Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • So wie er über die Senatsbaudirektorin hergezogen hat, und bei seinem Projekt ,,Rechte Räume" teils über seine Schüler seine kruden Ansichten zum neuklassischen Bauen verlautbaren lässt, kann der Mann sich eigentlich gar nicht hinstellen und ohne rot zu werden historisierendes Bauen okay finden.

  • "Rechte Räume" ? :schockiert::schockiert: Oh je.


    Der meint das bestimmt nicht im Sinne von "das Herz am rechten Fleck haben" oder "der rechte Weg". ....

    Lass mich raten: Ich bin jetzt vermutlich Rechtspopulist/Nazi/Heimattümler/braun, weil ich z.B. den Dresdner Postplatz kritisiere, richtig?


    Wahnsinn, wie sich unser Land entwickelt hat. Vor wenigen Jahrzehnten noch konnte man seine Meinung sagen, ohne diffamiert zu werden. Bin mal gespannt, was der Herr Trüby zu der Gesichtserkennungstechnologie, der totalen Überwachung und den "Social Credit Points" in der Kommunistischen Diktatur Chinas d.h. "linke Räume" sagen würde - diese scheint er ja nicht zu erwähnen. Für mich sind Diktaturen abzulehnen, egal wes extremistischen Spektrums. Es fällt jedoch - sicher nicht nur mir - auf, dass unsere Medien inzwischen nur noch eine Form des politischen Extremismus kritisieren, die andere wird völlig verschwiegen und scheint den Freibrief für jegliches Unrecht zu haben.


    Fazit: Sorry, ich kann diesen Herrn nicht ernst nehmen. Er bekommt Geld, um diesen in intellektuelle Worthülsen verpackten Unsinn zu schreiben. Würde er in gewissen anderen Epochen der Geschichte leben, er schriebe vermutlich das genaue Gegenteil.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Zu Feier des Tages ein Spaziergang durch die Frankfurter Innenstadt mit Besuch des Doms, archäologisches Fenster und Saalgasse


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  • Bei Kaiserwetter ein kleiner Rundgang durch die neue Altstadt.

    Da ich angesichts meines Enthusiasmus kreuz und quer gelaufen bin, gibt es teilweise Bildmotiv-Wiederholungen.

    Zuvor ein Blick vom Turm des Doms. Vorne die Altstadt, im Hintergrund Mainhattan.


    Die Bereiche östlich des Doms bieten ein ödes Bild, statt einer Altstadt billiger sozialer Wohnungsbau der 50-er Jahre. Im Hintergrund der Tower der EZB. Dort regiert die ewig sonnengebräunte Frau Lagarde über unsere Zinsen:

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Fortsetzung:

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)


  • Bonusbild: Die Ostzeile des Römerplatzes bildet sozusagen den Auftakt zur neuen Altstadt:

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Zwei weitere Bonusbilder.

    Blick vom Turm des Doms mit Superweitwinkel auf die Altstadt:


    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Wunderbar in diesem Sonnenlicht - und so belebt! Toll eingefangen.

    Der Rundbau der Schirn sollte wirklich Platz machen für den Rest des Krönungsweges. Das wäre fast die Vollendung dieses Areals mE.


    Gibt es eigentlich irgendwo im Dom-Römer-Bereich Infotafeln zum Projekt? Und zu den Häusern selbst? An den Fassaden Hinweise zur Reko und den Baujahren?

  • Gibt es eigentlich irgendwo im Dom-Römer-Bereich Infotafeln zum Projekt? Und zu den Häusern selbst? An den Fassaden Hinweise zur Reko und den Baujahren?

    Da habe ich zwar nicht bewusst drauf geachtet, aber ich habe solche Info-Tafeln nirgendwo gesehen. Es wäre aber wirklich keine schlechte Idee sowas aufzustellen.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • An jedem Haus nun so eine Geschichtstafel anzubringen, wäre mir zu museal. Man stelle sich das z.B. in der Altstadt von Venedig oder in Rothenburg ob der Tauber oder im Barri Gotic in Barelona vor. Wenn dort überall Erklärtafeln hängen würden, würde der Eindruck eines lebendigen Stadtviertels leiden.

  • An jedem Haus nun so eine Geschichtstafel anzubringen, wäre mir zu museal. Man stelle sich das z.B. in der Altstadt von Venedig oder in Rothenburg ob der Tauber oder im Barri Gotic in Barelona vor. Wenn dort überall Erklärtafeln hängen würden, würde der Eindruck eines lebendigen Stadtviertels leiden.

    Kann man aber virtuel machen...

  • An jedem Haus nun so eine Geschichtstafel anzubringen, wäre mir zu museal. Man stelle sich das z.B. in der Altstadt von Venedig oder in Rothenburg ob der Tauber oder im Barri Gotic in Barelona vor. Wenn dort überall Erklärtafeln hängen würden, würde der Eindruck eines lebendigen Stadtviertels leiden.

    Das kommt meiner Meinung nach darauf an, wie man es macht d.h. wie groß das Schild ist.


    In Seligenstadt z.B. sind an den Baudenkmälern Schilder mit einer kurzen Beschreibung der Geschichte des jeweiligen Hauses angebracht.


    In Dresden an den Rekonstruktionen um den Neumarkt meiner Erinnerung nach auch.


    Das finde ich sehr informativ.


    An geschichtlich interessanten Gebäuden in Mainz befinden sich auch Schilder auf den die Geschichte dargestellt ist. Diese Schilder sind aber recht groß, beeinträchtigen aber meist die Wirkung der Gebäude nicht oder kaum.


    Edit: Die Beschilderung an Häusern in Seligenstadt:

    https://www.op-online.de/regio…att-auflegen-8149513.html

  • Ein seltener Blick auf die Rückseite von Markt 10 und 12. Das Tor stand offen, und so bin ich vom Rebstock-Hof in einen privaten Hof gegangen.


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    Andere Seite des Hofes.


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    Dann die Unterseite bzw. das "frei schwebende" Fundament der Goldenen Waage vom der Ausgrabungsstätte im Stadthaus (Archäologischer Garten) aus betrachtet.


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    Blick auf die Ausgrabungen.


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    Zuletzt noch ein Blick ins Umfeld. Die Gasse Saalhof ist immer noch nicht wieder hergestellt und geöffnet. Ich habe Touristengruppen enttäuscht am Bauzaun stehen sehen, die nicht zur Kapelle gelangen können, weil das Areal immer noch als Parkplatz für die Mitarbeiter des Historischen Museums missbraucht wird. Das ist ein handfester Skandal.


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    Zuallerletzt ein Blick auf die Schirn, deren Fassade offenbar völlig marode ist. Für eine Sanierung scheint aber kein Geld vorhanden zu sein (und das in einer der von den Einnahmen reichsten Städte Deutschlands !), stattdessen hat man fast das komplette Gebäude aufwändig mit Netzen umspannt, damit sich keine Sandsteinplatten lösen und Leuten auf den Kopf fallen können. Es sieht aus wie in einem Land der 2. oder 3. Welt. Natürlich machen sich einige Altstadtfans Hoffnungen darauf, dass das Haus bald so kaputt ist, das es abgerissen wird. Die Altstadt könnte dann nach Süden weitergebaut werden. Solche Hoffnungen teile ich aber nicht, da ich sie für wenig realistisch halte. An der Kunsthalle hängen viele Politiker und Bürger.

    Nun aber seht selbst.


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    Bendergasse in Richtung Schirn-Rotunde.

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    Rückseite. Innenhof.

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    Bendergasse in Richtung Dom.

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  • Witzige Details! :)

    Die verwinkelten Höfe am Hühnermarkt hat man wirklich exzellent hinbekommen. Das ist keine Mittelalter-Kulisse, sondern mal echt authentisches Altstadt-Feeling.


    Was die Schirn angeht:

    Sieht wirklich schlimm aus.

    Die Zuneigung dafür bezieht sich doch aber weniger auf das seltsame Gebäude als vielmehr auf die Institution Schirn, als Aussteller? Jedenfalls habe ich das so wahrgenommen.

  • Die Zuneigung bezieht sich auf beides.

    Ich habe auch schon in der Frühphase der Bebauung des DomRömer-Areals von einer Bekannten gehört, dass die Schirn "tolle Architektur" sei, die hoffentlich nicht durch die "Neue Altstadt" beeinträchtigt würde. Das sehen nicht wenig so. Ich selbst finde den Bau an sich auch nicht schlecht.