Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Die Ergebnisse des Wettbewerbs für die Häuser Markt 40 und Markt 7 sind online!


    Markt 40: Das DomRömer Projekt :: Markt 40


    Sieht für einen Neubau recht ansprechend aus, nur diese umlaufenden Fensterreihen gefallen mir nicht so gut.


    Markt 7: Das DomRömer Projekt :: Markt 7


    Hier gab es wieder keinen 1. Platz, sonder nur zwei 2. Plätze - wobei der Entwurf der dreibund architekten deutlich besser neben die Goldene Waage passen würde!

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  • Wow, mal wieder erstaunlich. Architekten sind eben nicht pauschal "unfähig", wie es ihnen oft vorgeworfen wird. Viel bedeutender sind die Verantwortlichen der Stadt, die die Baukultur vor Ort ganz konkret beeinflussen. Man vergleiche die völlig konträre Situation in Dresden.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Der Entwurf von dreibund architekten gefällt mir auch sehr gut. Es handelt sich eindeutig um ein modernes Gebäude und es handelt sich auch eindeutig um ein regionaltypisches Gebäude - in Hongkong, Seattle oder Sydney kann dieses Haus nicht stehen!

  • Kein Wunder, wie ich das paar mal lesen konnte, hat man sich natürlich am Beispiel Dresden orientiert. Einfach weil es von der Dimension wohl am nächsten kommt. Da wurden hauptsächlich Schlüsse draus gezogen wie man es nicht machen sollte.

  • Drei Römer unter spitzem Giebel


    Quote

    Kürzlich ist im Haus am Dom Karl-Heinz Wagner aufgetreten, ein rüstiger Rentner mit sehr lebendigen Erinnerungen. In ihm, der bei jener Veranstaltung des Altstadt-Forums als „einer der letzten Altstadt-Bewohner“ vorgestellt wurde, lebt die Erinnerung an das mächtige „Haus zu den drei Römern“, da ist er aufgewachsen.


    Das Gebäude mit „16 Fenstern rundherum“, in der Barockzeit aus drei Fachwerkhäusern zusammengesetzt, hatte die Adresse Markt 40. Für diese Parzelle gegenüber dem Kunstverein hat ein Preisgericht jetzt Entwürfe ausgesucht, wie dort ab 2013 neu gebaut werden könnte. Eine Rekonstruktion der „Drei Römer“ wird nicht erwogen, wenn auch Karl-Heinz Wagner beim Altstadt-Forum bat, „zuzulassen, dass das Haus wieder seinen Platz findet“.

  • Wow, mal wieder erstaunlich. Architekten sind eben nicht pauschal "unfähig", wie es ihnen oft vorgeworfen wird. Viel bedeutender sind die Verantwortlichen der Stadt, die die Baukultur vor Ort ganz konkret beeinflussen. Man vergleiche die völlig konträre Situation in Dresden.


    Nun ja, du weisst ja ich stimme Dir in fast allem zu. Aber die Verantwortlichen der Stadtchaosämter (die früheren "Stadtplanungs"-Ämter) sind ja selber Architekten (Fessenmayr, Marx, Engel etc.).


    Das Problem bei den anderen Verantwortlichen die nicht selber Architekten sind, ist eben dass sie es nie wagen, einem Herren Baukünstler zu widersprechen. Der ist zwar heute nicht bautechnisch, dafür aber rhetorisch so geschult dass er den "dummen Laien" in Windeseile als solchen bloßstellt und ihn öffentlich der Lächerlichkeit preisgibt. Dass diese Verantwortlichen z.B. dem Herrn Cheret ( Ein "Professor":anbeten: bitte alle auf die Knie und schweigen) nicht widersprachen als er die Altstadt mit einen 1920er-Jahre Luftschutzbunker verhunzen wollte, wundert mich kaum. Die wissen schon sehr gut, dass die meisten in einer solchen Debatte argumentativ haushoch verlieren würden.


    Womit du Recht hast, ist natürlich dass auch "gute" Architekten gibt, und man vorsichtig sein sollte mit dem Denunzieren ganzer Berufsgruppen. Allerdings muss man die "Guten" wirklich mit der Lupe suchen, und ich muss gestehen auch für mich ist der Begriff "Architekt" inzwischen ein Begriff der bei mir Schaudern und die schlimmsten Befürchtungen hervorruft, sobald ich ihn höre. Das Problem bei den Architekten, und warum auch ich sie oft pauschal verurteile, liegt darin dass sie auch tatsächlich während des Studiums gebrainwashed und "auf Linie" getrimmt werden, und sie wirklcih fast alle den selben dummen Sülz erzählen (Reko = rückwärtsgewandt, Mickymouse, Heimttümelei etc.). Ich denke die "guten" wissen schon, dass bei derartiger Schelte sie nicht angesprochen sind - die regen sich doch vermutlich selber oft genug über ihre hirngewaschenen Kollegen auf.


    Wirsing! :wink::harfe:

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Ich kann mich mit diesem seltsamen Stadthaus nicht anfreunden. Während die Giebel noch halbwegs passabel wirken, ist die Fassade eine mittlere Katastrophe. Zwar wird immerhin Mainsandstein verwendet, aber die Fenster haben sind wild durcheinandergewürfelt mit verschiedenen Formaten, alles asymmetrisch, entweder viel zu groß oder zu schmalen Schießscharten verengt - und dann auch noch an diesem Standort, direkt vor dem Dom und vor allem, noch schlimmer, direkt neben der Goldenen Waage. Da hätte es diverse Wettbewerbsbeiträge gegeben, die sich mehr oder weniger harmonisch angepaßt und eingefügt hätten nebem der Waage, aber hier wird wieder unnötigerweise ein beißender Kontrast geschaffen. :gehtsnoch:


    Man kann nur hoffen, daß das ganze Stadthaus-Projekt noch irgendwie scheitert. Oder daß die Fassade noch überarbeitet wird. Mit den richtigen Fensterformaten und leichten Bögen im Erdgeschoß wäre schon viel gewonnen.

  • Mit den richtigen Fensterformaten (...) wäre schon viel gewonnen.


    Aber:

    Quote

    Große Fenster sollen die Offenheit des Gebäudes betonen.

    :lachen:

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  • Man könnte ja die Pfalz rekonstruieren, wenn denn unbedingt ein Stadthaus gebaut werden muss?!

  • War ja im Gespräch gewesen, wurde aber verworfen. Hätte wohl auch Formatprobleme an der Stelle gegeben.


    Ansonsten. Die Bauten lehnen sich in ihrem reduzierten Stil an den nahen Abschluss der postmodernen Saalgasse und der Schirn Kunsthalle an: http://img152.imageshack.us/img152/6530/saalg1em.jpg Insofern bilden diese Bauten leider den Bezugspunkt und nicht die "Goldene Waage". Viel besser wäre natürlich gewesen, man hätte die Bebauung der Höllgasse rekonstruiert, was zweifellos möglich wäre und das nutzungstechnisch ohnehin überflüssige "Stadthaus" nicht so nahe an den Dom gerückt hätte. (Alternative siehe hier)

    Edited once, last by Heimdall ().

  • Quote

    Große Fenster sollen die Offenheit des Gebäudes betonen.

    Ach ja, wir wissen schon von den gläsernen Bankertürmen, wie ganz toll offen all diese Leute sind..

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Der Termin für die Grundsteinlegung des "Rebstock" steht fest:


    Montag, der 23.01.2012


    Falls wir den Termin noch nicht hatten: Bis zum 09.12.2011soll entschieden sein welche der neun optionalen Reknstruktionen noch kommen.


    Es sind nur noch 17 Interessenten vorhanden, welche sich leider teilweise für die gleichen Gebäude interessieren. Bleibt also abzuwarten, ob es gelingt dieses Interesse evtl. auf andere Gebäude zu lenken.

  • Bei der letzten Dom-Römer-Auschuβsitzung am 3. November 2011 sollten nach Angaben der Veranstalter 87 Investoren offiziell vorgestellt werden. Das verwundert mich sehr, daβ jetzt nur noch von 17 die Rede ist.


    Sehr erfreulich dafür der bevorstehende Baubeginn für das Haus Rebstock.

  • Das verwundert mich aber sehr. 87 Reko-Investoren wäre eine riesige Anzahl. Da wären alle modernen Entwürfe schlicht überflüssig gewesen...
    Könnte es sich also vielmehr um einen Tippfehler handeln?
    Ich halte 17 Reko-Investoren nämlich für eine realistische Größe, da das Ganze einen nicht unerheblichem finanziellen Aufwand bedeutet, gepaart dazu mit Liebe zum alten Frankfurt. Das ist sicherlich keine Allerwelts-Kombination in unserer auf schnellen Profit ausgerichteten Zeit.

  • 87 ???? Schön wär's, das ist definitiv ein Tippfehler. Es waren bis vor kurzem 25, oder 26 Interessenten. Nach Offenlegung der Preiskalkulationen hat sich die Zahl auf 17 Bewerber um Rekonstruktionen reduziert.