Neubau der amerikanischen Botschaft

  • Der unterschied yur saud.-arab. Botschaft bertseht darin, dass diese ein Solitaer am Waldrand ist, und kein Teil eines einen Platz umschliessenden Blocks, der nun wegen der zurueck versetzten Fassade die Einheit der Strasse stoert.

  • ist doch alles nur ideologisches gerede. der tagesspiegel behauptet, dass der gehry nachbarbau ja sooo toll ist im vergleich.


    ich finde den gehry noch wesentlich schlechter, sein entwurf ist peinliche, dünne schauarchitektur für die ich-bin-künstler gemeine der feuilletons


    aber der gehry, ja, das beindruckt den links-modernistisch sozialisierten schreiberling schon enorm...

  • Quote

    Die US-Botschaft ist kein absolutes Desaster -
    An diesem Freitag wird in Berlin die US-Botschaft am Pariser Platz eingeweiht. Die Architektur der US-Repräsentanz ist, gelinde formuliert, schwach: Die Fassaden, die Fenster, das Vordach – sie sind alles andere als ein Augenschmaus. Doch glücklicherweise ist der Bau von einem starken Ensemble umgeben. Das neue Botschaftsgebäude der Vereinigten Staaten in Berlin ist keine gute Architektur. Das zu erkennen war nicht schwer, seit vor einigen Wochen die Bauplanen fielen und die Gerüste abgebaut wurden. Die Fassaden sind unentschlossen gegliedert, die Fenster mit ihrem Sonnenschutz klobig, die Übergänge zu den benachbarten Gebäuden linkisch. Der Schlitz in der Front zum Pariser Platz wirkt unmotiviert, das geschwungene, lausig verlötete Vordach läppisch.
    Besonders schwach zeigt sich der Abschnitt gegenüber dem Holocaust-Mahnmal, wo die Gebäudeteile hin- und herspringen, wo sich Empfangspavillon und seitliches Treppenhaus in unsympathisch eingedunkeltem Glas präsentieren, dem gleich Glas, das man auch am Aussichtsturm für den Botschafter wiederfindet, der angesichts des ansonsten getriebenen Sicherheitsaufwands in fast aufreizend sichtbarer Weise auf dem Tiergarten-Flügel des Hauses thront. Keine gute Architektur. [...] Jetzt bilden die alles in allem durchschnittlichen Bauwerke am Platz eine Einheit: die Häuser Liebermann und Sommer zu beiden Seiten des Brandenburger Tores, der private Luxus des Hotel Adlon, der Repräsentationsanspruch der französischen Botschaft und der Dresdner Bank, das Geschäfts- und Wohnhaus gegenüber dem Adlon. Allein die bemüht nonkonforme Akademie der Künste konnte für ihre Glasfassade eine Ausnahme ertrotzen. Heute ist sie tagsüber ein schwarzes Loch, das durch die Ecklage am Platz zum Glück nicht allzu sehr auffällt. [...]


    http://www.welt.de/kultur/arti…utes_Desaster.html#reqRSS

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • FAZ, heute:


    Ein Anflug von Alcatraz


    Quote

    Das beginnt mit dem S-förmig geschwungenen Baldachin über dem Zugang, dessen Metallstreben so plump und dessen Schwünge so zickig sind, dass er für einen Drogerie- oder Baumarkt gemacht scheint, und endet mit der leicht zurückgesetzten, fenster- und dekorlosen Attika, die die hermetisch abgeschotteten Warenhauswürfel der siebziger Jahre assoziieren lässt. Steht man dann an der Ebertstrasse hinter dem Brandenburger Tor, erscheint die regelmäßig befensterte Breitseite der Botschaft wie die Fassade eines Mietshauses für den Mittelstand, dem allerdings metallene Vorsprünge über jedem Fenster einen Anflug Alcatraz verleihen, womit wiederum der graumetallene Zylinder eines inneren Treppenhauses grotesk harmoniert, der vom Innenhof her die Baumasse überragt.

  • Also ehrlich; ich verstehe das Einprügeln auf die US-Botschaft langsam wirklich nicht mehr.


    Zumindest die Front zum Pariser Platz ist immer noch 100mal gelungener als Behnischs dümmlicher Glaskasten, als das ästhetische Desaster der französischen Botschaft in ihrem 70'iger-Jahre-Provinzverwaltungsbau-Stil oder als Gehrys unsäglicher Große-Fenster-Brutalo-Langeweiler. Von dem übriggebliebenen DDR-Betonkasten an der Nordostecke ganz zu schweigen.
    Über den ganzen Mist hätte man sich aufregen müssen, nicht über die leidliche US-Botschaft.


    Mir scheint da doch eher Anti-Amerikanismus die Feder zu führen ... und bei Bartetzko zusätzlich noch ein gewisses ästhetisches Unvermögen plus seine übliche unreflektierte Anti-Reko-Ideologie.
    Wenn man sich seinen Artikel durchliest bekommt man wirklich das Grausen angesichts der Beschimpfungen des Adlon und der Kleihues-Bauten, ohne die der Platz völlig für'n Arsch wäre und des gleichzeitigen überschwänglichen Lobes für die oben genannten ästhetischen Totalausfälle. Aber Bartetzko lernt's halt nicht mehr. Dafür ist er einfach in seiner Ideologie schon zu fest eingefahren.

  • ja, währe sehr interessant, die Hintergründe des medialen US-Botschaftsbashings zu verstehen. Ist doch mit Sicherheit der beste Bau unter den vielen schlechten, aber der Einzige mit bundesweiter negativer Publicity. Warum nur?


    Da muss man sich dort nur einmal im Kreis drehen, vor allem der Behnischbau ist ja ein Meilenstein präpotenter Alterssturheit...

  • Stimme Philon zu. Die Platzfassade ist durchaus akzeptabel. Dieses "Loch" sieht nur von oben etwas komisch aus, aber sonst...Aber dafür bringt dieses Vordach etwas Bewegung in die ganzen rechtwinkligen Fassaden. Am meisten stört mich die nicht eingehaltene Bauflucht an der Eberstr. zum Palais Sommer hin. Wenigstens kann man jetzt wieder auf dem Bürgersteig laufen.


    Aber irgendwie kann man es schon als Zeichen werten: Heute ist Eröffnung und es regnet ununterbrochen ;).

  • Bin ich wirklich der einzige hier, der die Französiche Botschaft in Ordnung findet? Ich finde, dass das Gebäude was elegantes und exklusives hat:



    Die US-Botschaft finde ich sehr, sehr schlecht. Unglaublich plump und billig wirkend. Allein diese Baumarktfenster :? Die Proportionen stimmen auch nicht. Behnisch ist natürlich auch nur peinlich. Hoffentlich hat die Akademie eine Katze gekauft.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Däne
    Du bist nicht der einzige ich finde auch das die Französiche Botschaft zu den besseren Beispielen der moderen Architektur zählt. (Jetzt sind wir schon zwei :zwinkern: )


    Benni
    Die nicht eingehaltene Bauflucht der amerikanischen Botschaft zur Ebertstraße hin stört wirklich sehr und die Fassade in Richtung Behrenstraße ist einfach nur noch schlecht na ja vielleicht wird ja in 20-30 Jahren mal nachgebessert (vielleicht :?:)

  • @ Däne und SevenUp
    Wir sind sogar schon drei! Ich mag die Französische Botschaft sogar sehr!
    Das Gebäude gleich daneben (Das sandsteinverkleidete mit dem patina-grünen Dach) ist auch sehr gelungen, finde ich.

  • Finde sie auch nicht SO katastrophal. Das schlimmste finde ich die AdK und den Gehry-Bau.

  • Ich finde leider den ganzen Platz recht mies. Mir gefallen einizg das Tor und die Strassenlaternen. Ansonsten???

  • Ich finde das die Pariser Platz nur zu wenig Altbauten hat.
    Die Balance ist durchgeschlagen zur Günste zu moderner Neubauten.


    Finde aber die Fr. Botschaft sehr elegant. Bischen Chique.
    Tor, Anbauten und Adlon noch am besten gelungen.


    Einige Bauten aber haben zu viel Glas, oder viel zu grosse Fenster, was billig oder "unpassend" wirkt.


    So ist der Platz kein Platz wo man die Bauten bewundert oder von den Bauten imponiert ist. Details und Kunst sind für 90% verschwunden, was ich für unangemessen und falsch halte.
    Die Modernen sollen bestimmt ihre Bauten hochziehen können aber da gehört doch auch ein bestimmte Balance an historischen und würdigen Bauten dazu.


    Die US Botschaft wirkt langweilig.


    In der Volkskrant von heute steht das 70% der Deutschen die Amerikaner und ihrer Kultur, Lebensweise und Politik ablehnen. Kritik am Botschaft gehört vielleicht auch zu der allgemeinen Kritik auf der USA.

  • Es ist (gerade unter Linksintellektuellen) Mode, darauf würde ich nicht allzuviel geben. Die Deutschen kritisieren ja immer gerne den, der ihnen deswegen nicht ans Leder will.


    Wenn es darauf ankäme, NUR diese oder jene Lösung, d.h. Rußland ODER Amerika als Schutzmacht, wird die Antwort genauso ausfallen wie in den Frühlings- und Sommermonaten 1945.

    Nein, die werden gedünstet

  • Hallo Freunde,
    der Pariser Platz ist völlig missraten. Es ist einfachnur erschütternd, dass hier wieder eine wichtige Chance vertan wurde. Die pariser Botschaft ist auch nicht chic es ist einfach alles nur unpassend und respektos dem Tor gegenüber sionst nichts. frei nach dem Motto, wenn man denn dat Tor nicht einreissen kann, so versauen wir wenigstens den Platz

  • In Berlin wird man halt bescheiden und die franzöische Botschaft ist in meinen Augen noch mit das beste was der Platz zu bieten hat (natürlich abgesehen vom Tor und den Torhäusern). Von Rachearchitektur kann keine Rede sein die Französen wollte ja eigentlich eine Rekonstruktion ihrer Botschaft was aber vom Berliner Senat verhindert wurde.
    In angesicht dieser Verhältnisse bin ich schon froh das die historische Platzform wieder hergestellt würde. Wie gesagt in Berlin wird man bescheiden :(

  • Im tagesanzeiger hat man es erkannt, was hinter der Kritik steckt:


    Quote

    Die amerikanische Botschaft in Berlin: «Beleidigend billig»
    Zum US-Nationalfeiertag wurde die neue US-Botschaft in Berlin eingeweiht. Deutschland stöhnt über die Architektur und meint die US-Kultur
    [...]
    Die neue Botschaft wurde in den letzten Tagen kübelweise mit Häme übergossen. «Den Allerweltsneoklassizismus eines solchen Baus hätte man in irgendeiner Stadt im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten auch schon 1986 prämiert und würde ihn auch heute wählen, um irgendwelche Plätze zu zieren. Es müssen wohl doch die absolute Unentschlossenheit und Einfallslosigkeit sein, der völlige Mangel an Mut zum Risiko und das Fehlen jeglichen Gespürs für die Spezifik des Pariser Platzes, die den Botschaftsbau nicht zeitlos unauffällig, sondern beleidigend billig und kraftlos wirken lassen», urteilte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung». Und die «Süddeutsche Zeitung» erklärte ihren Lesern, der Eingang sehe aus, «als wollte hier einer Riesenburger grillen». Das deutsche Feuilleton ist sich einig: Die Botschaft beweist, dass die Amerikaner kulturlos, ignorant und paranoid sind.


    Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/varia/904875.html