Unter den Linden

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    • Kaum etwas neues und ansprechendes: immer mehr banalität! Das Niveau und Qulaität Berlins sinkt ständig mit jedem Neubau. Die Wende ist noch immer nicht im Sicht nach 60 lange Jahren Schrott.

      Die Fassaden könnten VIEL eindrucksvoller und besser gestalltet werden mit klasischen Stillelementen, Schmuck, Figuren, Runde Formelementen, Rissaliten, Gesimmsen, Runde oder Steildächer (wie am Adlon), Glas statt Stein ist ok aber nur wenn nicht nur Glass (wie am Uni in Leipzig).

      Das Auge schmerzt fast wenn nur monotone Raster Fassaden gefasst werden können im Blickwinkel.......wirkt wenn zuviele Rasterfassaden im Blockrandauch billig......

      NB Die Rasterfassaden der Gründerzeit waren Meilen besser gestalltet!!! Mit Jugendstill, Bogen Fenster usw.

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    • Wikos wrote:

      Die ganze Einfallslosigkeit der Moderne

      Natürlich Zustimmung.
      Aber, das weit größere Problem als die Rasterfassade entsteht, wenn die Moderne "Einfälle" bekommt. Denn wäre es den Freunden eines harmonischen Stadtbildes lieber, wenn diese Botschaft Strichcode-Fenster, Glupschaugen oder eine Glassplitterfassade bekäme?

      Würde man sich solche "Einfälle" an dieser Stelle wünschen?

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      Ich denke, danach würde sich mancher zu den Zeiten der einfallslosen, aber immerhin beruhigenden Rasterfassade zurücksehnen.
    • Heimdall wrote:

      Wikos wrote:

      Die ganze Einfallslosigkeit der Moderne
      Natürlich Zustimmung.
      Aber, das weit größere Problem als die Rasterfassade entsteht, wenn die Moderne "Einfälle" bekommt. Denn wäre es den Freunden eines harmonischen Stadtbildes lieber, wenn diese Botschaft Strichcode-Fenster, Glupschaugen oder eine Glassplitterfassade bekäme?
      Für den Bereich Unter den Linden gilt seit 2009 die Baugestaltungsverordnung Historisches Zentrum.
      Dort steht unter anderem:

      "(1) Die Bauflucht sowie Traufhöhen von maximal 22 m über Oberkante Gelände dürfen nicht überschritten werden. Die Gesamthöhe der Gebäude darf einschließlich Dach 30 m nicht überschreiten. Dies gilt nicht für die Grundstücke Hausvogteiplatz 10-11A, 13, Jerusalemer Straße 16, Monbijouplatz 9/10, Wilhelmstraße 61-63, Unter den Linden 62/76 und Schadowstraße 10-13.
      (2) Die Fassaden sind differenziert zu gliedern und zurückhaltend zu gestalten.
      (3) Für die Farbgebung der Fassaden sind gedeckte und ortstypische Farbtöne zu verwenden.
      (4) Technische Einrichtungen wie Antennen, Satellitenanlagen, Be- und Entlüftungsanlagen dürfen nicht an der Straßenfassade angebracht oder aufgestellt werden.
      (5) Vollglasfassaden, großflächige polierte und spiegelnde Fassadenflächen sind unzulässig. Die Fassaden sind in Stein, mit stumpfer Oberfläche oder Putz auszuführen.
      (6) Im Bereich der Straße Unter den Linden ( § 1 Absatz 3 ) und im Bereich des Weltkulturerbes „Museumsinsel“ ( § 1 Absatz 4 ) sind die Fassaden in eine Sockelzone, eine Dachgeschosszone (einschließlich Staffelgeschoss) und den zwischen beiden Zonen liegenden Mittelteil zu gliedern. Die Gliederung der Erdgeschosszone hat auf die darüber liegenden Geschosse, die Gliederung der Dachgeschosszone hat auf die darunter liegenden Geschosse Bezug zu nehmen.
      Dächer und Dachaufbauten:
      (1) Oberhalb der Traufhöhe kann ein maximal zweigeschossiges geneigtes Dach oder Staffelgeschoss ausgebildet werden. Es ist nur eine Staffelung zulässig. Das Staffelgeschoss muss so weit zurückgesetzt werden, dass der Neigungswinkel der Ausbildung einer Dachschräge von bis zu 60 Grad entspricht. Für das geneigte Dach ist zur Straßenfront ein Winkel zwischen 30 und 60 Grad einzuhalten. Dies gilt nicht für die Grundstücke Wilhelmstraße 61-63, Unter den Linden 62/76, Schadowstraße 10-13, Hausvogteiplatz 10-11A, 13 und Jerusalemer Straße 16.
      (2) Geneigte Dächer sind ruhig zu gestalten und farblich an die bestehenden Dächer der Umgebung anzupassen. Die Summe der Breite von Gauben und Dachflächenfenstern darf pro Geschoss die Hälfte der Gesamtbreite des Daches nicht überschreiten. Gauben dürfen nicht in zwei Reihen übereinander angeordnet werden. Die einzelnen Gauben müssen sich in ihrer Form und Maßstäblichkeit in die Gesamtgestaltung einfügen. Die Gauben müssen mindestens 80 cm von der Fassadenvorderkante zurückgesetzt werden. Sie dürfen die Größe der Fenster des letzten Vollgeschosses unterhalb der Traufe nicht überschreiten. Dacheinschnitte sind unzulässig.
      (3) Aufbauten für technische Einrichtungen wie Aufzüge oder Be- und Entlüftungsanlagen sowie Antennen und Satellitenanlagen sind in das Dach bzw. das Gebäude zu integrieren; soweit dies aus technischen Gründen nicht möglich ist, sind sie auf der dem Straßenraum abgewandten Seite zulässig, wenn sie aus der Fußgängerperspektive nicht sichtbar sind und die maximal zulässige Gesamthöhe des Gebäudes nicht überschritten wird.
      (4) Im Bereich des Weltkulturerbes „Museumsinsel“ ( § 1 Absatz 4 ) sind Staffelgeschosse unzulässig.

      Fenster und sonstige Öffnungen:
      (1) Verspiegelte Fensterflächen sind unzulässig.
      (2) Sonnenschutzeinrichtungen sind in die Fassadengestaltung zu integrieren. Zulässig sind einfarbige, nicht glänzende Materialien.
      (3) Einbruchsicherungen im Erdgeschoss müssen so gestaltet werden, dass dahinterliegende Fenster- und Türöffnungen sichtbar sind. Geschlossene Roll- und Fensterläden sind nicht zulässig. Sämtliche Sicherheitskonstruktionen sind in die Fassadengestaltung zu integrieren.
      (4) Grundstücks- und Tiefgaragenzufahrten sind bis zu einer Breite von 4 m zulässig.
      (5) Im Bereich der Straße Unter den Linden ( § 1 Absatz 3 ) und im Bereich des Weltkulturerbes „Museumsinsel“ ( § 1 Absatz 4) darf die Summe der Flächen aller Fassadenöffnungen der Obergeschosse einen Anteil von 50 vom Hundert der Gesamtfassade nicht überschreiten. In den Obergeschossen sind durchgehende horizontale Fensterbänder unzulässig.
      (6) Im Bereich der Straße Unter den Linden ( § 1 Absatz 3 ) ist für Einzelfenster mit Ausnahme von Schaufenster- und Eingangsöffnungen ein stehendes Format vorzusehen."

      Allerdings erfüllt der auf dem Bauschild abgebildete Entwurf des Neubaus der polnischen Botschaft bereits die Vorgabe zu den Fassadenöffnungen der Obergeschosse (50 von 100) nicht. Warum das so durchgehen konnte, ist mir nicht ganz klar - vielleicht gelten für Botschaftsgebäude lokale Bauvorschriften nur als Goodwill, da es sich ja formal um exterritoriales Gebiet handelt.
      Allerdings habe ich langsam so meine Zweifel, ob die Polen dort in absehbarer Zeit überhaupt anfangen werden zu bauen. Die gegenwärtige politische Situation zwischen Deutschland und Polen ist ja bekanntlich belastet, und vielleicht sagt man sich dort: bevor wir 100 Millionen in ein neues schickes Botschaftsgebäude in Berlin investieren, sollen die Deutschen erstmal unser Sächsisches Palais wieder aufbauen...
      Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir
    • Snork wrote:

      Im Bereich der Straße Unter den Linden ( § 1 Absatz 3 ) und im Bereich des Weltkulturerbes „Museumsinsel“ ( § 1 Absatz 4 ) sind die Fassaden in eine Sockelzone, eine Dachgeschosszone (einschließlich Staffelgeschoss) und den zwischen beiden Zonen liegenden Mittelteil zu gliedern. Die Gliederung der Erdgeschosszone hat auf die darüber liegenden Geschosse, die Gliederung der Dachgeschosszone hat auf die darunter liegenden Geschosse Bezug zu nehmen
      Eine Gliederung in Sockelzone, Mittelteil und Dachgeschosszone kann ich beim Neubau der polnischen Botschaft nicht ausmachen.

      The post was edited 1 time, last by 05hamburg ().

    • Königsbau wrote:

      Sah UdL N°15 von Anfang an so aus, oder wurde das Gebäude "versachlicht"? Es wirkt relativ schlicht.
      Ich weiß es nicht genau, aber ich bin mir relativ sicher.Verdächtig ist, dass die Fassade so schlicht und einfach wirkt, aber das Eingangsportal sehr fein und detailliert. Ich nehme an, das Portal ist original erhalten, aber beim Rest des Baus wurde ordentlich abgestuckt hat, wenn man das bei einer Steinfassade so sagen kann. ;)
      Eine Sache weiß ich allerdings. Das Gebäude war vor dem Krieg sehr viel höher. Da hat man ein Stockwerk und ein hohes Dach gekappt. Aber das zusätzliche Stockwerk war wahrscheinlich auch nicht original so.
    • Das Gebäude ist äußerlich sicherlich nicht verändert worden. Dafür, dass es ein Bau aus den 1920ern (fertiggestellt 1925) ist, finde ich die Fassade sogar noch recht plastisch.

      Bereits kurze Zeit nach Errichtung wurde das Gebäude - wie auch das Diskonto-Stammhaus an der Behrenstraße, die Dresdner Bank am Opernplatz und die neue Deutsche Bank an der Mauerstraße - erheblich aufgestockt.

      1929:


      Die Aufstockung wurde noch zu DDR-Zeiten (70/80er-Jahre) rückgängig gemacht.

      Richtig ist: Die Aufstockung wurde erst 1994-97 beseitigt. =>Quelle
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)