• Ich packe diese Meldung mal hier hinein:

    https://www.saechsische.de/bautzen/schirg…80583-plus.html

    https://www.raemischstrasse23.de/bautagebuch/

    In Schirgiswalde in Ostsachsen will der Verein Rämischstraße23 bei der Rettung des gleichnamigem Umgebindehauses auf Photovoltaik auf dem Dach setzen.

    "We live in the dreamtime-Nothing seems to last. Can you really plan a future, when you no longer have a past." Dead Can Dance - Amnesia

  • Snork June 15, 2022 at 11:39 PM

    Changed the title of the thread from “Pflicht zum Solardach?” to “Fotovoltaik auf Dächern”.
  • Snork

    Ich sehe, dass Du den Strangtitel geändert hast. Bitte bedenke bei dieser Änderung, dass der Begriff Solardächer sowohl die Gewinnung von elektrischem Strom durch Photovoltaik als auch die

    Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung umfasst. Auch wenn hier vorrangig die Photovoltaik zur Sprache kommt, stellen beide Formen aus Sicht des Stadtbildes einen gravierenden Eingriff in die Dachhaut dar. Da die am Bau Beteiligten mit der politisch-ideologischen Vorgabe zu solchen Eingriffen verpflichtet sind, sollte dies auch im Titel dieses Strangs zum Ausdruck kommen und nicht unter den Teppich gekehrt werden. Ich erwähne dies auch, weil es hier Foristen gibt, die sich über die Oberflächlichkeit im Forum beschweren. Der grundlegende Unterschied beider Systeme ist damit erklärt. Sie machen sich jedoch beide die Sonnenenergie zu Nutze. Vielleicht gehst Du nochmal in Dich, revidierst deine Umbenennung und ergänzt den Strangtitel dahingehend. ☀️

  • Snork June 16, 2022 at 7:58 PM

    Changed the title of the thread from “Fotovoltaik auf Dächern” to “Pflicht zum Solardach?”.
  • Wikos

    Als Ausgleich, Dank und Entgegenkommen für die Bewahrung „unseres“ denkmalgeschützten wie das im Ensembleschutz befindlichen baulichen Erbes wäre auch eine auf den elektrischen Strom bezogene Form der finanziellen Entlastung für diese Gebäudebesitzer denkbar, auch oder zusätzlich durch Schaffung von Ausgleichsflächen. Die Absichten der bayrischen Grünen folgen jedoch offensichtlich ideologischen Gesichtspunkten und dienen vorrangig weder dem Klima- noch dem Denkmalschutz.

    Ansonsten kann man an dieser Stelle nur noch einmal betonen, dass es im Sinne des Stadtbildes bisher weder einen akzeptablen noch einen adäquaten Ersatz an Dachmaterialien im Solarziegelbereich für die farblich matten, rötlichen Dacheindeckungen gibt. Von den wertvollen, handgestrichenen Ziegeln und ihrer harmonischen, chromatischen Wirkung für die Dachlandschaften spreche ich dabei noch gar nicht ...

  • Bei uns in Soest sind Solardächer in der Altstadt auch ein Thema, aktuell noch durch die Altstadtsatzung verboten. Aber wie Wikos schon schreibt, es gibt so viele ungenutzte Dachflächen, wo Photovoltaik oder Solarthermie eine Bereicherung wäre, da müssen jetzt nicht die historischen Altstädte in den Fokus gerichtet werden.

    Für Neubauten sehe ich es aber generell als sinnvoll an, es sind Innovationen, wo m.E. die Architekten gefordert sind, es harmonisch zu integrieren.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Das das alles irgendwie Mogelpackungen sind, ist doch klar. Das ist wie bei der E-Mobilität. Einerseits heißt es "weg von fossilen Brennstoffen" (in diesem Fall Benzin), andererseits wird nicht gesagt, woher denn der Strom für die ganzen Fahrzeuge als Alternative kommt. Etwa aus Kohlekraftwerken (= Fossiler Brennstoff)? Oder etwa von Atomkraftwerken? (pfui)... Bleiben eben nur Fahrrad und Pferdekutsche. Auch so kann man leben, dann soll man es den Leuten aber auch ehrlich sagen, die gerade in langen Warteschlangen vor der Gepäckabfertigung stehen, um ein letztes Jahr als Reise-Weltmeister um den Globus zu fliegen.

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    ,,Die Bayerische Staatsregierung lockert den bislang strengen Denkmalschutz, ein entsprechendes Gesetz soll kommendes Jahr in Kraft treten."

    ,,Große sichtbare Anlagen bleiben bei Altbauten tabu."

    Scheinbar kommt nun ein Gesetz also. Praktisch gibt es aber bereits eine andere Haltung, wie das Beispiel Bamberg im Video zeigt.

  • Hier habe ich nun zum ersten Mal zu Gesicht bekommen, wie sowas regulatorisch aussieht, wenn man Solaranlagen in historischen Stadtzonen systematisch zulässt:

    Schongau hat dazu eine Karte entworfen, die jedem Hausbesitzer klar zeigt, wo welche Anlagen erlaubt sind, und wo nicht. Ich würde behaupten, dass das hier das Maximum darstellt, was überhaupt denkbar ist. Die Regeln hätten restriktiver ausfallen können.

  • Gebäude in Eppingen bekommt rotes Solardach

    Damit Gebäude auch unauffällig Solarstrom produzieren können – zum Beispiel denkmalgeschützte Bauten – braucht es in Gebäudehüllen integrierbare Photovoltaik-Module in angepassten Farben. Im Rahmen des Forschungsprojekts »PVHide« installierten das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit dem Modulhersteller AxSun Solar GmbH, der INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH sowie der Stadt Eppingen eine ziegelrote PV-Anlage direkt in das Dach einer Turnhalle. Die Pilotinstallation besteht aus 224 PV-Modulen mit MorphoColor®-Farbschicht, die auf beiden, nach Osten und Westen ausgerichteten, Dachflächen installiert wurden. Die PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 66 Kilowatt Peak produziert mindestens 90 Prozent des Stroms, den eine klassische PV-Dachanlage mit unbeschichteten Gläsern erzeugen würde.

    Gebäude in Eppingen bekommt rotes Solardach - Fraunhofer ISE

    © Fraunhofer ISE / Foto: Sarah de Carvalho

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Bemüht und doch nicht zu Ende gedacht, das Beispiel aus Eppingen. Während die Dachziegel natürlich altern, also bestenfalls patinieren, wird das im Falle der roten PV-Anlagen wohl nicht in dieser Form geschehen. Das wird verschwiegen oder zumindest wird dieser Punkt in der Verlinkung nicht thematisiert. Dem ersten Eindruck nach gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Das Beispiel ist kein adäquater Ersatz für historische Ziegeldächer und auch keine Lösung für die Dachlandschaften der alten Stadt- und Ortskerne. Abgesehen davon wird der Kunde mehrheitlich nach der tatsächlichen Effizienz und den Kosten im Vergleich zur günstigsten Variante für ein durch die Politik verursachtes Problem fragen.

  • Das Beispiel von Mantikor zeigt doch sehr schön, dass die Entwicklung im Solarbereich weiter in die Richtung geht, dass die Solarzellen immer unauffälliger werden. In 10 Jahren wird niemand mehr einen Gegensatz zwischen Solardächern und Denkmalpflege sehen. In diesem Kontext wundert es mich, dass hier bisher nicht intensiver auf die bereits verfügbaren Solarziegel hingewiesen wird. Die können mittlerweile in so verschieden Farben und Formen hergestellt werden, dass es aus einer gewissen Entfernung gar nicht mehr erkennbar sind. Siehe zum Beispiel hier: https://gruenes.haus/solarziegel/

    Klar, eine solche Lösung ist noch kostenintensiver, aber das wird sich wie bei jeder neuen Technologie nach und nach legen. Ich sehe die Entwicklung durchaus positiv.

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  • Finde ich nicht, dass es das zeigt. Ein Forschungsprojekt weist da in überhaupt keine Richtung. Es gab schon Forschungsgelder für Solarzellen als Radweg- und sogar Straßenbelag. Jüngst nun wurden Projekte bewilligt Solarzellen zwischen Eisenbahnschienen zu verlegen (ich meine in der Schweiz, müsste ich aber nochmals recherchieren). Das sind oft auch völlige Quatschprojekte mit keinerlei Bezug zur Realität.

  • Es gab schon Forschungsgelder für Solarzellen als Radweg- und sogar Straßenbelag.

    Vielleicht sollten wir da weniger ins Inland als ins Ausland schauen. Dort scheint man in vielen dieser Techniken schon weiter zu sein. Hier die Niederlande: https://www.t-online.de/nachhaltigkeit…-eroeffnet.html

    Insofern bin ich da sehr guter Dinge, dass wir auch für denkmalgeschützte Gebäude bald eine Standardlösung gefunden haben werden. Aber eigentlich existiert sie ja bereits und wird auch auf dem Markt angeboten. Noch ist es aber eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Aber auch das wird sich über kurz oder lang gegeben haben.

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  • Vielleicht sollten wir da weniger ins Inland als ins Ausland schauen. Dort scheint man in vielen dieser Techniken schon weiter zu sein. Hier die Niederlande: https://www.t-online.de/nachhaltigkeit…-eroeffnet.html

    Ja, wenn man für 300 Meter Radweg 1,3 Millionen Euro ausgeben will, der dann Strom für 40 Haushalte bietet, kann man das machen. Ich muss Dir sicher nicht gegenrechnen, dass die Solarzellen in dieser Anwendung also weder technisch effizient sind, noch finanziell. Über die Haltbarkeit kann man noch wenig sagen, aber wenn man weiß, dass Solarzellen Erschütterungen gar nicht mögen, dann kann ich mit etwas Selbstvertrauen prognostizieren, dass dieser Belag weniger lange hält als ein recyclebarer Asphalt.

  • Ja, wenn man für 300 Meter Radweg 1,3 Millionen Euro ausgeben will, der dann Strom für 40 Haushalte bietet, kann man das machen. Ich muss Dir sicher nicht gegenrechnen, dass die Solarzellen in dieser Anwendung also weder technisch effizient sind, noch finanziell.

    Dazu heißt es:

    Quote

    Noch seien die wenigen Meter mit Kosten von 1,3 Millionen Euro sehr hoch gewesen. Würden solche Radwege jedoch zukünftig in Serie produziert, würden auch die Kosten sinken, so Schaddelee.

    Wir sollten die Chancen nicht kleinreden, bevor die Niederländer das Projekt nicht begraben haben. Das Land war bisher in jeder Hinsicht beim Thema Fahrrad-Mobilität Vorreiter. Also lassen wir die doch erst mal machen, bevor wir in Deutschland behaupten, dass das nichts wird.

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