München (Galerie)

  • Ja, der aktuelle Zustand mutet tatsächlich sehr norddeutsch/ostdeutsch an. Freilich ist diese Fassung eine "Nachkriegserfindung". Ursprünglich war das Erweiterungsgebäude des Justizpalastes verputzt und bemalt und hatte eine etwas heiterere (aus meiner Sicht süddeutsche) Erscheinung:







    Quelle: bildindex.de




    hier noch ein Bild von der Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muench…20ce8658.original1024.jpg
    (aus der interessanten Bilderstrecke zur Maxvorstadt)

  • Ja, das ist echt ein riesiger Unterschied! Die heutige Version schaut aus wie eine Trutzburg oder ein Gefängnis...

  • Wenn die ehemalige Perle München sich wieder auf der Liste deutscher Premiumstädte wiederfinden möchte, dann muss hier zeitnah investiert werden. Es kann nicht sein, dass solcherlei Diamanten ungeschliffen bleiben. Die Sanierungstechniken erlauben heute eine bisher nicht gekannte Qualität und da gehört es einfach zum Understatement, entschlossen zu handeln, so dass München nicht ewig abgehängt bleibt.

  • Sehr interessant, die alten Fotos vom "Neuen Justizpalast". Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass der unverputzte Zustand auch der ursprüngliche war. Ganz fremd für München wäre es ja auch nicht, siehe die Frauenkirche oder das Alte Technische Rathaus. Mit gefällt der alte Zustand aber auch besser.

  • Danke @thommystyle™ war mir auch bisher nicht bewusst. Den Bau, wie er aktuell da steht, habe ich auch immer als deplatziert empfunden. Da könnte man ja echt mal was im Sinne des Original-Zustandes machen. :)

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Ich hab auch noch ein paar Fotos aus der letzten Zeit, einige Impressionen bunt durchmischt.


    Am Kosttor:




    An der Hauptfeuerwache:




    Hackenstraße:




    Dienerstraße:




    Asamhaus, St.-Johann-Nepomuk-Kirche, Priesterhaus:




    Heiliggeistkirche Wendelstiege zum Musikchor:


  • Aus der Klosterkirche St. Anna im Lehel:






    Riesige Hausmadonna an der Frauenstraße 13:




    Jugendstil-Häusl in einem Hinterhof in der Frauenstraße:




    Blick über die Blumenstraße und den Hochbunker zur Frauenkirche, Neues Rathaus und Alter Peter:


  • Wohnhaus Blum in der Stollbergstraße 18, außergewöhnliches Bürgerhaus aus den 1850er Jahren im Maximilianstil (neugotisch).




    Ein paar Fotos aus der Liebigstraße / Reitmorstraße im Lehel:






  • Einige nächtliche Impressionen:


    Allerheiligen-Hofkirche:



    Der daneben liegende Kabinettsgarten:






    Blick in die Ludwigstraße:




    Blick auf die Feldherrnhalle und Theatinerkirche, dazwischen lugen über dem ehem. Theatinerkloster die Türme der Frauenkirche hervor:


  • Promenadeplatz:




    Schneetreiben in der Kardinal-Faulhaber-Straße:




    Barockes Ensemble:




    Frauenkirche mit angezuckertem Dach:




    Alte Bayerische Staatsbank:




    Einsame Attikafiguren neben dem Turm der Salvatorkirche:


  • Bei diesen Bildern weiß ich wieder, warum München für mich Deutschlands schönste Millionenstadt ist. Trotz ihrer Größe bietet sie in Teilen noch immer diese Behaglichkeit und historische Anmut, die den anderen Städten (Berlin, Hamburg, Köln) fehlt.

    In dubio pro reko

  • Vom Dach der Alten Bayerischen Staatsbank, da ist jetzt eine Art Eventlocation und Bar drin. Es gibt zwei Dachterrassen hinter den Attikafiguren, eine am Süd- und eine am Nordende des Gebäudes, ich weiß allerdings nicht, ob sie immer offen sind.

  • Auch von mir ein großes Danke für die schönen Bilder.... was ich bei München immer so faszinierend finde, ist diese komplett diametral verschiedene Sicht auf die Stadt - während einige der Meinung sind, die Stadt sei "nicht zu retten", besonders Neubauprojekte "durchweg Schrott" (gibt auch hier entsprechende Beiträge zu finden), das ganze sowieso ein fürchterlich spießiges Geldkaff - so wird die Stadt von anderen heiß geliebt. Ich als emotional recht neutraler Beobachter, der die Stadt nur von wenigen Besuchen kennt, sehe aber auch ganz klar das positive, regionaltypische gründerzeitliche Stadterweiterungen, insgesamt ein verträglicher bis sehr guter Wiederaufbau (ausgehend aber, man muss es so sagen, auch von viel weniger Zerstörung).


    Ist es denn wirklich so, dass gerade Neubauprojekte überwiegend Mist sind, mehr noch als in anderen Städten? Oder ist das auch eine eher emotional gefärbte Sicht auf die Dinge? Eigentlich müsste man ja meinen, dass hohe Preise auch eine bessere Gestaltung möglich machen sollten.

  • Wenn man, so wie ich, die Stadt seit frühester Kindheitszeit kennt, kann man nicht anders, als München zu mögen. Und da ist man einfach empfindlich gegen all die modernistische Umgestaltung. Also eine heiß zu liebende Stadt, deren Neubauprojekte "durchweg Schrott" sind - das ist doch kein Widerspruch. Natürlich wird in anderen Metropolen nicht unbedingt besser gebaut, aber das ist einem eher wurscht.

    Geht mir auch so. Ich bin auch seit meiner Kindheit mit München verbunden, auch familiär. Ich kann mich z.B. in der Weihnachtszeit an einen (wesentlich weniger überfüllten) Weihnachtsmarkt erinnern, an weiß überzuckerte Hauben der Frauenkirche und der Duft von heißen Maroni :) ich würde auch sagen, dass ich der Stadt gegenüber eine tiefe Verbundenheit fühle und der aktuellen Entwicklung skeptisch gegenüber stehe . . . München ist noch heute für mich das München meiner Kindheit: Übernachten im Hotel Bayrischer Hof am Promenadeplatz, über Maffei-, Theatiner- und Perusastraße zum Einkehren im Franziskaner, Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz, Hofbräuhaus am Platzl . . . usw.


    Da empfinde ich das typische Münchner Flair, die besondere Ausstrahlung dieser Stadt (wobei der Bayrische Hof heute ja nicht mehr zu bezahlen ist . . .)

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