Frankfurter Altstadt (Dom-Römer-Areal)

  • Den Anblick kann ich kaum in Worte fassen. Mir fällt da nur bemitleidenswert, traurig oder gar billig ein. Was hat man sich dabei gedacht? "Hm, was machen wir mit diesen alten Steinen? Lasst sie uns einfach mal irgendwo im U-Bahnhof montieren!"?


    Naja... immerhin existieren sie noch. Von wo kommen denn die Spolien? Aus einem der Gebäude an dessen Stelle jetzt eine Neuinterpretation steht?

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Den Anblick kann ich kaum in Worte fassen. Mir fällt da nur bemitleidenswert, traurig oder gar billig ein.

    Dieser Eindruck täuscht sicher nicht. Nur sollte man bei aller Kritik nicht vergessen, das so bei den Umgestaltungen in den 70iger Jahren, die Erinnerung an die untergegangene Altstadt aufrecht erhalten wurde. Eine Voraussetzung dafür, dass es jetzt zur Rekonstruktion kommen konnte.


    Ob die Spolien dauerhaft so präsentiert werden oder sollten, ist eine ganz andere Frage.

  • Der Pferdekopf war Fassadenschmuck am alten Schlachthof. Vier Bogenschlusssteine sind vom "Ehrenfels" , Schnurgasse71 und zwei Bogeschlusssteine vom Clesnerhof. Der Bieber auf dem ersten Bild stammt vom Bieberbrunnen aud der Großen Friedberger Straße.

  • Ich hatte mal im Rahmen einer der ersten Baustellen-Führungen nach dem künftigen Schicksal der erbarmenswerten Spolien im U - Bahnhof gefragt.


    Seinerzeit hieß es, man plane sie wiederzuverwenden.


    In der Tat sind bereits einige, vielleicht ein Drittel dieser Spolien abgenommen worden.


    Der Rest ist b.a.w. weiterhin Staub, Dreck, begrapschen und Vandalismus ausgesetzt.


    Hoffentlich werden sie auch noch gerettet.

  • Exklusiv für Stadtbildforum Deutschland, voilà Stoltze wieder zurück auf dem Hühnermarkt:


    PS: Kann mir jemand erklären WIE EXAKT an der historischen Stelle er nun steht, es gibt dort ja keine Bodenfunde mehr um zu wissen wie genau er stand kann man sagen 100 % oder ist das eher ein 90 % Originalstandort?





  • "Er steht auf einen neuen Basaltsockel, der dem historischen Vorbild entspricht. Jetzt fehlt nur noch das schmiedeeiserne Geländer, das originalgetreu rekonstruiert wird." Quelle FNP


    Echt? Wird das auch rekonstruiert? Auf allen Visus war es bisher nicht oder ?

  • Auf den Visualisierungen fehlt ja auch der Basalt-Sockel. Lassen wir uns mal (positiv) überraschen.

  • @"Neußer"


    Stellungnahme des Magistrats:

    https://www.stvv.frankfurt.de/…017%26R%3DY%26U%3D1#BWHR1


    Hier ein Bild des Weiße-Lilien-Brunnens: http://www.kulturellesfrankfur…ilienbrunnen_einzeln2.jpg


    Die Lösung ist auf jeden Fall zu begrüßen.

  • Weiß eigentlich jemand, was diese merkwürdige Holzkonstruktion zwischen dem Markt 28 (Würzgarten) und Markt 30 (Altes Kaufhaus) ist? Das sieht nach einem Provisorium aus. :!::?:

  • Du meinst das kleine Brettchen? Selbstverständlich ist das ein Provisorium. Was auch sonst? Wofür es benötigt wird, müsste ein Baufachmann klären.





  • Das ist echt von allen Kontrasten der fieseste. Markt 30 wirkt neben Markt 28 alias Würzgarten besonders erbärmlich. Als ob ein versierter Modellbauer sein Werk neben der Laienbastelei eines Stümpers abgestellt hat, der in 5 Minuten aus einem Schuhkarton etwas zusammengeklebt und rot angesprüht hat. :kotz:

  • U-Bahn Ausgang zum Dom ist gerade komplett gesperrt, oben wird die Holzüberdachung vor Markt 8 abgebaut.


    Das ermöglicht neue Einblicke / Durchblicke Richtung Hühnermarkt. Leider aus größerer Distanz, da oben weiträumig abgesperrt, bzw. mit Baufahrzeugen blockiert.




    Blick Richtung Hühnermarkt, gerade Hausnummern - die Sockelgeschosse Markt 10 und 12 wirken gut.




    Blick Richtung Hühnermarkt, ungerade Hausnummern




    Die (auch von mir) vielgescholtene Markt 7 wirkt gar nicht so finster ...




    An Markt 10 und 12 sind offenbar Spolien (bei 12 offenbar Löwenkopf-Schlusssteine im Rundbogen, bei 10 Kragsteine) eingebaut. Leider sind meine Handypics von minderer Qualität, vielleicht schafft es ja mal jemand mit besserer Ausrüstung Bilder davon zu machen.

  • Blick vom Domturm am 12.10.2017:



    Die Giebelfront der Goldene Waage kann man nach Abbau des Schutzdachs des U-Bahnausgangs nun wesentlich besser fotografieren:



    Beeindruckend im Zusammenspiel mit dem Domturm:



    Und mal eine Nachtaufnahme:


  • Wirklich herrlich, diese neue-alte Anblicke zu schauen! Eine physisch-geistige Auferstehung!

    Edited 2 times, last by Weser ().