Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Danke! Das Zeichnen von alter Architektur ist mein Hobby, seitdem ich nicht mehr wegen Platzmangel an meinem Althildesheimer Stadtmodell bastele!

  • Sehr, sehr unsicher ist natürlich völliger Quatsch. Es gibt kaum ein Quartier in Frankfurt das sicherer ist als das Altstadt Quartier. Wer z. B. schon mal Nachts von der Innenstadt zum OSTEND oder durch Gallus gelaufen ist, weiß was ich meine.

  • Als einzig unwirtlichen Ort in der neuen Altstadt kann ich mir die Passage zwischen der Kunsthalle Schirn und der Stadthaus-Rückseite vorstellen. Auch am Tag fühlte ich mich hier nicht wohl. Vielleicht liegt es an den Arkaden, die viele Verstecke bieten.


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  • Als einzig unwirtlichen Ort in der neuen Altstadt kann ich mir die Passage zwischen der Kunsthalle Schirn und der Stadthaus-Rückseite vorstellen. Auch am Tag fühlte ich mich hier nicht wohl.

    Aber auch da bin ich schon 100 mal durchgelaufen, Tags und Nachts und habe mich nie unsicher gefühlt. Das ist ja nur ein kurzes Stück und in der Realität nicht so trist, wie es auf dem Bild aussieht.

  • Seit der Altstadteröffnung bin ich da überhaupt nicht mehr durchgelaufen. Wozu auch? Es gibt ja parallel dszu einen viel schöneren Weg, den Markt! Und wenn ich in Frankfurt langweilige "Moderne" mit Hinterhof - Feeling erleben will, habe ich weiß Gott genug Möglichkeiten anderswo.

  • Ich würde da nachts bestimmt nicht durchlaufen.


    Das ist so wie mit der fallengelassenen Seife in der Gefängnisdusche..

    Und wenn ein hübsches Girl hinter einer der Schirn-Pfeiler hervortritt und sich nach der Seife bückt? :--)


    Also, einfach mal nachts durchlaufen. Bin vor einer Stunde selbst dran vorbeigegangen. Ist auch alles gut beleuchtet. :zwinkern:

  • Hier mal drei aktuelle Bilder des nächtlichen Angstraums... :wink:


    Bendergasse, links das Stadthaus, rechts die Kunsthalle Schirn. Blick auf den Dom.


    Frankfurt Schirn


    Blick Richtung Schirn Rotunde.


    Frankfurt Schirn


    Frankfurt Schirn

  • Also mir gefällt die Passage viel besser als die Schirn von außen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich habe auch das Gefühl, dass die BILD in ihrer unvergleichlichen Art die Tatsachen überspitzt. Vandalismus sieht anders aus. Diese Zeitung ist keine Quelle des seriösen Journalismus, sondern bedient lediglich das Empörungspotential. Das sollte doch nicht neu sein.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Naja, Edding weg zu kriegen ist nicht soo einfach. Ein Sachschaden liegt hier schon vor - aber ich denke für den Täter oder die Täterin hier, wäre wohl eine Stunde Strafstuhl und einwöchiges Fernsehverbot ausreichend ~:-[]

  • ^ Ich habe die Schmiererei schon seit Wochen gesehen. Nun ist die Bild-Zeitung darauf eingestiegen. Es fing mit dem Schriftzug "M+F" daneben an. Der wurde nicht umgehend entfernt. Also wagte sich der nächste aus der Deckung. Ich denke da weniger an Kinder als an einen Pseudo-"Künstler", der ein bisschen auf "Street Art" machen möchte. So etwas sollte eben auch rasch überstrichen werden, da ständig Nachahmer auf dumme Ideen kommen.


    Etwas anderes. Mögliche Ideen für weitere Rekonstruktionen auf der Südseite der Saalgasse dürften sich nun zerschlagen. Dort steht gegenüber der postmodernen Giebelhäuser das äußerst unpassende und unattraktive Gebäude des evangelischen Regionalverbandes. Ich hatte Hoffnung, dass die Kirche das irgendwann veräußert und sich dort die Möglichkeit einer altstadtgerechteren Bebauung ergibt.


    Nun hat die Fraktion der Bürger Für Frankfurt (BFF) eine parlamentarische Frage bezüglich des immer noch unbefriedigenden Zustands der kleinen Gasse Saalhof an der Saalhof-Kapelle gestellt. Die Gasse fungiert seit geraumer Zeit nur als ein Abstellplatz für wenige Fahrzeuge von Baufirmen. Die Stadt hatte bereits in der Vergangenheit eine rasche Herrichtung versprochen, doch nichts ist passiert.


    So stellt sich die völlig unbefriedigende Situation dar. Fotos von diesem Sommer:


    Frankfurt


    Frankfurt


    Hier die Frage der BFF-Stadtverordneten Ingeborg Leineweber mit Antwort des schwarz-rot-grünen Magistrats: https://www.stvv.frankfurt.de/…OK_NAME=%27F_2884_2020%27


    In der Antwort steht:

    "Das Verkehrsdezernat hat derzeit keinen Einfluss auf die zeitliche Gestaltung und Befestigung der Fläche. Grund dafür sind unterschiedliche Überlegungen zur Gestaltung. Dazu finden Abstimmungsgespräche statt zwischen Kulturamt, Stadtplanungsamt, ABI und Grünflächenamt.

    Im Gespräch sind:

    - Bebauung von Teilen der Platzfläche;

    - Nutzung eines schmalen Gebäudes am Mainkai als Hotel;

    - Einrichtung einer Toilettenanlage - die bisher in der "Neuen Altstadt" fehlt.

    Der Evangelische Regionalverband plant eine Grenzbebauung der Platzfläche."


    Was herauskommt, wenn die evangelische Kirche in der Altstadt Bauvorhaben umsetzt, konnte man bei der Evangelischen Akademie neben dem Haus Wertheym vor kurzer Zeit bewundern.

    Vorzustand: https://images.app.goo.gl/5YQNuDgkVac4tXga7

    Neubau: https://images.app.goo.gl/9gnRJytN84bUurQc6

    Der Neubau ist dabei ein stark ideologisch intendiertes Gebäude gewesen, das "Offenheit" und "Transparenz" symbolisieren soll.


    Diese Information nur mal für diejenigen, die sich in Träume ergießen, nun würde nach dem Erfolg des Dom-Römer-Projekts in Frankfurt einfach weiter an der Rekonstruktion der Altstadt gebaut. Die Widerstände sind ungebrochen, das Bewusstsein bei den Verantwortlichen gering, der diesbezügliche Kampf immer wieder von neuem zäh.