Villingen im Schwarzwald - die Zähringerstadt

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    • Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…en-Tors;art372541,9134224

      Auch hier:
      Das Landesamtes für Denkmalpflege hatte nämlich den Initiatoren mitgeteilt, dass es keine Einwände aus Sicht des Denkmalschutzes gegen eine Visualisierung des südlichen Stadttores habe, vorausgesetzt, so wörtlich, "dass die geplante Konstruktion in keiner Weise und auch nicht temporär verhangen oder verkleidet wird."
      Was für ein lächerliches wie armseliges Gebaren seitens der Behörde.


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    • Kommentar zum gescheiterten Versuch, das Niedere Tor "symbolisch" wieder aufzubauen:

      In der Bevölkerung, das haben die Initiatoren um die Vorstände Andreas Flöß und Werner Echle jetzt eingesehen, hat die Initiative kein allgemeines Feuer der Begeisterung entfacht. Vermutlich ist vielen Bürgern die Symbolik eines Stahlgerüstes an historischer Stelle einfach zu nüchtern oder sie überstrapaziert ihr Abstraktionsvermögen. Offenbar wollen viele lieber einen Wiederaufbau im Original. Doch ein platter Historismus war nicht das, was die Initiatoren anstoßen wollen. Offenkundig haben sie aber die Akzeptanz ihres Vorschlags in der Bevölkerung und auch im eigenen Verein falsch eingeschätzt. Daraus haben sie jetzt die Konsequenzen gezogen...
      ...Damit wurde Villingen...
      ....eine Kunstdebatte, wie sie vor Jahren um die Idee eines Brunnens auf dem Marktplatz entbrannte, erspart. Manche ganz Schlauen werden jetzt sagen: Ich hab's doch gleich gesagt. Darauf kann man verzichten.
      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…Anstand;art372541,9135033


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    • Villingens schmalstes Haus ist jetzt saniert

      Künftige Mieter wohnen auf sechs Etagen und 280 Quadratmetern.

      Architekt Andreas Flöß saniert historisches Baudenkmal.
      Drei Meter breites Projekt eine Herausforderung für engagierten Baufachmann.
      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…book#link_time=1493221066


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    • Passt nicht mehr in neue Mitte Villingen-Schwenningens: Tage des Hölzlekönigs gezählt

      Abriss des Gebäudes am zentralen Klinikum ist beschlossene Sache. Das einst legendäre Gasthaus muss weichen. Gehobene Gastronomie in Neubau geplant
      Ausgerechnet ein Gebäude, das vielleicht mehr als alles andere sowohl für Villingen als auch für Schwenningen steht, soll dem Erdboden gleichgemacht und das Areal mit modernistischem Schick neu bebaut werden. Dort wo das zentrale Klinikum sich im Hintergrund erhebt, soll davor das ehemalige Gasthaus zum Hölzlekönig auf der alten badischen Seite an der Grenze zu Württemberg, an der Straße von Villingen nach Schwenningen, abgebrochen werden, weil es nicht mehr zu den Gebäuden von Villingen-Schwenningens neuer Mitte passt. Der vorsätzliche Abbruch eines historischen Gebäudes zur Bereinigung des gesichtslosen neuen Zentrums, wofür selbst der Denkmalschutz offenbar vor der Bebauung des Klinikareals kein öffentliches Interesse "zur Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen" geltend machte, wirft nicht nur ein negatives Licht auf die beteiligten Behörden, sondern spiegelt auch ein gesellschaftliches Denken, das in eine Zeit zurückfällt, in der gebaute Geschichte wenig Beachtung fand.

      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…ezaehlt;art372541,9356577

      Vorgeschichte zum Abbruch: suedkurier.de/region/schwarzwa…nningen;art372541,8555908


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    • = Schwenninger Straße 19

      Die Idylle weicht oft dem ökonomischen Druck, in diesem Fall aber wohl mehr einem völlig verdrehten Denken.

      zeitlos, Du hast dankenswerterweise die unerträgliche modernistische Denke deutlich gemacht, nach der verschwinden soll, was nicht in die schöne neue Welt der Modernisten passt, wo nur noch unmenschliche Beton- und Glaskästen vorherrschen, die gefälligst ordentlich Rendite bringen sollen. Unglaublich, diese Verdrehung!

      google.de/maps/@48.0624573,8.5…-k-no!7i2459!8i2088?hl=de

      de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6lzlek%C3%B6nig

      Schaut mal, was für ein Idyll vorsätzlich zerstört wird:
      static5.suedkurier.de/storage/…l-thumb_1oMB4Z_T66zQR.jpg

      Aber Hauptsache, im neuen Hotel wird erfolgreich getagt...
    • Ich bin nur noch sprachlos...mir fallen nur Dinge ein, die ich hier nicht öffentlich posten kann/darf. Gibt es denn keinen Aufschrei von Anwohnern/Bürgern oder was auch immer?! Ich habe das Gefühl, dass gerade diese ländlichen Gemeinden ums "sorry" verrecken zeigen wollen wie fortschrittlich und modern sie sein wollen...auch ein gutes Beispiel...nur ein paar Kilometer vom "TV Fallerhof" entfernt....Erweiterung des Industriegebietes "Neueck" schwarzwaelder-bote.de/inhalt.…e7-8f1d-8befe42d621f.html
    • Den obigen Kommentaren kann ich mich wirklich nur anschließen! Es ist wirklich eine Schande und eine Gräueltat, so ein bildschönes, historisches Haus wie den Hölzlekönig abzureißen, weil man hinter diesem diese gruseligen Klötze hochgezogen hat... Vollkommen geschmacksverirrt und krank finde ich das! :kopfschuetteln:
    • Steinhart will den Hölzlekönig retten

      Der Kunstfreund hat sich vorgestern an die Denkmalschutzbehörde in Freiburg gewandt. Sein Ansinnen: Diese möge das markante Gebäude unter Schutz stellen und damit vor dem absehbaren Abriss bewahren. Die Gaststätte markiere den Bereich der unmittelbaren Grenze zwischen Baden und Württemberg. "Es ist das einzige Haus zwischen Villingen und Schwenningen, das noch auf die alte Grenze hinweist", betont Steinhart. "Mein Wunsch ist es, dass das Gebäude als Symbol erhalten bleibt.


      Meiner Ansicht nach sollten sich auch die Geschichtsvereine von Villingen und Schwenningen für diese geschichtsträchtige Stelle einsetzen", findet er.
      Ob das Denkmalamt das Gebäude allerdings vor dem Bagger schützen kann, ist fraglich. Doch Steinhart lässt sich nicht beirren. Er erinnert daran, dass das Denkmalamt aufgrund seiner Initiative letztes Jahr ein Mosaik im alten Schwenninger Krankenhaus, das vom Bilderhauer Berthold Müller-Oerlinghausen geschaffen wurde und mit dem Abriss des Krankenhauses zu verschwinden drohte, im Nachhinein unter Denkmalschutz gestellt hat. "Ich bin daher auch beim Hölzlekönig guten Mutes", sagt Steinhart.
      Passt nicht mehr: Günter Tarlatt, Projektentwickler beim Eigentümer der Immobilie,...

      ..., weist dagegen darauf hin, dass Rebholz das Gebäude einst gekauft habe, "ohne dass es unter Denkmalschutz stand".
      ... es gebe einen rechtskräftigen Bebauungsplan und eine Rahmenplanung der Stadt, die auf diesen Flächen eine moderne Architektur festgelegt habe. Das Gebäude passe nicht mehr in diese Umgebung.
      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…-retten;art372541,9387051


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    • Neugestaltung Fußgängerzone Rietstraße

      Die Stadt Villingen-Schwenningen lädt zum Auftakt der geplanten zweijährigen Umbauphase der Fußgängerzone in der Rietstraße die Bewohner und Gewerbetreibenden sowie Interessierte zu einer Informationsveranstaltung am 19.Oktober 2017 in das Foyer des ehemaligen Franziskanerklosters.


      Mit einigen Jahren im Verzug, auch durch die diesjährigen Jubiläumsveranstaltungen der Stadt VS, wird die letzte der vier Hauptstraßen des Zähringerkreuzes ab dem Jahr 2018 auf den neuesten Stand gebracht. Zweifellos war und ist die bisherige Gestaltung aus den späten 70er Jahren des 20.Jahrhunderts kein Meilenstein der Gestaltung im öffentlichem Raum und auch hat sich das damalige Porphyrpflaster längst als ungeeignet für die noch immer rauhe Baar am Rande des Schwarzwaldes erwiesen, was in den vergangenen Jahren vermehrt zu Unfällen durch entsprechende Löcher führte, die allesamt nur notdürftig geteert mittlerweile einen unschönen Flickenteppich darstellen.

      Mit der Neugestaltung verabschiedet sich die Stadt VS allerdings, und das sehe ich als atmosphärischen Nachteil, ebenso von den verbliebenen Altstadtlaternen, welche durch die bereits installierten modischen Leuchten der Niederen und Oberen Straßen sowie Bickenstraße ersetzt werden.

      Unklar ist auch inwieweit die Lobby der Kopfsteinpflastegegner*innen sich durchsetzen und den Planenden möglichst breite Plattenbeläge an den Rändern des Straßenraums und einen möglichst schmalen gepflasterten Rest-Mittelstreifen auferlegen. Die drei anderen genannten Straßenzüge verdeutlichen bereits beispielhaft jene Fehler, die einem historischen Straßenraum gestalterisch angetan werden können, sofern die Planung vorrangig funktionalen, modischen Gesichtspunkten entspricht und die historische Gliederung aufgegeben wird. Die neue Rietstraße mag dem bestehenden Muster der anderen Straße konsequent folgen, in gestalterischer Hinsicht jedoch für die kommenden Jahrzehnte keine Verbesserung für das Stadtbild bringen.


      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…book#link_time=1507655690


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    • Genau das ist es, was mich an unserem Denkmalschutz so aufregt – der Grundsatz, dass alte Häuser, die über die Jahrhunderte immer wieder umgebaut wurden plötzlich nicht mehr schutzwürdig sein sollen, weil sie zu wenig „Originalsubstanz“ enhalten. Ja so ein Schwachsinn … Gerade die Umbauten zeugen doch von der reichen Geschichte und Historie über die Jahrhunderte. Mit diesem Argument haben die hiesigen (Stuttgarter) „Denkmalschützer“ vor knapp vier Jahren auch das letzte (!) Wengerterhaus im Hospitalviertel zum Abschuss freigegeben … Auch wenn's ein halbes Jahrtausend aufm Buckel hatte ... Klar, die Bewohner haben halt hier mal eine Wand neu gezogen und da vermutlich mal ein Treppenhaus neu gesetzt oder eine Heizung eingebaut. Das ist doch normal, schließlich haben sie drin gelebt - aber dann plötzlich – Bong – heißt's: Ja, das sieht ja innen gar nicht mehr aus, wie im 16. Jahrhundert … Das kann dann weg … In diesem Villinger Fall hier ist das Gebäude deutlich jünger und hat wohl eher einen stadtbildnerischen Wert. Trotzdem … Ich versteh's nicht ...
    • Hölzlekönig

      Der symbolische Wert des Gebäudes, der im Vorfeld des Verkaufs den städtischen Gremien bekannt war, aber von den entscheidenden Personen offenbar ein mal mehr vernachlässigt wurde, muss in solchen Debatten thematisiert werden! Das Hauptproblem sind die Menschen an der Spitze einer Kommune, denen zunehmend der heimatliche Bezug zum verwalteten Ort fehlt und die Dienst nur strikt nach Vorschrift befolgen.
      Ich nehme hier ausdrücklich aber auch die Teile der Bevölkerung und jene Investoren in Verantwortung, die durch ihre Gleichgültigkeit mit dazu beitragen, dass es überhaupt soweit kommt.

      Noch bis 2019 soll der Pächter des Gebäudes seine Gastronomie darin betreiben. Vielleicht fällt den Bauherren bis dahin etwas mehr ein, als mit einer Abrissgenehmigung Stadtgeschichte zu tilgen und stattdessen dieses Gebäude mit einer neuer Nutzung aufblühen zu lassen...


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    • Neubau/Sanierung Gerberstraße 10/12 + Scheune

      Mehr von Bedeutung für das Stadtbild als die Archäologie des Areals dürfte der Ersatz in Form eines Neubaus sein, der hier eine empfindliche Lücke im Stadtbild ab Mai 2018 in 14-monatiger Bauzeit versucht zu stopfen, nachdem die geschichtlich interessanten und über Jahrzehnte von den Eigentümern vernachlässigten Gebäude 2014 auf städtischen Geheiß zum Abbruch angeordnet wurden, da Gefahr im Verzug war.
      Auf Grund der vergeblichen Suche nach einem Investor, der das Neubauvorhaben stemmen sollte, treten die Hauseigentümer nun selbst als Investoren auf. Das Bauvorhaben ist Teil eines von der Stadt ausgewiesenen Sanierungsgebiet und umfasst neben dem geplanten Neubau zur Gerberstraße rückwärtig im Innenhof die mittelalterliche Scheune aus dem Jahr 1608, welche mit ihrem komplett erhaltenen Traggerüst im Original als einzigartiges Kulturdenkmal zum Bauvorhaben gehört und somit auch einer neuen Nutzung zugeführt werden kann.

      Da die Eigentümer bereits im Vorfeld und anhand realisierter Vorhaben wenig Fingerspitzengefühl im Umgang alter Gebäude aufwiesen, nicht zuletzt ihren Teil der Verantwortung am Verfall und Abbruch der Gebäude Gerberstraße 10 und 12 tragen, ist die Umgestaltung der Scheune mit großer Sorge zu betrachten.
      Was das visualisierte Implantat zur Gerberstraße (siehe verlinkter Artikel) betrifft, lässt sich sagen, dass hier seitens der Beteiligten nicht mehr zu erwarten war:
      Die reduzierte und kahle Architektursprache des Neubaus, wie wir sie vielerorts bemängeln, sucht nicht zuletzt durch die gewählte Farbgebung, sondern auch durch die deutlich abgetrennte und zurückgesetzte Erdgeschosszone in Form einer abwehrendenen Betonwand den leidigen und erzwungenen Bruch mit dem Bestand. Mensch stelle sich vor, eine Altstadt würde wie zuletzt in der Deutschlandhaus-Debatte in Hamburg wegen angeblicher Nachhaltigkeit ihrer Kulturdenkmäler komplett beraubt und durch eine Aneinanderreihung solcher Investorenobjekte ersetzt! Dann würde es auch der/dem Letzte(n) wie Schuppen von den Augen fallen, dass mit derlei Gestaltung der Charakter einer alten Stadt verloren geht.
      Das Bauvorhaben erinnert mich im übrigen an einen ebenfalls unpassenden Neubau in der Villinger Innenstadt, Rosengasse/ Ecke Thomasgasse, welcher eine ganz ähnlich missglückte Erdgeschosszone mit überbreiten Garagen aufweist: thomas-hettich.de/bilder/christliche_kreuzraum/bild_109.jpg

      Passend zur Fassadengestaltung möchte ich außerdem aus der Calw (Galerie) treffend zitiere:

      Heimdall schrieb:

      Bei diesen schlichten Häusern im süddeutschen Raum wird mir immer bewusst, dass Fensterläden zwingend notwendig sind, um dem Bau ein gemütliches Aussehen zu verschaffen. Ohne solche sieht das meist nur schäbig bzw. 08/15 aus. Ich denke das erklärt dann auch mit die Sorglosigkeit, mit der Abrisse an solchen Häusern vorgenommen werden. Wäre ich in solchen Orten im Stadtparlament würde ich anregen, städtische Fördergelder für die Wiederanbringung von Fensterläden (und eventuell auch Sprossenfenstern) bereitzustellen.

      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…nen-Bau;art372541,9518515


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    • Rietstraßensanierung: Kein Stadtbach

      Die Sanierung einer der vier Hauptstraßen des Zähringer Straßenkeuzes in der Villinger Innenstadt wird ohne eine Rekonstruktion der ursprünglich für Villingen so typischen Bächle umgesetzt. So hat es der Gemeinderat der Doppelstadt beschlossen. Während andere Städte ohne überliefertes Stadtbachsystem zur Aufwertung des städtischen Raums künstliche Wasserläufe schaffen, machen sich die Entscheidungsträger der Doppelstadt Villingen-Schwenningen im Falle Villingen einmal mehr nicht das baugeschichtliche Potenzial der historischen Zähringerstadt zu Nutze. Der Mehrwert für die Einwohner und den Tourismus wird erneut vernachlässigt. Als Begründung kein Bächle zu bauen, dienen vermutlich Versicherungsfälle, denen sich die Stadtverwaltung durch Unfälle und Stürze gegenüber sieht. Es darf sich gefragt werden, wie die Schwesterstadt Freiburg nur all die Jahrhunderte nicht an den Rand des Ruins geführt wurde bei der Fülle von Bächle oder sind die Freiburger schlicht weniger tollpatschig? Des weiteren tut sich die Frage auf, was wird langfristig mit den bestehenden Bächle der Villinger Innenstadt geschehen? Werden diese bei der nächsten Baumaßnahme auf den Prüfstand gestellt und verschwinden damit zusehends? Bedauerlich ist die Entscheidung in der Rietstraße kein Bächle zu rekonstruieren besonders, da über diese Straße vom gleichnamigen Riettor im Mittelalter bis ins 19.Jahrhundert das Wasser in das Villinger Stadtbachsystem eingespeist wurde. Entscheidungen wie sie für Villingen fallen, mögen generell im Desinteresse an der Stadt(bau)geschichte zu suchen sein und einem funktionalen Pragmatismus folgen, der Fragen der Aufenthaltsqualität eines Ortes unzureichend erörtert. Sie sind im Falle Villingen verstärkt als entscheidender und kaum vergleichbarem Faktor gegenüber anderen Städten im Verlust der Identität, befördert durch die Städtefusion der Städte Villingen und Schwenningen zu Beginn der 70er Jahre des 20.Jahrhunderts, zu suchen.

      Quelle: suedkurier.de/region/schwarzwa…nierung;art372541,9628229


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    • Ergänzung Rietstraßensanierung:

      Als Gründe, die gegen den Stadtbach aufgeführt werden, sind seitens des Planers Mehrkosten von 350.000€ benannt sowie der Baustart, der sich dadurch von Mai zum kommenden Herbst verzögern würde... Quelle: Schwarzwälder Bote

      Ich möchte hier kein detailiertes Fass über die bereitwillige Verschwendung von Haushaltsgeldern der Doppelstadt aufmachen, doch allein die Prioritäten würden aufzeigen, wie kurzsichtig und einseitig die Investionsverteilung in den vergangenen Jahren zu Ungunsten von Villingen verlief und dass ebenso die ohnehin vom Villinger Einzelhandel gewünschte zeitliche Verlegung des Baustarts nicht berücksichtigt wurde.


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    • Kaiserturm (Gerberturm)

      Der 31 Meter hohe (betrifft die Turmspitze) Kaiserturm in Villingen ist ein ehemaliger Wachturm der feldseitig bündig mit der Villlinger Stadtmauer abschließt. Der Kaiserturm wurde entsprechend einer Inschrift im Jahr 1372 errichtet, was sich auch im Zuge der letzten Renovierung des Turms zwischen 1992-1994 dendrochronologisch weitestgehend bestätigte.
      Ab dem 19.Jahrhundert diente der Turm als Wohnraum, nach dem 2.WK zeitweise auch als Jugendraum.
      Heute beherbergt das Gebäude am Kaiserring als einzig wirklich ausgebauter Villinger Turm eine Ausstellungsfläche auf 5 Geschossen, die den Besuchern ein Überblick über die Villinger Wehranlagentechnik bietet.
      Der Name des Turms war ursprünglich Gerberturm, benannt nach den ehemaligen Gerbereien entlang der Gerbergasse, heute Gerberstraße, im Johanniterviertel, St.Johann-Viertel oder auch Hüfinger Ort genannt. Jünger sind die Bezeichnungen Wachtel- und Schnabelturm.
      In verklärter Huldigung anlässlich der Entstehung des II. Deutschen Kaiserreiches Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Turm die bis heute gängige Bezeichnung oder mit der hier im Sprachgebrauch feststellbaren und zunehmenden Verniedlichungsform auch als Kaisertürmle bzw. Kaisertörle bezeichnet. Letztere auf Grund des kleinen Durchgangs, der vor 1900 mit Bepflanzung der Ringanlagen um die Stadtmauer entstand.

      suedkurier.de/region/schwarzwa…sam-ist;art372541,9867777

      Villingen sperrt hier ein echtes Prachtstück weg, andere Kommunen locken an solche Adressen die Touristen und kassieren ein paar Taler. VS ist eben anders. Und voll mit großartiger Geschichte.


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    • Rosengasse 8, Sanierung ehemalige Glaserei

      Quelle: kollektive.suedkurier.de/20180…/HBTJO_KOLL_10_220918.pdf

      Fast erdrückt wird das schmale Denkmal der ehemaligen Glaserei in Villingens Rosengasse (ehemalige Wirtschaftsgasse parallel zu und zwischen Niederer Straße und Färberstraße) von seinem völlig überdimensionierten rechten Nachbar aus den frühen 2000er Jahren und zeigt dem Betrachtenden zugleich wie das traditionelle Erscheinungsbild sowie die geschichtliche Aussagekraft einer alten Stadt durch eine fehlgeleitete Stadtbaupolitik verwischt oder zerstört wird. Die liebevolle Sanierung dieses Kleinods ist somit sowohl Vorbild als auch Mahnmal: thomas-hettich.de/bilder/christliche_kreuzraum/bild_109.jpg, media-pics2.immowelt.org/C/B/3…A479D9A64C4E4AE7D83BC.jpg (hier noch im Zustand vor der Instandsetzung mit dem rechts anschließenden Neubau Rosengasse/ Ecke Thomasgasse ).


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