• Ganz toll, auch mit den antiken Ziegeln....nur warum sitzen die Fenster in der Fassade so tief? Oder täuscht das? Vielleicht wg. Dämmung?

    Ich habe beim Restaurator nachgefragt - eine Außendämmung wurde nicht angebracht.

    Dem folgenden Bild kann man entnehmen, wie der Giebel neu aufgemauert wurde:

    Lübeck, mein Lübeck, an der Waterkant
    Königin der Hanse, Perle am Ostseestrand.

  • Ich habe von dierser Rekonstruktion erst gar nichts mitbekommen!

    Erst als es fuer einen Preis vorgeschlagen wurde, bin ich Aufmerksam

    geworden.

    Weitere Info: Vor zwei Jahren hat Herr Peter Mueller mit Ehefrau Filomena

    das Haus erst gekauft und sofort angefangen es zu sanieren.

    Der werte Mann ist vom Beruf Resaurator!

    Hauptbau ist von 1561 und wahr wohl Amtshaus.

    Hofbau ist wohl von 1671 und soll eine Wagnerei gewesen sein.

    Sehr, sehr vieles ist noch erhalten im inneren.

    Hier ein Youtube Video des edelen Herren:

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  • Ein weiteres Video von Burggasse 17:

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  • Ganz toll, auch mit den antiken Ziegeln....nur warum sitzen die Fenster in der Fassade so tief? Oder täuscht das? Vielleicht wg. Dämmung?

    Hallo Goetzenhainer! Wie geht`s?

    Ich vermute, dass die Fenster frueher Kastenfenster waren.

    Das heisst, zwei Fenster aufeinander. Heute sind Fenster Doppelglass.

    Da braucht es den Kasten nicht mehr. Das was schon vor dem Krieg nicht mehr.

  • Habe schon mit Apple street view nachgeschaut. Natürlich ist die Stadt ziemlich heterogen, scheußlich würde ich aber nicht sagen. Eher auf Niveau von Aschaffenburg oder ähnlichem. Da gibt es weit schlimmeres.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Schweinfurt war einst Freie Reichsstadt, übrigens auch die Geburtstadt des Dichters Friedrich Rückert. Vom einstigen Stolz der Freien Deutschen Reichsstadt zeugt das heute wieder aufgebaute Rathaus im Stil der Renaissance. Der II. Weltkrieg brachte schwerste Zerstörungen für die Industriestadt Schweinfurt. Es dabei ist leider sehr viel Schönes zu Grunde gegangen.

  • Schweinfurt war einst Freie Reichsstadt

    Wenn ich mir eine kleine Anmerkung erlauben darf - "Freie Städte" waren Städte, die ihren Bischof entmachten konnten, "Reichsstädte" waren hingegen direkt dem Kaiser unterstellt, also reichsunmittelbar - beide Arten von Städten hatten ein hohes Maß an Selbstverwaltung und waren gemeinsam im Städtekollegium unter der Sammelbezeichnung "Freie und Reichsstädte" vertreten.

    Schweinfurt war indes eine Reichsstadt, da kein Bischofssitz.

    In einigen wenigen Fällen wie Regensburg konnte eine Stadt auch beides gleichzeitig sein, eine "Freie Reichsstadt", da Bischofsstadt und gleichzeitig reichsunmittelbar, das war aber eine Ausnahme, meist waren die Städte entweder frei oder reichsunmittelbar.

    Easy does it.

  • Wenn ich mir eine kleine Anmerkung erlauben darf - "Freie Städte" waren Städte, die ihren Bischof entmachten konnten, "Reichsstädte" waren hingegen direkt dem Kaiser unterstellt, also reichsunmittelbar - beide Arten von Städten hatten ein hohes Maß an Selbstverwaltung und waren gemeinsam im Städtekollegium unter der Sammelbezeichnung "Freie und Reichsstädte" vertreten.

    Schweinfurt war indes eine Reichsstadt, da kein Bischofssitz.

    In einigen wenigen Fällen wie Regensburg konnte eine Stadt auch beides gleichzeitig sein, eine "Freie Reichsstadt", da Bischofsstadt und gleichzeitig reichsunmittelbar, das war aber eine Ausnahme, meist waren die Städte entweder frei oder reichsunmittelbar.

    Danke für die Richtigstellung. Der Terminus „Freie Reichsstadt“ hat sich mittlerweile überall eingebürgert, sehr bedauerlich. Ich weise immer wieder darauf hin, aber denke, das Kind ist in den Brunnen gefallen…

  • OT Ich finde diese früheren politischen Systeme faszinierend, weil sie unserem heutigem politischen Verständnis eines "Einheitsstaats" mit einheitlichen Gesetzen und Verwaltungsstrukturen völlig entgegengesetzt sind (und dennoch in Städten Anwendung fanden, die uns vertraut sind).

    In Regensburg gab es z. B. Parallelstrukturen des Bischofs, des Kaisers, der Wittelsbacher und natürlich der Stadt selbst, mit allen möglichen Bündnissen und geteilten Befugnissen und Zuständigkeiten. Daraus resultieren dann jede Menge Seltsamkeiten, z. B. eine "rein protestantische Stadt" mit katholischer Bevölkerungsmehrheit und nur zwei protestantischen Kirchen oder ein katholischer Bischof, der keinen Zugriff auf katholische Klöster hatte, oder eine Regensburger Brauerei, die ihr Bier nur unter größeren Schwierigkeiten nach Regensburg bringen konnte, weil dazwischen einige Meter bayerisches Territorium lagen.

    Das aber nur ganz am Rande.

    Easy does it.

  • Im Endeffekt war der Reichsdeputationshauptschluss schon sehr sinnvoll. 😉

    Spannende Geschichte mit der Brauerei. Wahrscheinlich wurde das über Jahrhunderte so gehandhabt.

  • Also ich war vor Jahren mal in Schweinfurt und bin mir zu 100% sicher, dass der Marktplatz nicht annähernd so schön war, wie er auf diesen Bildern erscheint. Wurden da seitdem noch einige Bauten abgerissen?! Das sieht ja alles nach Altbausubstanz aus, ich habe eher Nachkriegsbauten in Erinnerung. Komisch.