• So will Sir Norman Foster Duisburg umbauen


    Wer für den Reichstag in Berlin und für die Scheichs in Dubai gut genug war, könnte vielleicht auch die Duisburger Fußgängerzone "peppiger" machen, dachten sich die Verantwortlichen. Und engagierten Sir Norman Foster als Planer für den Umbau der Innenstadt. GLASAUGE kennt seine Pläne.


    http://www.welt.de/satire/arti…ter_Duisburg_umbauen.html


    :gg: :gg: :gg:

  • Zeno: Danke für den Hinweis. Die abgebrochenen Gebäude waren wahrlich keine besonders gelungenen Exemplare. Von daher kann ich den Abriss nach dem langem Leerstand der Gebäude schon verstehen und sehe keinen Anlass den Häusern nachzutrauern.

  • [Offtopic-Inhalt gelöscht]


    Zum Thema:
    An und für sich erscheinen mir die betroffenen Häuser als absolut unschützenswert, ich würde ihnen keine Träne nachweinen, aber man wird doch wohl auch anderer Meinung sein dürfen!
    Vielleicht liegt meine Einstellung einfach nur daran, dass Historismusgebäude bei uns extrem häufig sind und nicht denselben Stellenwert wie in einem offensichtlich völlig plattgemachten Landstrich haben.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"


    An und für sich erscheinen mir die betroffenen Häuser als absolut unschützenswert, ich würde ihnen keine Träne nachweinen, aber man wird doch wohl auch anderer Meinung sein dürfen!
    Vielleicht liegt meine Einstellung einfach nur daran, dass Historismusgebäude bei uns extrem häufig sind und nicht denselben Stellenwert wie in einem offensichtlich völlig plattgemachten Landstrich haben.


    Eben!
    Einen netten Altbau mit einer so schönen Reklamewand (http://forum.bauforum24.biz/fo…id=202515&imagelayer=.jpg)
    findet man nur noch ganz selten im Ruhrgebiet. Den hätte man ruhig stehen lassen können, sonst ist da bald gar nichts mehr ausser Styroporverklebter Plastikfenster Architektur im Revier zu sehen.

  • Ein Projekt in Duisburg:


    Quote

    Auf der anderen Seite der Steinschen Gasse wird dann ein absoluter Liebling der Duisburger Kundschaft, vor allem der weiblichen, wohl nicht mehr sein: der „Knüllermarkt” mit seinem konkurrenzlos breiten und bunten Angebot an Dekorationsartikeln. Er muss Platz machen für das „Stadtfenster”, in dem Bibliothek und Volkshochschule


    sowie ein Dokumentationszentrum zur NS-Zeit Platz finden sollen. Der Baubeginn ist fürs kommende Frühjahr vorgesehen, zuvor muss das derzeitige Gebäude (früher Textilhaus Boecker) abgerissen werden.


    Quelle: derwesten.de


  • Quelle: Mitten in Deutschland: Der letzte Wirt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

  • Die alte Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kaiserberg waren wirklich sehr qualitätvoll und zeugen von der hohen Wohlstand und Kultur dieses Gebiets um 1900.

  • Ich dachte, dass die Zeit der großen Flächensanierungen und dem Plattmachen von ganzen vierteln endgültig vergangenheit ist. In Duisburg scheint das leider nicht so zu sein. Selbst wenn keine historischen Bauwerke betroffen sind, so würde doch wieder eine intakte Siedlung zerstört! disgust:)


    Das Hallendach am Hauptbahnhof passt doch perfekt zu Duisburg. Warum will man es denn weghaben? Kann man es nicht einfach Sanieren? Andere Städte wie Essen oder Dortmund wären sicherlich heilfroh, wenn ihre nicht gerade ansehnlichen Hauptbahnhöfe wenigstens solch ein Hallendach hätten. :kopfschuetteln:

  • Interessant, gibt es denn irgendwelche Anzeichen, dass die Salvatorkirche wiederhergestellt wird oder besser werden soll?


    Die 2 Preußenkönige am Rathaus sind auch interessant. Am Erfurter Rathaus gab es das auch. Wilhelms Nachbar war hier aber (glaub ich) Friedrich Barbarossa. Die Figuren wurden aber nach 45 von ihrem Sockel gestürzt und sind heute leer. Ok zu Weihnachten werden sie zweckentfremdet...


    http://de.wikipedia.org/w/inde…etimestamp=20110108173630

  • Weshalb sollte man die Kirche den wiederherstellen?
    Ich bin total zufrieden damit wie die Kirche derzeit aussieht.


    Weil der komplette Turmhelm fehlt. Ich weiß nicht wie viele Kirchen Duisburg durch Krieg und Abriss verloren hat aber es werden wohl einige sein. Da sollten die verbliebenen nichtauch noch aussehen wie angeschossen.


    Eine Rekonstruktion wie von dir beschrieben lehne ich ab. Du bezeichnest Duisburg selber als die Stadt der Stahlindustrie und Stahlarbeiter. Demnach verbindest du das zurecht mit der Identität dieser Stadt. Genau die entstand aber erst nach 1850. Das heißt nicht, dass ich eine Rekonstruktion dieser alten Häuser komplett ablehne aber nur diese zu Rekonstruieren negiert einen wesentlichen Teil der Stadtgeschichte und das läuft nun wieder dem Rekonstruktionsgedanke zu wider. Dieser will ja der Stadt durch Rekonstruktion ihr gesicht und geschichte wiedergeben.

  • Auf den Vorkriegsbildern sieht man in der Altstadt ganz in der Nähe vom Rathaus und Salvatorkirche noch eine zweite große Stadtkirche mit sehr hohem Turm. Welche war das? Sie scheint restlos verschwunden zu sein.


    Die Rekonstruktion des Turmhelms der Salvatorkirche scheint mir kein abwegiges Anliegen. Auch der Rathausturm hatte vor dem Krieg einen besseren Abschluß, der jetzige ist unpassend, zu bieder, er paßt eher nach Schwaben oder in die Schweiz. Zusammen mit dem Turmhelm in Emmerich wären das drei gute Rekonstruktions-"Leuchtturmprojekte" am Niederrhein! M. E. gar nicht unrealistisch, da die Türme noch stehen und man bei ihnen wirklich was vermißt.

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Liebfrauenkirche_(Duisburg)


    Das wäre ein wichtigeres Anliegen als jener Turmhelm. Ich muss sagen, mir fehlt der gar nicht. Erinnert an die Ludgerikirche in Münster.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Bevor ich mich der Illussion irgendwelcher Rekonstruktionen von Häusern hingebe, bei denen weder Reste noch ursprüngliche Straßenzüge vorhanden sind halte ich mich lieber an Dinge die nicht total utopisch sind.
    Ursus Einwurf ist ein weiterer Fall den es viel eher und dringlicher anzugehen gilt als der Rekonstruktion von simplen Fachwerkbauten, die ohne zweifel Scharm hatten aber schlecht dokumentiert sein dürften da sie damals einfach nichts besonderes darstellten.

  • Liebfrauenkirche

    Quote

    Der Kirchenbau gilt als ein typisches Beispiel für die Architektur der späten 50erJahre des vergangenen Jahrhunderts. Entsprechend bewertet die Denkmalbehörde die Liebfrauenkirche als architektonisch und künstlerisch herausragendes Bauwerk. (...)
    2011 begann die Sanierung der Fassaden. Zur Verbesserung der Energiewerte des Gebäudes und zum Schutz des Betonkerns will man den Bau mit durchsichtigen Polykarbonatplatten einhüllen. Entsprechende Pläne sind an der TU Darmstadt entwickelt worden. Diese innovative Methode könnte Vorbild für die Instandsetzungen weiterer Gebäude, vor allem aus der Nachkriegszeit, sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liebfrauenkirche_%28Duisburg%29

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

    Edited once, last by youngwoerth ().

  • Wenn man wenigstens die Ruinen der alten Liebfrauenkirche stehengelassen hätte... Weiß man etwas über diesen Bau, über Entstehung, Bedeutung etc.?


    Was ich angesichts solcher Stadtbilder nicht verstehen kann, ist diese fürchterlich lähmende Phantasielosigkeit des Städtebaus der Wiederaufbauzeit. Hat sich da keiner auch nur den entferntesten ästhetischen Gedanken gemacht? Selbst unter der offensichtlich alles dominierenden Maxime der Kostenminimierung hätte doch ein gewisser Spielraum bestehen müssen, von der Maximierung des Hässlichen und Bedeutungslosen ein ganz kleinwenig abzuweichen...
    Irgend eine Überlegung, dieses Rathausplatz oder was es ist, so etwas wie eine vernünftige Rahmung zu geben... Oder meinethalben ein ultramodernes Stadtzentrum hinzuknallen, irgendetwas zu machen, um aus diesem BRD-Allerlei der "gemäßigten Moderne" auszubrechen. So hässlich hätte der Wiederaufbau doch wahrlich nicht stattfinden müssen, nicht an jedem Ort, nicht in jeder Stadt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.