Potsdamer Stadtschloss

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    • Richtig, Herr Herrmann, bei allem was man sich anstelle des Interhotels vorstellen kann wird die Aufendhaltsqualität im Potsdamer "Hafen" durch einen Abbruch des Hotels kaum besser - die Hauptursache sind die rund 50.000 Kfz pro Tag. Selbst wenn man zu beiden Seiten der namenslosen Straße durch den Lustgarten den prächtigste Barockgarten wieder anlegte würde sich an dem Kernproblem kaum etwas verbessern. Und da das Hotel gerade alle Zimmer saniert werden wir wohl die nächsten 10-15 Jahre damit leben müssen.

      Das führt dazu, daß leider die ein-Drittel-fertige Neptungruppe ins Abseits gerät, weil sie durch den Hotelkomplex nicht gesehen werden kann und kaum ein Torist hinfindet. Zudem werden dort - wie schon auf der Freundschaftsinsel - zunehmend Kunstwerke abgestellt, die anderswo stören. Die immergleichen Proletenbesäufnisse unter stets neuem Namen tun das übrige. Im übrigen ist die Gastronomie auch nicht verdächtig für einen Stern empfohlen zu werden. Das ist wirklich schade, aber z.Zt. nicht zu ändern.

      Und Meister Lampe muß ich widersprechen: es gibt von keiner denkbaren Rathauskooperation eine plausible Lösung für das Verkehrsthema an dieser Stelle. Potsdam ist eben eine Insel. SPD, Linke und Grüne wollen alles belassen, wie es ist (schließlich ist die "Verschmälerung" auf 4 Spuren noch nicht alt, nur die CDU und die AfD haben die Havelspange im Wahlprogramm, kommen aber auch zusammen auf nur etwa auf ein Viertel der Wählerstimmen. Die ISES ist tot und die Lange Brücke wird nach Auskunft des Rathauses in der bisherigen Dimension von 2 mal 2 Spuren neu errichtet - damit ist die Trennung des Lustgartens vom Schloß auf 10 bis 30 Jahren zementiert. Über die Probleme mit dem wachsenden Fahrradverlehr haben wir noch gar nocht gesprochen. Dann kommt noch der Masten- und Fahrdrahtwald hinzu, der die Südseite des Stadtschlosses nicht wirklich attraktiv machen.

      Deshalb bleibt die Lustgartenseite des Schlosses etwas zurück, obwohl kommendes Jahr an der Ecke zum Lustgarten 6 Attikafiguren zurückkehren werden und auch noch die Engeltreppe wiederkommt.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Wie ihr von den Bildern (siehe oben) entnehmen könnt, sind Vasen und Figuren auf die Ringerkolonnade zurückgekehrt. Damit soll aber nicht Schluss sein. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte gemeinsam mit der Stadtverwaltung verkünden, dass die Restaurierung und Aufstellung weiterer Figuren-Gruppen und Vasen fortgesetzt werden kann.

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…ten-ihren-Schmuck-zurueck
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 07.05.2019)

      Rückblick: Gleich zwei Säulenreihen grenzten ursprünglich den königlichen Lustgarten von der Stadt ab. Die Ringerkolonnade führte vom Stadtschloss bis an den Marstall, das heutige Filmmuseum. Die Havelkolonnade führte vom Stadtschloss über die Breite Straße zum Wasser – etwa dorthin, wo heute die Treppe zum Hafen hinab führt. Während die Havelkolonnade beim Abriss der Schlossruine nach 1945 zerstört wurde, hatte man später Teile der Ringerkolonnade hinter dem Hotel Mercure neu aufgestellt. 2016 kehrte sie ans Schloss zurück.

      The post was edited 2 times, last by Meister Lampe ().

    • Es ist immer nett, wenn man bei Baudenkmalen nicht nur die gesamte Architetur sondern auch einzelne Abschnitte der Veränderung erkennen kann.

      Etwas übertrieben finde ich die braunen Spuren des eisenhaltigen Gießwasser aus der Standzeit der Ringerkolonnaden im
      Lustgarten als "erhaltenwerte Zeitschicht" zu erklären (Thomas Bolze,Steiningenieur). Im Gegensatz zu Kriegszerstörungen ist der didaktische Wert dieser "Zeitschicht" doch überschaubar...

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Hallo,

      weiß jemand, warum das Kupferdach des Stadtschlosses überdacht ist. Bei dem Wiederaufbau war das Kupferdach noch zu sehen. Ich konnte diesbezüglich bei meinen Internetrecherchen nichts dazu finden und würde mich sehr freuen, wenn mir jemand diese Frage beantworten kann. Ich entschuldige mich bereits im vorraus, sollte die Frage hier schon mal gestellt worden sein.
    • Die Dächer des Schlosses sind Kupferblech und die Deckung des Fortunaportal ist aus Schiefer. Wie es historisch auch war. Das Fortunaportal ist älter gewesen (1700/01) als der friderizianische Umbau des Schlosses von 1744ff. Knobelsdorff wollte das Fortunaportal abbrechen aber FII hat aus Anciennnitätsgründen das Portal stehen lassen.

      Ein einigen Stellen des Kupferblechs haben wir beginnenden Grünspan. Das wird aber noch dauern. Dafür gibt es jede Menge "Taubenvergrämungen" und eine beheizbare Dachrinne...

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft