Einheitsdenkmal

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    • Die Wippe ist für die Kolonnaden drumherum zu groß! Würde wie die Faust auf's Auge aussehen und die Leute hätten erst recht keinen Platz zum drumherum gehen und damit SPIELEN! In diesem Sinne ist der Platz vorm Schloß eh absurd, ohne Spiel- und Zuschauerfeld an 3 Seiten!!!
      Neben der Verschandelung des Blickes auf die neue Schloßfassade ist das eines der Hauptargumente, die für einen Platzwechsel sprechen!
    • Asgardion schrieb:

      Die Bundestagsabgeordneten davon zu überzeugen, den Beschluss zugunsten der Wippe vor dem Reichstag abzuändern, ist wohl der Schlüsselpunkt. ...
      Alles gut und schön. Aber mir kam gerade beim Lesen der letzten Beiträge zum Thema das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in den Sinn.
      So gut und so überzeugend die Argumente jetzt noch sind oder sein können für einen anderen Standort der Wippe und/oder einen neuen Entwurf für diesen Ort: Keiner der Bundestagsabgeordneten, die die Wippe nicht ohnehin ablehnen, wird sich die Blöße geben, zuzugeben, dass seine bisherige Entscheidung falsch war.
      Das zeigen doch (auch in anderen Fällen) immer wieder Antworten auf Schreiben seitens der Bürger, die man dann mit Allgemeinplätzen und billigen Floskeln abwimmelt. Man könne nicht, man dürfe nicht, man hätte doch.... und dann folgen vielleicht noch so Phrasen wie "spannende Gegensätze", "Dialog der Architekturstile" und ähnlicher Bullshi...t.
      Niemand würde zugeben, dass das, was er da unterstützt, eigentlich Mist ist, denn dann würde er als rückwärtsgewandt, altmodisch und was weiß ich noch gelten. Also plappert er mit, was alle plappern. Toll, modern, weltoffen... und wer dagegen spricht, hätte eben nur keine Ahnung.
      So wie die Bürger, die behaupteten, des Kaisers neue Kleider zu sehen, weil sie ja sonst dumm wären, so verhalten sich heutzutage Politiker. Keiner hat den Mut laut zu sagen (nicht mal die Gegner der Wippe), dass der Kaiser in Wirklichkeit nackt ist. Alle reden dem Zeitgeist zu Munde. Wo ist der kleine Junge, der allen die Augen öffnet?
    • SchortschiBähr schrieb:

      Fragt doch die Leute direkt an, die im Faden "Eigene, visionäre, utopische Entwürfe" oder so ähnlich ihre Bauten präsentiert haben!
      Wenn ich das richtig sehe, dann hat "nur" Loggia in diesem Thread eigene Entwürfe präsentiert, zumindest wenn ich danach google. Fusajiro hat völlig recht, es müssten sehr gut gemachte Visualisierungen sein. Vielleicht weiß jemand hier Rat? Es könnte ja leider nur für lau sein.

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      Oberbaumbrücke schrieb:

      Alles gut und schön. Aber mir kam gerade beim Lesen der letzten Beiträge zum Thema das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in den Sinn.So gut und so überzeugend die Argumente jetzt noch sind oder sein können für einen anderen Standort der Wippe und/oder einen neuen Entwurf für diesen Ort: Keiner der Bundestagsabgeordneten, die die Wippe nicht ohnehin ablehnen, wird sich die Blöße geben, zuzugeben, dass seine bisherige Entscheidung falsch war.
      Ich kann dir hier leider nicht so recht widersprechen. Nur was wollen wir dann tun, um die Wippe noch zu verhindern? Oder geben wir uns geschlagen, lassen es einfach geschehen und sehen uns in Zukunft an der Schlossfreiheit den Ekel (was mir dann sicher so gehen wird)? Irgendwie müssen wir agieren.
    • @Asgardion
      Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass man sich geschlagen geben soll/darf/muss. Aber ich wollte, obwohl es sonst eigentlich nicht meine Art ist, die allzu großen Hoffnungen, die nach meinem Gefühl hier gerade zu heftig aufkeimen, ein bisschen bremsen, bzw. zum Ausdruck bringen, dass es vergebliche Liebesmüh sein wird.
      Der Protest gegen die Wippe, auch wenn er bisher durchaus bemerkbar gewesen ist, war leider trotzdem nicht von breiten Bevölkerungsteilen getragen. Es ging ein vernehmliches Raunen durch die Stadt (und teilweise durchs Land), aber der wirkliche Aufschrei, der den Verantwortlichen klargemacht hätte: So nicht! fehlte einfach.
      Dem Durchschnittsbürger ist es, zumal in Berlin, wo mittlerweile in den letzten 25 Jahren ein immenser Anteil an Neu-Berlinern hinzugekommen ist, interessiert sich für "unsere Bedenken" nicht die Bohne, und so ist es erst recht bei den meisten Abgeordneten, zumal ja vom politischen Berlin jegliche Unterstützung für ein möglichst historisches Schlossumfeld völlig fehlt bzw. gar hintertrieben wird.
    • Trotz aller zugegebenermaßen städtebaulichen Aspekte würde ich nicht gegen die Wippe plädieren. Dieses Denkmal ist lächerlich, und es wird, überhaupt an dieser prominenten Stelle als lächerlich aufgefasst werden. Legionen von Touristen werden den Kopf schütteln. Diese Republik macht schlimmere Sachen, als lächerliche Denkmäler zu errichten. Dagegen kann man aber nichts tun. Warum sollten wir sie hier hindern, sich gründlich lächerlich zu machen?
      Dass dieses Denkmal für immer bleiben wird, muss nicht einmal zutreffen. Es wird ob seiner Lächerlichkeit sicher unbeliebt sein, und dazu gerade in Berlin schon recht bald vollends anachronistisch. Vielleicht hat es eine Zukunft als Mahnmal, sozusagen für realpolitischen Dadaismus oder so...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Asgardion schrieb:

      [...] Vielleicht weiß jemand hier Rat? Es könnte ja leider nur für lau sein.
      Aus der Information in der JHV vom Verein heraus würde ich einfach mal den Herrn Spellenberg aus Bremen vorschlagen, welcher schon einige Visus u.a. für Bremen gemacht hat.





      Axel Spellenberg - Facebook

      Und Oberbaumbrücke hat recht, nicht allzu viel Hoffnung machen. Dennoch, einen Versuch ist es wert.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • @Oberbaumbrücke: ich mache mir keine Hoffnungen. Ich will es einfach versuchen. Schau, Nooke und Thierse waren auch allein am Anfang, und daß Boddien jemals ein fertiges Schloß erleben würde, glaubte auch anfangs niemand. Wenn man von vornherein nur meint, das wirkt ja doch nicht, verpaßt man eben auch Gelegenheiten.
      @Meister Lampe: hm, aber die Wippe bräuchte doch einen hydraulischen Unterbau, soviel ich weiß, da müßte man nach meiner Einschätzung (kann mich natürlich auch irren) recht viel "ausschachten".
      @SchortschiBär: das sehe ich auch als ein Gegenargument für den Standort an, die Wippe wäre dort "reingequetscht".
      @Fusajiro: das sieht ganz gut aus, kannst Du den Herrn Spellenberg mal kontaktieren?
      @Vereinsmitglieder: Könnte man ihm aus der Vereinskasse vielleicht eine kleine Anerkennung zukommen lassen, daß er es nicht völlig für lau angehen muß?
    • Ich kann Loggia nur zustimmen. Hoffungen mache ich mir auch keine, aber wir müssen es versuchen. Es gibt in den Regierungsfraktionen auch Gegner der Wippe. Grütters war ja nie keine große Freundin davon. Und die, die dagegen waren, haben auch im letzten Jahr nicht abgestimmt (weder dafür noch dagegen). Sicherlich riskiert keiner seinen Posten wegen der "Wippe". Wir müssen es diesen Abgeordneten eben etwas einfach machen, indem wir prominente Untersützer von au0en finden und gleichzeitig versuchen, die Gegner in den Riegrungsfraktionen davon zu überzeugen, sich öffentlich zu positionieren. Der Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner ist das Schlossumfeld egal, das ist wahr. Die entscheiden aber auch nicht. Vielleicht haben wir keine Chance, aber wir sollten dennoch den Versuch wagen und etwas tun, ja so viel wie möglich daran setzen.

      Vielleicht kann Fusajiro ja wirklich Spellenberg wegen verschiendener Visualisierungen kontaktieren. Ich selber besitze leider keine FB-Profil. Im Übrigen wäre ich auch dazu bereit, finanziell etwas dafür beizusteuern.
    • @Werderhof: gefällt mir auch gut. Photorealistische Visus wären anbetrachts ihrer mutmaßlichen Bevorzugung durch die Adressaten vielleicht sogar noch besser (ich mag lieber Zeichnungen, ich finde, die lassen verfälschende Details weg, aber die meisten sind durch Photorealismus mehr zu beeindrucken), Frage ist nur, läßt sich der kippelig-eingequetschte Standort einerseits und der atmosphärisch freundliche Standort auf der Wiese andererseits auch so darstellen? Das ist mE schwierig. Wenn Du Zeit und Nerv hast, würdest Du es mal versuchen?
    • @Werderhof: ja, Du hast recht, so halbschräg (die Reichstagsphotos sind oft zu schräg von der Seite oder zu axial von vorne) wär gut als Ausgangsbild. Ich glaube auch, das würde die Adressaten ansprechen. Und das spielerische Element - daß Leute drauf zu und drauf rumlaufen - kommt so besser zur Geltung als axial.
      @erbse: hast Du eine halbschräge Aufnahme vom Rand?

      Das könnte eine gute Visu werden, weil es die Interaktion betont.
      Die am anderen Standort ja völlig eingeklemmt ist.
    • Der Abgeordnete im Kulturausschuss Marc Jongen (AfD) hat eben in der Generaldebatte (12.23 Uhr) folgende Aussage zum Denkmal für Einheit- und Freiheit getroffen:

      "Wir als AfD Bundestagsfraktion lehnen das Denkmal für Einheit- und Freiheit am Schlossplatz gegenüber dem zukünftigen Berliner Stadtschloss in der vorgelegten Form ab. Wir als AfD Bundestagsfraktion, Frau Grütters, sprechen uns für die Rückkehr der Kolonnaden in vereinfachter Form aus. Diese Bananenschüssel benötigt kein Mensch" (Gedächtnisprotokoll).
    • Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion hat gerade bei der Generaldebatte im Deutschen Bundestag den Wiederaufbau der Kolonnaden und den Verzicht auf die "Bananenwippe" eingefordert. Da Architektur - auch entgegen meiner Intention - leider politisch ist, rückt der Wiederaufbau damit wohl in weite Ferne.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Philipp ()