Architekt Michail Below

  • SPIEGEL-ONLINE hat ein Interview mit dem russischen Architekten Michail Below geführt, der ein Verfechter traditioneller Formensprache ist.


    Ein paar Auszüge:



    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,567592,00.html\r
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 92,00.html

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Es wäre ein Fehler, Stimmen wie diese ignorieren zu wollen. Natürlich spricht aus seinen Worten die mittlerweile typische neurussische Großspurigkeit und unbedingt symphatisch muß einem der Mann nicht sein.
    Aber seine unorthodoxe Denk- und Herangehensweise rührt auch an den Fundamenten dessen, was wir hierzulande unter Baukunst verstehen bzw. meinen.


    Merkwürdig, daß er anscheinend nicht sieht, daß es in seinem Land (ganz ähnlich wie in Deutschland) eine Bautradition jenseits der westlichen Klassik gibt, aber nur letztere gelten lassen will. Seine Bauten wirken in Teilen sehr amerikanisch...

    Nein, die werden gedünstet

  • Der Mann redet mir aus der Seele, ich sehe es genau so wie er... Moskau ist momentan die interessanteste Stadt Europas, wenn nicht der Welt. Und diese ganzen blutleeren Westmeinungsfuzzis mit ihrem politisch korrekten Beamtenmeinungen und Gutmenschen-Provinzlspiessertum würden mich mit ihrer unwissenden und inkompetenten Kritik an meiner Stadt, wäre ich denn Moskoviter, auch nerven.

  • es gibt natürlich alles, insofern hast du schon recht, aber es macht spass in unserem gleichgeschalteten euro-meinungskrampf auch einmal andere, frische stimmen zu hören.


    mir liegen zB. seine aussagen, welche das hochhausviertel ablehnen nicht.
    da hat vermutlich luschkow recht: ein konzentriertes, zweites 'la defense' in moskau aufzubauen erscheint mir logisch und ästhetisch annehmbar.