Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

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    • Ich würde dem gegenwärtigen Juste Milieu nicht unterstellen, dass es bereit wäre, Menschen in Arbeits- oder gar Vernichtunslager zu stecken oder auf die Guillotine zu zerren. Einstweilen begnügt man sich mit der Vernichtung der sozialen und wirtschaftlichen Existenz.
      Aber wenn gewisse Barrieren der Scham oder auch der Rechtsstaatlichkeit überwunden sind und bestimmte Gruppen gleichsam für vogelfrei erklärt werden , weiß man natürlich nie, wohin die Umstände einzelne Individuen treiben und wozu jemand sich hinreißen lässt. Manch ein biederer Familienvater, manch ein sensibler Denker, mach ein begnadeter Künstler wurde schon zum Mitläufer oder gar zum Massenmörder.
      Aufgabe einer wirklichen Elite wäre es, die gegenwärtigen Debatten weise zu moderieren, also für moderates Verhalten zu sorgen. Darauf hinzuarbeiten, dass die Leute aus ihren Echokammern geholt werden, dass sie einbezogen werden, dass sie ihren Tunnelblick verlieren. Stattdessen reagiert das Juste Milieu jedoch panisch-aggressiv und trägt so weit mehr als seine Gegner zur Spaltung der Gesellschaft bei. Und wie man sieht, erweist diese Strategie der Zuspitzung sich für die Kulturschickeria ja auch als ausgesprochen profitabel.

      The post was edited 1 time, last by Seinsheim ().

    • Jaja. Alles interessant und dergleichen mehr, aber keine Debatte für diesen Faden zum Frankfurter Dom-Römer-Areal.

      Heimdall wrote:

      Aber, wenn Du, nachdem alles gebaut ist, immer noch eine Möglichkeit siehst, den Frankfurter Kunstverein zum Umbau seines Hauses zu bewegen, schlage ich vor, Du schreibst die Direktorin des Kunstvereins an (Adressen hier) und fragst mal nach den Möglichkeiten eines Umbaus des Gebäudes bzw. einer Rekonstruktion. Du kannst dann die Antwort gerne hier im Forum posten. Das wird interessant. Mal sehen, ob ich völlig falsch gelegen habe.
      So funktioniert sowas nicht. Das dürftest du aber auch sehr genau wissen. Hauptsache "Recht haben".
    • erbse wrote:

      Hauptsache "Recht haben".
      "erbse", nein, ganz im Gegenteil. Ich hätte in dieser Sache sehr gerne Unrecht.

      Du hast gefragt:
      Wie kann man das denen nochmal schmackhaft machen?

      Ich habe geantwortet: "Gar nicht." Und ich habe das damit begründet, dass die Diskussion dazu längst geführt wurde.

      Das hast Du - vielleicht mit gutem Recht - als nicht hilfreich dargestellt. Ich habe sogar zugestanden, dass ich in meinem Urteil womöglich befangen und pauschalisierend gewesen bin.

      Somit hast Du geäußert:
      (...) Die müssen als Kunstverein einfach nur irgendwie davon profitieren, eben wie erwähnt durch zusätzliche Fläche und meinetwegen neue Mittel/Mitarbeiter oder sonstwas.
      Um Dir zu beweisen, dass dieses Angebot (zusätzliche Fläche) bereits 2011 gemacht wurde, dieser Artikel:

      Umbau des Kunstvereins geplant
      welt.de/regionales/frankfurt/a…Kunstvereins-geplant.html

      Daraus zitiert:
      "Der Kunstverein würde sogar 150 Quadratmeter Ausstellungsfläche dazugewinnen." Die Kosten bezifferte der Bauingenieur mit "zwei bis drei Millionen Euro". Zur Finanzierung solle ein privater Investor gesucht werden.

      Der damalige Leiter des Kunstvereins zeigte sich sogar nicht mal völlig ablehnend, sondern nur abwartend bzw. gesprächsbereit. Doch letztlich hatte man nicht das Geld oder den Willen und entschied sich gegen einen Rückbau des Gebäudes. Stattdessen wurde es gerade saniert und mit einem neuen Eingang versehen.

      fr.de/frankfurt/matteo-renzi-p…ech-bringen-11043847.html

      So, und in dieser Situation, die Du scheinbar nicht akzeptieren kannst, habe ich Dir vorgeschlagen, selbst etwas zu machen, nämlich die Leiterin des Kunstvereins anzuschreiben und für Deine Ideen zu begeistern.

      Deine Antwort lautet:

      erbse wrote:

      So funktioniert sowas nicht.
    • Das ist doch eine sachpolitische Debatte mit direktem Bezug zur DomRömer-Gegend..

      Heimdall: Weil ich dir und anderen bestimmt auch schon zum drölften Mal sagte, dass dieses "anschreiben" verschenkte Liebesmüh ist.

      Sowas geht nur in Vieraugengesprächen, am besten mit einer Zeugenumlastung, sprich einen Experten/Freund/Förderer o.ä. mitbringen dem sie wirklich zuhören. Und diese Entscheidung von 2011 ist doch längst nicht mehr auf dem Schirm. Womöglich haben auch die handelnden Personen unlängst gewechselt, das wissen die Frankfurter sicher besser.

      Danke dennoch für die Einschätzung.
    • Noch etwas anderes. Wer hat richtig schöne Bilder von der Goldenen Waage? Auf denen möglichst beide Straßenfassaden zu sehen sind und die Ecksituation gut herauskommt?

      Diese wären gemeinfrei für Wikipedia hochzuladen.Bisher ist das bislang die beste Aufnahme dort, echt nicht so toll.
    • Beide Straßenfassaden mit der Ecksituation zu fotografieren ist extrem schwierig, schon aufgrund der Enge der Gasse. Die gezeigte Aufnahme ist entweder aus einem Fenster des Hauses am Dom fotografiert oder von einem Baugerüst (das nicht mehr existiert). So oder so bräuchte man ein gutes Objektiv und eine Ansicht von erhöhter Stelle. Eventuell hätte eine Drohne eine Chance.
      Also, ich kann leider mit solch einer Aufnahme nicht dienen.
    • Es würde auch eine gute Ansicht von einer der beiden Fassaden reichen! Bzw. eben zwei möglichst frontale Ansichten jeweils. Auch wenn's dort etwas beengt ist. Auch Detailaufnahmen wären super. Vielleicht gibt ja jemand auch die hier hochgeladenen Bilder frei.

      Jedenfalls ist das trübe Baustellenbild im Artikel mE dringend zu ersetzen.
    • Ich war gestern in der supervollen Altstadt und siehe da, das Stoltze Museum war geöffnet - und total leer - hat wohl niemand mit gerechnet. Ist durchaus interessant. Der Höhepunkt aber war ganz oben ein nicht verschlossenes Fenster/Durchgang zum Belvederchen. Wunderschön bei traumhaftem Wetter - und ganz alleine mit herrlichem Blick auf die historische Dachlandschaft, den Dom und das goldene Dach. Aber seht selbst:




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    • Seinsheim wrote:

      War heute auch - das erste Mal - in der Altstadt und ich muss sagen: von den neuen Häusern in der Braubachstraße und dem mit Wandschiefer gedeckten Eckhaus am Hühnermarkt und dem Stadthaus neben der Goldenen Waage [?] fand ich alle Neubauten enttäuschender, als ich gedacht hatte.

      @'Seinsheim

      ...ich denke mal, hier [?] fehlt ein "abgesehen"...!?

      Die Neubauten waren ja auch auf den Fotos in diesem Forum erkennbar nichtssagend oder gruselig.
    • Ist zwar off-topic, aber: der ist von Daniel Deckers von der FAZ astrein weggemobbt worden. OK, er hat sich nicht genial verhalten, und lügen hätte er mal nicht sollen (obwohl, wenn man die ganze Geschichte kennt...), aber Kamphaus war der Liebling der Linken, und als dessen Nachfolger hatte TvE keine Chance. Deckers hat schon gegen den gehetzt, lange bevor die Sache mit dem Bischofshaus aktuell war.
      Und jetzt wollen wir wieder über die Frankfurter Altstadt reden...
    • Seinsheim wrote:

      Da lobe ich mir doch die von Tebartz van Elst erbaute Vikarie in Limburg.

      Franka wrote:

      Irgendwie tat mir der Tebartz van Elst leid, ich fand seine Bischofsresidenz ziemlich interessant

      UrPotsdamer wrote:

      der ist von Daniel Deckers von der FAZ astrein weggemobbt worden. OK, er hat sich nicht genial verhalten, und lügen hätte er mal nicht sollen (obwohl, wenn man die ganze Geschichte kennt...),
      Das ist aber eine sehr oberflächlich Behandlung des Themas. Um dies eingehender zu diskutieren ist dieses Forum aber der falsche Ort.

      Was aber durchaus erörtert werden könnte ist die Qualität des sog. Bischofshauses. Das sollte dann aber im entsprechenden Strang geschehen.
    • Andreas wrote:

      Was aber durchaus erörtert werden könnte ist die Qualität des sog. Bischofshauses. Das sollte dann aber im entsprechenden Strang geschehen.
      Gute Idee!

      Einserseits ist die kath. Kirche zu Recht der Verschwendung wegen kritisiert worden. Andererseits ist so ein sehr interessantes Ensemble enstanden, dass ohne die qausi feudalen Strukturen nie hätte geben können. Von mir aus hätte er da gerne friedlich bis ans Ende seiner Tage residieren können .. ebenso wie ich dem Kini neidlos sein Neuschwanstein gegönnt hätte - die Ergebnisse sind es wert! :)
    • Hallo zusammen, ich war die letzten Tage in Frankfurt und habe bei der Gelegenheit einige Impressionen festgehalten. Insgesamt sehr eindrücklich, auch die modernen Füllbauten stören den Gesamteindruck m.E. nicht, weil durchaus behutsam eingesetzt. Einziger Wermutstropfen bleibt die Schirn, die den Genuss wortwörtlich "halbiert".

      Reihenfolge: Goldene Waage, Hühnermarkt/Stoltzedenkmal, Krönungsweg, Hinter dem Lämmchen, Haus zum Rebstock.
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