• wellaflex88: Danke für die Hintergrundinfos! Hessen stellt wirklich einen Extremfall dar. Insbesondere in Kassel, Darmstadt und Gießen wurde nach dem Krieg mehr kaputt gemacht, wie wieder aufgebaut wurde. In Rheinland-Pfalz dagegen - Trier, Koblenz hat man mit einer Selbstverständlichkeit die Altstädte wieder errichtet bzw. im Heimatstil ergänzt.


    Wobei aber Kassel eindeutig das negativste Beispiel ist, denn dort wurden sogar die wiederaufbaufähigen Kriegsruinen in der Innenstadt (Beispiel Karlshospital) bewusst und bösartig verstümmelt. In Darmstadt und Gießen hat man immerhin in der Innenstadt einige Gebäude gepflegt und auch Jahrzehnte nach dem Krieg wieder hergestellt.

  • Bei dem im Krieg zerstörten Gebäude handelt es sich laut Denkmaltopographie Hessen nicht um einen Teil des bestehenden Hauses, sondern um ein Nachbargebäude.



    Näheres hierzu und ein Bild des Vorkriegszustandes versuche ich herauszufinden.

  • Ihr seid Gießener?


    ich hätte ein Bild und ein Buchumschlag, auf dessen Vorderseite das Haus abgebildet ist.

  • Ja, wohne im Landkreis, bin aber fast täglich in der Stadt.


    Gibt es das Buch im Internet? Dann könnte man sich zumindest das Cover anschauen.
    Das einzige Foto was ich gefunden habe ist von 1900, da gab es beide Häuser noch nicht.

  • schick mir doch mal in ner Nachricht deine Email-Adresse dann schicke ich dir beides. Liebe Grüße aus Gießen

  • Ihr seid Gießener?


    ich hätte ein Bild und ein Buchumschlag, auf dessen Vorderseite das Haus abgebildet ist.

    Ein Giessener bin ich zwar nicht, wäre aber dankbar, wenn Du mir den Titel des Buches mitteilen würdest.

  • Es ist das Haus hinter dem rechten Mann an der Ecke, es hatte ein kleines Uhrentürmchen auf dem Erker


    Ist bestimmt eine gute Aufwertung für den Platz und harmoniert sehr gut mit den beiden linken Nachbargebäuden.
    Leider gibt es solche Rekonstruktionsvorhaben viel zu selten in Gießen, ist schon ein Wunder das diese überhaupt gebaut werden soll.

  • Alte Post: Stadt macht Hoffnung


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    Für das seit nunmehr fast 20 Jahren leerstehende Gebäude lägen mittlerweile »umsetzbare Planungen« vor, sagte die Grünen-Politikerin am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments. Welche Nutzungen für das Haus vorgesehen sind, sagte die Planungsdezernentin nicht. Sie berichtete von Gesprächen, die mit den Eigentümern geführt würden.


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    Gleichwohl gibt es in Gießen aufgrund der Erfahrungen mit dem Samen-Hahn-Areal und der Alten Post gegenüber den Eigentümern viel Misstrauen. Nach dem Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Hauses im Reichensand hatte die ebenfalls bröckelnde Fassade der Alten Post beim Magistrat im Dezember 2012 die Alarmglocken schrillen lassen. Eine Untersuchung ergab aber, dass die Bausubstanz des 150 Jahre alten Gebäudes noch gut ist.


    Hoffentlich wird das was - es wäre sehr schade um dieses Gebäude und eine Schande für Gießen, wenn hier doch noch die Abrissbirne käme. Der Artikel ist allerdings schon ein paar Monate alt - gibt es da neuere Entwicklungen?

  • Bei einem Eigentümer, der eine solche Immobilie einfach mal 20 Jahre leer stehen lässt, hat man stets ein ungutes Gefühl. Abgesehen vom selteneren Fall zerstrittener Erbengemeinschaften ist es in der Regel ein Investor, der skrupellos auf Verfall, Abriss, Bodenspekulation und Neubau zum am besten vermarktbaren Zeitpunkt setzt. Es ist gut, dass sich die Stadt einsetzt, hier ein Nutzungs- und Erhaltungskonzept zu erarbeiten. Mal sehen, ob es fruchtet.

  • Nein wird es auch nicht. Dem Besitzer gehören mehrere Gebäude in Gießen von denen erst vor 3 Jahren ein sehr schönes abgerissen werden musste. Sollte auch hier im Forum zu finden sein. Außerdem gehören ihm Gebäude in einer ostdeutschen Stadt denen genau das gleiche Schicksal blüht. Zynisch nur dass er ein Restaurant mit dem Namen ALT-GIEßEN betreibt....

  • Das wäre sehr bitter, weil Gießen nur noch über wenig historische Bausubstanz verfügt. Es bleibt zu hoffen, dass es bald eine gute Lösung mit Nutzung geben wird. Eine Kernsanierung mit Eigentumswohnungen wäre doch sicher ein realistisches Geschäft.