser Stelle. Ich vermute tatsächlich, dass erst der Wiederaufbau des Braunschweiger Schlosses für entsprechenden Druck gesorgt hat. Da wollte man vielleicht nicht ins Hintertreffen geraten.

    Was die Markthalle angeht, da muss ich natürlich auch sagen, dass die alte Markthalle unfassbar schön war und dass die neue dagegen sehr bescheiden ist. Sie als lächerlich zu bezeichnen finde ich aber schon arg polemisch, das Gebäude ist schon ein anständiges Stück Nachkriegsarchitektur. Bei einer Markthalle spielt die Architektur für viele Menschen ja auch eher eine untergeordnete Rolle. Der Bau ist beliebt und immer gut besucht, das Angebot ist reichhaltig. Damit erfüllt die Markthalle ihren Zweck. Und die Rekonstruktion der alten Markthalle scheiterte nicht nur am Denkmalschutz, sondern auch an der mittlerweile anderen Strassenbreite.

    Dass das Klima für Rekonstruktionen in Hannover schlecht ist, wie fast überall, ist leider wahr und das wird man schwerlich ändern können. Meiner Meinung nach sollte der Focus daher auch eher auf einen besseren neuen Städtebau gelegt werden. Und da kann ich in Hannover schon zaghafte Fortschritte erkennen.