Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Naja, wenn du das schön findest ist es deine Sache. Ich finde die Aussage das Deutschland schön ist und nur Frankfurt verkommen eher mit dem puren Rotstift gezogen als architektonisch anspruchsvoll und vorallem EHRLICH. Belügen kann ich mich selbst und mir kann jemand noch so viel erzählen....


    In Poundbury möchte ich nicht leben und es wäre besser und sinnvoller gewesen wenn sich jemand von der Frankfurter CDU zu Wort gemeldet hätte. Von denen kam NICHTS, auf den Herrn Krier gebe ich aus Gründen der architektonischen Qualität wenig. Ein schöner MONOLOG war seine Lobpreisung auf sich selbst, nur das er sich immer mit Kompromissen wie Brandschutz und und und schmückt, am Ende ist es schöner deutscher Wohnhausstil... den er ja SELBSTGESAGT so schön findet. Sorry, aber dem Herrn muß man sich nicht unterwerfen. Das hat auch wieder etwas mit Contenance und Mut zu tun wenn man da Paroli gibt. So wie dort die Emotionen hochgingen und mit Glaubensfragen um sich geworfen wurde und dann Vorwürfe gemacht wurden, braucht sich der Mann nicht zu wundern wenn das Gleiche auf ihn zurückschallt, wie z. B. KZ-Architektur. So etwas mache ich nicht, ich bleibe immer freundlich. Der Vergleich mit der derzeitigen Deutschen 08/15 Wohnhausarchitektur ist alles andere als überzogen, ihm gefällt sie nach eigener Aussage. Ich hätte mir mehr Diskussion als einen Werbemonolog gewünscht, mit mehr Contenance und mutige Freundlichkeit, die sich dann in Kritikfähigkeit äußern kann.

  • Naja, etwas überzogen ist es schon, dass Frankfurt nur hässliche Ecken hat, aber von der Linie her hat er schon Recht. Außerhalb des Bankenviertels und im Bereich der einstigen Wallanlagen, wo's wirklich einige schöne Beispiele für gelungene moderne Architektur bzw. ihr Nebeneinander mit der Gründerzeit gibt, hat's halt leider vor allem in der Alt- und Neustadt, also da, wo nach dem Krieg zerstörte historische Substanz schnell überbaut wurde, fast nur überwiegend scheußliche Straßenzüge.


    Insbesondere die Zeil und v. a. alles nördlich davon bis zur Wallanlage sind wirklich die reinsten Mondlandschaften - wenn man dort entlanggeht, freut man sich, überhaupt mal einem Menschen zu begegnen. Und natürlich die Altstadt, die vollständig mit allerbilligster Zweckarchitektur vollgestellt ist, einfach unwürdig für diese Stadt. Da könnte von mir aus alles hinter Samstagsberg bis hin zur Fahrgasse geplättet werden, um Platz für Rekos zu machen - man darf ja träumen.

  • Träume werden manchmal Realität. Hoffen wir das die Rekonstruktion ihren Weg geht und das Frankfurt Fehler aufweist ist unstrittig, wie leider die meisten Deutschen Großstädte. Wenn das Technische Rathaus weg ist wird es eine Menge neue Touristen geben, das ist sicher! Niemand kommt aus Japan um hier ein zweites Tokyo zu sehen, man kann Deutsche Ballermann Touristen nicht mit Japanern vergleichen. Die wollen ein gewisses Maß an historischer Authentizität, die essen sogar Handkäse (und das ist wirklich herbe!). Die Stadt Frankfurt tut sich damit nur mehr als einen Gefallen und der Ruf wird auch im Inland besser sein!

  • @ archy-art:


    Nach dem Lesen deiner Beiträge habe ich nun die Vermutung, dass sich einige Missverständnisse eingeschlichen haben...


    - Es geht Krier um Folgendes (das geht eindeutiger aus seinem Buch hervor): Es ist seine These, dass die "große Architektur" berühmter Stararchitekten bewusst mit der Tradition bricht, während sich das Bauen im privaten Bereich diese traditionellen Elemente noch bewahrt hat: Hier gibt es eben noch richtige Dächer, hier und da mal einen Rundbogen, vielleicht sogar mal Säulen etc. Ich denke, DAS meinte er auch in seinem Vortrag: Wenn man auf die Häuser "normaler" Menschen in Deutschland schaut, dann sieht man doch, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Bruch mit der Tradition gar nicht will. So habe ich ihn jedenfalls verstanden, daher auch sein Lob für das, was du 08/15-Wohnungen nennst.
    - Poundbury: Muss nicht jedem gefallen, aber er greift die Formen und das Material in der Region auf. Dass Poundbury Ähnlichkeiten mit einer deutschen Neubausiedlung hat, bezweifle ich jedoch stark.
    - Das Frankfurt in vielen Teilen hässlich ist und in den wenigen schönen Teilen oft verkommen... nun, da hat er Recht!
    - Als "Werbemonolog" habe ich seine Rede nun wirklich nicht empfunden. Er hat dargelegt, worum es ihm bei traditioneller Architektur geht und wofür seiner Ansicht nach modernistische Architektur steht. Seine Aussagen waren für mich jederzeit nachvollziehbar.


    So richtig habe ich deine Kritik bis jetzt ohnehin nicht verstanden, wenn ich ganz ehrlich bin...

  • Bericht über das Altstadtforum aus der FNP:


    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=3568748\r
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=3568748


    Quote

    Der Streit zwischen Modernisten und Traditionalisten sei wie ein Religionskrieg. Dabei sei die Präferenz der Menschen eindeutig: „Wenn man über Deutschland fliegt, sieht man fast keine Flachdächer.“ Von Frankfurt sei er bei einem Besuch im vergangenen Jahr entsetzt gewesen, sagte Krier. „Wie ist es nur möglich, dass die reichste Stadt Deutschlands so verkommen ist?“ Aber in der aktuellen Altstadt-Debatte „erblüht der Wiederanfang“. Seiner Erfahrung nach seien häufig Denkmalpfleger die stärksten Gegner von Rekonstruktionen. Allerdings dürfe es nicht nur um den Schutz der Substanz gehen: „Die Originalität eines Gebäudes liegt nicht im Material, sondern im Projekt des Baus.“ Durch die Rekonstruktion lebe diese Idee wieder auf. „Für eine intelligente Denkmalpflege ist es egal, ob ein Stein 2000 Jahre alt ist oder heute geschnitten wurde.“
    [...]
    Pro Jahr würden in Deutschland 500 neue Fachwerkhäuser gebaut, berichtete der Fuldaer Architekt Manfred Gerner, der als Deutschlands „Fachwerk-Papst“ gilt. Größtenteils werde das Fachwerk aber nur vorgehängt. „Dadurch ergeben sich große Probleme“, warnte der Experte. „Aus technischen Gründen kommt für mich nur die Original-Rekonstruktion in Frage.“ Er wies darauf hin, dass Fachwerkhäuser „die ökologischsten Gebäude überhaupt“ seien. Schließlich sei Holz ein nachwachsender Rohstoff. Geeignete Eichenbalken seien in ausreichender Menge verfügbar.



    Bericht aus der Rundschau.


    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/lokalnachrichten/frankfurt/?em_cnt=1092731&\r
    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_h ... t=1092731&


    Quote

    In das für den großen Andrang viel zu kleine Vestibül der Alten Oper hatten die Organisatoren am Samstagnachmittag geladen - ganz bewusst, wie Initiator Jürgen Aha betont, da es 1980 "meisterhaft rekonstruiert" wurde. Nichts als verbrannte und verrostete Deckenbalken zeigen alte Aufnahmen. Die beauftragten Architekten hatten wenig mehr als alte Lagerpläne und wenige Überreste einstiger Schönheit. Für den Frankfurter Architekten Peter Westrup das beste Argument, um die diesbezüglicheKritik der Wiederaufbau-Gegner zu entkräften: "Wenn wir wollen, können wir mit einem Grundriss und einem Foto ein Gebäude originalgetreu nachbauen."

  • Quote from "Restitutor Orbis"

    Es ist seine These, dass die "große Architektur" berühmter Stararchitekten bewusst mit der Tradition bricht, während sich das Bauen im privaten Bereich diese traditionellen Elemente noch bewahrt hat: Hier gibt es eben noch richtige Dächer, hier und da mal einen Rundbogen, vielleicht sogar mal Säulen etc. Ich denke, DAS meinte er auch in seinem Vortrag: Wenn man auf die Häuser "normaler" Menschen in Deutschland schaut, dann sieht man doch, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Bruch mit der Tradition gar nicht will.


    - Poundbury: Muss nicht jedem gefallen, aber er greift die Formen und das Material in der Region auf. Dass Poundbury Ähnlichkeiten mit einer deutschen Neubausiedlung hat, bezweifle ich jedoch stark.


    Wenn das für dich Tradition ist, dann frage ich mich warum dann die meisten ihre 60'iger Jahre bis heute Wohnhäuser so hassen? Weil Prince Charles so viele Pounds in Poundsbury damit abstaubt und sich jemand damit zum selbsternannten Heilsbringer macht, dann muß ich das nicht schön finden! Tradition sieht anders aus und ich bin nicht der erste der dieses Disneyland von Krier als reine Profitgier erkannt hat. Zumal Disneyland für die billigen Wohnhäuser sogar eine Zumutung ist!

  • Schön finden musst du nix, das ist ja deine Sache.


    Ich finde nur deine Argumentation stellenweise nicht ganz einleuchtend.


    Wenn jemand wie Krier und Prinz Charles mit so einem Projekt Geld verdienen, dann ist es Profitgier. Würden sie kein Geld damit machen, dann würden die Modernisten sagen, dass Kriers Vorstellungen brotlose Traumtänzerei sind.


    Es ist nix daran verwerflich, mit einer guten Idee Geld zu verdienen!


    Quote

    Tradition sieht anders aus


    Doch, diese Gebäude entsprechen zu großen Teilen der Bautradition in dieser Region Englands. Was glaubst du denn, weshalb die Modernisten so bemüht darum sind, dieses Projekt schlechtzumachen?

  • Sie machen es nur schlecht weil es schmerzhaft für die Augen ist! Wenn es für England typisch ist, warum quälen wir uns hier mit diesen Häusern? Ortsgebunden? Das ist Deutsche Fertighausbautradition in meinen Augen. Ich gebe auf Herrn Krier wenig. Geld verdienen ist alles andere als verwerflich, allerdings kann man dafür etwas erwarten und die fast schon legendäre Mannigfaltigkeit der monologischen Widersprüche von Krier belassen wir lieber.


    Etwas schönzureden macht es nicht besser. Warten wir ab was in der Frankfurter Altstadt passiert, laut Allensbach will die Mehrheit der Frankfurter in der CDU Umfrage eine Rekonstruktion und zwar für NUR vier Gebäude. Das wird spannend... An Touristen denken die im Moment nicht!

  • Quote

    Sie machen es nur schlecht weil es schmerzhaft für die Augen ist!


    Dann müssten sie ja ihre eigenen Gebäude auch schlechtmachen...


    Quote

    Wenn es für England typisch ist, warum quälen wir uns hier mit diesen Häusern?


    Hä?


    Ich halte die Diskussion an dieser Stelle für sinnlos. Über Poundbury bitte im dafür vorgesehenen Thread weiterdiskutieren.

  • Meinungen bleiben Meinungen und ob ich nun Kriers Schaffen schön der schlecht finde, festzuhalten bleibt sein Einsatz für eine Rekonstruktion und die hat die Stadt nötig, und zwar so weitgehend wie möglich. Ganz durch den Kakao ziehen will ich den Mann (meiner) Meinung nach nicht! Auf totales Unverständnis trifft der mangelnde Einsatz der Banken für diese Projekt. Gerade eine Deutsche Bank könnte sich für bessere weiche Standortfaktoren einsetzen! :zwinkern:

  • Hier übrigens was aus der FAZ über die geplante Städtetour des Sonderausschusses:




    Quote

    Vor allem für die Vertreter der CDU kann Dresden als Vorbild dienen. Die maßgebenden Planungspolitiker der Fraktion, Jochem Heumann und Klaus Vowinckel, wollen der neuen Altstadt in Frankfurt vor allem eine historische Anmutung geben. Originaltreue ist für sie keine Kardinaltugend. Eine recht freie Interpretation der Fassaden ist erlaubt, solange die Typologie gewahrt wird. Vor allem aber soll den Bauherren überlassen werden, was hinter der Straßenfront passiert. Durchgängige Räumlichkeiten hinter verschiedenen Fassaden und die Ausfüllung des Blockinnern ohne Rücksicht auf die früher vorhandenen Höfe sind auch in Dresden erlaubt. Das spart Platz, weil nicht mehr jedes Haus sein eigenes Treppenhaus benötigt.
    [...]
    Nun ist nicht anzunehmen, dass sich die Städtereisenden aus Frankfurt noch zu Befürwortern einer explizit zeitgenössischen Architektur in der Innenstadt bekehren lassen. Als Vorbild taugt Ulm in anderer Hinsicht. Die Neubauten fügen sich in das Gesamtkonzept der „Neuen Mitte“ ein. Die Grundidee war, die trennende Wirkung der Langen Straße, die in der Nachkriegszeit in der damals üblichen brutalen Manier durch das frühere Gewebe der Altstadt getrieben worden war, zumindest zu mildern. Planungsamtsleiter Dieter von Lüpke, der prägende Jahre in Ulm verbracht hat, hofft insgeheim wohl auch, dass die Stadtverordneten begreifen, das Altstadtareal als Teil einer umfassenden Bauaufgabe zu sehen.



    Nürnberg ist für die Frankfurter vor allem wegen des Baukunstbeirats interessant, der von der Stadtpolitik in Fragen der Architektur ernstgenommen wird. Das unterscheidet ihn vom hiesigen Städtebaubeirat, der vor allem durch verspätete und nichtssagende Stellungnahmen auffällt. Schwarz-Grün erwägt daher, einen Gestaltungsbeirat zu berufen, der sich nur der Altstadt widmet. Es wäre vermutlich hilfreich, wenn ihm keine Frankfurter angehörten, sondern nur weitgereiste Fremde.


    Quelle:
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E7E386C9BCEDE40CD9A6F11869F501BD0~ATpl~Ecommon~Scontent.html\r
    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ntent.html

  • Quote from "Restitutor Orbis"

    Originaltreue ist für sie keine Kardinaltugend. Eine recht freie Interpretation der Fassaden ist erlaubt, solange die Typologie gewahrt wird.


    Himmel hilf, was soll der Mist denn jetzt wieder?????
    Wir wollen die Altstadt! Kein Disneyland!!


    Quote


    Es wäre vermutlich hilfreich, wenn ihm keine Frankfurter angehörten, sondern nur weitgereiste Fremde.


    Aus welchem Grunde dies?


    Und überhaupt: Dresden als Vorbild??? Vielleicht bei der Vorgehensweise beim Rest der Altstadt. Aber für dieses Areal, sind die einzigen Vorbilder Breslaus oder Warschau: Komplettrekonstruktion, und keine halben Sachen!

  • Himmel hilf doppelt! ;)


    Quote

    Als Vorbild taugt Ulm in anderer Hinsicht. Die Neubauten fügen sich in das Gesamtkonzept der „Neuen Mitte“ ein. Die Grundidee war, die trennende Wirkung der Langen Straße, die in der Nachkriegszeit in der damals üblichen brutalen Manier durch das frühere Gewebe der Altstadt getrieben worden war, zumindest zu mildern.


    Ich habe eine Zeit lang in Ulm gewohnt. Die Bebauung der Langen Straße ist ein absoluter Reinfall. Übelste Kisten, die kaum besser sind als die zuvor gewesene Schneise.


    Quote

    Nürnberg ist für die Frankfurter vor allem wegen des Baukunstbeirats interessant, der von der Stadtpolitik in Fragen der Architektur ernstgenommen wird.


    Der Nürnberger Baukunstbeirat ist eine der Hauptquellen des dortigen Übels (Haus zum Ochsen, Pellerhaus etc.). Ich kann nur sagen: Finger weg!



    Die Frankfurter sollten sich nicht an Müll orientieren, sonst wird bei ihnen das Garbage-In-Garbage-Out-Prinzip greifen.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Eine frische Pressemitteilung die auch Besänftigungen von Jörg leider nicht bestätigen konnte:


    Perpektiven für die Frankfurter Altstadt
    In naher Zukunft wird sich das Bild der Frankfurter Altstadt grundlegend verändern. Unter Führung von Oberbürgermeisterin Petra Roth haben CDU und Grüne beschlossen, das Technische Rathaus abzureißen und damit eine Bausünde der frühen siebziger Jahre zu beseitigen. Auf der Grundlage des historischen Stadtgrundrisses wird auf der frei werdenden Fläche ein neues, kleinteiliges und lebendiges Altstadt-Quartier entstehen. Vier geschichtlich wertvolle und im Gedächtnis der Bürger verankerte Häuser werden wieder aufgebaut. Mit der Broschüre „Perspektiven für die Frankfurter Altstadt“ wollen wir Sie über unsere stadtplanerischen Leitlinien für den Dom-Römer-Bereich informieren. Die Broschüre kann in der Fraktionsgeschäftsstelle kostenlos angefordert werden: Tel. 069 / 1387280 oder e-mail: mailto:info@cdu-fraktion.frankfurt.de">info@cdu-fraktion.frankfurt.de


    Vom (tara!): 12.03.2007 !!!!!!


    Quelle von der Frankfurter CDU! http://www.cdu-fraktion-ffm.de/pressemitt.php?id=1477\r
    http://www.cdu-fraktion-ffm.de/pressemitt.php?id=1477


    Damit ist die Frage auch vom Tisch was für eine Rekonstruktion es geben wird.... :? :boese: Das war mir so klar das es so kommt!

  • Alt. Ein wirklich offenes Bekenntnis zur Totalreko hat es seitens der Politik zumindest schriftlich bis heute nicht gegeben, insofern ist die Meldung weder Fort- noch Rückschritt, sondern schlicht Stillstand.

  • Naja, dafür das die Meldung vom 12.03.2007 ist hast du dich sehr optimistisch ausgedrückt. Nach dem Altstadtforum hätte ich etwas anderes erwartet und NICHT diese Meldung! Das ist schon mies! :boese:

  • Quote

    Nürnberg ist für die Frankfurter vor allem wegen des Baukunstbeirats interessant, der von der Stadtpolitik in Fragen der Architektur ernstgenommen wird. Das unterscheidet ihn vom hiesigen Städtebaubeirat, der vor allem durch verspätete und nichtssagende Stellungnahmen auffällt. Schwarz-Grün erwägt daher, einen Gestaltungsbeirat zu berufen, der sich nur der Altstadt widmet. Es wäre vermutlich hilfreich, wenn ihm keine Frankfurter angehörten, sondern nur weitgereiste Fremde.


    Alles, was es an Rekogegnern in der Nürnberger Region gibt, klopft sich dort gegenseitig auf die Schulter. Also differenzierte Anregungen kann sich dort niemand holen ...


    Direkte Hilfe für Reko-Projekte kann m.E. nach von der Politik niemals erwartet werden - da sollte man nicht enttäuscht sein. Die Verantwortlichen drehen sich wie die Fahnen im Wind (...sind halt Politiker!). Richtiger Einfluss entsteht nur über Druck durch die Bürger, solange, bis sie um Stimmen fürchten...

  • Wie man es auch dreht. Auf einen Supermegatrendy-Spannungsbogen und "eine Deutschland sucht die Superarchitektur die in ein paar Jahren niemand mehr haben will Jury" kann ich auch verzichten! :augenrollen::boese: Ich hatte noch gesagt das mir das nicht geheuer ist nach dem Altstadt-Forum und dann kommt prompt heute die Pressemeldung!

  • Sieh' es einfach so: selbst eine Pressemeldung, dass die Politik einstimmig für Reko ist, wäre nichts wert. Weil sie von Politikern ist, und, wie Jürgen völlig richtig ausgeführt hat, die ihre Meinung ändern wie das Wetter im April. Was also würde sie bringen außer falscher Sicherheit?

  • ruhig blut...
    ich finde die aussage, dass

    Quote

    Jochem Heumann und Klaus Vowinckel, wollen der neuen Altstadt in Frankfurt vor allem eine historische Anmutung geben. Originaltreue ist für sie keine Kardinaltugend. Eine recht freie Interpretation der Fassaden ist erlaubt, solange die Typologie gewahrt wird. Vor allem aber soll den Bauherren überlassen werden, was hinter der Straßenfront passiert. Durchgängige Räumlichkeiten hinter verschiedenen Fassaden und die Ausfüllung des Blockinnern ohne Rücksicht auf die früher vorhandenen Höfe sind auch in Dresden erlaubt. Das spart Platz, weil nicht me


    dem stimme ich 100% zu, desto mehr fassaden rekonstruiert werden, desto besser natuerlich, aber es waere ja theoretisch auch moieglich, etwas zu verbessern oder?
    warum nicht...
    hauptsache 'schoen'...
    :)