Koblenz (Galerie)

  • Da man mir heute zu verstehen gegeben hat, dass ich zu viele Bilder hier einstelle, belasse ich es zu Koblenz bei wenigen Impressionen von heute.


    Deutsches Eck





    Leider waren bessere Bilder äußerst schwierig, weil das gesamte Deutsche Eck durch einen Ramschmarkt verstellt war, das geht auch nur in Deutschland :kopfwand:



    Festung



    Die Bundesländerwappen




    Vielleicht freut sich aber ja doch wer über die "Vier Türme"






    Das wars auch schon aus Koblenz.

  • Ich war heute in Koblenz und doch ein wenig geschockt über die Innenstadt, die ja großteils Nachkriegsschrott ist. Bei dem Zerstörungsgrad kaum überraschend, aber doch schade, dass bis heute nichts dran geändert wurde. Das Deutsche Eck und der Blick auf Ehrenbreitstein hat es dann aber doch noch rausgerissen.

  • Ich war heute in Koblenz und doch ein wenig geschockt über die Innenstadt, die ja großteils Nachkriegsschrott ist. Bei dem Zerstörungsgrad kaum überraschend, aber doch schade, dass bis heute nichts dran geändert wurde. Das Deutsche Eck und der Blick auf Ehrenbreitstein hat es dann aber doch noch rausgerissen.

    Dann hast Du aber nicht alles von der Stadt gesehen. Trotz des hohen Zerstörungsgrades hat Koblenz eine wunderschöne Altstadt. Wie durch ein Wunder blieben wie eine Insel in der Trümmerstadt große Teile der Altstadt stehen. Da die Altstadtsanierung erst in den 80iger Jahren richtig in Gang kam, kam es auch nicht zur "Kahlschlagsanierung" , sondern zu einer behutsamen Sanierung, bei der Zug um Zug die Lücken in der Altstadt geschlossen wurden.

  • Dann hast Du aber nicht alles von der Stadt gesehen. Trotz des hohen Zerstörungsgrades hat Koblenz eine wunderschöne Altstadt. Wie durch ein Wunder blieben wie eine Insel in der Trümmerstadt große Teile der Altstadt stehen. Da die Altstadtsanierung erst in den 80iger Jahren richtig in Gang kam, kam es auch nicht zur "Kahlschlagsanierung" , sondern zu einer behutsamen Sanierung, bei der Zug um Zug die Lücken in der Altstadt geschlossen wurden.

    Auf dem Josef-Görres-Platz konnte ich unter dutzenden Gebäuden nur einen Altbau erkennen, der Gesamteindruck war schrecklich. Andere Plätze in der Stadt haben mir etwas besser gefallen, dass es tolle Einzelbauten gibt, will ich nicht in Abrede stellen.

  • Auf dem Josef-Görres-Platz konnte ich unter dutzenden Gebäuden nur einen Altbau erkennen, der Gesamteindruck war schrecklich. Andere Plätze in der Stadt haben mir etwas besser gefallen, dass es tolle Einzelbauten gibt, will ich nicht in Abrede stellen.

    Da hast Du Dir aber einen der hässlichsten Plätze ausgesucht ;-) Der Jesuitenplatz z. B. ist wunderbar stimmig und ein wunderbarer Altstadplatz. Ansonsten gibt es noch den Florinsmarkt, den Plan und den Münzplatz. Allesamt schöner wie der Josef-Görres-Platz.

    MODERNExit

  • Da hast Du Dir aber einen der hässlichsten Plätze ausgesucht ;-) Der Jesuitenplatz z. B. ist wunderbar stimmig und ein wunderbarer Altstadplatz. Ansonsten gibt es noch den Florinsmarkt, den Plan und den Münzplatz. Allesamt schöner wie der Josef-Görres-Platz.

    Ist der Josef-Görres-Platz denn zerstört oder abgerissen worden?

  • Nein das ist der Platz "Am Plan" in der Nähe von der Liebfrauenkirche. Er ist noch fast so gut erhalten heute wie auf den alten Foto:


    Brunnen Am Plan

    Am Plan 9, 56068 Koblenz

    https://maps.app.goo.gl/pUCjpzKqKkQKo1yy9


    Aber alles andere außerhalb der kleinen aber feinen Altstadt wurde wirklich sehr stark zerstört auch der Görres-Platz, vor allem um das neue Schloss...

  • Fand Koblenz, genau wie Aachen, Trier, Mainz, Freiburg im B. und Würzburg alle 6 angenehm und gelungen. Allen hatten eine gelungen Misschung Alt, Tradionnel und "Zurückhaltendes Modern". Es gibt natürlich noch Vieles zu verbessern z.b. einige Dächer und Bausünden und vielleicht geschieht dass noch.

  • Fand Koblenz, genau wie Aachen, Trier, Mainz, Freiburg im B. und Würzburg alle 6 angenehm und gelungen.

    Finde ich auch, obwohl sie recht unterschiedlich sind. Trier wurde im Krieg viel weniger zerstört als die anderen 5, vielleicht "nur" ein Drittel. Allerdings mußte auch dort ein Paar Häuser am Markt wiederaufgebaut werden. Die Rekonstruktion von der "Steipe" war großartig!


    Freiburg macht auch den Eindruck von einer erhaltenen Stadt, weil das gemütliche südöstliche Viertel unangetastet war, der Markt und südliche Münsterplatz musterhaft wiederaufgebaut wurden, und sogar der nördliche Münsterplatz einige gute angepasste Nachkriegsbauten vorweist.


    Die ganze südliche Altstadt in Mainz ist erhalten (etwa ein Drittel vom Ganzen): reizend mit seinen zwei Barockkirchen und hübschen Fachwerkhäusern; direkt an den Dom und den rekonstruierten Marktplatz angrenzend.


    Auch das Zentrum von Aachen macht den Eindruck von einer erhaltenen Altstadt. Das würde ich auch von Koblenz behaupten, da innerhalb von der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer die meisten Bauten erhalten bzw, wiederaufgebaut sind. (innerhalb des Strassenkreises: An der Moselbrücke; Alten Graben; Entenpfuhl; Kornpfort Str.; Peter Almeier Ufer). Der nördliche Schloß Platz (Deinhardplatz mit Stadttheater) hat sich erhalten, wie auch die großartigen gründerzeitlichen Verwaltungsbauten am Rheinufer. Man könnte eigentlich sagen daß, genau die wichtigsten Teile der Altstadt den Krieg gut überstanden haben.


    Schliesslich Würzburg: hier waren ganz wenige Häuser erhalten, dafür aber fast alle Nachkriegsbauten nach dem richtigen historischen Maßstab errichtet, in einem angepaßten und zurückgehaltenen Stil. (Allerdings kamen in letzter Zeit einige kleine, m. E. störende modernere Gebäude dazu.) Eine bescheidene aber großflächige und erfolgreiche Wiederaufbauleistung finde ich, obwohl natürlich die liebenswürdigen Details einer historischen Altstadt fehlen. Dafür gibt es dort immer noch fabelhaften Wein!

  • Wie war Würzburg denn so vor dem Krieg? Vergleichbar mit Bamberg? Dann wäre es natürlich eine Art Welterbe-Verlust.

  • Die wichtigsten Denkmäler wurden wiederaufgebaut, oder?

    Ja, so ziemlich alles. Als letztes 1993 das Kaiser Wilhelm I Denkmal am Deutschen Eck, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

  • Ja, so ziemlich alles. Als letztes 1993 das Kaiser Wilhelm I Denkmal am Deutschen Eck, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde.

    Da steht auch noch was von Schlesien, Ostpreußen, Pommern etc.

  • https://www.wikiwand.com/de/Deutsches_EckDa steht auch noch was von Schlesien, Ostpreußen, Pommern etc.

    Ja, das stimmt. 1953 wurde es zum Denkmal der Deutschen Einheit - und die Wappen der früheren Ostgebiete wurden hinzugefügt. Die Rekonstruktion 1993 war übrigens nicht so umstritten wie es im Wikipedia-Artikel steht. Bei einer Meinungsumfrage votierten 80 % der Koblenzer Bürger für eine Rekonstruktion.

  • Wie war Würzburg denn so vor dem Krieg? Vergleichbar mit Bamberg?

    Nun, Gottseidank, das nun doch nicht. Es muss eine schöne, historisch gewachsene Stadt mit den auch heute noch erlebbaren Glanzlichtern gewesen sein, die damals noch sinnvoll und organisch eingebettet waren, die aber rein vom Althausbestand keinen Vergleich mit Nürnberg oder Bamberg aushielt. Bambergs geniale Synthese aus Mittelalter und fränkischem Barock wird nicht so schnell erreicht.


    Die Koblenzer Altstadt hat mich auch extrem überrascht. Offenbar hat sie die Randlage am Fluss vor der Zerstörung bewahrt. Ich lernte sie als erstes kennen und schätzen und war nachher vom "Rest" richtiggehend entsetzt. Offenbar hatte ich erwartet, dass es nach dem vielversprechenen Start um St. Castor und Schloss "so weitergeht". Dem ist natürlich nicht so..,

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die Wiederherstellung des Hohenzollern-"Kaisers" aus Bismarcks Gnaden hätten sich die Koblenzer ersparen können. Das ist pure Geschichtsklitterung, wenn man bedenkt wie fremd Preußen den Rheinländern geblieben ist und wie zerstörerisch es sowohl im Alten Reich als im Deutschen Bund gewirkt hat, um am Ende 1866/1871 gegen die Mehrheit der deutschen Staaten und nur aufgrund militärischer Stärke ganz Deutschland zur Selbstentfremdung und zum Untergang zu führen. Von der monströsen Hässlichkeit des Denkmals gar nicht zu sprechen.