Freiburg im Breisgau

  • Nach dem großen Andrang beim letzten Mal, wird der Vortrag wiederholt:


    Dienstag , 8.11.2016 , 19.00 Uhr
    Gemeindesaal der Christuskirche, Maienstr. 2



    Der Lichtbildervortrag stellt historische und aktuelle Perspektiven gegenüber und zeigt, wie Stadtbildveränderungen Stimmung und Lebensgefühl einer Stadt beeinflussen. Dabei wird vor allem die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert, in der ganze Häusergruppen dem Straßenbau oder großangelegten Sanierungsprojekten geopfert wurden. Mit Blick auf einige der jüngsten Abrissobjekte wie das Dreikönigshaus, das Ratsstüble oder das ehemalige Wirtshaus "zu Amerika" stellen wir zur Diskussion, wie es aktuell um die Lobby für den Denkmalschutz in Freiburg bestellt ist. Geschichten, historische Zeitungszitate und Details aus der Stadtentwicklung runden den Vortrag ab.


    Eintritt frei.


    Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Stadtbild Deutschland e.V. Regionalverband Südbaden und Vistatour Freiburg e.V.


    Mit besten Wünschen,
    Lars


    PS: Ich habe es auch nochmal unter "Termine" gepostet.

  • "Bauen im Stadtidyll": http://www.frei04-publizistik.…urg_Augustinermuseum2.pdf

    Quote

    Christoph Mäckler Architekten stellten den zweiten Bauabschnitt des Augustinermuseums in Freiburg fertig. Ursula Baus ist angetan – nur an einer Stelle hätte sie sich etwas mehr Bezug zur Gegenwart gewünscht.

    Quelle: https://www.facebook.com/frei0…ef=PAGES_TIMELINE&fref=nf

  • Quote

    Wie ein Park unter die Räder kam


    WIEDERSEHEN! Kurz vor dem Bau des Greiffeneggrings leistete sich die Freiburger Stadtverwaltung noch eine Art Aprilscherz.

    Quote

    Bis 1963 führte dort, wo heute der Greiffeneggring verläuft, nur ein schmaler Fußweg von der Wallstraße durch einen Park zur Dreisam. In den Folgejahren wurde zur Entlastung der Schwabentorstraße eine Stichstraße gebaut, die den Verkehr vom Schwabentorplatz in Richtung Dreisam führt. Diesem neuen "Greiffeneggring" fielen nicht nur eine Reihe historischer Gebäude, sondern auch die nordöstliche Hälfte des Wallgrabenparks zum Opfer.

    Quote

    Auch mittelalterliche Mauerreste sowie zwei biedermeierliche Gartenhäuser, die man auf den ehemaligen Festungswällen erbaut hatte, fanden sich in dem Gelände. Einer dieser Gartenpavillons wurde "Pulverturm" genannt, weil er auf dem Fundament eines gleichnamigen mittelalterlichen Vorstadtturms stand...


    Quote

    ...bevor 1964 der Greiffeneggring in Angriff genommen wurde, leisteten sich die Behörden noch eine Art teuren Aprilscherz: Obwohl der Bau der Straße damals bereits feststand, begann man Anfang 1961, den Wallgrabenpark aufwändig umzugestalten und mit Bänken und Spazierwegen zu versehen. Die neue Anlage wurde dann tatsächlich am 1. April feierlich eröffnet...

    Quote

    Im Hintergrund... ...das geschichtsträchtige "Feuerbachhaus" zu erkennen, welches als eines der ältesten Gebäude vor dem Schwabentor unter Denkmalschutz stand und dennoch im Januar 1965 abgebrochen wurde, weil es einige Meter in die geplante Trasse des Rings hineinragte. "Es bietet nichts, was der Erhaltung wert ist", versicherte die Stadtverwaltung damals.

    Quelle: http://www.badische-zeitung.de…aeder-kam--130639291.html


    Weitere Abbildungen:
    https://www2.landesarchiv-bw.d…&screenhoehe=858%E2%80%8B
    Dort auf Strukturansicht klicken.

  • Denen setze ich mein geliebtes Muenster in rot dagegen! Eine Pracht, das Ding! :)



    Bild von mir und von Montag

  • Quelle: badische-zeitung.de/acht-gebae…urden-trotzdem-abgerissen

    Echt verrückt - so eine Baupolitik... Und nun sollen dort noch weitere Stadtbild prägende Häuser weg... Der Abriss-Wahnsinn findet wohl (leider) kein Ende. :daumenunten:

  • Echt verrückt - so eine Baupolitik... Und nun sollen dort noch weitere Stadtbild prägende Häuser weg... Der Abriss-Wahnsinn findet wohl (leider) kein Ende. :daumenunten:

    Weitere Gebäude zwischen Schwabentorplatz und Greiffeneggschlössle unterhalb des Schlossbergs stehen zumindest nach diesem Ideenwettbewerb für Schulen vom Architekturforum Freiburg zugunsten einer Neuplanung auf Abbruch zur Disposition: http://architekturforum-freibu…orum%20Freiburg_klein.pdf


    Quelle: http://www.kulturelle-bildung-…hulen-schloss-berg-stadt/

  • Freiburg wächst und braucht neuen Wohnraum. Bald soll am Rande des Autobahnzubringers, wo heute noch die Feldlerche singt, der neue Stadtteil „Dietenbach“ entstehen. So weit, so banal. Nun ist in der FAZ (01.03.2017) zu lesen, daß die Stadt mit einem weiteren Areal auch an einem Modellversuch des Instituts für Stadtbaukunst in Dortmund und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung teilnehmen wird. Titel des Projekts, an dem sich sieben Städte beteiligen sollen: "Stadtquartier 2020".


    Noch hört sich das Ganze ein bißchen nach den üblichen Marketing-Worthülsen an: „Interdisziplinäre Expertengruppen sollen Strategien zur Entwicklung gemischter, nachhaltiger und schöner Quartiere erarbeiten“ (FAZ). Auch ist das Freiburger Areal relativ klein. Es geht um eine Kleingartensiedlung hinter dem Arbeitsamt. Vier, fünf Straßenzüge, schätze ich.


    Die Aussagen der Dortmunder Institutsleiter Chrisoph Mäckler und Wolfgang Sonne klingen aber durchaus vielversprechend. FAZ: „In der jeweiligen Stadt sollen zunächst die Bürger befragt werden, in welchen Stadtteilen sie sich besonders wohl und zu Hause fühlen. Jede Wette, dass in neun von zehn Fällen die Wahl auf die Gründerzeitviertel fallen wird. Sie bieten im Innern des Blockrands geschützte Höfe für Privatheit, Kinderspiel und auch Gewerbe. Der Blockrand ist für Mäckler und Sonne die 'Normalform', die sich bewährt hat. Eine geschlossene Bebauung, sozial und funktional gemischt.“


    Man darf gespannt sein, ob Mäckler erfolgreich sein wird: "'Lasst uns nicht länger debattieren, was ein gutes Quartier ausmacht, sondern es endlich bauen.'"

  • Auch ist das Freiburger Areal relativ klein. Es geht um eine Kleingartensiedlung hinter dem Arbeitsamt. Vier, fünf Straßenzüge, schätze ich.


    Also, wenn ich richtig lese, dann handelt es sich um eine recht große Fläche von 165 Hektar, auf der 12.500 Leute angesiedelt werden sollen. Freiburg hat derzeit 224.000 Einwohner. Es handelt sich also um einen Zuwachs von 5% der Bevölkerung.


    Einige Hintergrundartikel:


    http://www.badische-zeitung.de…ieselfeld--127175128.html


    http://www.badische-zeitung.de…urchbruch--133075840.html


    http://www.badische-zeitung.de…nbach-aus--127188290.html


    So sieht es da derzeit aus:


    https://www.baden.fm/storage/t…c/r:1473782805/135636.jpg


    Das Projekt ist eben typische "grüne" Politik. Umweltschutz spielt für diese Leute längst nur noch insofern eine Rolle, als sie die wirtschaftlichen Interessen der Dämmplatten und Klimatechnik-Lobby bedient. Grünflächen können bedenkenlos zugebaut werden. Und wofür? Für die große Zuwanderung, den angeblichen Bevölkerungszuwachs. Doch woher kommt dieser eigentlich?


    Quote

    Die Einwohnerzahl nahm auch 2010 vor allem deshalb zu, weil mehr Menschen nach Freiburg zuwanderten, als von Freiburg wegzogen. Dabei wandern mehr Ausländer/innen als Deutsche zu. Die Zahl ausländischer Mitbürger/innen in Freiburg steigt kontinuierlich, die der Deutschen bleibt mehr oder weniger konstant, somit wächst der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung von Jahr zu Jahr.


    http://www.business-on.de/sued…nwohner-nie-_id15552.html


    http://www.freiburg.de/pb/,Lde/205388.html']http://www.freiburg.de/pb/,Lde/205388.html


    Und in diesem Forum freuen sich noch welche, wenn die Neubauquartiere dann doch vielleicht im Blockrandstil errichtet werden...


    :kopfschuetteln:

  • Da habe ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. (Vielleicht lasse ich mir später auch noch Asche aufs Haupt streuen.) Das Dietenbachgelände wollte ich nur als "Aufhänger" erwähnen. Das Gelände, um das es im FAZ-Artikel und dem Mäckler-Projekt geht, ist in der Tat viel kleiner und liegt in der Stadt. Allerdings werden auch hierfür Kleingärten geopfert. Hier ein BZ-Artikel dazu, in dem von 300-500 Wohnungen die Rede ist:


    http://www.badische-zeitung.de…-aussehen--133146397.html


    Bezüglich des neuen Stadtteils Dietenbach stimme ich Dir übrigens zu.

  • Überall nur noch diese superbösen Ausländer.... Es ist schrecklich! Dabei waren wir doch immer ein so sehr homogenes Volk. Man könnte heulen...

  • Ich wusste, dass ein Beitrag dieses Qualitätsformats folgen würde.


    Aber, abgesehen davon, danke an "Citoyen" für die Verdeutlichung und Richtigstellung.

  • Grimmiger, nimm Heimdalls Informationen doch als Diskussionsgrundlage. Ich bin ihm jedenfalls dankbar für diese Fakten, die ich der Lokalpresse noch nie entnommen habe. Daß nicht die "superbösen Ausländer" die Unwirtlichkeit unserer Städte zu verantworten haben, ist doch jedem klar.


    Abgesehen vom zunehmenden Flächenverbrauch einer wachsenden Stadt sehe ich aber durchaus ein Problem in einer gewissen "Entwurzelung" – nicht nur ausländischer – Einwohner. Der FAZ-Artikel geht auch darauf ein:


    "Das 'Stadtquartier 2020' wurde auf einer Tagung in Freiburg präsentiert. Am Rande wurde dort auch die grundsätzliche Frage berührt, woher die große Misere im Städtebau eigentlich rührt.
    Unter der Vielzahl an Gründen - Vorrang des Autoverkehrs, wirtschaftliche Belange - sticht einer heraus: Viele Akteure bauen die Stadt, aber nur wenige fühlen sich ihr auch verbunden und verantwortlich. Es gibt kaum noch Bauherren, die ein Quartier nicht wie viele Bauträger rasch entwickeln und abverkaufen, sondern behalten und pflegen."


    Freiburg ist eben nicht mehr die gemütliche alemannische Stadt im Breisgau, sondern die "Green City", in deren Ökoviertel man es sich zwischen Passivhäusern und Biosupermarkt gemütlich machen kann. Die Altstadt wird zunehmend zu Konsumzentrum. Zugegeben, im vermeintlich "homogeneren" Umland sieht es mit der Baukultur auch nicht besser aus. Man will ja Schritt halten mit der "modernen" Stadt.


    Hier ist der Link zum kostenpflichtigen Artikel:
    http://plus.faz.net/evr-editio…7-03-01/43212/324920.html

  • Alter Andlau-Brunnen ersetzt das Alban-Stolz-Denkmal vor der Konviktskirche

    Das umstrittene Alban-Stolz-Denkmal kommt weg und wird möglicherweise gleich ganz vernichtet. Im Spätsommer beginnen die Arbeiten zum Neubau auf dem Grundstück des ehemaligen Andlauschen Hauses, auf der Herrenstraße. - Zur Erinnerung. So soll der Neubau einmal aussehen:


    http://ais.badische-zeitung.de…07/46/af/c4/122073028.jpg