Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Was bedeutet das?


    "...Das ungeliebte Bauwerk macht Platz für ein Wohnhaus, das hinter dem zu rekonstruierenden «Roten Haus» entstehen soll (siehe Modellfoto). Was aber auch bedeutet, dass für die historischen Neben- und Rückgebäude kein Platz ist. Jedenfalls empfiehlt der Architekt DW Dreysse, der sich intensiv mit der Rekonstruktion des Gebäudes befasst, darauf zu verzichten – sehr zum Ärger von Katharina von Beckh (Freie Wähler)."


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Das bedeutet leider nicht viel, der Anbau wird trotzdem nicht rekonstruiert. Auch wüsste ich gerne was mit den Häusern zwischen der Waage bzw. rotem Haus ist?!?

  • Nochmal wegen den 9 zusätzlichen Häusern: Wie es aussieht wird, meiner Einschätzung nach, der gesamte Hühnermarkt (mit Ausnahme der beiden jüngeren Gebäude an der Ostseite) rekonstruiert zuzüglich des Stammhauses der Parfümerie Albrecht. Andere Meinungen????

  • Ich hab's nicht genau im Kopf, aber nahezu der gesamte Hühnermarkt dürfte rekonstruiert werden, und nach meiner Erinnerung sogar die jüngeren Gebäude.


    Das hier ist natürlich auch sehr erfreulich:

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    Die andere gute Nachricht: Das berühmte «Belvederche», der Aussichtsturm der «Goldenen Waage», kann wieder entstehen. Das Stadthaus steht dem nicht im Weg. Und wer die Aussicht hoch über den Dächern der Altstadt genießt, wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen, auf das Flachdach des geplanten Versammlungssaals blicken. «Ich kann mir vorstellen, dass er ein steiles Satteldach bekommt», sagte Meurer.


    Nur hier stimmt doch irgendwas nicht:

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    Forderungen aus dem Publikum nach weiteren Rekonstruktionen wies Guntersdorf zurück. «Die Investoren stehen bei uns nicht Schlange», sagte er. Jürgen Aha, der Sprecher des Altstadtforums, widersprach: «Wir haben mehr als 30 Interessierte, die das auch finanzieren können.»

  • Offensichtlich handelt es sich bei den 17 Rekonstruktion nur um die privat finanzierten, denn es ist von 36 Parzellen die Rede. Das würde bedeuten, dass insgesamt 25 Altstadthäuser rekonstruiert würden. Das wäre mehr als vorher angekündigt. Es wäre aber trotzdem schön, wenn es noch mehr würden.

  • Jetzt nicht in Tagträumerei abgleiten. Von etwas über 30 Parzellen war stets die Rede. Das schließt die städtisch bebauten Parzellen ein.


    Hier ist von insgesamt 34 Parzellen die Rede:
    http://www.fr-online.de/frankf…2798/4530156/-/index.html
    Demnach meint 17 Rekonstruktionen dann die städtischen und die privaten zusammen. So jedenfalls mein Stand der Dinge.


    noch etwas...


    (Der Schirn-Direktor äußert sich u.a. zur Altstadt...)
    "Noch abenteuerlustiger, noch wagemutiger"
    Direktor Max Hollein über die Frankfurter Schirn, die mit einer Surrealismus-Schau ihr 25-jähriges Bestehen feiert
    http://www.fnp.de/fnp/freizeit…r_rmn01.c.8659864.de.html

  • Leider habe ich keine Informationen aus erster Hand und kann daher nur, auf das eingehen, was so geschrieben wird. Ich war irrtümlicherweise von 44 Grundstücken ausgegangen.


    Nach der Dreysse-Studie ( http://www.stvv.frankfurt.de/parlisobj/B_509_2006_AN1.pdf\r
    http://www.stvv.frankfurt.de/parlisobj/ ... 06_AN1.pdf ) besteht das Planungsgebiet aus 50 Parzellen, von denen aber 9 auf dem Gebiet des Stadthauses liegen und somit entfallen. Also bleiben noch 41 Parzellen übrig, Bebauungen durch die Stadt eingeschlossen. Durch Zusammenlegung von Parzellen zwischen Hinter dem Lämmchen und Am Markt könnte die Anzahl auf 36 geschrumpft sein. Dann wären in den 17 Rekonstruktionen Esslinger & Co tatsächlich enthalten. Sollte wirklich, wie es inoffiziellen Meldungen zufolge heisst, der komplette Hühnermarkt wieder aufgebaut werden, und dazu noch die Alte Apotheke, dann stünde für die Häuserzeile zwischen der Goldenen Waage und dem Roten Haus nur noch max. eine Rekonstruktion zur Verfügung. Falls es sich dabei nicht um den Weissen Bock handelt, könnte sich leider die Befürchtung bestätigen, die Goldene Waage könne zum Fremdkörper in einem Ensemble von Neubauten werden. Wobei ich davon ausgehe, dass auch die Neubauten von hoher architektonischer Qualität sein werden.

  • Zeitplan? Der Rebstock soll als erstes Gebäude noch 2013 fertiggestellt werden. Das Areal insgesamt 2015.


    So, jetzt aber mal bezüglich der neun im Raume stehenden zusätzlichen Rekos "Butter bei die Fische":


    Nach den Aussagen von Gundersdorf soll ja möglichst der Hühnermarkt komplettiert werden, das bedeutet:


    - (1) Markt 18, Schildknecht/Spiegel
    - (2) Markt 20, Flechte/ Alt Friesenstein
    - (3) Markt 22, Goldene Schere
    - (4) Hühnermarkt 24, Eichhorn
    - (5) Markt 26, Schlegel
    - (6) Markt 13, Grüne Linde/ Alte Münze
    - (7) Markt 15, Neues Rotes Haus


    zudem soll ja das Albrecht- Stammhaus (8) Markt 28 "Würzgarten" gesetzt sein.


    Also ist doch nur ein Haus (9) noch unklar. Was meint Ihr? Eventuell einen Gründerzeitler an der Braubachstraße?

  • Folgender Bericht ist heute in der FNP:


    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales...684024.de.html\r
    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales...684024.de.html


    Anscheinend wird mit übertriebenen Auflagen versucht, Rekonstruktionen zu verhindern. Angeblich sind einige Häuser nicht ausreichend dokumentiert. Vorher hiess es allerdings, alle Häuser im Planungsgebiet wären besser dokumentiert als damals die Ostzeile. Aber da ging es doch auch, und das damals noch gegen grossen Widerstand. Ein endgültiges Urteil kann man wohl erst nach der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse abgeben. Wenn modern bedeutet, technisch auf dem neuesten Stand von Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz etc., aber in altstadtgerechter Gestaltung, dann wäre das sicher in Ordnung. Ich sehe allerdings die Gefahr, dass z.B. die Goldene Waage, eigentlich das Aushängschild des ganzen Projekts, mit dem Stadthaus auf der einen Seite und einem weiteren Neubau auf der anderen fast wie ein Fremdkörper wirken könnte. Wenn dann noch Investoren wie Herr Albrecht von der Rekonstruktion Abstand nehmen, dann haben wir am Schluss ein Neubauviertel mit 8 historischen Gebäuden.

  • Das ist schon der Hammer, wie von den im FNP-Artikel befragten die Tatsachen verdreht werden (wobei ich Herrn Heuser mal zugestehe, daß er hier einfach etwas nachschwätzt, was er selbst nicht wirklich verstanden hat).


    Das Stadtplanungsamt hat den Grundriss gegenüber dem historischen willkürlich geändert und dieser wurde von der Dom-Römer GmbH übernommen. Jetzt zu argumentieren, daß bei Veränderung der Grundrisse die Gebäude nicht mehr rekonstruiert werden würden, obwohl jeder entsprechend interessierte Investor gerade die alten richtigen Grundrisse einfordert, ist an Verhöhnung oder Dummdreistigkeit nicht mehr zu überbieten.

    Die Feder ist mächtiger als das Schwert...wenn das Schwert sehr stumpf ist und die Feder sehr spitz!


    -Terry Pratchett

  • Ohne die entsprechende Anzahl von Rekonstruktionen ist das Dom Römer Areal ein Neubauviertel wie jedes andere. Es wird sicher sehr schön, aber Neubauviertel gibt es überall auf der Welt, die Frankfurter Altstadt nur hier. Warum sollte ein Investor dann unbedingt auf dem Römerberg ein Haus kaufen, und zu den Preisen? Was spricht dann noch für den Standort? Wer will dann ein Haus auf einer schmalen Parzelle, dessen Fenster nach Norden ausgerichtet sind? Ein Reko-Interessent würde das hinnehmen, weil er nach anderen Kriterien urteilt, mehr aus Liebe zur Frankfurter Altstadt als nach praktischen Gesichtspunkten. Ein Haus in einem Neubauviertel Römerberg ist das Geld nicht wert, das hier verlangt wird. Da werden von den Neubau-Interessenten auch einige einen Rückzieher machen.

  • @Lucas: es ist ganz einfach der Investor kauft ein Haus in der Altstadt von Frankfurt/ M, ein Ort mit hohem Affektionsinteresse und zudem objektiv mitten in der Idylle und zugleich im Buisiness, so läuft der Hase !!!

  • Diesen Artikel habe ich in der FNP gefunden:


    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/cdu-stellt-klar-mehr-rekonstruktionen-gibt-s-nicht_rmn01.c.8688190.de.html\r
    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/cd ... 90.de.html


    Bestätigt eigentlich nur das, was die letzten Tage geschrieben wurde. Also wenig Hoffnung auf weitere Rekonstruktionen.


    Die Veränderungen im Stadtgrundriss sind nur zum Teil nachvollziehbar. Feuerwehrzufahrten und Notausgänge für dieTiefgarage und Zugang zur U-Bahn-Station müssen sein, das ist jedem klar. Das Argument, die Häuser seien nicht ausreichend dokumentiert für eine Rekonstruktion, kann man nicht gelten lassen. Z.B. beim Weissen Bock (neben der Goldenen Waage), sind meiner Meinung nach selbst die Unterlagen, die im Internet jedem frei zugänglich sind, schon ausreichend, um einen "schöpferischen Neubau" (ofizielle Bezeichnung der Dom-Römer GmbH für das, was bisher Rekonstruktion genannt wurde) zu erstellen. Sogar lt. Dreysse-Studie gut bis sehr gut dokumentierte Häuser in der Braubachstrasse können angeblich, aus für mich unverständlichen Gründen, nicht rekonstruiert werden.

  • Dieser CDU-Heuser hat vielleicht Nerven mit seiner "unzureichenden Dokumentation":


    die Häuserzeile auf dem Römerberg ist auch keine 1:1 Kopie; in Hannover hat man nach dem Krieg Fachwerkhäuser aus der ganzen Stadt in die Altstadt transloziert, um ein bißchen was fürs Gemüt zu haben; wenn eben ein Haus "nicht so gut dokumentiert ist", dann stelle man eben ein anderes von ehemals anderer Stelle dort hin oder empfinde eines nach.
    Dazu wäre man sehr wohl in der Lage; die Menschen wollen nicht überall hundertprozentige Authentizität, Ähnlichkeit tut es auch.