Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

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    • Die FAZ widmet heute ihren Leitartikel der Neuen Altstadt und bringt im Rhein-Main-Teil einen vierseitigen, reich bebilderten Artikel über das Dom-Römer-Projekt, in dem sämtliche Häuser noch einmal vorgestellt werden. Der Autor Rainer Schulze überschüttet ausgerechnet Markt 30 mit Lob, behauptet allen Ernstes:
      Das "Alte Kaufhaus", wie der Neubau nach seinem Vorgängerbau heißt, ist eines der besten Gebäude in der Altstadt.
      Nun, abgesehen davon, dass Herr Schulze seinen persönlichen Geschmack durch die Wortwahl "ist" sprachlich zur Allgemeingültigkeit erhebt, meint er auch noch, gegen Andersdenkende austeilen zu müssen:

      Rainer Schulze schrieb:

      Angeblich ist es ein Qualitätsmerkmal, wenn neue Gebäude schnell Spitznamen bekommen. Bedeutet dies doch, dass der Betrachter etwas mit Ihnen assoziiert. Architektur will die Menschen bewegen, was mehr kann man sich als Architekt also wünschen. Einige Spitznamen sind allerdings weder einfallsreich noch schmeichelhaft oder gar zutreffend. Sie sind einfach nur dumm. So wird das "Alte Kaufhaus" in einem Internetforum als "Hundehütte" geschmäht. Das zeugt von Ignoranz und von blinder "Früher war alles besser"-Mentalität. Und überhaupt: Seit wann wohnen Hunde mehrstöckig?
      Mit Verlaub, Herr Schulze - so ein Spruch ist nicht gerade geistreich, zeugt von allenfalls flüchtigem Mitlesen und darüber hinaus von massiver Arroganz.
    • Goldstein schrieb:

      Was ist an Markt 30 eigentlich so kritikwürdig?
      Puh... Da möge sich jeder selbst sein Urteil bilden: domroemer.de/markt-30

      Im Sinne der Frankfurter Altstadt ist dieser Bau schon aus rein objektiven Gründen nicht. Dafür hätte man mindestens andere Fensterformate und eine andere Fassadengestaltung wählen müssen, die zu diesem Ort passt. Ob es ein individuell und losgelöst vom Ort betrachtet guter Bau ist: für mich keinesfalls, für einige Elfenbeinturmbewohner ganz sicher.
    • Herr Schulze hat aber Recht.
      Hundehütte trifft es nicht, dazu ist das Gebäude viel zu hässlich.
      Nur leider ist er nicht in der Lage zwischen einem Spitznamen und einem Schimpfwort zu unterscheiden.
      Und früher war - wie der Brutalismus der 70er gezeigt hat - eben nicht alles besser. Auch dafür ist ein Punkt abzuziehen.
      Trotzdem vermag dieser Laientext zu gefallen. Zwar überhaupt nicht durchdacht, voller subjektiver Bewertungen, aber unterhaltsam. Immerhin.
    • pietffm schrieb:

      Ja wie? Da wird hier Jahrelang jede neue Schindel und jeder neuer Pinselstrich mit einer Bildserie bekannt gemacht und jetzt wo sie offen ist...... nichts! :D
      Ich war heute da.

      Es ist ... überwältigend.

      Man muss es wirklich selbst vor Ort gesehen haben, keine noch so tolle Fotostrecke der Welt kann das wiedergeben, was man vor Ort erlebt.

      Natürlich habe ich zuvor X-mal durch den Bauzaun gelunzt, Führungen mitgemacht, Fotos geschossen, jeden Zeitungsartikel zum Thema verschlungen, Forum gelesen und mich mitgefreut oder mitgelitten, als Entscheidungen gefällt wurden.

      Aber wenn man dann wirklich "drin" ist im Areal, ist alles ganz anders.

      Man kann da nicht nur eine Runde drehen und wieder raus, da reicht nicht, man kann die wunderbaren Eindrücke, Perspektiven und herrlichen Details gar nicht auf einmal erfassen.

      Also:

      Hingehen,
      Zeit nehmen,
      stehenbleiben ....
      anfassen,
      staunen aufnehmen und genießen.

      Es lohnt sich wirklich!
    • So die ersten Bilder (man verzeihe die schlechte Qualität, in einer Hand die Laptoptasche in der anderen mit dem Mobiltelefon hantiert):

      wir starten mit einem Hauch Bukarester Vorort:


      Zwischen dem Rathaus durch (warum sind da eigentlich überall im Erdgeschoss die Rolläden herunten? was war/ist da drin untergebracht?)


      nochmal ein Hauch Ostblock:


      dann wirds schon "wärmer" und die Spannung steigt:


      der Samstagsberg teilweise eingerüstet:
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Bilder habe ich auch gemacht, aber ich weiß, wir haben bessere Fotografen mit besseren Fotos als ich.




      Lämmchenhof. Da muss man reingehen, allein die Holzbalustraden und die Treppe - man kann das Holz wirklich riechen!!




      Gasse "Hinter dem Lämmchen". Ich bin überrascht wie hell die Gasse ist, eigentlich hieß es doch immer, die Altstadt sei so unglaublich finster gewesen ...



      Die Rückseite der "Hundehütte" (Markt 30) mit der Quasi in der Ladennische freistehenden Spolie



      Hoffentlich wird das nicht zur Pinkelecke dort




      Blick durch den "Markt" Richtung Dom, hübsches Detail oben zwischen den Fenstern im ersten Stock bei Markt 9, Fischköpfe (leider auf dem Foto kaum zu erkennen)

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    • Endlich da, Blick in den Krönungweg :


      Hinein in die Altstadt :) , mit ihren "... glänzenden Architekturoberflächen neu errichteter oder noch neu zu errichtender Geschichtsbilder verbergen sich mitunter Machenschaften von Rechtsradikalen und selbst Rechtsextremisten..." (S. Trüby, Bedeutender Denker des 21. Jahrhunderts) :lachen:

      Markt 40 (Zu den drei Römern) eines meiner Favoriten unter den Neubauten:


      das Erdgeschoss und das furchtbare Kunstvereinsgebäude, ich bin gespannt ob da trotz Denkmalschutz irgendwann mal was passiert:


      Durchblick durch die Pergola:


      Markt 30 ("Hundehütte", wenn man wenigstens etwas dezentere Fenster genommen hätte), Würzgarten und Schlegel:
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • nochmal Markt 30 und Würzgarten:


      Markt 32, Goldene Schachtel:


      schlimmer als Markt 30 finde ich ehrlich gesagt Markt 34 ("Alter Burggraf"), diese verbretterte Fassade schaut richtig billig aus, was hat man sich dabei gedacht?:




      Blick Richtung Römer:




      Das Rote Haus:

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    • Detail Würzgarten:



      man beachte den Boden im Eingangsbereich :daumenoben: :


      gegenüber nochmal das Erdgeschoss des Roten Hauses:


      Es geht zum Hühnermarkt:



      Die Ziergitter um den Brunnen wurden wohl wieder mitgenommen.


      Der Stoltze-Brunnen:



      Blick zurück ganz links angeschnitten Markt 13 (Grüne Linde), Markt 15 (Neues Rotes Haus), Markt 17 (Rotes Haus):


      Markt 26 (Schlegel), Markt 24 (Eichhorn), Markt 22 (Goldene Schere):


      Markt 22 (Goldene Schere), Hinter dem Lämmchen 2 (Esslinger), Markt 20 (Zur Flechte), Markt 18 (Haus Schildknecht):

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    • Prächtig! :thumbsup:
      Markt 13 (Grüne Linde):

      Markt 14 (Neues Paradies):


      Markt 16 (Seligeneck), die quadratischen Blechgauben stören etwas:




      Markt 18 (Haus Schildknecht):




      Nochmal Flechte und Schildknecht:




      nochmal der Esslinger:





      HdL 4 (Alter Esslinger):

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    • HdL 6 (Goldenes Lämmchen):



      Durchgang zum Hof, das Tor 8o :




      Der Hof, unglaublicher Detailreichtum:

      andere Seite:






      Abgang zum Keller(?) <3 :







      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

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    • Hinterhaus:



      zurück zum Markt (Nr 22, Goldene Schere):


      nein das ist für mich keine überzeugende Lösung:




      später gibts noch ein paar mehr...
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • So, auch ich habe das Kaiserwetter und die Gunst der Stunde genutzt. Und ich muss sagen: Es ist großartig geworden!

      Das Beste waren auch die Gespräche der zahlreichen Besucher. Die reichten von "toll" und "großartig" über "ist das wirklich neu?" bis hin zu "Wahnsinn" und "so schön hätte ich es nicht erwartet".
      Also liebe Architekten und Modernisten: Begebt euch einfach mal eine halbe Stunde auf den Hühnermarkt, seht euch um und sprecht mit den Leuten - dann wisst ihr, was ihr die nächsten Jahre tun müsst, um erfolgreich zu sein!

      Aber genug der Vorrede. Hier kommentarlos ein erster Schwung:

      1 Unter dem Roten Haus:
      2 Durchgang zum Archäologischen Garten:
      3 Hühnermarkt Richtung Norden:
      4 Hinter dem Lämmchen:
      5 nochmal:
      6 Hühnermarkt Richtung Süden:
      7 Markt Richtung Dom (man beachte die Touristengruppe rechts - werden sicher noch einige folgen):
      8 Markt mit Stoltze-Brunnen (Geländer fehlt noch, aber Wasser sprudelt):
      9 Unter dem Roten Haus:
      10 Markt Richtung Dom und Rotes Haus im Vordergrund:
      11 Markt Richtung Römerberg:
      12 andere Richtung mit Pergola rechts:
      13 Hinter dem Lämmchen mit Goldener Madonna an der Ecke:
      14 Hinter dem Lämmchen Richtung Hühnermarkt:
      15 Hinter dem Lämmchen, rechts der Kunstverein:
      16 Lämmchenhof:

      Alle Bilder von mir (leider nur Handy-Pics)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Querido () aus folgendem Grund: Beschriftungen ergänzt:

    • und gleich noch ein paar hinterher - mit vielleicht einigen bisher unbekannten Ansichten:

      17 Lämmchenhof, rechts der Durchgang zu "Hinter dem Lämmchen":

      18 Lämmchenhof, einfach großartig:


      19 Durchgang zur Braubachstraße:

      20 Neugasse Richtung Hühnermarkt:

      21 Durchgang von der Neugasse zum Rebstockhof, auch hier tolle Details, wie ich finde:

      22 Blick nach oben:

      23 und seitlicher Hof:

      24 Rebstockhof Richtung Braubachstraße:

      25 Durchgang Rebstockhof Richtung Neugasse (andere Richtung):

      26 Rebstockhof mit Durchgang Richtung Markt (im Hintergrund Goldene Waage):

      27 Rebstock:

      28 Durchgang zum seitlichen Hof:

      29 und selbiger:

      30 nochmal:

      31 weiter Richtung Markt:

      32 zwischen Dom und Goldener Waage:

      33 der ziemlich breite Markt Richtung Hühnermarkt:

      34 Markt-Nordseite:

      35 und nochmal Blick zurück Richtung Dom (mit dem etwas störenden Haus am Dom links):

      Aller Bilder von mir