Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Noch ein Bild der ursprünglichen Waage mit dem giebelseitigen Erdgeschoss gegen den Alten Markt. Wie man sieht, hatte sich das Erdgeschoss stark nach Osten geneigt. Offenbar war das Erdgeschoss doch zu filigran und damit zu gewagt gebaut worden. Ich stelle das Bild hier ein, weil ich einmal bemängelte, dass bei der neuen Waage zuviel Beton verbaut worden war, was aber den heutigen Vorschriften (insbesondere Erdbebensicherheit) geschuldet ist.



    Bild gemeinfrei: https://commons.wikimedia.org/…ge_Alter_Markt_-UCSAR.jpg




    Erdgeschoss der Goldenen Waage.



  • Hier mal ein tolles Bild was ich lange suchte von den Häusern am Krönungsweg, auf die wir verzichten mussten.


    Blickrichtung vom roten Haus Richtung Westen/zum Römer. Direkt rechts von dem Haus im Bild (Schriftzug "Zum altes Kaufhaus") wäre Haus Würzgarten, das ja mittlerweile wieder steht :-)


  • Heute hält ganz Frankfurt die Luft an: Massenevakuierung wegen der Entschärfung einer riesigen Weltkriegsbombe. Umso befremdlicher ein Kommentar vom Chefredakteur des Journals Frankfurt, der einen weiten Bogen spannt von der Evakuierung bis hin zum Altstadtwiederaufbau und dabei merkwürdige Schlüsse zieht... https://www.journal-frankfurt.…in-Blockbuster-30254.html

  • "...Ausgelöst von der Kriegswut der Deutschen..."


    Hat der Autor im Geschichtsunterricht gefehlt? ?(
    Soweit ich weiß, waren die Deutschen bei Kriegsbeginn alles andere als begeistert (im Unterschied zum Beginn des 1. Weltkriegs).

  • Journal Frankfurt (= Herkunft aus dem linksalternativen Milieu; Pflasterstrand), Jahrgang 1978 (= Vollindoktrination), Politologe (= gesuchte doppelte Vollindoktrination), Chefredakteur (= Resultat besonders eifriger Anpassung).


    Was braucht es mehr, um so einen zusammengebastelten Politkommentar zu erwarten?


    sleep:)

  • Vom "Journal Frankfurt" habe ich bisher noch nie was gehört und werde es auch gleich wieder vergessen. Sowas lesen ohnehin nur Randgruppen.

    In dubio pro reko

  • Hier zum Vergleich das Bild aus der Galerie der Dom-Römer-Seite (der Würzgarten ist ganz drauf). Zwar ein Verlust einer Häuserzeile als Baudenkmal, jedoch muss auch die gegenüberliegende Schirnrotunde wie die zwei postmodernen Häuser an der Rapunzelgasse in die "Altstadt" integriert werden, und das gelingt meiner Meinung nach. Was auffällt, ist, dass der "Krönungsweg"-Bebauung die halbe Südseite fehlt, und dort halt nur noch eine Pergola steht. Altstadt-Feeling mit den engen verwinkelten Gassen bekommt man hier wohl nicht unbedingt.

    Hier mal ein tolles Bild was ich lange suchte von den Häusern am Krönungsweg, auf die wir verzichten mussten.


    Blickrichtung vom roten Haus Richtung Westen/zum Römer. Direkt rechts von dem Haus im Bild (Schriftzug "Zum altes Kaufhaus") wäre Haus Würzgarten, das ja mittlerweile wieder steht :-)



  • Details von der Goldenen Waage:


    MDCXIV MMXVII
    1619 2017



    das bedindet sich ganz links über der Tür:


    und in den Gittern/Oberlichtern gibt es auch viel zu entdecken - sind da alle original oder nur eins?


    und die Goldene Waage ist jetzt schon Touri-Magnet:

  • Ich habe übrigens in Frankfurt am Main noch nie einen Touristen ein Hochhaus fotografieren sehen.

  • Ich habe übrigens in Frankfurt am Main noch nie einen Touristen ein Hochhaus fotografieren sehen.

    Na das passiert schon auch recht häufig aber ich vermute mehr Deutsche als Amerikaner oder Asiaten (die haben ja selbst genügend davon).


    Aber ich weiß schon auf was du hinaus willst - jedenfalls das Stadthaus fotografiert keiner !

  • Als ich mit amerikanischen Verwandten mal über den Eisernen Steg lief und dazu riet, ein Foto vor der Skyline zu machen, haben sie desinteressiert abgewunken: "Das kennen wir von zu hause."


    (Aber für Deutsche mag zutreffen, dass sie bevorzugt die Hochhäuser fotografieren. In dieser Form gibt es das ja nicht noch einmal in Deutschland. Ich erinnere mich, wie ich mal mit einem Fernbus spätabends von Köln nach Frankfurt zurückfuhr und der Busfahrer die Durchsage machte, dass nun die für ihn faszinierendste Stadt ins Blickfeld der Reisenden komme und er deshalb kurz die Innenlichter des Busses dimme, damit die Gäste die glitzernde Skyline vor dem dunklen Nachthimmel sehen könnten. Das fand ich in gewisser Weise rührend.)

  • Als ich mit amerikanischen Verwandten mal über den Eisernen Steg lief und dazu riet, ein Foto vor der Skyline zu machen, haben sie desinteressiert abgewunken: "Das kennen wir von zu hause."

    Na aber ohne Dom, den Türmen vom Römer und der Paulskirche wäre die Skyline auch nur halb so reizend und einzigartig (reizend darf man hier ruhig ambivalent verstehen!) und die gibts schließlich nicht in jedem Chicago, Hong Kong oder Dubai.

  • Von der Flößerbrücke oder der hier genutzten, noch weiter östlich gelegenen Eisenbahnbrücke mag das stimmen. Aber da läuft kaum ein Tourist herum. Vom Eisernen Steg aus musst Du Dich entscheiden, ob Du die Skyline (links) oder den Dom (rechts) knipsen willst. Oder Du machst ein solches Weitwinkel-Panoramabild, wenn Du die technische Ausrüstung dafür hast.


    Trotzdem steht die heimische, fast alltägliche Skyline meiner Verwandten dem nicht nach. (hier und hier.) Und ich habe ja nur wiedergegeben, wie gelangweilt sie auf die Frankfurter Skyline reagiert haben.

  • Hm, man könnte immer noch sagen " neutraler Hintergrund" auf dem die neue Preciose extra gut zur Geltung kommt, aber eben dann wie ein Ausstellungsobjekt auf nem Passepartout-Hintergrund, au Mann! ?(:huh: ... und nicht eingefügt in ein Ensemble!
    Wäre besser gewesen den Nachbarn wenigstens farblich anzugleichen, heller auf jeden Fall!

  • Ach Mist, es ist so beschissen geworden wie vermutet, das nervt mich grade echt mal richtig. Mit dem braunen Bau am Krönungsweg kann ich leben, das hier ist aber echt völlig daneben gegangen. Durch die Rillen und den damit verdundenen Schattenwurf wirkt der Bau extrem düster, zudem ist der Bau viel zu einfach und flächig neben der Goldenen Waage. Man hat da nun die maximale Kunstfertigkeit gegen die maximale Architekturverweigerung gesetzt, großartig. Für die Goldene Waage tut der Bau jedenfalls nichts. Warum hat man nicht einfach die Bauten die auf diesen Kasten folgen neben die Goldene Waage setzet? Alles wäre gut gewesen.


    Aber wie vermutet wollte man wohl diesen Kontrast und man wird es noch so begründen, dass man der Goldenen Waage ja etwas Gutes tun wollte, in dem man sie so exponiert hat und ihr keine Konkurrenz machen wollte. In Wahrheit führt man den Bau, der handwerlich so herausragend geworden ist, einfach nur vor. Wäre ich Herr Jourdan, ich würde kochen vor Wut. Aber gut, jetzt 15 Jahre damit leben und dann runter mit dieser scheußlichen Fassade.

    APH - am Puls der Zeit

  • Quote from Wissen.de

    Ach Mist, es ist so beschissen geworden wie vermutet, (...)

    Hm, eigentlich finde ich es noch schlechter als befürchtet. Das Material ist tatsächlich viel zu dunkel. Auf den bekannten Visualisierungen hat es die rötliche Farbe der Goldenen Waage aufgenommen. Das scheint jetzt nicht der Fall zu sein. Auch die Rillen sind viel kleiner und deren Anzahl damit deutlich höher.


    Vielleicht bekommt das Haus ja noch eine üppige Reklame an die Fassade geklatscht. Das könnte helfen. Doch bisher gibt es nur dieses eine seitliche Photo. Es besteht die Hoffnung, daß der Bau in der Realität nicht ganz so übel wirkt.

  • Hm, eigentlich finde ich es noch schlechter als befürchtet. Das Material ist tatsächlich viel zu dunkel. Auf den bekannten Visualisierungen hat es die rötliche Farbe der Goldenen Waage aufgenommen. Das scheint jetzt nicht der Fall zu sein.

    Naja, man muss dazusagen: Die Lichtverhältnisse waren auch nicht gerade optimal, und eine andere Perspektive lässt sich zurzeit noch nicht erzielen. Ich stand direkt vor dem derzeitigen U-Bahn-Abgang (man sieht im Vordergrund das Schutzdach), und näher dran konnte man nicht. Vielleicht ist die Fassade mit etwas Sonne, vom Hühnermarkt aus gesehen weniger düster - aber viel besser wird's wohl nicht werden.


    Die Goldene Waage steht künftig eben so da wie eines dieser bildhübschen Mädchen, die immer ihre hässliche fette Freundin neben sich haben. Die eine kann neben der anderen besonders glänzen, aber man muss eben meist auch die andere angucken.

  • Im Gegensatz zu Markt 30 und 32 müsste man hier noch nichtmal abreißen. Die Grundstruktur stimmt ja eigentlich. Dachgeschoss umbauen (Dachüberstand, Frankfurter Nase und ein paar kleine Giebelfenster hinzufügen, außerdem natürlich den Giebel komplett verschiefern) , Obergeschosse auf traditionelle Weise hell verputzen und nach Möglichkeit die Fensterformate an die der Goldenen Waage anpassen - idealerweise dann mit Sprossenfenstern. Und schon wäre auf den ersten Blick kaum noch ein Unterschied zum historischen Weißen Bock erkennbar, und die Goldene Waage stünde zumindest zu dieser Seite in einem angemessenen Ensemble.
    Hatte vor ca 3 Jahren hier auch mal eine Quick&Dirty-Visualisierung gebastelt gehabt.