Wiederaufbau Frankfurter Altstadt (Areal Techn. Rathaus)

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    • So liebe Leute, jetzt konzentrieren wir uns wieder auf das wesentliche, nämlich die Frage, was wir selbst tun können.

      Ich habe eben an alle Vorsitzenden der großen Fraktionen in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung Briefe folgenden Inhalts abgeschickt:

      Sehr geehrter Herr/Frau XXX,

      aus der Presse habe ich erfahren, daß seitens der Fraktion der Freien Wähler BFF - Bürgerbündnis für Frankfurt ein Antrag existiert, der vorsieht, daß im Rahmen der Neugestaltung im Bereich des zum Abriss vorgesehenen Technischen Rathauses die historische Gassen- und Straßenführung wiederhergestellt werden sollen, eine Reihe historisch und künstlerisch bedeutender Bauwerke als Leitbauten zu rekonstruieren seien und die restlichen Bauten in einer Weise zu gestalten seien, die sich an den Vorkriegszustand anlehnt.

      Ich möchte Sie und die Mitglieder Ihrer Fraktion ausdrücklich ermutigen, diesem oder einem inhaltlich vergleichbaren Antrag zuzustimmen.

      Frankfurt war bis zur Zerstörung durch die Bombenangriffe des 2. Weltkriegs weltweit für seine einzigartige gotische Fachwerk-Altstadt berühmt. Als sie zerstört wurde, ging nicht nur ein einmaliges Kulturdenkmal, sondern auch die Seele und die Identität der Stadt unter. Die Neugestaltung im Bereich des Technischen Rathauses gibt der Stadt die Chance, wenigstens in der Form von Rekonstruktionen der Stadt und dem ganzen Land ein Stück dieser verlorenen Seele wiederzugewinnen.
      Wer vor dem vernichtenden Bombenangriff des März 1944 durch Frankfurts Altstadt ging, der sah dieselben Plätze und Häuser, erlebte dieselben Gassen, die schon Jahrhunderte zuvor ein Kaiser des Alten Reichs bei seiner Krönung erleben konnte, der sah die prächtigen Renaissance-Fachwerkhäuser und -höfe der frühneuzeitlichen Kaufleute, der lief durch die Straßen, in denen Goethe als Kind spielte und in denen zum ersten Mal die Legende vom Doktor Faust vernahm, der erlebte die Stadt, die Hölderlin erlebte, als er die wundervollen Hymnen an seine "Diotima" dichtete. Das ist es, was die Geschichtstiefe und Identität einer Stadt ausmacht, was kein noch so qualitätsvoller Neubau ersetzen kann und was selbst Rekonstruktionen nur im Abglanz der Wiederholung zurückbringen können. Die Rekonstruktion zerstörter Bauten richtet sich darum auch nicht, wie ihr oft unterstellt wird, gegen die Moderne, sondern gegen die Abwesenheit des Alten, der steingewordenen, in Bauten sedimentierten Geschichte.
      Städte wie Danzig, Warschau, Hildesheim und neuerdings auch Dresden haben daher den Weg gewählt, kriegszerstörte Bauten oder Stadtbilder originalgetreu wiederaufzubauen. In Dresden wird derzeit ein ganzes Stadtviertel, der Historische Neumarkt um die rekonstruierte Frauenkirche nach den Grundsätzen wiedererrichtet, die im Antrag der BFF formuliert sind. Dresden gewinnt dadurch nicht nur, wie die rege Anteilnahme der Bürgerinnen und Bürger zeigt, ein Stück seiner Identität zurück, sondern steigert auch in enormem Maße seine touristische Attraktivität.
      Ich selbst bin Mitte 30 und entstamme damit einer Generation, die die unzerstörte Städte nicht mehr aus eigenem Erleben kennt, aber langsam erst die ganze Dimension des Verlustes zu begreifen beginnt, den die Zerstörung der Städte für uns bedeutet. Ich spreche nach meinen Erfahrungen aus zahlreichen Gesprächen für viele Menschen, die in meinem Alter oder jünger sind, wenn ich Sie bitte, die einmalige Chance, die der Abriss der Technischen Rathauses für die Wiedergewinnung wenigstens eines Teil der Frankfurter Altstadt bietet, nicht verstreichen zu lassen.


      Mit freundlichen Grüßen

      YYY


      Vielleicht hat der eine oder andere von euch ja Lust und Zeit, eine ähnliche Brief- oder mail-Aktion durchzuführen.
    • Respekt - ein hervorragendes Schreiben!

      Der Antrag der BFF-Fraktion zum Wiederaufbau der Altstadt wurde inzwischen übrigens abgelehnt, das steht heute in der Frankfurter Neue Presse. Aber keine Sorge - nicht wegen des Inhalts!

      Denn nach dem Demokratieverständnis der SPD sind grundsätzlich alle BFF-Anträge abzulehnen, weil der BFF-Stadtverordnete angeblich einmal das Stadtparlament mit der Volkskammer verglichen haben soll. Die anderen Parteien wollen keine Diskussion beginnen, bevor der laufende Wettbewerb abgeschlossen ist. Dieser solle Grundlage der Diskussion werden.

      Der FDP-Fraktionschef soll "dem Anliegen sehr aufgeschlossen gegenüber stehen". Der BFF-Stadtverordnete berichtete (außerhalb der Sitzung) von einer "überwältigend positiven Reaktion" auf seinen Vorstoß zum Wiederaufbau der Altstadt.
    • @ Henk Frost:

      Denn nach dem Demokratieverständnis der SPD sind grundsätzlich alle BFF-Anträge abzulehnen, weil der BFF-Stadtverordnete angeblich einmal das Stadtparlament mit der Volkskammer verglichen haben soll.


      Oh Gott, wie ich diese Kindereien à la "Der hat mir mal mein Speilzeug kaputt gemacht, mit dem red' ich nicht mehr" hasse. Glaub mir, nach dreieinhalb Jahren Arbeit im Bundestag kann ich ein Lied davon singen.

      Nun, meine Briefe waren also offenbar zu spät dran - Schade!

      Aber vielleicht bewirken sie ja noch was für die spätere Diskussion. Ich verstehe nur nicht ganz, warum man die Ergebnisse des laufenden Wettbewerbs abwarten will. Das klingt mir doch sehr nach Verzögerungstaktik und vollendete-Tatsachen-Schaffen, nach dem Motto: wir wären je eigentlich für eine Gestaltungssatzung wie die der BFF gewesen, aber nun hat der Wettbewerb ja schon stattgefunden und ein anderes Ergbenis gebracht und daran halten wir uns jetzt.
      Wenn man nämlich eine Gestaltungssatzung nach den Grundsätzen des BFF-Antrags will, dann müßte man den Wettbewerb neu ausschreiben. Daß das nicht passiert, ist ein eher schlechtes Zeichen. Das muß man jedenfalls alles ganz genau beobachten.
    • "Henk Frost" schrieb:

      Respekt - ein hervorragendes Schreiben!


      Finde ich auch. :) Nur sollte generell man vorsichtig sein mit dem Hinweis auf eine Steigerung der touristischen Attraktivität. Stimmt zwar, aber das macht die Sache angreifbar für jene, die ohnehin schon der Meinung sind, die Ostzeile sei für japanische Touristen gebaut worden. Außerdem - wer "german gemuetlichkeit" sucht, fährt sowieso eher nach Heidelberg oder Rothenburg.


      Der FDP-Fraktionschef soll "dem Anliegen sehr aufgeschlossen gegenüber stehen". Der BFF-Stadtverordnete berichtete (außerhalb der Sitzung) von einer "überwältigend positiven Reaktion" auf seinen Vorstoß zum Wiederaufbau der Altstadt


      Wie gesagt: Ich habe zwar nichts gehört, aber ich bin ziemlich sicher, daß auch Planungsdezernent Schwarz diesem Vorstoß positiv gegenübersteht -und damit einer der einflußreichsten und hartnäckigsten; er hat ja auch auf den Abriß des TR gedrängt, und das nicht, damit dort modernistische Bauten hochgezogen werden.

      Ich verstehe nur nicht ganz, warum man die Ergebnisse des laufenden Wettbewerbs abwarten will. Das klingt mir doch sehr nach Verzögerungstaktik und vollendete-Tatsachen-Schaffen, nach dem Motto: wir wären je eigentlich für eine Gestaltungssatzung wie die der BFF gewesen, aber nun hat der Wettbewerb ja schon stattgefunden und ein anderes Ergbenis gebracht und daran halten wir uns jetzt.


      Wie gesagt: Man kann jeden Siegerentwurf auch noch überarbeiten und ergänzen, wenn die Politiker das wollen. Denk' doch mal an die Reichstags-"Tankstelle" von Norman Foster und was nach den Wünschen der Abgeordneten daraus geworden ist...
    • Abgesehen davon, dass der Stein längst rollt, ist ein städtebaulicher Entwurf, zu finden über einen Wettbewerb, meiner Meinung nach unentbehrlich. Ganz so einfach ist die Sache nämlich nicht, beispielsweise ist eine - konkrete! - Lösung für die Überbauung des Archäologischen Gartens oder die Integration der Schirn zu finden. Eine Gestaltungssatzung kann dies nicht leisten, zumal der doch sehr vage bleibende BFF-Antrag noch nicht einmal dafür eine handfeste Grundlage geboten hätte.
    • "Booni" schrieb:

      ... und am Ende gewinnt Jourdan & Müller wieder.


      Genau - sozusagen der FC Bayern unter den Architekturbüros... :augenrollen:

      @henk Frost

      beispielsweise ist eine - konkrete! - Lösung für die Überbauung des Archäologischen Gartens oder die Integration der Schirn zu finden.


      Tja, da gab's ja schon den Vorschlag, den Archäologischen Garten (AG) zu deckeln, also in ein Untergeschoß zu verlegen. Aber wer schaut sich römische Ausgrabungen in einer Art Tiefgarage an? Ich könnte mir eher vorstellen, drumherum zu bauen, so daß der AG sozusagen im Hinterhof einer neuen Bebauung liegt und dort zugänglich ist (zumindest tagsüber). Vorausgesetzt, die alten Grundrisse lassen das zu...
    • Danke für Deine Mühe, Philon. Ich hoffe, Du unterrichtest uns auch, wenn / falls Du eine Antwort vom BFF erhälst.

      Ganz so einfach ist die Sache nämlich nicht, beispielsweise ist eine - konkrete! - Lösung für die Überbauung des Archäologischen Gartens oder die Integration der Schirn zu finden.


      Das beweist doch nur wieder die stadtplanerischen Fehlleistungen aus früheren Tagen. Letzendlich passen alle Gebäude in diesem Areal nicht zueinander, und jetzt, wo es um die Chance von Rekos geht, heißt es auf einmal, es müsse eine Lösung für die Integration der übrigen Gebäude gefunden werden. Unter diesem Aspekt schmälert sich natürlich auch die Chance, dass die neuen Gebäude zu unserer Zufriedenheit ausfallen werden, zudem ja die Neugestaltung des benachbarten "Haus am Dom"(das Architektenfoto hatte ich bereits hier mal eingestellt) schon eine Abfuhr an alle die bedeutet, die eine Neubebauung im Herzen der einstigen Altstadt nach historischem Vorbild wollen.
    • "spacecowboy" schrieb:

      jetzt, wo es um die Chance von Rekos geht, heißt es auf einmal, es müsse eine Lösung für die Integration der übrigen Gebäude gefunden werden.


      Das verstehe nicht. Das Einpassen in das was erhalten bleiben muss ist doch eine Selbstverständlichkeit. Es gibt keinen Weg, schneller den Spinner-Stempel aufgedrückt zu bekommen, als mit Tabula-rasa-Phantasien zu kommen. Damit erreichst du gar nichts.

      "Schloßgespenst" schrieb:

      Ich könnte mir eher vorstellen, drumherum zu bauen, so daß der AG sozusagen im Hinterhof einer neuen Bebauung liegt und dort zugänglich ist (zumindest tagsüber). Vorausgesetzt, die alten Grundrisse lassen das zu...


      Dann müsste man die Goldene Waage schon mal abschreiben, denn wo die stand, ist heute das Loch. Auch für die Südzeile des Markts (Krönungsweg) würde es "nach hinten raus" zumindest sehr eng, außerdem bestände die Gefahr, dass deren Rückseite aus dem Loch heraus betrachtet schon wegen des Höhenunterschieds wie eine Kulisse wirkt. Ein weiteres zu lösendes Problem ist die Römer-Tiefgarage. Hier soll ja die oberste Etage aufgegeben und abgerissen werden - aber wie wirkt sich das Ausgänge, Ein- und Ausfahrten aus? Und wenn man Parkkapazität aufgibt, aber gleichzeitig Wohnungen in diesem Gebiet schaffen möchte, muss dann nicht Ersatz her?

      Um konkrete Lösungen für solche Fragen zu finden, ist der Wettbewerb schon notwendig. Mit der hier zu lesenden Forderung, die Stadt soll hier die üblichen Wege der Entscheidungsfindung verlassen bzw. umgehen, erreicht man auch nichts. Meine Meinung.
    • "Henk Frost" schrieb:

      Dann müsste man die Goldene Waage schon mal abschreiben, denn wo die stand, ist heute das Loch.


      Das wäre natürlich nicht im Sinne des Erfinders. Bist Du sicher, daß sie nicht am Rand des heutigen Lochs stand? Sie stand doch ziemlich nahe am Dom, da ist ja noch etwas Platz. Man müßte mal die Grundrisse von damals maßstabsgetreu über dem heutigen Grundriß sehen, um das beurteilen zu können. Auf den Meter genau kann ich nicht sagen, wo was stand...
    • Ich weiß es leider auch nicht genau. Zumindest mit dem rückwärtigen Teil, der südwestlichen Ecke, würde es wahrscheinlich knapp. Nebenbei gesagt fände ich einen Deckel auf dem A. G. nicht so tragisch, die Lösung bei den Stadtwerken (Museum Judengasse) ist sogar recht gut gelungen.

      Das mit dem Plan ist eine nette Idee. Vielleicht sollten wir versuchen, so etwas zu erarbeiten. Wäre vielleicht auch konstruktiver, als immer und immer wieder auf den Fehlern der 50er- und 60er-Jahre herumzureiten. Einen guten und detaillierten Plan von 1861 (also ohne Urheberrecht!) gibt es bei altfrankfurt.com. Dort müsste man halt auch die Veränderungen bis 1940 einarbeiten, die Braubachstraße zum Beispiel.
    • Ich finde Philons Schreiben klasse. Ich bin mittlerweile seiner Aufforderung nachgekommen und habe auch einen Brief an die diveren Fraktionsvorsitzenden geschickt:

      Sehr geehrte(r) Frau/Herr X,

      mein Schreiben betrifft den geplanten Abriss des Technischen Rathauses und die Neubebauung des Areals.

      Ich möchte Ihnen diesbezüglich eine Bebauung in Anlehnung an die Vorkriegssituation ans Herz legen, die die Rekonstruktion bedeutender historischer Gebäude miteinschließt.

      Von Frankfurts erster urkundlicher Erwähnung im Jahre 794, jenem Jahr, in dem Karl der Große eine Synode in dieser Stadt abhielt, bis heute im Jahre 2005 spannt sich eine Geschichte von mehr als zwölfhundert Jahren. Der Besucher Frankfurts nimmt diese Tatsache oftmals mit Erstaunen zur Kenntnis, denn nur wenige Bereiche sind verblieben, an denen die große Vergangenheit der Stadt auch für heutige Generationen noch erfahrbar wäre. Das rekonstruierte Geburtshaus Goethes wirkt wie ein Fremdkörper inmitten von Nachkriegsarchitektur, und auch andere historische Gebäude bleiben in ihrer Wirkung auf den Betrachter eingeschränkt, da sie ein isoliertes Dasein innerhalb eines bezuglosen Umfeldes fristen.
      Die Gelegenheit, die sich nun durch den Abriss des Technischen Rathauses bietet, darf nicht ungenutzt bleiben. Als Vorbild mag die in den 80er Jahren rekonstruierte Ostzeile auf dem Römerberg dienen, die eine hohe Bürgerakzeptanz für sich in Anspruch nehmen kann und Einheimische wie Touristen gleichermaßen erfreut. Der Beitrag, den diese Häuserzeile beispielsweise zur Attraktivität des Frankfurter Weihnachtsmarktes leistet, ist kaum zu überschätzen. Die Erweiterung des rekonstruierten Altstadtbereiches zum Dom hin würde mit Sicherheit zu einem ähnlich positiven Ergebnis führen. Mit einer entsprechenden Bebauung des Areals würde Frankfurt ein Stück seiner Identität zurückgewinnen. Eine gesteigerte Attraktivität der Innenstadt käme zudem zweifellos den Betreibern von Gaststätten und Läden zugute.

      Ich denke daher, dass eine entsprechende Bebauung des Areals im Sinne der Frankfurter und der Bewohner des Umlandes wäre, die Frankfurt als "ihre" Metropole wahrnehmen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ich
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Nun, meine Briefe waren also offenbar zu spät dran - Schade!

      Hallo @philon!
      Nach meiner Ansicht nach überhaupt nicht schade... :) eine sehr gute Vorlage hast Du da geliefert, die zu diversen Gelegenheiten verwendbar ist!

      Man müßte mal die Grundrisse von damals maßstabsgetreu über dem heutigen Grundriß sehen, um das beurteilen zu können. Auf den Meter genau kann ich nicht sagen, wo was stand...


      Ich kann Euch das auf den Meter genau bestimmen - das ist ja beruflich mein täglich Brot (bin Geoinformatiker). Also was ich brauche ist ein digitales Rasterbild des IST-Zustand und eines vom Zustand vor 1940. Wenn ihr das organisieren könnt, berechne ich euch das ganz genau und liefere euch auch eine Karte, wenn gewünscht - ich habe das für Nürnberg schon in allen erdenklichen Varianten durchgespielt ... brauche nur Datenmaterial, das ist alles!

      Grüße
    • Auch das hier ist interessant:

      "Heute würde er für das Gebäude vielleicht andere Materialien wählen, räumt Thürwächter [der Architekt] ein. Schon der bis 1972 amtierende Planungsdezernent Hans Kampfmeyer habe vorgeschlagen, Sandstein für die Fassade und Kupfer für das Dach zu nehmen. 'Hätten wir das gemacht, wäre uns vielleicht mancher Ärger erspart geblieben', meint Thürwächter heute. 'Aber damals kam nur Beton in Frage, konventionelle Materialien waren nach der Architektur des Dritten Reichs verpönt.'
      [...]
      In Fachkreisen genießt das Technische Rathaus übrigens immer noch hohes Ansehen. Beim Weltkongress der Internationalen Architekten-Union im Juli in Istanbul wurden bei der Ausstellung 'Zwei deutsche Architekturen 1949-1989' drei Gebäude aus Frankfurt gezeigt. Eines davon war das Technische Rathaus."

      :augenrollen:

      Quelle:
      http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2494029\r
      www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2494029
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Städtebaulicher Wettbewerb für Areal des Technischen Rathauses entschieden

      16. September 2005 "Was hier zu sehen ist, wird so nicht gebaut werden."

      Artikel:
      faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F288…l~Ecommon~Scontent.html\r
      faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ntent.html


      Planungsdezernent Schwarz sprach sich dagegen aus, einzelne historische Gebäude zu rekonstruieren, wie es die Freien Wähler BFF in einem Antrag gefordert haben. Die Fachwerkbauten müßten dann neben modernen Gebäuden stehen.


      AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!

      :boese: :boese: :boese: :boese:
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Hier ein Link zum Siegerentwurf aus der Hölle:

      http://www.ksp-architekten.de/pages/arbeit/projects_artikel.php3?nid=76&entry=1\r
      www.ksp-architekten.de/pages/arb ... 76&entry=1

      Klickt euch dort mal durch die Galerie...

      Im DAF plant man bereits eine Kampagne gegen die Entscheidung. Da würde ich mal sagen, dass wir auch aktiv werden sollten!
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Den Herrn Schwarz habe ich wohl falsch eingeschätzt:

      Planungsdezernent Schwarz sprach sich dagegen aus, einzelne historische Gebäude zu rekonstruieren, wie es die Freien Wähler BFF in einem Antrag gefordert haben. Die Fachwerkbauten müßten dann neben modernen Gebäuden stehen.


      Aber nach dieser Argumentation hätte man auch die Ostzeile nicht bauen dürfen – denn da stehen die Fachwerkbauten ja auch neben modernen Gebäuden. Daher verstehe ich den Mann nicht ganz.

      Macht Euch aber wegen der Entwürfe nicht zu sehr verrückt:

      Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) hob bei der Präsentation der Preisträger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs für das Areal des Technischen Rathauses hervor, daß es sich um Städtebau und nicht um Architektur handele. Es sei nicht um Fassaden gegangen, sondern um die Abfolge von Straßen, Gassen und Plätzen. Über die Gestaltung der Bauabschnitte solle in weiteren Wettbewerben entschieden werden, sagte Schwarz.
      Er stellte aber klar, daß die Stadt auf Satteldächern bestehe.

      Diese Flachdächer und Staffelgeschosse wird es also nicht geben. Allerdings vermutlich auch keine Goldene Waage…

      Man traut es sich ja kaum zu sagen, aber wenn man sich die drei Entwürfe so ansieht, sieht der von Jourdan sogar noch am besten aus – er beeinhaltet bereits Satteldächer und setzt auf Kleinteiligkeit, abgesehen von einem Klotz neben der Schirn, der auf dem Modell ein bißchen an den Dresdner Kulturpalast erinnert. Aber ansonsten hat sich Jourdan diesmal etwas mehr zusammengerissen.

      Da die einzelnen Gebäude von verschiedenen Architekten entworfen werden sollen, sehe ich mich in meiner Vermutung bestärkt, daß es eine ähnliche Sache werden wird wie in den 80er Jahren in der Saalgasse (die Bilder hatten wir bereits). Allerdings steht es einem teilnehmenden Architekten jetzt natürlich frei, einfach mal eine Reko zu entwerfen. Die Chancen dürften trotzdem eher gering sein.