Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Werner Durth hat mir gestern auch seine Begeisterung für mein Engagement ausgesprochen. Das fand ich schon sehr nett. Er hat zwischendrin auch erwähnt, daß die Qualität der Rekonstruktion nicht durch Abstriche leiden darf (dabei eben auch den Begriff "ernst zu nehmende" Rekonstruktion verwendet). Das ist eben das, was ich auch immer gesagt habe. Wenn, dann muß man es konsequent machen. Und da hängt extrem viel von der handwerklichen Qualität ab.


    Im Übrigen hat Guntersdorf wörtlich gesagt, daß der Anteil Rekonstruktions-/Modernbauinteressierte (was ein Wort, aber weiß es jetzt nicht besser zu sagen) inzwischen gekippt ist zu Gunsten derer, die einen modernen Bau erstellen wollen. Das heißt also, daß die Anzahl in etwa gleich hoch ist, sagen wir mal 30 Rekonstruktionswillige. Wenn die sich an die verbliebenen Rekonstruktionen machen (neben den 8 ), dann sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Hinzu kommen noch die Immobilienscout-Interessenten, die Frau Christensen gestern erwähnt hat.


    Im Übrigen glaube ich, daß gewisse BDA-Funktionäre eben auch eine Werbekampagne gestartet haben, bzw. Immobilienspekulanten sich drauf stürzen. Das ist natürlich ein wesentlicher Unterschied zu denen, die aus Verbundenheit zur Stadt rekonstruieren möchten.

    Die Feder ist mächtiger als das Schwert...wenn das Schwert sehr stumpf ist und die Feder sehr spitz!


    -Terry Pratchett

  • Quote from "Kardinal"

    Im Übrigen hat Guntersdorf wörtlich gesagt, daß der Anteil Rekonstruktions-/Modernbauinteressierte (was ein Wort, aber weiß es jetzt nicht besser zu sagen) inzwischen gekippt ist zu Gunsten derer, die einen modernen Bau erstellen wollen. Das heißt also, daß die Anzahl in etwa gleich hoch ist, sagen wir mal 30 Rekonstruktionswillige.

    In der FAZ hieß es sogar als Überschrift "Minderheit will rekonstruieren". Ich frage mich, was einen Bauherrn wohl dazu bewegen kann, sich ausgerechnet auf diesem schmalen, engen Areal, eingeklemmt zwischen Schirn, Dom und Römerberg, mit ständig vorbeigehenden Touristen ein modernes Haus zu bauen. Der Reiz dieser Lage müßte doch eigentlich gerade darin bestehen, historisch zu bauen - oder man läßt es eben und baut ganz woanders. Naja, angesichts der strengen Vorgaben der Gestaltungssatzung kann ja von "modern" ohnehin kaum die Rede sein. Ich hoffe also auf passable Füllbauten. Trotzdem wäre es erfreulicher, wenn sich überwiegend Reko-Interessenten finden würden, so daß zur Zeit nicht verkäufliche Parzellen dann erst einmal unbebaut bleiben, bis sich ein rekonstruktionswilliger Bauherr gefunden hat.

  • In der Rechnung fehlen aber noch die Immoscout-Interessenten, die Kardinal in seinem Beitrag erwähnt. Lt. Pro Altstadt sollen sich innerhalb von 5 Tagen -nach Schaltung des Inserats- 30 Interessenten gemeldet haben. Am 2. Juli will man die Angebote Herrn Guntersdorf bzw. der Dom-Römer GmbH übergeben. O-Ton Frau Christensen: "dann wollen wir mal sehen, ob nicht die Rekonstruktionswilligen wieder in der Überzahl sind".

  • Artikel dazu vom 30.06., FR, "Viele Fragen offen"
    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/2800245_Diskussion-um-Frankfurter-Altstadt-Viele-Fragen-offen.html\r
    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_h ... offen.html
    Zitat: "Jochem Jourdan letztlich rüttelte am Fundament des Altstadt-Traums: Von fast keinem der verbrannten Häuser gebe es eine vollständige Dokumentation. Man sei also "auf idealtypische Abbildungen angewiesen". Auch könne "keines der Häuser vom Erdgeschoss her aufgebaut werden, denn das Erdgeschoss ist von der Tiefgarage besetzt". Die Auflagen für Fluchtwege, Brandschutz, Wärmeschutz - alles das seien "Herausforderungen, die sich nicht auf das historische Bild übertragen" ließen."

    MODERNExit

  • Die Tiefgarage wird ja um eine Etage abgetragen. Ich war auch schon drauf und dran Herrn Jourdan zu fragen, ob es nach seiner Argumentation nicht besser sei, alle noch existierenden mittelalterlichen Altstädte in Deutschland abzureißen.

  • Die DomRömer GmbH hat jetzt einen eigenen Internetauftritt:


    http://www.domroemer.de


  • Für das Dom-Römer-Areal kann ich mir im Grunde ausschließlich eine komplette Rekonstruktion wünschen. Zu dieser Überzeugung komme ich nach Einsicht der Gestaltungssatzung für diesen Bereich, die an sich zweifellos ein Meilenstein darstellt. Dennoch bleibt mir auch hier der wohl wichtigste Aspekt unberücksichtigt. Über die Fenster der Neubauten wird wie in den meisten Gestaltungssatzungen keine ausreichende Aussage getroffen. Rechteckig-stehende Fensterformate und Materialvorschriften sind noch kein Garant, dass anstelle des ehemaligen Alstadtbereichs so etwas wie ein Ensemble entstehen wird. Die Füllbauten am Dresdener Neumarkt verdeutlichen dies aus meiner Sicht geradezu augenscheinlich. Für mich bleibt es ein Rätsel, warum dem Aspekt der Fenstergliederungen kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Selbst in Vorzeigestädten wie Dinkelsbühl und Rothenburg o.d.T. werden bei Neuanfertigungen von Fenstern ausreichende, differenzierte Versprossungen oft vernachlässigt.
    Ich gehe in meiner Feststellung soweit, dass sich mit der Fenstergestaltung nicht nur der Charakter eines Gebäudes erheblich verändert, sondern letztlich das Ensemble steht oder fällt. Nürnberg wäre mit seiner Nachkriegsbebauung gleichfalls solch ein Beispiel. Die dortigen Lochfassaden würden mit traditionellen - nicht modernistischen - echten Versprossungen ein Vielfaches gewinnen, wo auf absehbare Zeit keine Rekonstruktionen vorgesehen sind. So bleibt für mich bis zum Schluss die Zitterpartie, ob dieses Areal zwischen Dom und Römer tatsächlich gelingen mag. Mit so vielen Rekonstruktionen wie möglich angesichts der Gestaltungssatzung für Neubauten sicherlich :zwinkern:


    Jeder, der sich die Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
    www.archicultura.ch

  • Deine Sorge ist sicherlich nicht ganz unbegründet. Allerdings läßt sich eine unpassende Gliederung eines Fensters relativ leicht korrigieren - ganz im Gegensatz zu einem liegenden Fensterformat. Deshalb finde ich es am wichtigsten und beruhigend, daß wenigstens rechteckig-stehende Fensterformate vorgeschrieben sind. Man kann wohl davon ausgehen, daß modernistisch eingestellte Architekten jedes Schlupfloch einer Gestaltungssatzung nutzen werden. Nicht vorhandene Versprossung wird man an den Füllbauten sicherlich finden, aber viel schlimmer fände ich eine - ebenfalls zu erwartende - asymmetrische Gliederung. Aber warten wir es einfach mal ab. Oder um's mit Alphaville zu sagen: "Hoping for the best but expecting the worst..."

  • Klingt nicht so gut:


    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/altstadt-21-rekonstruktionen-moeglich_rmn01.c.7974994.de.html\r
    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/al ... 94.de.html


    Hat denn das Altstadtforum bereits die Daten seiner Interessenten weitergeleitet?? Ich hatte eigentlich noch auf zwei, drei zusätzliche Rekos zu den im Gespräch befindlichen 21 gehofft, jetzt ist wieder nur von insgesamt 18 Interessenten die Rede...

  • Eine logische Folge von 'Gestaltungssatzungen'. Mit 'Altstadt-light' geht es eben billiger und ökonomischer, für Errichter wie Nutzer.
    Solch unnütze Satzungen, von denen sich hier einige offenbar Wunder erwarten (etwa dass sie eine wirkliche Altstadt, sei sie auch 'nur' authentisch rekonstruiert ersetzen könnte) haben in DD noch etwas Berechtigung, wo die Anzahl der rekonstruierbaren Fassaden eben hoch genug ist, dass man eine passende Lückenschließung postulieren kann, aber in FF?
    Was soll da rauskommen? Eine Pseudo-Altstadt mit einem verschwindenden Teil echter Rekos in einem Meer von Anspruchslosigkeit und Banalität. Und jetzt sieht man, dass dieses Meer an austauschbarer Gestaltungssatzungkonformität noch auf die paar Rekos überzuschwappen droht. Ist doch klar: Ein Investor, der vor die Wahlfreiheit gestellt wird, muss ja förmlich den Weg des geringsten Kostenaufwands gehen. Blöd wäre er ja, ein Feind seines Geldes, würde er auf mittelalterlichen Raumaufteilungen insistieren, wenn er zeitgemäße Appartements schaffen könnte.
    Mit vorgeblich gefälliger Anpassungsarchitektur ist eben kein Staat zu machen.
    Viel klüger wäre es, die 21 (oder mehr, das Maximum eben) Rekos zwingend zu fordern, ohne Wenn und Aber, und um diese herum unter Wahrung künstlerlisch-ästhetischer Gesichtspunkte eine moderne Stadt zu errichten. Damit käme auch etwas auf seine Art Einzigartiges heraus.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Zu einer solchen klaren und konsequenten Position ist man in Deutschland leider (noch ?) nicht fähig. Zu sehr werden Ausgleich und Kompromiss als höchste Kunst verstanden, der man sich der sog. Vernunft wegen gefälligst anzuschließen hat. Das ganze System ist darauf angelegt, dass es bloß keine klaren Entscheidungen, keine Gewinner und keine Verlierer geben soll.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • Quote from "Schloßgespenst"

    Allerdings läßt sich eine unpassende Gliederung eines Fensters relativ leicht korrigieren - ganz im Gegensatz zu einem liegenden Fensterformat. Deshalb finde ich es am wichtigsten und beruhigend, daß wenigstens rechteckig-stehende Fensterformate vorgeschrieben sind.


    Das klingt interessant, aber ich kann es nicht recht nachvollziehen.
    Könntest Du das bitte genauer erklären, vielleicht anhand eines Beispieles?

  • Was gibt es daran nicht zu verstehen? Liegende Rechteck-Fensterformate kann man eben nicht so leicht umbauen - schon allein deshalb, weil die dahinter liegende Raumstruktur davon dann auch betroffen wäre. Einen Fensterrahmen auszutauschen ist hingegen kein großer Akt.

  • @Schlossgespenst


    Mir geht es nicht um ein entweder oder, sondern um ein sowohl als auch! :zwinkern:
    Ein rechteckiges Fensterformat macht erst Sinn mit der entsprechenden Versprossung - aus meiner Sicht.
    Deshalb meine ich, gehört dieser Aspekt auch zwingend mit in eine Gestaltungssatzung.


    Wenngleich theoretisch möglich, ist an Nachbesserungen realistisch betrachtet nur in den wenigsten Fällen zu denken, wohl auch dort nicht, wo derlei Gestaltungsaspekte hinsichtlich der Fenstergestaltung per Satzung außer Betracht gelassen werden.


    Der Trend geht doch eher in eine andere Richtung. Allenfalls falsch dimensionierte Pseudosprossen kommen mehrheitlich zum Einsatz.


    Man vergleiche einmal mehr dieses alltägliche Verfahren:


    vorher (2006):
    http://www.rwbilder.de/frame/Ansichten/Mittelstadt/Hohenbergstrasse/Hohenbergstrasse_17.04.2006_01.jpg\r
    http://www.rwbilder.de/frame/Ansichten/ ... 006_01.jpg


    Istzustand (2009):
    http://www.rwbilder.de/frame/Ansichten/Mittelstadt/Hohenbergstrasse/Hohenbergstrasse_16_18/Hohenbergstrasse_16_18_11.10.2009_01.jpg\r
    http://www.rwbilder.de/frame/Ansichten/ ... 009_01.jpg


    Abgesehen von der fragwürdig modifizierten Versprossung, ist an eine Wiederanbringung der Fensterläden auf unbestimmten Zeit nicht zu denken.


    Dieses einfache Beispiel soll verdeutlichen wie entscheidend die Wirkung eines Gebäudes durch seine Fenster beeinflusst wird. Dieser entscheidende Aspekt geht mir vielfach, auch hier im Forum, zu sehr unter. Man sollte nicht vergessen: Die Fenster sind die Augen des Hauses. Ich hatte diesen Thema seinerzeit nicht umsonst ins Leben gerufen...


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  • Zustand Ende Juli 2010:


    Das Technische Rathaus hat jetzt die Traufhöhe der restlichen Bebauung der Braubachstraße erreicht. Man kann erahnen, daß, wenn das TR von Anfang an diese Höhe gehabt hätte, eine Abrißdiskussion vielleicht gar nicht aufgekommen wäre - zumindest hätten die Befürworter weniger Argumente gehabt.




    Gottlob ist niemand auf die Idee gekommen, anstelle eines Komplettabrisses den ganzen Komplex einfach auf die jetzige Höhe zurückzubauen...



    Rückseite zur Schirn, rechts das "Haus am Dom"


  • In der Altstadt werden 16 Häuser rekonstruiert


    Quote

    Insgesamt 16 Altstadthäuser und damit rund die Hälfte der auf dem Frankfurter Dom-Römer-Gelände geplanten Gebäude werden mit hoher Wahrscheinlichkeit rekonstruiert. Dies ist das Ergebnis eines Investoren-Aufrufs, dessen Frist am Samstag endet. Wie der Geschäftsführer der für die Bebauung zuständigen Dom-Römer-Gesellschaft, Michael Guntersdorf, am Freitag auf Anfrage erläuterte, haben sich 122 Investoren beworben, die Mehrheit habe allerdings Interesse an Neubauten bekundet, die die Rekonstruktionen ergänzen sollen. Der offene Architekturwettbewerb für diese Neubauten wird Mitte August ausgeschrieben. Unter den gesetzten Teilnehmern sind die Frankfurter Architekten Bernhard Franken, Michael Landes und Jo Franzke.


    Quote

    Bautechnisch sind auf den 34 Parzellen des Areals 21 Rekonstruktionen möglich. Den Wiederaufbau von acht dieser Häuser haben die Stadtverordneten beschlossen, die Stadt tritt hier finanziell in Vorleistung. Für 13 weitere Rekonstruktionen, die privat zu finanzieren sind, genügt das Quellenmaterial. Unter den 25 Bewerbungen, die für die Nutzung eines der rekonstruierten Häuser abgegeben wurden, sind einige Mehrfachnennungen, so dass rund die Hälfte der Gebäude, nämlich insgesamt 16, „sehr wahrscheinlich“ rekonstruiert werden, wie Guntersdorf sagt. Es gebe eine „klare Tendenz“, die Gebäude rund um den Hühnermarkt originalgetreu wieder aufzubauen.


    Unter anderem gibt es für Gebäude an der Westseite des Hühnermarkts und nördlich des alten Krönungswegs mehrere Anfragen. Die Häuser auf der Südseite des Krönungswegs waren weniger begehrt, da deren Grundrisse abhängig vom angrenzenden Stadthaus sind, dessen Architektur noch nicht feststeht. Unter den Interessenten sind die Porzellanwerke Höchst und die Binding-Brauerei. Außerdem haben mehrere Restaurants und Cafés, ein Bäcker, ein Textilien- und ein Kunstgewerbehändler die Absicht, sich in der Altstadt anzusiedeln. An der Braubachstraße soll ein Hotel einziehen, am Hühnermarkt ist ein kleineres Gästehaus möglich. Guntersdorf zufolge soll maximal ein halbes Dutzend Restaurants rund um den Hühnermarkt, im „Goldenen Lämmchen“ und im Erdgeschoss des „Roten Hauses“ einziehen. „Wir wollen kein zweites Alt-Sachsenhausen, sondern in erster Linie ein Wohnquartier.“

  • "Die Häuser auf der Südseite des Krönungswegs waren weniger begehrt, da deren Grundrisse abhängig vom angrenzenden Stadthaus sind"


    :boese:


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  • Schöner Mist, sind also meine weiter oben geäußerten Bedenken Wirklichkeit geworden...... Bleibt die Frage um welche zusätzlichen acht Gebäude es sich handelt?


    Klar sind:
    Schildknecht (Markt 18)
    Flechte (Markt 20)
    Goldene Schere (Markt 22)
    Eichhorn (Hühnermarkt 24)
    Schlegel (Markt 26)
    Würzgarten (Markt 28)


    Welche zwei weiteren Häuser sind gemeint (Braubachstraße)?


    Für mich ist die Vorstellung unerträglich, dass die "Grüne Linde"(Markt 13) bzw. das "Neue Rote Haus" (Markt 15) unter den Tisch fallen könnten.....

  • Quote

    Die Häuser auf der Südseite des Krönungswegs waren weniger begehrt, da deren Grundrisse abhängig vom angrenzenden Stadthaus sind, dessen Architektur noch nicht feststeht.


    Das ist wirklich extrem ärgerlich.
    Nicht nur, daß dieser Umstand offenbar eine ganze Reihe Rekonstruktionen verhindert. Nein, es wird natürlich sofort wieder heißen: "Seht ihr, die Leute wollen gar keine Rekonstruktionen" - und der wahre Grund, warum nicht da nicht rekonstruiert wird, wird verschwiegen.


    Eigentlich muss m.E. der Investorenaufruf in Anbetracht dieser Umstände verlängert werden bis die Sache mit dem Stadthaus geklärt ist, damit auch dieses Areal eine faire Chance bekommt.

  • Während des letzten Altstadtforums Ende März wurde unter den Gebäuden, bei welchem konkrete private Rekoabsichten bestehen, u.a. auch das neue rote Haus mit in die Diskussion eingebracht. Ohne daß anhand dieses heutigen Artikels zu diesem Gebäude eine tatsächliche Bauabwicklung angenommen werden kann, dürften doch insgesamt weniger Bedenken bestehen. Wie es um die Häuser Weisser Bock, Karpfen, Kleiner Vogelsang, Grüne Linde, als auch die Südseite der Lämmchesgass bestellt ist, bleibt also unter heutigem Datum völlig offen. Gerade die Südseite des Marktes ist in ihrer Gesamtheit gesehen, in Verbindung mit dem Domturm, ensemblebildend.
    Als originales Beispiel hierfür bietet sich in der Mainzer Leichhofstraße, in der die bürgerliche Bebauung des 18. und 19. Jhd. gerade die Basis bietet, über der der Westturm des Mainzer Doms mit der Neumann´schen Turmbekrönung in aller Herrlichkeit thront. Das entsprechende Bild könnte Frankfurt, wollte es nur, wiedergewinnen. Unter diesem Gesichtspunkt vernehme ich diese neue Nachricht mit um so größerem Entsetzen.