• Liebe Freunde der Kirchenmalerei,

    im Jahr 2018 hatte die Stiftung Denkmalschutz eine Spende von 30.000€ an die Königin-Luise-Gedächtniskirche in Schöneberg zugesagt, um die Kuppel zu sanieren und um das Wandbild "Bergpredigt" freizulegen, das im Jahr 1962 übermalt wurde.

    War jemand in letzter Zeit zufällig in der KLG-Kirche und kann bestätigen ob das Wandbild tatsächlich freigelegt wurde? Das wäre, wenn wirklich so geschehen, ein kleiner Erfolg. Ich kenne in Berlin mindestens vier Kirchen, in denen die Innenausmalung den Krieg überlebt hat und dann leider in den 60er und 70er Jahren übermalt wurde.

    https://www.denkmalschutz.de/presse/archiv/…choeneberg.html

    https://www.berliner-woche.de/schoeneberg/c-…skirche_a193723

  • Im Rahmen der Turmsanierung der Emmauskirche am Lausitzer Platz in Kreuzberg, die im II. WK stark zerstört wurde, wird auch an einen teilweisen Wiederaufbau gedacht. In den Neubauten sollen Büros kommen, um mit der zu erzielenden Miete die Kosten für das Gotteshaus aufzubringen.

    Auf der Web-Seite des beteiligten Architekturbüros finden sich dazu auch Bilder:

    Stark & Stilb - Architekten

  • Die neuromanische Liebfrauenkirche in der Kreuzberger Wrangelstraße N°50/51.

    wrangel50_519tszd.jpg

    Meine Aufnahme von vor etlichen Jahren - mehr war nicht aufs Bild zu bekommen.

    Die oben zu sehende Mariensäule samt Schmuckbrunnen wird aktuell mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert.

    Bildquelle jeweils: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Dr. Peter Schabe

    Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Schmuckbrunnen der St. Marien Liebfrauenkirche in Berlin ist fast fertig

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Bismarckallee, Grunewaldkirche, nach 1904.

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    2015.

    819px-Grunewald-Kirche_Bismarckallee_10-2015_img2.jpg

    Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'A.Savin', Lizenz "Freie Kunst"

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    (Immanuel Kant)

  • Hatten wir eigentlich schon den russischen Mehrzweckbau mit Kirche von 1928 am Hohenzollerndamm 33?

    Bundesarchiv_Bild_102-08427%2C_Berlin%2C_Russische_Kirche.jpg

    Die Berliner Diözese der russisch-orthodoxen Kirche hat vor kurzer Zeit auf Ihrer Internetpräsenz einen Beitrag aktualisiert, in welchem die Geschichte (auch) dieses Baus zusammengefasst und illustriert wird.

    История
    История создания Воскресенского собора в Берлине
    soborberlin.com

    Stimmt es eigentlich, dass solch sonderbare Lösungen aus der von Kaiserin Auguste Viktoria eingebrachten Regel hervorgehen, dass in Berlin nur protestantische Kirchenbauten freistehend sein durften?

    Kann sein, dass der Kaiserin das so gefallen hätte, aber allein Ludwigskirche, Matthiaskirche oder Sebastiankirche (Wedding) oder Herz-Jesu-Kirche (Tegel) sprechen dagegen, dass das irgendeine Verbindlichkeit gehabt hätte.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)


  • Ich hatte schon einmal in der Vergangenheit gefragt, aber gibt es tatsächlich kein einziges Bild des derzeitigen Innenraums im ganzen Internet zu finden? Das kann doch nicht sein...

    Wir waren heute wieder einmal vor dem Gebäude - wie immer waren die schmiedeeisernen Tore verschlossen.

    Es gab keine Hinweise zu Gottesdiensten oder sonstigen Öffnungszeiten. Falls mal der Zugang möglich ist, schaue ich, ob ein paar Bilder erlaubt werden.

    An der Rückseite ist ein Schulhof - aber keine Zugangsmöglichkeit. Der Briefkasten ist im Nachbarhaus - 80 Prozent der Klingelschilder haben den gleichen Nachnamen.

  • Dies ist eine alte Postkartenaufnahme mit der höchstwahrscheinlich heute noch unveränderten Innenansicht (leider von sehr schlechter Qualität). Eine Öffnung zum Tag des offenen Denkmals wäre schön.

  • Die Sophienkirche im Scheunenviertel, Große Hamburger Straße. Es ist die einzige barocke Kirche die den letzten Krieg überlebt hat in Berlin.

    Alle Aufnahmen von mir können verwendet werden




    ich







    also



  • Und ganz wichtig: Das vor kurzem endlich der eine Torbau wieder originalgetreu hergerichtet wurde. Nun geben beide Gebäude wieder einen angemessenen Auftakt zu diesem Kleinod.

  • Die etwas ungleichen Schwestern in der Berliner Friedrichstadt. Die Dreifaltigkeitskirche und die Bethlehemskirche in der Mauerstraße. Kaum 300 m entfernt und durch die Straßenführung der Mauerstraße trotzdem nicht gleichfalls sichtbar.

    Die nördlich gelegene Dreifaltigkeitskirche diente als Simultankirche, der Grundstein wurde 1737 gesetzt und die Kirche wurde 2 Jahre später eingeweiht. Beteiligt beim Bau war der Hofmaurermeister August Neumann. Eine Taufkapelle und ein Sakristeianbau entstand 1885 - 1886 nach Plänen der Architekten Carl Vohl und Friedrich Schulze. Bei einem Allierten Luftangriff im November 1943 brannte sie aus, später entstand hier ein Luftschutzbunker, 1947 wurde die Ruine gesprengt. Später wurde die Fläche durch die nordkoreanische Botschaft überbaut. Zur Unterscheidung die Dreifaltigkeitskirche hatte 4 Uhren in der Laterne und geschwungene Giebel.


    Die südlich gelegene Bethlehemskirche auch Böhmische Kirche genannt, wurde als Simultankirche ebenfalls in den Jahren 1737 - 1739 erbaut. Die Baupläne entwarf Friedrich Wilhelm Diterichs. Die Pläne wurden durch den Maurermeister Christian August Naumann und Zimmermeister Johann Andreas Büring vollendet. Der Rundbau hatte einen Durchmesser von 15,70 m und eine Höhe von 36,40 m mit Laterne. Predigtsprache war zunächst Tschechische, erste Predigt auf Deutsch war im Jahr 1750. Ebenfalls im November 1943 brannte die Kirche nach einem Allierten Luftangriff aus und wurde 1954 nach anderen Angaben 1963 gesprengt.

    So teilten beide gleichzeitig gebauten Kirchen das gleiche Schicksal, 1737 - 1739 erbaut und beide Kirchen November 1943 bei einem Allierten Luftangriff weitgehend zerstört.

    Der namenlose Standort wurde 1999 in Bethlehemskirchplatz umbenannt. Im Jahr 2012 schuf der spanische Künstler Juan Garaizabal mit der Stahlskulptur Memoria Urbana Berlin eine Nachbildung der Kirche im maßstabsgetreuen metallenen Umriß als Lichtinstallation.

    Die beiden Kirchen im Stadtplan

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    Alle Aufnahmen coloriert, zur Unterscheidung die Dreifaltigkeitskirche hatte eine Uhr direkt in der Laterne und rundlich gestaltete Giebel.

    Die Dreifaltigkeitskirche

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    Der Eingang zum Luftschutzbunker

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    Der Altar der Kirche

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    Die Ruine nach dem Krieg

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    Die Betlehemkirche hatte 4 Uhren in der Kuppel und dreieckige Giebel.

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    Die Ruine

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    Die Kunstskulptur

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    Es ist schade das es diese fast baugleichen Kirchen nicht mehr gibt. Dieser verdammte Krieg und die Folgen.