Quartier Mühlenberg, Saarbrücker Straße

  • Was hinter den kritischen Anmerkungen hier steht:


    Patzschke wie auch Kollhoff und andere haben nach eigener Aussage als junge Männer Modernismus studiert und sich selbst anschliessend aus dieser Sackgasse der Hässlichkeit herausarbeiten müssen.


    Autodidakten eben. Und natürlich kann man da noch weiter verbessern, wenn man an die verlorengegangenen Vorkriegsfähigkeiten anschliessen möchte.


    Und das wird hier im Forum ja unter uns gesagt, nicht vor breitem Publikum, denn dann hättet ihr natürlich mehr als recht mit eurem Einwand der übertriebenen Kritik. Auch ich kann mich über jeden einzelnen Patzschke freuen...

  • Ich/wir haben Patzscke nirgends mit den Katastrophenarchitekten gleich gesetzt oder verglichen, und bezweifel nicht, dass es in die Umgebung passt, OK?! Nur, weil die beiden welche "von uns" sind, wird man doch wohl auch mal was an ihnen kritisieren dürfen. Mir ist immer noch jeder Patzschke lieber, als Chippy&Co.


    Was heißt hier "typisch deutsch"? OK, immer was zu meckern haben ist typisch deutsch. Aber genauso, wie youngwoerth über zu wenig Stuck meckern kann, kann man das doch wohl auch über zu viel, oder? Auch wenn es mir weniger um den Stuck geht, sondern einfach darum, dass die verschiedenen Elemente (Türme, Giebel, Säulen etc.) öfters mal (nicht immer!) zu durcheinander oder zu plump sind, als ob von jedem etwas drin sein muss.


    Das linke Haus sieht aus, als wäre es aus drei einzelnen zusammengesetzt. Oder dieses Bankgebäude in Tempelhof oder der Eckturm an dem Projekt Trendelenburger Str. Tobias' Beispiele zeigen es auch ganz gut, wobei ich das Charlotten-Palais eigentlich sehr schätze. Die Einfamilienhäuser finde ich zum Großteil sehr gelungen.


    Ein bisschen weniger "Extremismus" und mehr Objektivität, wenigstens was unsere Interessen angeht, würde unserer Seriosität und unserem Ansehen sicher nicht schaden.


    P.S. Das Video ist recht interessant und schön gestaltet!

  • Ist ja gut jetzt xD
    Ich will hier bei niemanden anecken und verstehe vollkommen eure Ansichten und Argumente. Doch man sollte den Stil von Patzschkes als ihren eigene persönliche Marke schätzen, der sich auf dem Architektenmarkt erfolgreich etabliert hat und gelungernermaßen an die städtebauliche Historie anknüpft. Ein gewisses Maß an Neuinterpretationen bezüglich der traditionellen Formen und deren Zusammenstellung sollte gestattet sein, erst recht, da diese Vorgehensweise modernistische Argumente, wie bspw. die berühmte sture rückwärtsgewandte Perspektive, aushebelt.
    Natürlich bin ich auch ein Rekonstruktionsbefürworter, aber nach deren Konzept, handelt es sich bei den Entwürfen ja größtenteils um Neuschöpfen in traditioneller-klassischer Art, deshalb empfinde ich die Pingeligkeit etwas übertrieben.

  • "Es sind schöne Formen, die das Haus an der Kollwitz-/Ecke Belforter Straße prägen. Rundbögen, hohe Hauseingänge, ein großzügiges Gartenhaus; lang gezogene Balkone, adrette Erker, die an herrschaftliche Häuser in Paris erinnern. Oder an die Wohnhäuser zur Berliner Gründerzeit. "


    http://www.morgenpost.de/berli…_wieder_enger_gebaut.html


    Das Projekt "Kollebelle-Ensemble", das zwei Straßen weiter von der Saarbrückener Straße liegt, scheint endlich aus den Puschen zu kommen.
    Interessant ist auch der letzte Absatz über das Quartier Mühlenberg und Patzschkes "Fliegenschiß-Zitat" :D


    Kann jemand mal Fotos vom Kollebelle machen?

    Der Wind gedreht
    Albtraum verweht
    Zum Schluss jetzt das Glück
    Das Schloss kommt zurück!

  • Ich finde persönlich das die Patschke Bauten und Bolle belle positiv für die Umgebung sind, die übrige Neubauten aber bewerte isch eher negativ weil sie schelcht in der Umgebung hineinpassen.


    Vergleiche die genannte Bauten mit den modernstischen Undingen am Sennefelder Platz

  • uaoj36 schrieb:

    Quote

    Ich finde persönlich das die Patschke Bauten und Bolle belle positiv für die Umgebung sind, die übrige Neubauten aber bewerte isch eher negativ weil sie schelcht in der Umgebung hineinpassen.


    Du bist schon fast een Berlina... :huepfentuerkis:


    http://www.berlin.de/tourismus/berliner_schnauze/bolle.php

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • @ palantir. HAhaha!!! Bolle Belle. Das könnte eine gute Name dafür sein nicht?

  • Quote from "uaoj36"

    @ palantir. HAhaha!!! Bolle Belle. Das könnte eine gute Name dafür sein nicht?


    Rob,


    ich denke dabei mehr an Bolle's Meierei!!!(integriert in Ministerium de Inneren ) :gg:

  • Mal ein Bild der Baustelle - irgendwie tut sich da nicht viel... Hoffentlich wird das überhaupt noch etwas.



    Will nicht jemand von Euch 'ne Wohnung kaufen zur Vorantreibung & Unterstützung dieses Projekts :?:

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Seit einigen Wochen ist die Sache nunmehr angelaufen.


    Heute:

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Bilder vom gestrigen Tage - alles wird bislang mit Flüssigbeton gegossen, das ist heute wohl leider so.




    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
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  • Es geht voran, in etwa die obere Hälfte wurde mit Steinen errichtet. Begonnen wurde mit dem Festereinbau.


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  • Die Außendämmung ist mittlerweile vollständig angebracht, die Fenster sind drin und bald kann es mit dem Verputzen losgehen.


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    (Immanuel Kant)

  • Nichts leichter als das. Bitte schön, der Herr!



    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Sieht ansehlig aus. Angepasst an benachbarte Altbauten. Schöne Farbgebung.
    Erdgeschoss wird sogar besser aussehen.


    Zeichnungen vertsprachen etwas mehr Fassadeschmuck. Fällt also immer etwas schlichter aus dann versprochen.
    Vielleicht um die Modernen zu "pleasen".


    Leider werden diese schöne angepassten Neubauten nicht im Mehrzahl gebaut. Das sind doch
    oft Neubauten mit grossen (Waagerechte) Fenster, Beton oder auffälige Farben.


    Palantir: SUPER.

  • Erstmal Danke für die aktuellen Bilder.
    Ich bin auch etwas enttäuscht, die Fassaden sind zu wenig profiliert, zu glatt geraten.
    Man vermisst besonders bei dem gelben Gebäude Elemente wie Fensterverdachungen oder zusätzliche Gesimse wie bei den anschließenden Altbauten.
    Als Lückenfüller jedenfalls in Ordnung, aber die Entwurfszeichnungen sahen irgendwie nach mehr aus. Vielleicht wirkt es mit sichtbarer Sockelzone dann noch besser.

    In dubio pro reko