• Frage, da hinter Bezahlschranke: Und was hat die Eigentümergemeinschaft beschlossen, nun dort hin zu bauen? Mehrfamilienhaus mit Flachdach und Styroporfassade?...

  • Dem Abriss voraus ging im letzten August noch dies:

    POL-NB: Feuer in Mietshaus - Mieter lebensbedrohlich verletzt
    Stralsund (ots) - In der Nacht sind Feuerwehr und Polizei in der Sarnowstraße 12 in Stralsund im Einsatz gewesen. Kurz nach Mitternacht hatten Anwohner der…
    www.presseportal.de
    Hausbrand in Stralsund: Opfer fährt mit schwersten Verbrennungen selbst in Klinik | Nordkurier.de
    Am Donnerstag ereignete sich laut Polizeiangaben ein Hausbrand in Stralsund auf der Sarnowstraße. Die Brandursache ist bisher ungeklärt − Polizei bittet um…
    www.nordkurier.de

    Ein Zusammenhang mit dem bevorstehenden Abriss - in welcher Art auch immer - ist da nicht fernliegend.

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    Deshalb dann doch lieber zwei Altstadthäuser der Badenstraße zur Betrachtung.

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Quartier 33 an der Jakobikirche

    Die Wiederbebaaung der letzten Brache in der Stralsunder Altstadt, des Quartier 33 rückt näher. Vor wenigen Monaten wurden die Grundstücke ausgeschrieben.

    Bemerkenswert und höchst erfreulich ist dabei dass ein besonders außergewöhnliches Altstadthaus rekonstruiert werden soll:

    Eine Besonderheit stellt das Grundstück Böttcherstraße 12 / Ecke Filterstraße dar. Hier ist eine weitgehende Rekonstruktion des historischen Gebäudes mit seinem asymmetrischen Giebel zur Böttcherstraße vorgesehen. Das ermöglicht, den Blick von der Fußgängerzone zur Jakobikirche wieder so herzustellen, wie er ursprünglich einmal war.

    Es geht um die Wiederherstellung dieses Hauses (rechts) und damit eines einmaligen Gesamtensembles:

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    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…tskarten%29.jpg

    Weiteres Foto des "schiefen" Hauses.

    .

  • Eine weitere Stadtbrache in Stralsund wird in naher Zukunft verschwinden:

    Das Quartier 65 im alten Hafen, bisher eine Mischung aus zwei alten Speichern und einer großen Brache, soll bald bebaut werden. Die Entwurf für die Bebauung steht fest und sieht durchaus vielversprechend aus.

    >> Link zur Infoseite mit Rendering

  • Endlich wird dieses wichtige Areal revitalisiert! Damit gewinnt die Hafeninsel enorm. Die Neubauten aus Holz fügen sich mE ganz angenehm ein. Man sollte allerdings die Fensteranordnung zum Wasser noch so regelmäßig gestalten wie zur Hofseite und die Höcker der Dächer zum Spitzdach oder als Schaugiebel vervollständigen. Auch etwas hanseatisch inspirierte Kunst am Bau wie bei den benachbarten historischen Speicherbauten wäre willkommen.

    Die Innenräume des Hotels und der Schwimm- und Spa-Bereichs wirken vielversprechend, das wird auch für die Stralsunder Zentrumsbewohner ein Gewinn - das HanseDom-Areal ist einfach ziemlich weit draußen.

    An der Uferkante davor (am Hansakai) entsteht übrigens eine Freitreppe zum Wasser hin, bei den zuständigen "WES Landschaftsarchitekten" als "Meeresterrassen" bezeichnet. Hier gibt es Bilder davon. Eine schöne Aufwertung gegenüber der bisherigen Ufermauer.

  • Sehe ich so ziemlich genau so, wie erbse es hier formuliert.

    Blick durch die zu bebauende Lücke auf St. Nikolai im Mai '22.

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    Die Arbeiten für die Neugestaltung der Hafenstraßen-Uferpromenade waren bereits im vollen Gang. Wie weit ist man denn aktuell?

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wie Ostseezeitung berichtet kommt die Entwicklung des Quartiers 33 nicht so recht voran. Leider liegen die Infos hinter einer Zahlschranke.

    Stralsunds letzte große Baulücke: Im Quartier 33 wird immer noch geparkt
    Seit weit über einem Jahr läuft der Verkauf von Stralsunds letzter großer Baulücke in der Altstadt. Bald sollen hier Wohnungen entstehen. Doch wann der…
    www.ostsee-zeitung.de

    Hat jemand genauere Infos?

    Positive Nachricht: Die Rekonstruktion des historischen Gebäudes mit dem asymmetrischen Giebel zur Böttcherstraße (Bild) scheint tatsächlich realisiert zu werden (Bild).

  • Was stand eigentlich vorher an dieser Stelle? Wurden die Häuser erst nach der Wende abgebrochen?

    Nein, dieser Teil der Altstadt war im Zweiten Weltkrieg nach einem Bombenangriff schwer zerstört worden. Zu DDR-Zeiten erfolgte hier kein Wiederaufbau, das Quartier lag brach.

  • Schön, dass sich das Abo der Ostsee-Zeitung doch noch lohnt.

    Also der Artikel schildert, dass

    Quote

    Die letzten Hausruinen nach langem Verfall auf dem Gebiet zwischen Jakobiturmstraße, Filterstraße, Böttcherstraße und Papenstraße schon in den 80er Jahren abgerissen [wurden].

    Auch wird erwähnt, dass nur der westliche Teil der Fläche in Kontrolle der Stadt befindet und für diesen Teil die Grundstücksverkäufe ersteinmal notariell abgewickelt werden.

    Quote

    Dann müssten die Bauanträge gestellt und die Baugenehmigungen erteilt werden, danach würden die Bauherren tatsächlich Bauleistungen beauftragen können, heißt es weiter.

    Für den anderen, den privaten, Bereich erklärt Bauamtsleiter Dr. Frank-Bertolt Rait:

    Quote

    Hier liegen der Stadt zwar Informationen über Bauabsichten vor, allerdings wurden noch keine konkreten Pläne mit der Verwaltung abgestimmt bzw. im Gestaltungsbeirat vorgestellt.

    Im Juli rechnete der Eigentümer der Bauflächen wohl noch mit einem Baustart im Frühjahr dieses Jahres.

    „Das Misstrauen gegenüber architektonischem Schmuck an Gebäuden begünstigt eine ästhetische Verarmung der Bewohner und überlässt sie orientierungslos dem kommerziellen Kitsch.“

    - Christoph Kohl