Potsdamer Stadtschloss und Umfeld

  • Das ist wohl so.


    Die Straßenbahn (und die Feuerwehr) passt im übrigen auch unter der Attika in historischer Höhe durch - dann läßt man einfach ein paar Säulen weg.


    Am Schloß finde ich es noch schmerzlicher, da hier die historische Situation problemlos wieder hätte geschaffen werden können. Auch wenn man ggf. jetzt das Geld noch nicht hat wäre es sinnvoll gewesen das Fundament bis an die Schloßmauer schon mit herzustellen.
    Im Brandschutzkonzept für das Stadtschloß ist eine enge Umfahrung des Hauses dargestellt (damals war Platz) und eine Halte- und Anleitermöglichkeit an jedem Punkt. Dieses Konzept müßte man nun ändern, mit den FW-Fahrzeugen über die Bahntrasse fahren (wo sich ja auch die Busse bewegen) und jeweils vor- bzw. rückwärts an die Ecken der geschlossenen Kolonnade heranstoßen. Kostet aber etwas Aufwand, einen Auftrag für einen Brandschutzprüfer und Bearbeitungszeit im Amt.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

    Edited once, last by Konstantindegeer ().

  • @ der Kurfürst, die Antwort wurde schon einmal gegeben, allerdings in einem anderen Forum.


    "Die Ringerkolonnade wird so verschwenkt, dass die zwischen den Fenstern ankommt - wie früher."

  • Wir haben vor geraumer Zeit hier im Forum diskutiert, warum man sich bei den Vorbereitungen der Ringerkolonnaden nur auf das Teilstück konzentriert und nicht weiterplant bzw. die Fundamente nicht bis zu den Straßenbahngleisen vorbereitet. Diese Anfrage habe ich in ähnlicher Form an ProPotsdam gestellt und am 31.08.2015 folgende Antwort erhalten.


    "Die Fundamentierung ist so ausgelegt und geht über den unmittelbaren Bereich des Wiederaufbaus hinaus, dass eine bauliches Anarbeiten zu einem späteren Zeitpunkt, soweit weitere Teile neu errichtet würden, unproblematisch möglich ist.*"


    * = Namen wurden aus Datenschutzgründen nicht erwähnt!

  • Vor ein paar Tagen konnte ich im Park Sanssouci, auf dem Schirrhof, beobachten, daß das Gipsmodell einer Statue bei den Steinmetzen aufgestellt wurde.
    Nach den Angaben des Ausführenden handelt es sich um das Modell einer Statue für das Stadtschloß. Es handelt sich dabei um einen "Römischen Jüngling" der auf dem westlichen Portikus aufgestellt werden soll.
    Leider weiß ich nicht, wo das dann sein wird.



  • Wir haben vor geraumer Zeit hier im Forum diskutiert, warum man sich bei den Vorbereitungen der Ringerkolonnaden nur auf das Teilstück konzentriert und nicht weiterplant bzw. die Fundamente nicht bis zu den Straßenbahngleisen vorbereitet. Diese Anfrage habe ich in ähnlicher Form an ProPotsdam gestellt und am 31.08.2015 folgende Antwort erhalten.


    "Die Fundamentierung ist so ausgelegt und geht über den unmittelbaren Bereich des Wiederaufbaus hinaus, dass eine bauliches Anarbeiten zu einem späteren Zeitpunkt, soweit weitere Teile neu errichtet würden, unproblematisch möglich ist.*"


    * = Namen wurden aus Datenschutzgründen nicht erwähnt!


    So ein Quatsch - vier Meter hätten bis zum Schloß gefehlt - das wäre bei dem Vorhaben kaum deutlich teurer geworden. So muss man bei einer Schliessung der Lücke erneut Erdarbeiten veranlassen. Ich wette ein großes Glas Potsdamer Stange drauf, dass es nächstes Jahr heisst die Kolonnade könne wegen den hohen Gründungskosten nicht geschlossen werden.

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    Richard David Precht

  • Das Fundament für die Fingerkolonnade wird jetzt mit Sandstein verkleidet:




    Dieser Anblick, auch wenn er nicht für immer ist, wird dann erstmal von den Kolonnaden verdeckt






    Bilder von heute und von mir

    Gruß aus Potsdam

  • Zwei Attika-Figuren sollen endlich (noch dieses Jahr) am westlichen Kopfbau am Alten Markt angebracht werden, den Herkules und den römischer Jüngling. (siehe posts 2789 und 2790).


    Artikel in den PNN: http://www.pnn.de/potsdam/1011065/


    Daß sich der Landtag daran nicht beteiligt, aber dann Eigentümer der Figuren wird, ist eine reine Unverschämtheit, aber wen überrascht das...

  • Wenn sich der Landtag lediglich aus rein rechtlichen Gründen als "übergeholfener Eigentümer" begreift, dann verwundert das eingekürzte Geschichtsverständnis des Landes nicht.
    25 Jahre Bezug auf Brandenburg sind eben herzlich zu wenig.

  • Ich würde als Schloßverein die Attikafiguren auch nur als Dauerleihgabe mit Unterhaltsverpflichtung geben. Den Vertrag kann man dann immer wieder kündigen.

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    Richard David Precht

  • Ein interessanter Bericht der MAZ von heute:


    "Die Ringerkolonnade, die einst das Stadtschloss mit dem Marstall verband und schwer beschädigt wurde im Zweiten Weltkrieg, wird jetzt von ihrem provisorischen Standort am Neptunbecken des Lustgartens dahin versetzt, wo sie ursprünglich stand. Die Straßenbahn durchfährt künftig eine Lücke zwischen Marstall und Kolonnade."


    Wichtig finde ich auch diese Feststellung:


    "Die Wiederaufstellung des sanierten Sandsteinkunstwerkes ohne ihre Ringerfiguren und den Skulpturenschmuck hoch oben auf der Attika kostet rund 500000 Euro. Hätte man 1,5 Millionen, könnte man die komplette Kolonnade aufstellen, und die Straßenbahn würde unter einem steinernen Dach hindurch fahren. Man ließe aus der ursprünglichen Säulenreihe zwei Drillingssäulen weg dafür. Die Stadt hofft auf Sponsorenhilfe." (Hervorhebungen von mir)


    Wo bleiben die Sponsoren und Mäzene...? :wink:

  • Nach dem Tamtam um die Attikafiguren spendet niemand mehr. Wer mag sich schon gern beschimpfen lassen, wenn man zigtausende spendet. Masochisten sind unter Spendern in der klaren Minderheit.


    Zudem ist die Ausführung ja wieder Luxus - da ist das ganze Fundament neu gemacht worden und mit Kubikmeterweise Beton und Edelstahl wiederaufgebaut worden. Man fragt sich, wenn man die Leistungen der heitigen Statiker sieht, je immer wieder wie diese Bauten die 300 Jahre bis zu ihrer Beschädigung oder Zerstörung standfest gewesen sind.


    Schwung kommt in die Sache erst wieder, wenn sich der Landtag zu den Attikafiguren bekennt und für die Spender auch eine Würdigung im Schloßgelände anbietet.

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    Richard David Precht

  • Werden die Ringerfiguren, wenn sie mal wiederkehren, eigentlich städtisch oder über Bürgerspenden finanziert? Oder gibt es diesbezüglich noch gar keine Vorstellungen?

  • Wenn dafür die Figuren wiederkämen - natürlich. Ich hatte es so verstanden, dass die 1,5 Millionen nur für die Vervollständigung der Kolonnade OHNE Figuren nötig sind.


    Die Figuren werden m.E. größtenteils kopiert werden müssen, da der Zustand eine Restaurierung und Wiederaufstellung in der Freianlage denkmalrechtlich gar nicht mehr erlaubt.

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    Richard David Precht

  • Die erfreulich schnell fortschreitende Rückkehr des Ringerkolonnaden-Torsos an seinen angestammten Platz am Schloß möchte ich zum Anlaß nehmen, einmal auf musikalische Weise an die Havelkolonnade zu erinnern. Dazu dient das angefügte Youtube-Video. Das diesem beigegebene Bild zeigt das ‚vornehmste Regiment der zivilisierten Christenheit’ – also das 1. Garde-Regiment zu Fuß - in Paradeaufstellung vor besagter Kolonnade. Die Leibkompanie mit ihren neuen, friderizianischen Vorbildern nachgebildeten, silberne Schilde tragenden Grenadiermützen steht links. Als linker (vom Betrachter aus rechter) Frontmann derselben ist der wohl gerade als Leutnant in die Armee eingetretene zehnjährige Kronprinz zu sehen. S.M. – als Chef des Regiments – reitet höchstpersönlich die Front ab.
    Wenn man das Bild so ansieht, überkommt einen Trauer, daß die heutige Verkehrsführung eine Rekonstruktion und Rückkehr der Havelkolonnade – vorerst – unmöglich erscheinen läßt.


  • Hier kommen ein paar neue Impressionen vom Fortgang der Wiedererrichtung der Ringerkolonnaden am Steubenplatz in Potsdam











    Bilder von mir und von heute

    Gruß aus Potsdam