Pflicht zum Solardach?

  • Ich packe diese Meldung mal hier hinein:


    https://www.saechsische.de/bau…kanlage-5680583-plus.html


    https://www.raemischstrasse23.de/bautagebuch/


    In Schirgiswalde in Ostsachsen will der Verein Rämischstraße23 bei der Rettung des gleichnamigem Umgebindehauses auf Photovoltaik auf dem Dach setzen.

  • Snork

    Changed the title of the thread from “Pflicht zum Solardach?” to “Fotovoltaik auf Dächern”.
  • Snork


    Ich sehe, dass Du den Strangtitel geändert hast. Bitte bedenke bei dieser Änderung, dass der Begriff Solardächer sowohl die Gewinnung von elektrischem Strom durch Photovoltaik als auch die

    Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung umfasst. Auch wenn hier vorrangig die Photovoltaik zur Sprache kommt, stellen beide Formen aus Sicht des Stadtbildes einen gravierenden Eingriff in die Dachhaut dar. Da die am Bau Beteiligten mit der politisch-ideologischen Vorgabe zu solchen Eingriffen verpflichtet sind, sollte dies auch im Titel dieses Strangs zum Ausdruck kommen und nicht unter den Teppich gekehrt werden. Ich erwähne dies auch, weil es hier Foristen gibt, die sich über die Oberflächlichkeit im Forum beschweren. Der grundlegende Unterschied beider Systeme ist damit erklärt. Sie machen sich jedoch beide die Sonnenenergie zu Nutze. Vielleicht gehst Du nochmal in Dich, revidierst deine Umbenennung und ergänzt den Strangtitel dahingehend. ☀️

  • Snork

    Changed the title of the thread from “Fotovoltaik auf Dächern” to “Pflicht zum Solardach?”.
  • Wikos


    Als Ausgleich, Dank und Entgegenkommen für die Bewahrung „unseres“ denkmalgeschützten wie das im Ensembleschutz befindlichen baulichen Erbes wäre auch eine auf den elektrischen Strom bezogene Form der finanziellen Entlastung für diese Gebäudebesitzer denkbar, auch oder zusätzlich durch Schaffung von Ausgleichsflächen. Die Absichten der bayrischen Grünen folgen jedoch offensichtlich ideologischen Gesichtspunkten und dienen vorrangig weder dem Klima- noch dem Denkmalschutz.


    Ansonsten kann man an dieser Stelle nur noch einmal betonen, dass es im Sinne des Stadtbildes bisher weder einen akzeptablen noch einen adäquaten Ersatz an Dachmaterialien im Solarziegelbereich für die farblich matten, rötlichen Dacheindeckungen gibt. Von den wertvollen, handgestrichenen Ziegeln und ihrer harmonischen, chromatischen Wirkung für die Dachlandschaften spreche ich dabei noch gar nicht ...

  • Bei uns in Soest sind Solardächer in der Altstadt auch ein Thema, aktuell noch durch die Altstadtsatzung verboten. Aber wie Wikos schon schreibt, es gibt so viele ungenutzte Dachflächen, wo Photovoltaik oder Solarthermie eine Bereicherung wäre, da müssen jetzt nicht die historischen Altstädte in den Fokus gerichtet werden.

    Für Neubauten sehe ich es aber generell als sinnvoll an, es sind Innovationen, wo m.E. die Architekten gefordert sind, es harmonisch zu integrieren.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Architekten und Harmonie in einem Atemzug zu nennen, das grenzt in den meisten Fällen leider noch an einen frommen Wunsch.

  • Das das alles irgendwie Mogelpackungen sind, ist doch klar. Das ist wie bei der E-Mobilität. Einerseits heißt es "weg von fossilen Brennstoffen" (in diesem Fall Benzin), andererseits wird nicht gesagt, woher denn der Strom für die ganzen Fahrzeuge als Alternative kommt. Etwa aus Kohlekraftwerken (= Fossiler Brennstoff)? Oder etwa von Atomkraftwerken? (pfui)... Bleiben eben nur Fahrrad und Pferdekutsche. Auch so kann man leben, dann soll man es den Leuten aber auch ehrlich sagen, die gerade in langen Warteschlangen vor der Gepäckabfertigung stehen, um ein letztes Jahr als Reise-Weltmeister um den Globus zu fliegen.