Wiederaufbau Frankfurter Altstadt (Areal Techn. Rathaus)

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    • Sehr positive Nachrichten aus Frankfurt. Scheinbar hat eine Gestaltungskommission endlich mal ihren Job ernst genommen und viele Fassaden- man höre - weniger modern und mehr historisch gestaltet. Es geschehen also noch Wunder!

      ...Auch mit dem eigentlichen Altstadt-Areal geht es voran. Die Vorplanungen für die Neubauten sind abgeschlossen, jetzt geht es an die Details. Brummermann zeigte Beispiele, an denen deutlich wurde, dass durch die Einwirkung des Gestaltungsbeirats viele moderne Elemente aus den im Wettbewerb prämierten Entwürfen verschwunden sind. So gibt es keine bodentiefen französischen Fenster mehr, aus einem nüchternen Zwerchgiebel an einem Haus in der Braubachstraße haben die Architekten eine verspielte Variante gemacht, die mehr an den Klassizismus als an das 21. Jahrhundert erinnert. Insgesamt seien die Fassaden wesentlich detaillierter geworden, betonte Brummermann. "Wir fühlen uns bestätigt", lobte Thomas Kirchner (CDU) die Überarbeitung. ...

      Quelle: fnp.de/fnp/region/lokales/fran…_rmn01.c.10456140.de.html

      Ein sehr tolles Projekt, wie ich finde!
      APH - am Puls der Zeit
    • Brummermann zeigte Beispiele, an denen deutlich wurde, dass durch die Einwirkung des Gestaltungsbeirats viele moderne Elemente aus den im Wettbewerb prämierten Entwürfen verschwunden sind. So gibt es keine bodentiefen französischen Fenster mehr, aus einem nüchternen Zwerchgiebel an einem Haus in der Braubachstraße haben die Architekten eine verspielte Variante gemacht, die mehr an den Klassizismus als an das 21. Jahrhundert erinnert. Insgesamt seien die Fassaden wesentlich detaillierter geworden, betonte Brummermann.
      Kann man diese Beispiele auch mal irgendwo sehen? Insbesondere das Nachbarhaus der Goldenen Waage (Ich kann mir Adressen einfach nicht merken) hätte eine Überarbeitung dringend nötig...
    • @ Schloßgespenst:

      Markt 5 = Goldene Waage
      Markt 7 = Weisser Bock.

      Auf der Website der Domrömer GmbH sind die Visualisierungen der Markt-Südseite ja zu finden. In diesem Bereich ist aber doch ein großer Schritt in die richtige Richtung gemacht worden; die Nordseite ist hingegen wesentlich mehr verfremdet worden. Die Nichtrealisierung vom Alten Kaufhaus und den Drei Römern ist ein erheblicher Verlust für das ganze Areal und eine große Enttäuschung.
      1816 - Rheinhessen - 2016
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      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Was will uns dieser Beitrag sagen, Rohne? Alles zu finden auf der Website der Domrömer GmbH; und daß die Südseite zwischen Goldener Waage und Rotem Haus eine klassisch-moderne, dabei angepaßtere Sprache spricht, währenddessen die Nordseite zwischen Hühnermarkt und Drei Römer wesentlich - ich wiederhole es noch einmal - entgegen der einstigen Originale weitaus verfremdeter wurde, ist nicht zu übersehen. Warum man erst abwarten soll, bis die Verfremdungen überarbeitet werden/wurden, erscheint schleierhaft, denn die Überlagerung des einstigen Bildes mit den verschiedenen Entwürfen für den neu entstehenden Abschnitt zwischen Hühnermarkt und Drei Römer hat außer den Parzellen mit dem einstigen Bild nichts mehr gemein; somit wird das Bild ein ganz anderes sein. Bei Betreten des Marktes vom Römerberg aus und bei der Erinnerung an Drei Römer, Stadt Mailand, Goldenes Haupt, Alter Burggraf, Goldene Schachtel, Altes Kaufhaus und Würzgarten wird man das im Kopf gespeicherte Bild mit den neuen Nrn. 40, 38, 36, 34, 32, 30 und 28 überlagern und feststellen, daß man dort eine enorme Chance bewußt vertan hat. Daß ansonsten die Nicht-Wiedererrichtung der Drei Römer, des Alten Kaufhauses und des Würzgartens gerade für den Krönungsweg einen enormen Verlust bedeuten; gerade auch im Hinblick auf die Ensemblebildung, ist ansonsten wohl offensichtlich. Es ist bedauerlich, daß man nicht erkannt hat, daß den Drei Römern in der Funktion als Kopfbau, vom Römerberg aus gesehen (und in der Verschmelzung des Bildes mit dem Domturm) geradezu die Funktion eines Altstädtischen Wahrzeichens zukommt. Der Verlust des Alten Kaufhauses und der Goldenen Schachtel wiegt bei den jetzigen Entwürfen nur umso schwerer; und daß Markt 30 und 32 eine größere dauerhafte Akzeptanz erfahren werden, liegt jenseits des vorstellbaren. Daß die Dom-Römer-GmbH bisher noch keine überarbeiteten Entwürfe präsentiert, sondern noch die bisherigen, ist ansonsten wohl ja auch nicht mein Problem.
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    • Ich denke, hier wird aneinander vorbei geredet. Die auf der Webseite der DomRömer GmbH gezeigten Entwürfe sind ja nun wohl allen hier diskutierenden Forumsmitgliedern längere Zeit bekannt. "Wissen.de" aber hat einen Link gepostet, in dem davon die Rede ist, dass die Entwürfe überarbeitet wurden. Daraufhin hat "Schloßgespenst" gefragt, ob man diese Überarbeitungen im Vergleich zu den ursprünglichen Planungsentwürfen irgendwo sehen könnte. Dies ist auch "Rohnes" Anliegen. "Weingeist" hingegen zielt auf einen Vergleich der gegenwärtigen Planung mit dem ursprünglichen Altstadt-Zustand vor der Zerstörung ab. Davon war aber hier gar nicht die Rede gewesen. Es ging schlicht um die Arbeit des Gestaltungsbeirats, die exemplarisch gezeigt werden sollte, also die Überarbeitung der gegenwärtigen Planung.
    • Na das ist ja mal wieder Wasser auf die Mühlen der Gegner!
      16 Mio! Was für eine Summe! Da könnt einem wirklich die Galle Steigen! Gibt es in Frankfurt keine Plattners?
      Wenn mal wieder Geld für milliardenteuren Schnickschnack wie Bundesbauten oder ach so wichtige Infrastrukturprojekte wie BER rausgeschmissen wird, hält sich der Unmut erstaunlich in Grenzen. Aber unnötige Fachwerkhäuser? Da muss man natürlich den Rotstift ansetzen. Würde mich mal interessieren ob man auch an den ursprünglich konzipierten Glaskästen derart sparen würde. Hoffentlich sind die Verträge schon in trockenen Tüchern, damit ein Ausstieg wirklich ausgeschlossen ist.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Heute ist der FAZ mal wieder ein längerer Artikel über das Altstadt-Projekt.

      Es wird von Seiten der Dom-Römer-GmbH weiterhin bekräftigt, dass die zu rekonstruierenden Häuser nur äußerlich den historischen Vorbildern exakt entsprechen werden, die Bauweise dahinter sei (Kosten, Brandschutz, Schallschutz werden als Grund angegeben) modern. Unter anderem werde auch geprüft, ob die Erdgeschosse komplett in Naturstein ausgeführt werden müssen, oder ob eine Verblendung ausreicht. Das ist natürlich eine Einladung für alle Kritiker, die dann wieder von Mogelpackung und D...y sprechen. Man kann dann noch nicht einmal, wie Christoph Mäckler vor einigen Jahren, von "Hessenpark" sprechen, denn im Hessenpark sind bis auf ganz wenige Ausnahmen die Fachwerkhäuser innen und außen 1:1 originalgetreu nachgebaut.

      Auf der anderen Seite, und jetzt kommen die guten Nachrichten, hat Geschäftsführer Guntersdorf noch einmal bestätigt, dass viele der Neubauten durch Überarbeitung deutlich näher an die historischen Vorbilder herangerückt seien; das sei eine ganz eigenartige Entwicklung hin zu Retro-Architektur. Teilweise sei das auf die Einflussnahme von Mäckler und seinem Gestaltungsbeirat zurückzuführen, teilweise hätten die Architekten aber auch aus eigenem Antrieb gehandelt. Zitat: "Dabei sind die doch jung." Nach Guntersdorfs Angaben werden nur noch sechs Häuser erkennbar zeitgenössisch bleiben, und zwar Markt 7, 8, 10, 30, 34 und 38. Zitat: "Der Rest wird immer lieblicher".
    • Die Entwicklung ist einerseits bedauerlich, was die exakte Rekonstruktion angeht, positiv scheint aber die Überarbeitung der Entwürfe zu stimmen. Gibt es die Möglichkeit, diese irgendwo zu sehen? Schade ist, dass gerade Markt 7 so schmucklos bleibt. Gerade die Goldene Waage steht als Gebäude Nummer eins und wichtigstes auf dem gesamten Areal wie verloren da, reingepresst zwischen Stadthaus und Markt 7, wirkt sie dabei wie ein Fremdkörper. Schade. Warum man hier nicht den ebenfalls erstplatzierten Entwurf von dreibund baut, habe ich bei der Wahl schon nicht verstanden. Aber wenn man bedenkt, was hier mit dem Technischen Rathaus einst mal stand und was man eigentlich statt der Altstadt geplant hatte, kann man mit dem Ergebnis sehr gut leben, auch wenn es schade um die qualitativ authentische Ausführung ist.
      APH - am Puls der Zeit
    • Schloßgespenst schrieb:

      Nach Guntersdorf Angaben werden nur noch sechs Häuser erkennbar zeitgenössisch bleiben, und zwar Markt 7, 8, 10, 30, 34 und 38.

      Markt 8 und 10 finde ich eigentlich beide sehr traditionell und gefallen mir außerordentlich!
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • @ youngworth

      ganz meine Meinung. Gerade Markt 8 halte ich für äußerst gelungen, auch wie der Ausgang der U-Bahn hier "eingebaut" wurde, ist meiner Meinung nach sehr gut gelöst. Markt 7 und 30 sind zwei Ausreißer in einem sonst sehr homogenen Projekt. Schade, aber ich hatte vorher viel schlimmere Ergebnisse erwartet.
      APH - am Puls der Zeit
    • Doch was sehe ich da: Auf der Dom-Römer-Seite wird ja bei Markt 7 gar nicht mehr der Siegerentwurf angezeigt, sondern der bessere Zweitplazierte? question:)

      Wer will, kann sich übrigens hier schon mal den Weihnachtsmarkt auf dem Hühnermarkt ansehen. Wahnsinn - wenn vor 10 Jahren jemand das für möglich gehalten hätte, hätte man ihn so belächelt wie jemanden, der Anfang der 1980er Jahre etwas von der deutschen Wiedervereinigung faselt.