Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Aufruf von Pro Altstadt e.V. - Altstadtwiederaufbau Frankfurt zu einer kurzfristigen Veranstaltung:



    Quote

    Liebe Freunde der neuen Altstadt. Wir freuen uns über die vielen Zuschriften und die tolle Unterstützung. Aber für uns ist das erst der Anfang und die Diskussion über weitere Rekonstruktionen geht weiter. Wir möchten Sie daher alle bitten, am 14. Juni um 20:00 Uhr zur FAZ-Debatte in das NEUE STADTHAUS am DOM zu kommen. Bitte anmelden unter www.faz.net/veranstaltungen [dort in der Auswahl unter 'Bitte wählen Sie hier die gewünschte Veranstaltung aus' findet sich das 'F.A.Z. Bürgergespräch am 14.Juni: "Und was rekonstruieren wir als Nächstes?"]

    Quelle: https://www.facebook.com/Pro-A…rankfurt-106171139432387/
    Einsehbar auch ohne Facebook-Konto!

  • Die Stuckdecke im Esslinger wird gerade eingebaut (Bild vom 12.06.18):



    Und nochmal das jetzt angebrachte Gitter am Brunnen (komplette Neuanfertigung):


  • Tatsächlich…. so achtet jeder auf verschiedene Dinge.... ich habe mich beim Betrachten des Covers gefragt wer sich die Mühe macht dieses Motiv zu colorieren, wo es gerade von diesem Standpunkt aus dutzende originaler Farbaufnahmen gibt, da ist mir der Schreibfehler gar nicht aufgefallen ?( …. die Bücher werden allerdings erst ungefähr einen Monat vor Veröffentlichung gedruckt, somit leicht zu beheben ;)

  • Quote

    wer sich die Mühe macht dieses Motiv zu colorieren, wo es gerade von diesem Standpunkt aus dutzende originaler Farbaufnahmen gibt


    Tztztz:
    aus dieser Zeit aber ganz sicher nicht, da war die Farbphotographie wahrscheinlich noch nicht erfunden, auf jeden Fall nicht kommerziell etabliert. Das hier Gezeigte ist ein kolorierter Lichtdruck, in der Art, wie es Aberzigtausende gibt, sicherlich, ja gerade auch von einem so häufigen Motiv wie diesem.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das Bild ist aber wahrscheinlich, mehr schrieb ich nicht, wesentlich älter. Farbphotographien sind bis in die dreißiger Jahre eher selten. Die Lichtdrucktechnik spricht für eine Entstehung vor 1920.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das Thema "frühe Farbfotos" hatten wir schon in mehreren Strängen gestreift. Gebt doch einfach mal "Farbfotografie" oder "Farbphotographie" im Suchfeld ein, und dann erreicht ihr die meisten Beiträge. Eine Sammlung dieser Beiträge wäre interessant.


    Von Nürnberg stellte ich mal zwei Farbfotos ein, die sehr wahrscheinlich vor 1907 aufgenommen wurden (siehe auch die Diskussion in den Folgebeiträgen). Von Frankfurt habe ich schon seit Monaten eine am 15.9.1911 abgestempelte Farbfotoansichtskarte (Klischeedruck) mit dem Römer und Salzhaus zuoberst in meiner Ansichtskartensammlung liegen, die ich hier seit langem mal veröffentlichen wollte. Zwar nicht ganz im richtigen Strang, aber wenn schon über frühe Farbfotos von Frankfurt diskutiert wird, trotzdem hier:




    Römer, Haus Frauenstein und Salzhaus auf einer 1911 versandten Farbansichtskarte.
    ("R. Mannewitz, Frankfurt a. M., Farbenphotograph. Aufnahme Nr. 1818." und "Farbenphotos nach Lumière. - Aufnahmen von Hans Hildenbrand, Stuttgart.")

  • Adolf Miethe unternahm 1904 mit der "Bermpohl-Naturfarbenkamera" eine Fotoreise durch Deutschland. 1905 erschien sein Album "Aus Deutschlands Gauen" der Schokoladenfabrik Stollwerck als Sammelbildchen. Unter den 200 Aufnahmen befanden sich auch drei Aufnahmen aus Frankfurt. Mainlandschaft mit Dom, das Palmengartengesellschaftshaus und die Oper. Damit sind die Fotos von Knabenschuh und Abt von 1908 nicht die ersten echten Farbaufnahmen von Frankfurt.
    Quelle: Tobias Picard: Frankfurt am Main Farbdias 1936 bis 1943, Sutton 2018, Seite 7


    Ich habe die Fotos nicht gesehen, aber sie dürften die normalen Veduten ihrer Zeit entsprechen.

  • In Ergänzung zu Riegel....aus der gleichen Serie von Hans Hildenbrand der Markt-Blick (die Aufnahmen sind übrigens 1910 entstanden):



    Und der gleiche Blick 1927:



    (Das Haus zu den Drei Römern war kurz zuvor von dem Bund tätiger Altstadtfreunde farblich neu gefasst worden. Die -gelinde gesagt- fragwürdige Farbgestaltung wurde 1938 wieder zugunsten dezenter Grauvariationen geändert)

  • Ich hätte auch mal eine Frage. Sie betrifft die goldenen Wasserspeier (Drachen) an der Goldenen Waage. Siehe dieses Foto:

    An mich wurde nun die Frage herangetragen, ob diese eigentlich historisch überliefert sind? Auf alten Fotografien und Zeichnungen, die im Internet erhältlich sind, seien sie nämlich nicht zu sehen. Ich habe nur folgende Quelle gefunden:

    (http://www.fr.de/frankfurt/wer…ne-waage-ist-da-a-1501993)
    Vielleicht kann mir ein Fachkundiger weiterhelfen?

    Es sind drei Wasserspeier historisch überliefert, von denen nur die zwei zum Markt hin rekonstruiert wurden. Der dritte kann nicht mehr rekonstruiert werden, da das Stadthaus nun im Weg ist.


    Die Wasserspeier sind freie Nachschöpfungen, da keine Bilder vorhanden sind. Ihre Existenz ist aber durch ein Erbregister belegt, als das Haus im 17. Jahrhundert weitervererbt wurde (in Belgien aufgefunden).

  • Wenn man gezielt nach frühen Farbfotos von Frankfurt sucht, kommt doch noch einiges zusammen. Ich werde meinen Fundus mal im Strang "Frankfurt in alten Ansichten" komplett einstellen. Natürlich haben die gedruckten Karten nicht die Farbtreue wie die Diapositive im Stadtarchiv. Freilich wurde etwas noch nachgefärbt, und auch beim Klischeedruck und der Papierauswahl veränderten sich die Farben.


    Vom jetzt rekonstruierten Altstadtquartier gibt es meines Wissens nur immer den berühmten "Domblick vom Römerberg" her, wovon Götzenhainer ja gerade zwei Beispiele eingestellt hat, und die Erdgeschossszenerie vom Roten Haus. Eine solche hatte ich hier im Ansichtskartenstrang schon mal eingestellt, zeige sie hier aber nochmals, gleich mit einer zweiten, farblich aber schlechteren Ansicht. Eine Bitte an die Frankfurter Fotografen, könnte jemand mal exakte Vergleichsansichten machen?




    Schirnen unter dem Roten Haus.
    "Farbentiefdruck nach Naturfarbenaufnahme", Ansichtskarte ohne Verlagsangabe, gelaufen 1944.





    Schirnen unter dem Roten Haus.
    "Naturfarbenkarte", Verlag: Emil Hartmann, Mannheim, ungelaufen, wohl späte 1930er Jahre.

  • Neben den angeblich hohen Kosten wird bemängelt das die Altstadt jede Spur des historischen Einschnitts (2. Weltkrieg) vergessen machen will...

    Als wenn man an diesen Einschnitt nicht ein paar Meter weiter allerorten erinnert wird.