Hann. Münden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hann. Münden

      Großbrand in Hannoversch-Münden

      Kam auch gerade in den ZDF-Nachrichten:

      de.news.yahoo.com/afp/20080504…hsen-braende-a4484c6.html

      Irgendjemand aus der Ecke, der schon mehr darüber weiß? Auf den ersten Blick scheint es sich glücklicherweise "wenigstens" nur um Fachwerkhäuser des späten 18. / 19. Jahrhunderts zu handeln, so dass sich der kunshistorische Schaden wohl in Grenzen hält.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RMA ()

    • "Ein Wohn- und Geschäftshaus in der Langen Straße und ein unbewohntes Haus in der Mühlenstraße"

      Das hier abgebildete ist ganz offensichtlich das Haus in der Langen Straße (das ist die die Altstadt in Nord-Süd-Richtung in ganzer Länge durchziehende Hauptstraße):
      AFP: Verletzte bei Großbränden in Hannoversch Münden

      Das hier abgebildete scheint das Haus in der Mühlenstraße zu sein:
      pr-inside.com/de/millionenschaden-bei-brand-r570882.htm
    • Da kann man nur hoffen, dass das Ganze repariert wird. Und nicht in bester deutscher Tradition Betonbunker in eine der schönsten Fachwerkstädte des Landes gestellt werden. Schließlich kann man ja nur mit solchen "junge Familien anlocken" und das "Viertel beleben". Vielen Architekten kribbelt es wahrscheinlich jetzt schon in den Fingern zu zeigen, wie toll moderne Architektur vermitteln kann oder (bitte hier hohle Phrase einsetzen).
    • Ich habe vor drei Jahren folgende Seite entdeckt:
      hann-muenden.net/haeuserspuren

      Das letzte Mal war ich vor zwei Jahren drauf, doch jetzt braucht man offenbar eine Zutrittsberchtigung. Werde mich bei Gelegenheit darum kümmern, wie man eine Zutrittsberechtigung wiedererlangt. Vielleicht versucht es auch jemand von Euch.
      Ich fand diese Seite eines der besten Gebäudeinventare, welche ich je im Internet gefunden habe. Jedes einzelne Haus ist dort dokumentiert mit Photos, Baudaten und Besitzerlisten.
    • Um Kritik gleich zuvorzukommen. Ich weiss, dass meine Ansicht nicht logisch oder beweisbar ist. Es kommt mir jedoch so vor, dass in Deutschland, wenn ein Haus niederbrennt und dies in den Nachrichten gesendet wird es fast immer einen Altbau trifft.
      Jedes mal wenn ich eine solche Meldung höre wünsche ich insgeheim, dass irgendeine marode Platte mal niedergebrannt ist, ( von den Opfern eines Brandes natürlich abgesehen), aber nöö. Immer ist es ein historisches Gebäude.
    • Tja, die brennen halt leichter. Früher wurde nunmal sehr viel mit Fachwerk und Holzdachstühlen sowie -treppenhäusern gearbeitet, vorallem auch bei Gründerzeitgebäuden.
      Ich hoffe, das irgendwann mal ein wirklich feuerfester Holzanstrich oder sowas erfunden wird. Würd es den Altbauten und vorallem den Bewohnern wirklich wünschen....

      Schon tragisch das ganze. Hat es tatsächlich an 2 verschiedenen Orten gleichzeitig gebrannt? Wenn da mal nicht ein zündelnder Feuerteufel im Spiel war...
      Nieder mit den Pyromanen!
    • Jetzt habe ich die Seite mit dem Inventar wieder; offenbar haben einige Links geändert:
      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/quellen.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... uellen.htm
      > "Häuser"
      entweder > nach unten scrollen bis zur Gebäudeadresse
      oder > 2. Bezirk... 3. Bezirk... und nach unten scrollen bis zur Gebäudeadresse

      Die Seite ist sehr umständlich aufgebaut, aber nach langem Suchen habe ich folgende Übersicht gefunden: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/indx_neu.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... dx_neu.htm

      Und zu den beiden betroffenen Häusern selbst:
      Mühlenstr. 12: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/muehlen/mu_12.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /mu_12.htm
      Lange Str. 92: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/lange/lange%20gerade%20nrn/lg_92.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /lg_92.htm
    • "erbsenzaehler" schrieb:

      Tja, die brennen halt leichter. Früher wurde nunmal sehr viel mit Fachwerk und Holzdachstühlen sowie -treppenhäusern gearbeitet, vorallem auch bei Gründerzeitgebäuden.
      Ich hoffe, das irgendwann mal ein wirklich feuerfester Holzanstrich oder sowas erfunden wird. Würd es den Altbauten und vorallem den Bewohnern wirklich wünschen....

      Schon tragisch das ganze. Hat es tatsächlich an 2 verschiedenen Orten gleichzeitig gebrannt? Wenn da mal nicht ein zündelnder Feuerteufel im Spiel war...
      Nieder mit den Pyromanen!


      Dass Fachwerkbauten angeblich schneller brennen als Steinbauten ist ein Vorurteil, das bis in die Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs zurückzuverfolgen ist. Schmeiss' mal ein massives Stück abgelagertes, hunderte Jahre altes Eichenholz in deinen Kamin und guck', wie lange es dauert, bis das lichterloh in Flammen steht. Du bist lange davor an den giftigen Dämpfen weitaus besser brennbarer und vor allem moderner Materialien wie Fußbodenbeläge, Gardinen, Tapeten, Elektrogeräte etc. gestorben. Und bis die Konstruktion so schwer geschädigt ist, dass sie zusammenstürzen würde, wärst du auch in einem modernen Betonbunker entweder erstickt oder verbrannt.

      "Riegel" schrieb:

      Jetzt habe ich die Seite mit dem Inventar wieder; offenbar haben einige Links geändert:
      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/quellen.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... uellen.htm
      > "Häuser"
      entweder > nach unten scrollen bis zur Gebäudeadresse
      oder > 2. Bezirk... 3. Bezirk... und nach unten scrollen bis zur Gebäudeadresse

      Die Seite ist sehr umständlich aufgebaut, aber nach langem Suchen habe ich folgende Übersicht gefunden: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/indx_neu.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... dx_neu.htm

      Und zu den beiden betroffenen Häusern selbst:
      Mühlenstr. 12: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/muehlen/mu_12.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /mu_12.htm
      Lange Str. 92: http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/lange/lange%20gerade%20nrn/lg_92.htm\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /lg_92.htm


      Super Arbeit Riegel! Und ein tolle Webseite, man kann echt nur davon träumen, dass es von mehr Städten solche Online-Inventare gibt (das hessische Denkmalpflegeamt baut aktuell ja auch eine solche Datenbank auf). Die Links bestätigen meine Hoffnung, dass es sich um Häuser handelt, die bereits außerhalb der Fachwerk-Blütezeit errichtet worden sind. Für das Ensemble ist ein originalgetreuer Wiederaufbau natürlich trotzdem mehr als wichtig.
    • "RMA" schrieb:

      Dass Fachwerkbauten angeblich schneller brennen als Steinbauten ist ein Vorurteil, das bis in die Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs zurückzuverfolgen ist. Schmeiss' mal ein massives Stück abgelagertes, hunderte Jahre altes Eichenholz in deinen Kamin und guck', wie lange es dauert, bis das lichterloh in Flammen steht. Du bist lange davor an den giftigen Dämpfen weitaus besser brennbarer und vor allem moderner Materialien wie Fußbodenbeläge, Gardinen, Tapeten, Elektrogeräte etc. gestorben. Und bis die Konstruktion so schwer geschädigt ist, dass sie zusammenstürzen würde, wärst du auch in einem modernen Betonbunker entweder erstickt oder verbrannt.


      Ganz richtig. Es ist allerdings so, dass die Hitze über Holzkonstruktionen (auch Fenster und Türen) wesentlich leichter nach außen getragen wird und die Flammen somit leichter auf nebenstehende Gebäude übergreifen können - zumal die Altstädte meist sehr dicht bebaut sind.
      Aus diesem Grund genügten dazumal oft schon einfache Hausbrände um einen unaufhaltsamen Stadtbrand auszulösen, da sich das Feuer in den engen Gassen rasend schnell ausbreiten konnte. Die Löschmethoden waren natürlich auch noch recht primitiv.

      Eine Altstadt aus Betonkisten (welch Hohn :gg:) würde definitiv länger stehen. Was natürlich kein Argument ist, in Altstädten Betonkisten zu bauen :zwinkern:
    • In der Lokalzeitung gibt es ausführliche Berichte zum Brand:

      hna.de/muenden.html

      Demnach wird das Haus Lange Straße 92 bereits abgebrochen (ein Fachwerkhaus aus dem 16./17. Jh. schätze ich mal, das zusammen mit dem benachbarten Eckhaus Ritterstraße eine Baugruppe bildete, allerdings im 19. aufgestockt wurde).
      Bei dem anderen Haus in der Mühlenstraße (Steinbau, spätes 19. Jh.) ist das weitere Schicksal wohl noch offen.
    • Re: Hann. Münden, Brände

      Lange Straße 92:

      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/lange/lange%20gerade%20nrn/lg_92-94_bilder.htm" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... bilder.htm
      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/lange/lange%20gerade%20nrn/lg_92.htm" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /lg_92.htm

      http://www.ipernity.com/doc/h.b/1941571" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/1941571
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/1941572" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/1941572
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/1957350" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/1957350
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/2085479" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/2085479
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/2085480" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/2085480 (Nachbarhaus)
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/2085483" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/2085483


      Mühlenstraße 12:

      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/muehlen/mu_12_bilder.htm" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... bilder.htm
      http://www.haeuserspuren.geschichtsverein-sydekum.de/muehlen/mu_12.htm" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.haeuserspuren.geschichtsvere ... /mu_12.htm

      http://www.ipernity.com/doc/h.b/1941569" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/1941569
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/1941570" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/1941570
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/2094728" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/2094728
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/2094729" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/2094729
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3079715" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3079715
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3079716" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3079716
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3264669" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3264669
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3264670" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3264670
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3264672" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3264672
      http://www.ipernity.com/doc/h.b/3264673" onclick="window.open(this.href);return false;\r
      www.ipernity.com/doc/h.b/3264673
    • Re: Großbrand in Hannoversch-Münden

      Der Lücke zu Leibe rücken
      Von Katja Rudolph Hann. Münden. Schwere Wunden brauchen lange, um zu verheilen. Und so ruft auch die Baulücke in der Langen Straße seit einem knappen halben Jahr täglich wieder die Erinnerungen an den Großbrand vom Mai wach. Doch schon bald wird es Pläne geben, wie es mit der Langen Straße 92 weitergehen könnte. Die Stadt hat bei der Architektin Christa Lotze ein Modernisierungsgutachten...

      mehr konnte ich vom Artikel nicht mehr eruieren bzw herunterladen
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Großbrand in Hannoversch-Münden

      Hier der restliche Artikel:

      Von Katja Rudolph

      Hann. Münden. Schwere Wunden brauchen lange, um zu verheilen. Und so ruft auch die Baulücke in der Langen Straße seit einem knappen halben Jahr täglich wieder die Erinnerungen an den Großbrand vom Mai wach. Doch schon bald wird es Pläne geben, wie es mit der Langen Straße 92 weitergehen könnte. Die Stadt hat bei der Architektin Christa Lotze ein Modernisierungsgutachten in Auftrag gegeben, das auch eine Kostenschätzung umfasst.

      Da sie mit ihrer Kollegin Katja Danne auch für die Sanierung des Eckhauses Lange Straße 90 verantwortlich zeichnet und bereits viel Vorwissen hat, sei es naheliegend gewesen, sie für diese Aufgabe zu engagieren, so Stadtdenkmalpfleger Burkhard Klapp. Das Büro wird nun drei alternative Gestaltungsvorschläge ausarbeiten, wie das wiedererrichtete Wohn- und Geschäftshaus an dieser Stelle aussehen könnte. Dabei habe man von städtischer Seite zunächst keinerlei Auflagen gemacht, so Klapp: "Wir möchten die Kreativität nicht durch unnötige Vorgaben einschränken."

      Dieses Gutachten solle dem Besitzer auch als Entscheidungsgrundlage dienen, um die Kosten für die Wiederrichtung des Gebäudes abschätzen zu können, erläutert Klapp.

      Die ganze Ecke in einer Hand

      In dem Haus Nummer 92 hatte sich vor dem Brand das Strumpfmoden-Geschäft Weber befunden, Bärbel und Henry Weber gehörte auch das Gebäude. Sie haben es Ende August aber an Hermann und Conny Staub verkauft, denen auch das Eckhaus Nummer 90 gehört und das angrenzende Haus Ritterstraße 3. Der Gebäudekomplex, der einst zusammengehörte (siehe Hintergrund), ist damit wieder in der Hand eines Eigentümers.

      Hermann Staub ist in dem Eckhaus Lange Straße/Ritterstraße aufgewachsen, wo sein Vater Karl eine Schlachterei betrieb. Heute lebt der 56-Jährige mit seiner Frau in Hofheim am Taunus.

      Zentimeterweise

      Bereits vor dem eigentlichen Kauf hatte Familie Staub 25 Zentimeter des Grundstücks Nummer 92 von Webers erwerben müssen, um dort im Zuge der Sanierung eine moderne Brandschutzmauer zu errichten. Weil die Häuser ja einst zusammengehörten, gab es nur eine einfache Fachwerkwand als Trennung, die theoretisch je zur Hälfte Webers und Staubs gehörte. Um genug Platz für die neue brandschutzgerechte Haustrennwand zu haben, musste man sich also ein Stück auf das Nachbargrundstück ausdehnen.

      Sanierung erleichtert

      Auch andere baurechtliche Schwierigkeiten - etwa bei der Genehmigung für Fenster in Grenzwänden - fallen weg, dadurch dass der gesamte Eckkomplex jetzt in einer Hand liegt. "Es erleichtert die Sanierung", sagt Christa Lotze. Bald soll auch mit der Renovierung des Hauses Ritterstraße 3 begonnen werden, das an den Innenhof angrenzt, der ebenfalls zum Haus Nummer 92 gehörte.

      Das Gutachten für die Lückenschließung in der Langen Straße soll bis zum Ende des Jahres fertig sein, kündigt die Architektin an. Zu Details wolle sie noch nichts sagen, so lange sie ihre Pläne nicht der Stadt als Auftraggeberin sowie dem Eigentümer vorgelegt habe.

      tinyurl.com/5rrnz3