Berlin - Molkenmarkt und Klosterviertel

  • Naja auf die " Rekonstruktion " der Türmchen des Justizpalastes hätte ich gerne verzichten können.
    Ich war zuerst auch positiv überrascht. Als ich dann jedoch gesehen hab, dass die Dinger offensichtlich mit Glas gedeckt werden wurd mir ganz anders.

  • Däne & JimPanse. Däne: sehr aufmerksam!!! Recht Dank dafür.
    Dies ist mein wirkliche Liebe: die einstige 5000 Türme und Kuppel des kaiserlichen Berlin!!!


    Tja. Aus glass. War eigentlich auch zu erwarten.


    Was ich auch vor 10 Minuten behauptet habe ist wieder realität geworden: die Modernen und Linken die Berlin regieren finden es komisch um zwar etwas "altes" zu zeigen aber nie im alten Pracht. Das heisst: wenn überhaupt Wiederaufbau dann mit Verzicht auf historische Details oder historische Materialen (= Gläserne Spitzen, mini-Kuppel).
    Das Justizgebäude wurde ende 60-er Jahre von der DDR amputiert.
    Gilt auch für das ehemalige (damals sehr eindrucksvolle) Polizeigebäude hinter der Alex. Wird heute Hotel oder??


    Fürchte das das Schloss dann zuerst auch ein gläserne Kuppel bekommt (ohne exakte Form der alten Kuppel).


    Die Reichstag, Berliner Dom wurden dann auch so verstümmelt. Die heutige Formen sagen mich nichts. Die alte dagegen.......


    Preussische Staatsbibliothek: dasselbe Übel. Sogar die Nicolaikirche musste auf die 4 kleine Seitenspitzen verzichten.........


    Und dann kann ich noch so 100(0) andere Vorbilder in Berlin nennen.

  • Quote from "marc!"

    wiederbebauung molkenmarkt und klosterviertel


    Städtebaulich sehr positiv. Bleibt zu hoffen, daß es nicht nur bei einer sog. "kritischen Rekonstruktion" bleibt bzw. nicht nur Kisten a la Kasseler Unterneustadt dort aufgestellt werden, sondern eine ansprechende Architektur (evtl. auch die ein oder andere Rekonstruktion).

  • Heimdall. Ich denke das die Bebauung so aussehen würde:


    - Kleinteilig (also positiv);
    - moderne Ausstrahlung (also schlicht und wenig patina)(neutral);
    - wenig oder keine reko's (negativ);
    - Flache Dächer, wenig oder keine Steildächer (negativ).


    Bilanz: eher negativ aber besser dann überdimensionierte Kisten.

  • Die neue Bauvorschrift sieht aber Schrägdächer für zukünftige Babauung vor. Obs so durchkommt ist eine andere Sache, aber falls doch...Was die Bebauung an sich angeht, bin ich allerdings auch nicht sehr optimistisch.

  • Im Klosterviertel und am Molkenmarkt wird es in zwei bis drei Jahren endlich mit den Bauarbeiten losgehen. Die Grunerstraße wird zurückgebaut und der historische Stadtgrundriss daraufhin wieder hergestellt . Ähnlich wie am Friedrichswerder sollen entlang von Parochial- und Klosterstraße, aber auch an der Jüdenstraße, kleine Stadthäuser entstehen. Zur Grunerstraße werden diese kleinteiligen Häuser mit vier- sechsgeschossiger Randbebauung abgeschlossen.


    In dem Areal soll - kritisch rekonstruiert ;-) - nicht nur der Jüdenhof als Raum wiederentstehen, sondern auch das Gymnasium zum Grauen Kloster wieder angesiedelt werden. Gebäuderekonstruktionen sind nicht geplant.


    Alle Planungen hier: http://www.stadtentwicklung.be…ebau-projekte/molkenmarkt

  • Berolina schrieb:

    Quote

    Gebäuderekonstruktionen sind nicht geplant.


    Aber DAS ist doch Schade?????? Das ist doch eine einmalige Chance nicht benutzen????


    Warum nun nicht, wie im Nicolai-viertel, einige schöne Reko's zwischen alle "Neubauten" einbauen?


    DAS, habe ich so oft behauptet, entscheidet ob etwas wieder Charme bekommt oder gar nicht.

  • Gäbe es denn überhaupt historisch bedeutsame Rekonstruktionsvorschläge? In Berlin wird es vermutlich ja so oder so ganz annehmlich aussehen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • das bedeutendste ensemble in diesem bereich der stadt war das graue kloster mit der klosterkirche der franziskaner, das bedeutendste gotische baudenkmal berlins, seit dem krieg als ruine dastehend. der kirche wenigstens ihr dach wiederzugeben, um die ruine für einen wiederaufbau langfristig zu sichern, wäre wohl einer größeren öffentlichkeit, ja selbst dem fachpublikum vermittelbar, da die ruine zu ddr-zeiten zwar als kriegsmahnmal etikettiert worden war, anders als ihr pendant im westteil der stadt, die kaiser-wilhelm-gedächtniskirche, nicht in einem neuen ensemble aufging und auch nie eine vergleichbare rolle in der wahrnehmung der stadt gespielt hat. vielleicht bringt die geplante rückkehr des grauen gymnasiums, immerhin die älteste höhere schule berlins, hier den nötigen schwung für eine neubewertung des status quo.

  • Ich möchte hier nur auf einen Artikel von Hans Stimmann verweisen, in dem er sich verwundert zeigt, dass es in Berlin keine Bestrebungen zu weiteren Rekonstruktionen oder zumindest keine Debatte über die Wiedergewinnung des Klosterviertels gibt:


    Stimmann schreibt am 30. März 2008 im Tagesspiegel:

    Quote

    Wenn man sich klarmacht, mit welcher Leidenschaft und nationaler Beachtung ähnliche Rekonstruktionsaktivitäten in Dresden oder Frankfurt am Main diskutiert werden und dies vergleicht mit der Interessenlosigkeit, mit der dieses Projekt bisher begleitet und vorangetrieben wird, weiß man, wie gründlich und erfolgreich hier das Stadtgedächtnis unter dem Asphalt der Grunerstraße begraben wurde. Wo bleibt die Debatte über den Großen Jüdenhof? Wo das öffentliche Engagement für das Graue Kloster? Wo bleibt der internationale Kongress zur Renaissance eines Teils der Altstadt der deutschen Hauptstadt hinter dem Roten Rathaus? Wo die Werbung zum Wohnen und Arbeiten in bester Altstadtlage? Nicht einmal die in Berlin sonst unvermeidliche Debatte über den Rückbau der Grunerstraße genannten innerstädtischen Stadtautobahn gibt es. Dabei geht hier auch um die zukünftige Funktion des Rathauses nach der Beseitigung des rückwärtigen Parkplatzes.


    Voraussetzung für eine halbwegs fundierte Debatte oder für eine öffentliche Kampagne zur Wiedergewinnung ausgewählter Ensembles oder Gebäude ist eine intensive Kenntnis der Geschichte des Viertels und seiner Bauten.


    http://www.tagesspiegel.de/kultur/art772,2503313 vom 30.3.2008

  • Danke, toller Artikel!
    (Wenn auch älter, kann ich mich nicht an ihn erinnern.. Schade, dass sowas irgendwie immer untergeht!)


    Stimmann zeigt genau jenes Hauptproblem Berliner Rekonstruktionsbemühungen auf: Desinteresse. Außerhalb des Stadtschlosses (das lange auch sehr stiefmütterlich behandelt wurde) weht kein laues Lüftchen, mit Bauakademie, Parochialkiche, Molkenmarkt, Marienviertel und Co. lässt sich den wenigsten noch ein müdes Lächeln entlocken.


    Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass die Berliner Kernaltstadt (also die Gegend am Roten Rathaus mit Marienviertel, Molkenmarkt & Umgebung, Fischerinsel, Alt-Cölln, Petriplatz usw.) vergleichsweise schlecht dokumentiert ist. Wenn man das in Relation zu Frankfurt oder Dresden sieht... Weiß man kaum etwas über Alt-Berlin in der Keimzelle der Stadt. Ich habe mir schon einige ausführliche Bildbände besorgt, aber selbst dort wird die Kernaltstadt meist nur kurz angerissen, wenige Bilder werden gezeigt.


    War die Keimzelle Berlins tatsächlich so unbedeutend? Gab es keine bedeutenden Einzelbauten & Ensembles? Ist soviel von der Dokumentation verloren gegangen oder warum findet man kaum etwas (selbst bei Wiki kaum etwas)?
    Ist Alt-Berlin es nicht wert, wiederaufgebaut zu werden?


    Ich denke, bei der rel. Euphorie, die viele Immobilien-Investoren trotz Finanzkrise in Berlin noch hegen (und das sogar in Randgebieten), besteht hier durchaus die Chance auf Rekonstruktion kompletter Straßenzüge. Das könnte sogar problemloser als in Dresden ablaufen - wenn man denn wollte. Mit dem Marx-Engels-Forum hat man einen komplett leeren Platz zur Verfügung, auf dem man das Marienviertel unkompliziert komplett wiederaufbauen könnte. Warum also nicht mit der Idee vorstoßen & es wahr machen? :o

  • Also, ich frage mich beispielsweise auch, warum es bei der Petrikirche keine bürgerschaftliche Bewegung zur Dokumentation, Teilrekonstruktion oder auch nur zum Bau einer Erinnerungskapelle gibt.
    Ich selbst kann zur Dokumentation des Bestands im Klosterviertel (Jüdenhof, Graues Kloster etc.) kaum Angaben machen. Meine Einschätzung deckt sich mit jener Erbsenzählers, dass hier auch von Seiten der Heimatforschung und Berlin-Publizistik nur wenig Dokumentationsbemühungen ersichtlich sind.
    Das Problem Berlins ist, dass es im Gegensatz zu Dresden - wohl auch aufgrund der schieren Größe und der langjährigen Teilung der Stadt - eine Unwissenheit bzw. Ignoranz gegenüber der alten Stadt gibt.
    Ich wohne leider nicht mehr in Berlin und muss mich derzeit um andere Dinge kümmern, aber es wäre sehr wohl bestrebenswert, sich hier weiter zu engagieren. Ob der historische Gebäudebestand des Jüdenhofs tatsächlich eine Rekonstruktion sinnfällig macht, weiß ich nicht. Es sollte aber, um mit Stimmann zu sprechen, kein Fehler sein, dass sich die Stadtöffentlichkeit hier sehr viel stärker einbringt.
    Also liebe APHler, tragt zusammen, was man findet...

  • Hier nur die Ergebnisse einer sehr kurzen Internet-Recherche zum Großen Jüdenhof in Berlin. Ich zeige hier einige Bilder:


    http://www.nikolaiviertel-berl…gsjahre-der-juedenhof.jpg


    http://reisserbilder.at/bilder…ish_Courtyard_G3473_g.jpg


    http://www.stadtentwicklung.be…hichte/extra/12-2spm.shtm


    http://commons.wikimedia.org/w…,_Kinder_beim_Spielen.jpg


    http://pagesperso-orange.fr/d-d.natanson/berlin_vieux.jpg


    Hier Literatur von Dieter Hoffmann-Axthelm zum Jüdenhof:
    http://www.berlinstory-shop.de/product_info.php?products_id=3363\r]http://www.berlinstory-shop.de…info.php?products_id=3363


    Insgesamt erinnert das Ensemble an die Place de Furstemberg in Paris, ein kleiner, herrlicher Stadtplatz, dessen Mitte ebenfalls von einem mehrarmigen Kandelaber eingenommen wird:
    http://www.parisbestlodge.com/furstenberg.jpg\r]http://www.parisbestlodge.com/furstenberg.jpg
    http://paris-architecture.info/IMAGES/furstenberg3.jpg


    Vielleicht macht es Sinn, mit Dieter Hoffmann-Axthelm, der u.a. an der Ausarbeitung des Planwerks Innenstadt beteiligt war, einmal Kontakt aufzunehmen.
    Ansonsten könnte man sich auch an Hans Stimmann wenden, der derzeit in Dortmund eine Gastprofessur an dem von Christoph Mäckler betriebenen Instiut für Stadtbaukunst inne hat.
    Ich könnte mir vorstellen, dass beide bei ernsthaftem Interesse von Stadtbild Deutschland und bei entsprechender Kenntnis der Baugeschichte, Dokumentationslage und Nutzungsmöglichkeit etwaiger wiederaufgebauter Häuser an einer Unterstützung eines (Rekonstruktions- bzw. Neugestaltungs-)Vorhabens zur Wiedergewinnung eines Teils des Ensembles bzw. zur Erarbeitung einer Gestaltungssatzung durchaus interessiert wären.


    Allerdings muss man hinzusagen, dass die rechte Flanke des Hofs - im Gegensatz zu den hier geziegten Ansichten - seit den 1930er Jahre vom Neuen Stadthaus eingenommen werden.
    http://www.stadtentwicklung.be…/images/fotos/1298_05.jpg


    http://www.flickr.com/photos/73114945@N00/2840267784/
    http://www.berlinerschachverba…/2005/vbtag/stadthaus.jpg


    Noch folgendes als Ergänzung zur Fällung der Robinie von 1937 im Jahr 2006:

    Quote

    Baum auf dem Großen Jüdenhof gefällt!
    Vor wenigen Tagen, vermutlich in der letzten Woche, wurde mit der Scheinakazie (lat. Robinie) auf dem Parkplatz nördlich des Neuen Stadthauses am Molkenmarkt die letzte Erinnerung an den Großen Jüdenhof zerstört. Wider besseren Wissens - seit sechs Jahren existiert ein Schriftwechsel mit dem Grünflächenamt über die gewünschte Eintragung der Scheinakazie als Baumdenkmal - hat das Amt den 1937 gepflanzten Baum, der nach dem alle zwölf Häuser des Großen Jüdenhofs beseitigt waren, als letzter Zeuge den historischen Ort markierte, absägen lassen. Dit is Berlin, immer ran mit der Säge oder mittem Bagger und nischt Neues aufgebaut! Man könnte trübselig ob seiner eigenen Gegenwart werden.

  • Hier noch ein kurzer geschichtlicher Abriss zum Großen Jüdenhof:


    Quote

    Großer Jüdenhof
    Der im Hochmittelalter angelegte Große Jüdenhof bestand bis 1937 als ein Ensemble von zwölf Wohnhäusern um einen annähernd quadratischen Hofraum zwischen Jüden- und Klosterstraße. Der einzige öffentliche Zugang zum Hof befand sich zwischen den Häusern Jüdenstraße 46 und 47.
    1937/38 erfolgte der Abriss der vier Häuser Nr. 1 bis 5 für den Neubau der Städtischen Feuersozietät (heute Neues Stadthaus). Die Häuser Nr. 6 bis 12 wurden renoviert. 1950/51 wurden die Reste des im Krieg schwer beschädigten Großen Jüdenhofs abgeräumt.
    Die oft photographierte etwa 200 Jahre alte Akazie vor dem Haus Großer Jüdenhof 9 wurde 1938 beseitigt. Anstelle der Laterne in der Mitte des Hofes pflanzte man um 1938 eine junge Scheinakazie. Dieser mittlerweile stark verkrüppelte Baum überdauerte als einziges Relikt des Großen Jüdenhofs Krieg und Nachkriegszeit.


    http://www.stadtentwicklung.be…e/geschichte/index2.shtml


    Ein "Leseabriss" aus dem Buch Hoffmann-Axthelms:
    http://www.buchhandel.de/WebAp…MmoId=3290111&mmoType=PDF


    Sowie eine kritische Rezension zu diesem Buch von Gerhild Komander:


    Argumentativ könnte man bei allen Bestrebungen anmerken, dass es sich hier um einen bedeutenden Ort der jüdischen Geschichte Berlins handelt.

  • Und noch eine Aufforderung zur Auseinandersetzung mit der Architektur des Berliner Jüdenhofs von Harald Bodenschatz, Professor für Architektursoziologie an der TU Berlin:


    Quote

    Dennoch lässt der Masterplan Fragen offen. Eine Besonderheit des Viertels war der im Mittelalter entstandene Große Jüdenhof. Daher soll er wieder aufgebaut werden. Doch soll dieser "Hof" - eigentlich eine kleine Platzanlage - nur als Marketing-Name einer künftig sozial und kulturell abgeschotteten Wohnanlage dienen, oder als Ort, an dem ausdrücklich und unübersehbar an die Geschichte erinnert wird? Beides zugleich scheint geplant. Der wichtigste authentische Ort des Viertels ist die Ruine des Franziskaner-Klosterkirche. Sie könnte durch eine öffentliche Passage über den Jüdenhof und den vorgesehenen französischen Kirchhof erreichbar sein. Aber wie steht es mit der Architektur? Zeitgemäß soll sie sein. Aber was heißt das am Großen Jüdenhof? Die umstrittene Altstadtrekonstruktion in Frankfurt/Main zeigt, wie gerungen wird, welche Bauten wie weit detailgenau nach den historischen Fotos rekonstruiert werden, welche sich auch in heutiger Architektursprache zeigen können. Wird es eine solche Debatte auch für den Großen Jüdenhof geben, der einst von einer durchaus kleinstädtischen Bebauung geprägt war?
    [...]
    Das neue Viertel ist mehr als ein weiteres Quartier für "Town-houses", in dem nur wenige Einwohner der Oberschichten Stadt simulieren. Es kann bei entsprechender Bebauung und Nutzung zeigen, dass das bürgerliche Berlin nicht wertlos und rückständig hinter dem Schloss lag, sondern vor dem Schloss existierte. Es kann weiter zeigen, dass die Jahrhunderte der Missachtung des alten Berlin vorüber sind.


    Quasi eine nochmalige Aufforderung zur Auseinandersetzung mit dem Ensemble!


    http://www.berlinonline.de/ber…euilleton/0003/index.html

  • Quote from "erbsenzaehler"

    Danke, toller Artikel!
    (Wenn auch älter, kann ich mich nicht an ihn erinnern.. Schade, dass sowas irgendwie immer untergeht!)


    Stimmann zeigt genau jenes Hauptproblem Berliner Rekonstruktionsbemühungen auf: Desinteresse.


    So sehe ich das auch! Ich bin selber Berliner und habe das Gefühl, dass das Thema um mich herum so gut wie niemanden interessiert. Die Berliner halten sich für sehr wichtig, weil sie halt Hauptstädter sind, dass ihre Stadt mal viel schöner gewesen ist, hat da keinen Platz und ist den meisten nicht bewusst. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis das Thema anschneide ernte ich meistens nur Achselzucken, von wegen "is halt so - kann man nix dran ändern".

  • Ein neues Projekt - natürlich ein Palais (dt. Palast) - in der Waisenstraße gegenüber der alten Stadtmauer.



    Lage(1x gg. den Uhrzeigersinn drehen):
    http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000


    Ich weiß irgendwie nicht recht, wie ich das finden soll - zunächst fand ich's ganz gut, beim zweiten Blick wieder nicht und eine Stunde später war es genau umgekehrt. eye:)

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Hm, da brauchte ich gar nicht erst nachzudenken. In so einem verbogenen, verschobenen und verschrobenen Dingens moechte ich nicht leben. Der unmittelbare Blick auf meine ebenso verbogenen und verschobenen Nachbarhaeuser wuerde in mir einen Status permanenten Grauens ausloesen.


    Ich bitte Euch, ein Einfamilienhaus mit 5 Etagen? Da verbringt man doch sein Leben auf der Treppe (oder im Fahrstuhl).


    Das nahezu Kriminelle an diesen Palais ist aber die Beschreibung der Umgebung:


    Quote

    In den ältesten, noch erhaltenen Strassen Berlins mit Häusern von 1700 und der Stadtmauer aus 1200.


    :boese:


    Cölln-Palais - Just Living GmbH


    Trotzdem Dank fuer das Vorstellen dieses Bauvorhabens, Palantir. Es ist ja nicht Deine Schuld, dass in Berlin niemand darauf achtet (achten kann?) dass Gegenden mit historischer Bebauung nicht durch diese Art von Akzenten und spannenden Kontrasten verhunzt werden.

  • Für sich interessant und ausnahmsweise mal recht kreativ, im Kontext wahrscheinlich völlig mißraten.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!