Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Hier ein Beitrag von 2005:

    Nur 13 Jahren her war diese ganze Entwicklung also noch gar nicht Vorhersehbar: es ist tatsächlich doch Option B geworden, während "sehr viel realistischere" Projekte, wie etwa die Rekonstruktion der Rathausdächer, immer noch nicht realisiert worden sind. Und das am Tage der Eröffnung der "Neuen Altstadt"... :--)

  • hier nun noch ein paar weitere Bilder:


    zurück zum Hühnermarkt:


    schöner Durchblick:




    schöner Ladeneinbau in der Grünen Linde:


    Markt 9 und 11 (kleiner Vogelsang)


    Blick zurück zum Hühnermarkt:


    Nochmal "Neues Paradies":


    rechts daneben Markt 12 (Vorderer Schildknecht) und Markt 10 (Schönau):


    Erdgeschosszone:


  • An der Braubachstraße:










    so das wars :), alles in allem ein unglaublich tolles Projekt. Hoffentlich folgt irgendwann eine Fortsetzung.


    PS. Es ist wirklich interessant, ein bisschen den anderen Besuchern zu lauschen und mal etwas "Volkes Stimme" zuzuhören, sprich die Begeisterung, das Erstaunen und die Überwältigung zu hören ;)


    PPS. Also wenn ich mir die Umgebung anschaue, dann sollte die Stadt in den nächsten Jahren darauf hinwirken, dass zumindest die historischen Häuser in der Braubachstraße etc saniert werden und möglichst in den Vorkriegszustand zurückversetzt werden (Dachneigung, Fenster etc). Die Straße selbst könnte die Stadt selbst im Stil der Wege und Plätze im Altstadtgebiet umgestalten, vom Rathaus bis zum Haus am Dom, und so mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn sich dann noch ein, zwei Rekonstruktionen am Römer ergeben würden, dann hätte man eine schöne kleine Traditionsinsel.

  • Das "Neue Salzhaus" ist nun endgültig noch viel unerträglicher geworden, als es schon war. Hoffentlich werden die Bürger Frankfurts derart von der Goldenen Waage und dem Hühnermarkt begeistert sein, dass sie sich auch eine Rekonstruktion der noch fehlenden Bauten am Römerberg wünschen werden!

  • Das "Neue Salzhaus" ist nun endgültig noch viel unerträglicher geworden, als es schon war. Hoffentlich werden die Bürger Frankfurts derart von der Goldenen Waage und dem Hühnermarkt begeistert sein, dass sie sich auch eine Rekonstruktion der noch fehlenden Bauten am Römerberg wünschen werden!


    Ein frommer Wunsch. „Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Das Neue Salzhaus dürfte so (un-)erträglich wie ein Teil der soeben fertiggestellten modernistischen Interpretationen des wiederaufgebauten Altstadtareals sein. Nicht abzustreiten ist wie die Bildergalerien hier (an die Moderation: warum korrekterweise eigentlich nicht in der dafür vorgesehenen Galerie?) bestätigen, dass die Rekonstruktionen mit ihrem traditionellen Bauvokabular und Erscheinungsbild für zahlreiche Besuchenden und Kommentierenden das Salz in der Suppe sind. Ohne diese wäre das Modernistische wohl immer noch besser als ein Technisches Rathaus und gleichzeitig wenig bis nicht überzeugend.

  • Das Salzhaus ist noch nicht das Salz in der Suppe am Römerberg.
    Der Kunstverein auch nicht. Dieses Gebäude fällt jetzt besonders negativ auf.
    Ein Kunstverein, der etwas auf sich hält, sollte jetzt aktiv werden und nachziehen in Sachen Rekonstruktion.

  • Toll! Ich denke, hoffe und bete, dass das "Frankfurter Modell" - vielleicht stärker noch als der Dresdner Neumarkt - in Deutschland Schule machen wird!

  • Was mich neben den grandiosen Rekonstruktionen am meisten freut ist die Tatsache, dass man hier wirklich das Gefühl hat etwas zu sehen, was über Jahrhunderte natürlich gewachsen ist. Diese kleinen Gässchen, die Bögen, ein Springbrunnen im Hof und und und. Hier hat man wirklich ein stimmiges und wertiges Gesamtkonzept entworfen was so überhaupt nichts vom Themenpark mit der Maus hat. Chapeau!

  • Vielleicht wäre mit der Fassadenreko des nördlichen Römerbergs schon so einiiges getan. Am Eckgebäude Römer/Braubachstraße ist das Original-Erdgeschoss noch vorhanden. Weiterhin fällt der linke Nachbar des steinernen Hauses nach Fertigstellung des neuen Quartiers jetzt um so mehr negativ auf. Eine Rekonstruktion des Vorkriegszustandes wäre hier dringend empfehlenswert, da das Vorkriegsgebäude u.a. ein kleines Türmchen besaß, welches optimal als Pendant zum großen Engel lieben würde.


    Seht selbst:
    https://oldthing.de/AK-Ansicht…nkfurt-am-Main-0027703941

  • Großartig wie dieses Projekt vollendet wurde. Es ist noch viel schöner als auf den Visualisierungen (das passiert bei modernistischen Bauten nicht). Das linke Nachbarhaus von Tante Melbers Geburtshaus (Alter Esslinger) wurde auch das zweite Obergeschoss in Sichtfachwerk ausgeführt ebenso wie der Rebstockhof! Suboptimal wäre natürlich, noch ein paar Fachwerkäuser mit Sichtfachwerk auszustatten (wie die Römer-Ostzeile), gerade um den Platz, aber wahrscheinlich hat man sich eher tatsächlich an den Vorkriegszustand orientiert, wo die Gebäude verputzt oder verschiefert waren dank der Modebewegung des 18. Jahrhunderts. Aber das ist wirklich Kritik auf höchsten Niveau.
    Ganz besonders begeistert hat mich der Lämmchenhof. So eine Detailverliebtheit allein schon die gedrechselte Renaissance-Wendelholztreppe und der Treppenturm mit Diamantsteinen am Sockel und den typischen, schrägen Fenstern. Da schlägt mein Herz einfach höher. <3
    Sehr hochwertig in der Ausführung natürlich auch das Haus zur goldenen Waage, ein Juwel des verspielten, rheinischen Fachwerks. Und der Gang mit Rundbögen zwischen Rebstockhof bis zur Neugasse: Mittelalter pur :applaus:


    Kann es kaum erwarten, bei der offiziellen Eröffnung dabeizusein!

  • Diesen in der Tat reizvollen Durchblick, der hier im Forum m.E. von thommystyle erstmals fotografiert wurde, möchte ich nochmals hervorheben. Hier hat man sich im durchgestalteten Gesamtkonzept, das "Sichtachsen-Prinzip" zu eigen gemacht. Auf mittelalterlichem Stadtgrundriß nicht ganz einfach, da nicht strengen geometrischen Regeln folgend. Der Durchgang ist so hoch entworfen worden, daß der Blick auf die Goldene Waage möglich wird. Sehr schön!

    Reizender Durchblick:

  • Grandios, ich bin überwältigt! Das ist noch imposanter als man es erwarten konnte. Die Ausführung scheint fast durchweg sehr hochwertig und detailverliebt zu sein.


    Toll! Ich denke, hoffe und bete, dass das "Frankfurter Modell" - vielleicht stärker noch als der Dresdner Neumarkt - in Deutschland Schule machen wird!

    Das ist das erste wirklich dreidimensionale rekonstruierte Altstadtviertel der letzten Jahrzehnte. Es ist fantastisch, wie hier Höfe, Durchgänge und Details in jeden Winkel Eingang gefunden haben, wie alles genau durchdacht wurde. Fantastisch. Hut ab.


    Das ist hier natürlich noch wichtiger als in der Barockstadt Dresden, in einer Fachwerkstadt kommt es sehr auf diese Details und organische Verwinkeltheit an.

  • Der ZDF-Kommentar von Trüby bezeugt einen geistig armen Menschen, dessen vorgetragene Ideologie ja erst zum Flächenabriss deutscher Städte geführt hat und nun keinerlei Freude bei der Wiederkehr eines winzigen Teils des alten Stadtbildes empfinden kann und - noch schlimmer - seinen Landsleuten die Freude darüber auch nicht gönnt.


    Ein typischer Vertreter der gemütslosen deutschen Pseudoelite!


    P.S. Es ist wirklich sehr, sehr schön geworden. Hut ab!

  • Die in Hülle und Fülle vorhandenen Nachkriegsbauten erzählen doch genug über Krieg,Zerstörung und Wiederaufbau der letzten 75 Jahre. Warum arbeiten sich diese Leute dann immer an so einem klitzekleinen Stück Stadtreparatur ab? Trüby ist so eine arme Seele von Architekturpolitologen... :gehtsnoch:



    Ein tolles Projekt.

  • Nun ja, Leute die nicht in der Lage sind, jemanden zu widersprechen ohne sich sofort in der Beleidigungkiste zu bedienen, bezeugen auch nicht wirklich mit einem besonders hohen geistiges Reichtum..... :kopfschuetteln: