München (Galerie)

  • Quote from "Oktavian"

    Also ich bin Nicht-Münchner, aber ich verstehe dich total.... Trotz vieler Bausünden ist München die mit Abstand schönste und attraktivste BRD-Stadt.... zahllose renovierte und auch rekonstruierte Vor-1920-Bauten prägen bis heute das Bild der Stadt und zusammen mit dem fast intakten Stadtgrundriß ergibt das 100 mal mehr als in jeder anderen westdeutschen Großstadt....!


    Trotzdem empfehle ich Dir, mal Leipzig und Dresden anzuschauen.... ;-)
    Keine Angst. DD wird München niemals den Rang ablaufen können, einfach weil die Stadt auch schon strukturell viel zu zerstört ist. Man kann und wird einfach keine Kaiserpalast-Reko auf den zur 6spurigen Verkehrsschneise umgebauten Pirnaischen Platz stellen....


    Zeno, echt? Du warst noch nie in L oder DD?!


    Ich kann Oktavian da beipflichten, dass Du einmal dorthin musst! Sicher, DD ist im Zentrum nicht mit M mehr vergleichbar, aber L finde ich ehrlich gesagt schöner als M, weil dort zu einem Großteil die alte Grundrissstruktur beibehalten werden konnte.


    Ad Kaiserpalast: Ja, Oktavian, Du hast sicherlich Recht. Deshalb sollte man den Autobahnverkehr aus der ehemaligen echten Altstadt verbannen und wieder belebbar machen. Da die Stadt ungefähr 30 Jahre hinter der Entwicklung anderer Städte herhinkt, werden wir das noch in diesem Leben erleben - hoffentlich. Bis dahin kann ich noch weitere Unterlagen zur Reko des Kaisers sammeln...und das nötige Kleingeld für die Bankeigenmittel habe ich dann auch zusammen (Du weisst ja, Vorfreude ist ja die schönste Freude :) .

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Irgendwie kann ich mich euch allen anschließen.


    Zum einen ist auch für mich München zwar nicht die sehenswerteste Stadt, aber zumindest die sehenswerteste Großstadt Deutschlands.


    Aber neben der einzigartigen Wiederherstellung zahlreicher Leitbauten darf in der Tat nicht übersehen werden, dass in der Nachkriegzeit auch im Innenstadtbereich jede Menge häßlichster Klötze errichtet worden und von wenigen Ausnahmem abgesehen auch die allermeisten Neubauten in der Stadt von selten mieser Qualität sind (zumindest wenn man ein solches Architekturverständnis wie die meisten hier im Forum hat).


    Auch darf nicht übersehen werden, dass die allgemeine Anti-Historismus-Hysterie auch im Nachkriegsmünchen prägend war und gerade auch viele Gründerzeitkirchen sehr verstümmelt worden sind, indem zum Beispiel vielerorts nach vohandene originale (!) Innenausstattung des Historismus ganz entfernt oder verstümmelt wurde, um dem veränderten Zeitgeschmack genüge zu tun (das muß man sich mal vorstellen: historistische Innenausstattung unpassend in einer historistischen Kiche, welche bezeichnende Absurdität).


    Ein "schönes" Beispiel hierfür ist z.B. die St. Johann Baptist Kirche in Stadtteil Haidhausen ( http://de.wikipedia.org/wiki/St._Johann_Baptist_(Haidhausen) ), die zwar durchaus auch heute noch ansehnlich ist, aber gerade in den 60er Jahren außen und innen verstümmelt wurde und auch heute noch verstümmelt wird. So ist eine der häßlichsten Orgeln die ich kenne (wer kann mir eine häßlichere zeigen ?) die 2005 neu errichtete Max-Reger-Orgel, die eine duchaus akzeptable Nachkriegsogel ersetzt hat (leider find ich auf die Schnelle keine Vergleichsbilder):


    http://images.google.com/imgre…SearchBox%26rlz%3D1I7ADBF
    http://www.flickr.com/photos/2…4/sets/72157607214613598/

  • @MunichFrank


    Ich meine Müllarchitektur findest du ja auch in Budapest, Wien und Prag. Sicher kann sich München nicht München mit dieser Städten in Bedeutung und Geschichte messen. Jetzt sind man ja auch ein bisschen unrealistisch. Von Musuems, Schlösser und Architektur müssen sich München sich nicht Weltweit verstecken. Für mich persöhnlich und auch nicht wissenschaftlich belegt ist eine meine Favoritstädten in Europa. Fragst du eine Schwede gilt ja auch München als schön und Bilderbuch Deutschland, Berlin gilt im gegenteil als Hipp und Avant-garde.


    http://www.spin.se/galleri/tyska/tyskland/munchen/orten.jpg

  • Quote from "Zeno"

    Dafür in Hagen, Heilbronn und Hamm, in Hanau, Hannover und Hof, in Hamburg, Heidenheim an der Brenz und Halle (Saale). :(


    ... tja, so sieht es fast immer aus. Dennoch halte ich Dir die Treue, mein Hannover. :zwinkern:


    Münchens Altstadt ist in der Tat sehr schön harmonisch trotz Nachkriegsarchitektur. Dennoch finde ich andere Großstädte in DE nicht minder interessant. Hamburg ist ganz anders und für mich wesentlich spannender und halt anders schön. München hat halt keinen Zugang zur Küste. Soll jetzt jede Stadt so aussehen wie das "ach-so pik-feine" München? :?:



    Was ich interessant fand, ist, dass München zu mehr als 70% aus Zugereisten besteht.

  • Um auch meinen Senf jetzt dazuzugeben. Für mich geht in Deutschland ( und auch in dem Europa wo ich schon war ) nichts über Berlin. Die Stadt ist zwar keine Schönheit, hat aber dafür einen Flair der seinesgleichen sucht. Basta !

  • Quote from "Zeno"

    Dafür in Hagen, Heilbronn und Hamm, in Hanau, Hannover und Hof, in Hamburg, Heidenheim an der Brenz und Halle (Saale). :(
    Aber auch in Höxter, Hann. Münden, Hildesheim und Heidelberg. :D


    Heißt das, dir sagt das weitgehend zerstörte Hildesheim mehr zu als das umfangreich erhaltene Halle? Und was ist mit dem genannten Heidenheim? Wenn man den Namen einer solch kleinen Stadt liest, geht man ja erst einmal davon aus, dass sie den Krieg mehr oder weniger unbeschadet überstanden hat. Wurde in Heidenheim später derart viel abgerissen oder ist das Städtchen an sich einfach wenig spektakulär?



    Quote from "JimPanse"

    Um auch meinen Senf jetzt dazuzugeben. Für mich geht in Deutschland ( und auch in dem Europa wo ich schon war ) nichts über Berlin. Die Stadt ist zwar keine Schönheit, hat aber dafür einen Flair der seinesgleichen sucht. Basta !


    Wahrlich eine höchst ungewöhnliche, zwiespältige Stadt. Wirtschaftlich ist Berlin schwach und noch immer unselbstständig - das totale Gegenteil zur klassischen Hauptstadt -, und vielleicht ist es gerade deshalb mittlerweile zu einem Mekka für Künstler aus aller Welt geworden. Sollte mittelfristig allerdings eine wirtschaftliche Gesundung der Stadt einsetzen, dürfte Berlin viel von seiner internationalen kulturellen Anziehungskraft verlieren, da diese zu einem großen Teil in den geringen Mietpreisen begründet liegt. Dass die Stadt in ihrem zentralsten Bereich derzeit noch stellenweise katastrophal aussieht (besonders im für den Durchfahrtsverkehr missbrauchten, abgeräumten und von Plattenbauriegeln durchzogenen Alt-Berlin), könnte sich in den nächsten Jahren ändern.


    Hans Stimmann hat bereits das Marienviertel ins Spiel gebracht. Spätestens nachdem das Stadtschloss wiedererrichtet ist, dürfte sich der Blick gezwungenermaßen zur unmittelbaren östlichen Nachbarschaft jenseits der Spree wenden - es kann einfach nicht sein, dass riesige Flächen im Innersten Berlins auf ewig unbebaut als Brachlandschaften liegen bleiben. Würde man dort der Stadt in den nächsten 20 Jahren ihre Mitte in ansprechender Architektur wiedergeben, stünde Berlin gar nicht einmal so schlecht da. Die barocken Stadterweiterungen westlich von Alt-Cölln sind schon jetzt wieder flächig und insgesamt einigermaßen akzeptabel bebaut und der Berliner Gründerzeitbestand dürfte trotz aller Zerstörungen sogar heute noch einer der größten überhaupt sein - die Städte in Europa, die über einen noch umfangreicheren verfügen, kann man möglicherweise an einer Hand abzählen. Berlin ist zwar ein ökonomischer Schwächling, dessen nationale Bedeutung aufgrund der Dezentralisierung Deutschlands noch zusätzlich geschmälert wird, hat aber auf den gesamten Stadtraum bezogen noch immer den Körper einer europäischen Metropole.

    "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
    Arthur Schopenhauer

  • Quote from "Zeno"

    Heidenheim an der Brenz


    Fand ich sehr nett (wenn auch nicht überragend + paar üble Bausünden in der Fußgängerzone), dennoch insgesamt recht gut erhalten mit schönem Schloß über'm Stadtkern.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • München im September 1947


    Amateur-Filmaufnahmen aus München vom
    September 1947. Das Filmaterial stammt
    aus dem Amateur-Film "Postwar Germany:
    28 Months After V-E Day" von George
    T. Fonda, Assistent des Präsidenten,
    Weirton Steel Company.


    Inhalt:
    Nationaltheater
    Residenz Königsbau
    Residenzpost am Max-Josef-Platz
    Frauenkirche
    Marienplatz und Neues Rathaus
    Haus der Kunst
    Bürgerbräukeller
    McGraw-Kaserne



    http://www.youtube.com/watch?v=imVyaUgcNek

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe)

  • The little square "Platzl" and the near area (the famous Hofbrauhaus
    stands in this square, but I did not take a photo of it):


    Platzl 3 and Pfisterst. 11


    Platzl 1, 1a, 2, 3


    Platzl 2, 3


    A nice fassade near the Platzl


    Ledererst. 3 and 5


    Altes Rathaus and the Heiliggeistkirche, as seen from the Viktualienmarkt:



    Two views of St. Peter:




    Asam Kirche (Sendlinger St. 32), Priesterhaus (30) and Asamhof (24):



    Further views:


    Damenstiftstrasse


    Ledererstrasse (this row of houses looks more successful in reality)


    Zeno, thanks for your information on the exact house numbers.

  • Vielen Dank für die Bilder, Gil. An diesen Ecken zeigt München noch das jahrhundertealte Gepräge. Auf dem Letzten Bild sind aber vielmehr (wenn auch gelungene) Nachkriegsbauten zu sehen.

    VBI DOLOR IBI VIGILES