Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Naja, es waren am Römerberg sieben Gebäude, davor bereits Goethehaus, Steinernes Haus und Leinwandhaus. Dazu kommen jetzt 15 Gebäude im Dom Römer Areal, sowie die Stadtbibliotkek und das Palais Thurn und Taxis, also 27 Gebäude (reine Wiederaufbauten wo noch die kompletten Außenwände standen zähle ich nicht mit).


    Im Bezug auf Dresden mag die Kritik stimmen, aber weder war Potsdam so schwer zerstört, noch wurden dort so viele Gebäude total rekonstruiert. Bisher sind wir bei Totalrekonstruktionen noch deutlich unter zehn Gebäuden und auch mit den projektierten Bauten dürften wir die Frankfurter Zahl nicht erreichen....das insgesamt Potsdam zu den schönsten Städten in Deutschland gehört ist ja keine Frage, aber es war halt auch mehr erhalten.

  • In Aufwand, Qualität und künstlerisches Gesamtkonzept übertrifft die FFer Altstadt alles andere, ev. zusammen mit dem Markt von Hildesheim. Auch wenn man bereit ist, gegen den BRD-Wiederaufbau im Ganzen hart auszuteilen und das verbohrte Festhalten an diesem, ja den Versuch diesen zu historisieren verurteilt, muss man loben, was zu loben ist.

    Der Vergleich mit Potsdam ist wie von Götzenhainer schon gesagt mehrfach unfair. In F blieb nicht eine gute Hälfte des Althausbestandes erhalten und wurden nicht über 2 Km Fassaden abgerissen sowie Kirchenruinen gesprengt- was da irgendwie noch in kleinen Resten stand wie Steinernes Haus und Leinwandhaus wurde wiedererrichtet. Nur beim Salzhaus hat man sich nicht ausgezeichnet. Dass Potsdam heute einen guten Weg geht, ist erfreulich, aber das traf auch auf F zu.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Schau, natürlich kann man nicht besser rekonstruieren als es bei Köhlerschen Haus erfolgt ist (sondern nur gleich gut). Aber ich denke, dass in der heutigen Zeit Fachwerkhäuser die größte handwerkliche Herausforderung darstellen. Mir kommt auch das Zusammenspiel zwischen Alt und Neu sehr gelungen vor, jedenfalls gelungener als am NM.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • In F blieb nicht eine gute Hälfte des Althausbestandes erhalten und wurden nicht über 2 Km Fassaden abgerissen sowie Kirchenruinen gesprengt- was da irgendwie noch in kleinen Resten stand wie Steinernes Haus und Leinwandhaus wurde wiedererrichtet. Nur beim Salzhaus hat man sich nicht ausgezeichnet.

    Na da muss ich aber dann doch mal Einspruch erheben. Natürlich ist die sozialistische Abrisswut mit der bundesdeutschen nicht vergleichbar, aber so sehr weit entfernt voneinander sind beide dann doch nicht. Nicht nur die wiederaufbaufähige Weißfrauenkirche   wurde abgerissen, auch in der Altstadt wurde bis auf wenige Ausnahmen tabula rasa gemacht. Nicht stärker zerstört als die erwähnten wiederaufgebauten Häuser war zum Beispiel die Mehlwaage, die ebenso abgerissen wurde wie andere lediglich ausgebrannte Bauwerke oder sogar unversehrte wie das Ensemble Nürnberger Hof oder das Eckhaus, das dem Betonkotz des Historischen Museums weichen musste. Alles nicht aus der Not heraus, sondern allein aus ideologischen Gründen, wenn es auch ganz andere waren als in Potsdam. Nur: "Fast alles war kaputt, und was noch ein bisschen erhalten war, hat man gerettet" stimmt eben so nicht. Das ist ja eben der Mythos, der in Ffm gerne aufrechterhalten wird - "War ja alles zerstört".

  • Neben der direkten Altstadt hat vor allem die anliegende Braubachstraße deutlich von den quasi-Rekos an ihrer Südseite profitiert. Der ganze Abschnitt zw. dem Museum für Moderne Kunst und dem Römer ist wieder als größere Flanierstraße nutzbar.


    Video ab 25:00


    Bei Gmps gibt es immer noch den alten Zustand mit dem Technischen Rathaus.