Hannoversch Münden

  • Bei meinem Besuch im Jahre 2016 war ich über die Einwohnerstruktur der Altstadt erstaunt. Ein großer Prozentsatz der Häuser schien mir nämlich von Menschen mit einem 'levantinischen Hintergrund' bewohnt zu sein.

    Ich bezweifle doch sehr, dass man fundierte Aussagen über die Herkunft der Bewohner einer ganzen Altstadt treffen kann, wenn man über keine entsprechenden Datensätze verfügt. Noch weniger sehe ich den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Brände und den Einwohnern. Oder gibt es da so ein Wir-ziehen-die-Brände-an-Gen? Ich habe jedenfalls Hanoversch Münden mehrfach besucht und keinerlei Auffälligkeiten festgestellt, die diese Stadt von anderen Städten dieser Struktur und Größe in Deutschland wesentlich unterscheiden würde.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Man darf auch seine sozusagen bloß empirischen Erkenntnisse mitteilen. "Fundierte Datensätze" müssen im konkreten Fall nicht immer die materielle Wahrheit sagen, da sie eventuell auf Kategorien wie Staatsbürgerschaft abzielen.

    Mir genügt Pagentorns Darstellung als Erklärungsmodell völlig, auch wenn ich es - den damit unterstellten Niedergang einer bedeutenden Altstadt traurig finde. Wir sind in Österreich über solche Entwicklungen sogar schon hinaus, vielleicht deshalb, weil wir genug autochthone Arme haben. Gewisse südliche Altstädte wie St. Veit/Glan sollen da eher ungutes Anschauungsmaterial bieten. Schon vor 30 Jahren war es irgendwie taktlos, gewisse an sich bedeutende Innenhöfe besichtigen zu wollen. Mittlerweile soll es schlimmer geworden sein. Hingegen sollen sich notorische Altstädte wie Hallein oder auch Traismauer in NÖ angeblich geändert haben, die türkischen Bewohner sind, wie man hört, in "bessere" Quartiere übersiedelt.

    Das mit dem Brände-Gen - offensichtlich gemeint, da die Annahme eines solchen reichlich absurd wäre: Fragen des IQs . der Bewohnerschaft - ist sowieso vermintes Gelände, das besser nicht betreten werden sollte. Du wärst der erste, der gellend aufschreien würde., wenn jemand das zu spezifizieren versuchte. Daher solltest du dich mit Pagentorns Mitteilung begnügen, so wie wir uns mit deiner Mitteilung begnügen, dass du den von Pagentorn skizzierten Zusammenhang nicht verstehst oder akzeptieren willst. Damit sollte jeder leben können.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Es wäre natürlich toll, wenn es so eine Art Pflicht zur Rekonstruktion gäbe. Beim Neubau dann eben mit den aktuellsten Brandschutzmaßnahmen.


    Ließe sich so eine Vorgabe nicht machen? Dann müsste man wenigstens nicht den zukünftigen Totalverlust des Stadtbildes fürchten.

  • Wieso eigentlich Rekonstruktion? Handelt es sich idR um Totalverluste?

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  • Unabhängig von Mutmaßungen zur Urheberschaft der Brände muss man leider auch sagen, dass Hann. Münden nicht zu den Städten gehört, die ihren Bürgern in historischer Zeit die Errichtung von Brandmauern abverlangt haben, ähnlich wie auch die meisten anderen Städte des südniedersächsischen Raums. Die Folge daraus ist eben auch, dass der bauliche Brandschutz immer noch auf dem Stand des Mittelalters/der frühen Neuzeit ist, und großflächige Stadtbrände bis teils ins frühe 20. Jahrhundert hinein zeigen, dass auch der heutige sehr gute Brandschutz der Haustechnik nicht immer vor Allem schützen kann. Und wenn es erst einmal brennt, dann auch schnell recht großflächig.


    Der einzige Trost für mich ist, dass keiner der Brände in den vergangenen Jahren die kunst- bzw bauhistorisch wertvollste Substanz betraf (Bauten des 14. und 15. Jahrhunderts sowie die Prachtbauten der Renaissance und des Barocks).

  • Mir genügt Pagentorns Darstellung als Erklärungsmodell völlig

    Das verwundert mich nicht. Ich gebe mich mit solchen Stereotypen Ausländer > Verwahrlosung > Brände nicht zufrieden. Sie gehören widersprochen. Ich hoffte, wir wären über den Punkt hinaus, dass hier solche diskriminierenden Ansichten verteidigt werden.

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  • Ich gebe mich mit solchen Stereotypen Ausländer > Verwahrlosung > Brände nicht zufrieden

    Wie gesagt, das weiß ich und es ist mir auch herzlich egal. Ich kann damit leben.

    Sie gehören widersprochen.

    Gar nichts gehört. Zumal man sich auf diesen Widerspruch nicht sachlich einlassen darf. Entweder es ist Schluss mit dieser Politisierei oder nicht. Wenn ja, dann aber bitte allseitig.

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  • Gar nichts gehört. Entweder es ist Schluss mit dieser Politisierei oder nicht. Wenn ja, dann aber bitte allseitig.

    Es geht hier nicht um Politik, sondern um die Menschenwürde. Steht diese hier jetzt ernsthaft zur Diskussion?

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  • Geh, gib doch endlich eine Ruh. Lerne damit umzugehen, dass andere ihre eigene Meinung haben. Lass ihnen ihre Menschenwürde. Und was zur Diskussion steht oder nicht, hast nicht du allein zu bestimmen.


    Der einzige Trost für mich ist, dass keiner der Brände in den vergangenen Jahren die kunst- bzw bauhistorisch wertvollste Substanz betraf (Bauten des 14. und 15. Jahrhunderts sowie die Prachtbauten der Renaissance und des Barocks).

    Tja, auch dies scheint, so leid es mir tut, Pagentorns These eher zu bestätigen.

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  • Tegula, gib bitte endlich mal Ruhe in diesem Forum! Ein Monat lang war jetzt Friede im Forum! Ich denke , dass dies auch im Zusammenhang mit deiner Sperre zu sehen ist. Du fällst hier überhaupt nur noch durch Zurechtweisungen u. ä. auf, nicht aber durch Fachliches. Hast Du irgendwo ein Manko, dass Du immer wieder negativ auffallen willst? Auch deine Signatur zielt doch in diese Richtung!

  • Riegel

    tegula äußert sich im Forum hier und da auch zu Architekturfragen (vor allem gotische Architektur). Das fällt dir nur nicht auf, weil es dann keinen Streit gibt. Konflikte ziehen nun mal die Aufmerksamkeit auf sich. Aber ich frage mich, ob es wirklich so schlimm ist, wenn jemand rassistischen Äußerungen widerspricht, dass es eines Rüffels deinerseits bedarf.


    Wir sollten hier lieber versuchen, etwas über die konkreten Brandursachen zu ermitteln, statt eine ausländerfeindliche Phantomdebatte zu führen. Bekanntlich gibt es in allen Ländern auch ethnisch einheimische Brandverursacher (sei es Brandstiftung oder Fahrlässigkeit).

  • Ja, das hat er getan, und das ist denn auch durchaus amikal abgegangen. Ist mir sehr wohl positiv aufgefallen, weil es eben - leider - Ausnahmecharakter hatte. Und der Rest ist, mit Verlaub, nichts als Schmarren. Es führt hier keiner eine "ausländerfeindliche Phantomdebatte", man versucht lediglich, dies zu unterstellen.

    Und überhaupt dieses "Argument":


    Bekanntlich gibt es in allen Ländern auch ethnisch einheimische Brandverursacher (sei es Brandstiftung oder Fahrlässigkeit).

    Ja, gibt es. Und, was folgt jetzt daraus?

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  • Nichts. Das ist es ja gerade!


    Man müsste Angaben zu Brandursachen statistisch auswerten. Ansonsten hast du nur Einzelfälle, die keine Aussagen über ethnische, religiöse oder soziale Großgruppen zulassen. Ob sich da aber verwertbare Ergebnisse erzielen ließen, erscheint mir zweifelhaft.


    "Phantomdebatte" habe ich geschrieben, weil wir hier zu den konkreten Fällen in Hann. Münden gar keine Angaben über die Brandursachen und Verursacher haben. Und trotzdem wird versucht, bestimmten Gruppen die Schuld zuzuweisen. Diese Kommunikationsstrategie nennt man Framing.

    Ja, das hat er getan, und das ist denn auch durchaus amikal abgegangen. Ist mir sehr wohl positiv aufgefallen

    Das war mir auch positiv aufgefallen. Ich fände es schön, wenn wir hier allgemein ein "amikales" Miteinander im Forum hinbekommen würden.

  • Schauen wir uns die Sachlage an. In der Altstadt von Hannoversch Müden sind Fachwerkhäuser bei einem Feuer zerstört worden. Die Frage nach der Schuld führte schnell zu solchen Überlegungen:

    Warum diese hohe Brandfrequenz ?


    Bei meinem Besuch im Jahre 2016 war ich über die Einwohnerstruktur der Altstadt erstaunt. Ein großer Prozentsatz der Häuser schien mir nämlich von Menschen mit einem 'levantinischen Hintergrund' bewohnt zu sein. Ob man von Letzteren einen in jeder Hinsicht der ‚DIN-Norm’ entsprechenden Umgang mit den – im Zweifel bereits etwas älteren – Elektroinstallationen der Häuser erwarten kann, vermag ich nicht zu sagen…

    Wie kann man nun darauf reagieren?


    1. Gar nicht und sich seinen Teil denken.
    2. Es beklatschen, aber sonst schweigen.
    3. Es verteidigen und wiederholen.
    4. Auf den diskriminierenden Charakter der Ausführungen hinweisen.
    5. Diejenigen, die sich für Punkt 4 entscheiden, als Ruhestörer beschimpfen, was vom eigentlichen Problem ablenkt.

    Letzte Feststellung: Ich habe mich für 4. entschieden, der Kollege Riegel für 5.
    These: Die Mehrheit im Forum entscheidet sich für Punkt 1.

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  • Lass doch einfach mal einen Fünfer gerade stehen. So einfach geht Forumsfrieden. Niemand hat Dir geschadet, und niemand hat Dir etwas weggenommen.

  • Die paar Wochen ohne künstliche Empörung und erhobenem Zeigefinger waren eigentlich ganz angenehm hier. Ich würde auch sagen, wir lassen es jetzt mit Riegels Worten dabei bewenden.

    In dubio pro reko

  • Könnt ihr euch bitte in nem anderen Strang über die Aussage streiten.

    tegula musst du auf jeder Aussage (bedacht oder unbedacht sei da hingestellt) rumreiten.


    Sorry aber mich als Nachbar der Stadt trifft das da ich die Häuser kenne, waren auch mal in dem Schuhhaus.

  • Könnt ihr euch bitte in nem anderen Strang über die Aussage streiten.

    tegula musst du auf jeder Aussage (bedacht oder unbedacht sei da hingestellt) rumreiten.


    Sorry aber mich als Nachbar der Stadt trifft das da ich die Häuser kenne, waren auch mal in dem Schuhhaus.

    Menschenwürde bzw. Das unterlassen von Hetze geht ja wohl wesentlich vor dem Gebäudeschutz. Ich glaube dazu muss ich nicht viel sagen!


    Hetze bzw. politisch zweifelhafte Argumente haben hier nichts verloren, vorallem nicht diese, die in die rechte Ecke gehen. Aber da redet man hier ja gegen Wände.


    Was erwartet ihr? Ne Reko von den alten Gebäuden? Schön wär's, aber von der Traumvorstellung solltet ihr euch m. M. Nach leider verabschieden.