Dresden, Neumarkt - Allgemeines

  • In der belebten Natur vielleicht nicht. Aber dafür umso massiver in der unbelebten: Himmel, Meer, Eis ...

    Ich habe mir das damals auch schon nicht erklären können, warum der überall sichtbare Himmel hier keinen Einfluss nahm. Vielleicht waren die Menschen einfach viel mehr Gegenständlicher geprägt. Da ist das Abstrakte des Himmels und auch des kollektiven Meers nicht greifbar. Wasser im Eimer ist schließlich nicht blau :wink:


    Übrigens ist das Belvedere im Park von Schloss Charlottenburg auch in hellblauer/zartblauer und weißer Farbe gefasst und macht so einen ganz bezaubernden Eindruck. So selten scheint als die blaue Farbe als Gebüdeanstrich im 18. Jahrhundert nicht gewesen zu sein.

    Wir hatten bisher aber überwiegend nur Beispiele von Schlössern oder Kirchen, beides mit finanzmächtigen Akteuren dahinterstehend. Vielleicht ist kein Zufall, dass das Haus direkt an der Frauenkirche blau ist, weil es so unterstelle ich ein sehr, sehr exklusiver Spaß war.

  • Es heisst übrigens "bleu mourant", das sterbende Blau. (mourir = sterben)


    (Kein schöner Name, aber hübsch anzusehen).

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Wie ich bei einem heutigen Spaziergang feststellte, wurden die restaurierten Trophäengruppen auf den beiden Torhäusern des Coselpalais wieder aufgesetzt. Nun fehlt nur noch eine Puttenfigur auf einem der Torpfeiler.




  • Das Coselpalais im Jahr 1949,

    Andere Städte sollten sich an der Landeshauptstadt Dresden ein Beispiel nehmen. So wie das Coselpalais sollten viel mehr Neubauten aussehen. Der Kern kann ruhig in Beton errichtet werden. Hauptsache die Fassade stimmt.

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    Es wird ja immer gesagt, daß man einem Bau das Alter und die Entstehungszeit ansehen können soll. Deshalb wird, beispielsweise, der alte barocke Stil, oder die Gründerzeit, ... nicht kopiert und heute nicht mehr verwendet. Angeblich werde damit ein höheres Alter vorgegaukelt und sei unehrlich. - Komischerweise greift man aber im Jahre 2021 immer wieder auf den Bauhaus-Stil, oder den Brutalismus der 1960er und 1970er Jahre zurück. Besonders bei Bürogebäuden. In diesen Fällen drückt man allgemein beide Augen zu und kopiert waagerechte Fensterbänder ohne Ende. Da ist es dann plötzlich wurscht, ob man die Entstehungszeit zuordnen kann.

  • "daß man einem Bau das Alter und die Entstehungszeit ansehen können soll": wer behauptet denn so etwas????


    Unsinn um dann keine Gründerzeit Bauten neu zu schaffen im Stil 1890-1918.


    Es kann nicht wahr sein dass in der BRD deswegen keine Bauten aus dieser Zeit neu geschaffen werden können.

  • Eigentlich kann man die barocke Landeshauptstadt nicht noch schöner machen. Holger Zastrow zeigt aber, dass es doch geht, in dem er sein Landhaus "Hofewiese" zu einem TEDDYPARADIES gemacht hat.

  • Bausituation Dresden hat nach langer Zeit mal wieder die Bausituation am Neumarkt festgehalten:
    http://www.bausituation-dresden.de/

    Schön zu sehen, wie durch das langsame Ausfüllen aller Baulücken richtige Häuserschluchten entstanden sind, welche die Innenstadt mehr und mehr großstädtischer erscheinen lassen. :)