• Es gibt auch eine Studentenversion für 100 Euro, die aber zwei Nachteile hat: Erstens muss man Student sein und eine Ausweiskopie vorlegen, um einen Freischaltcode zu erhalten, zweitens stellt sie nach zwei Jahren ab Aktivierungsdatum ihren Dienst ein.

  • 3dmax kostet doch so viel wie ein Toyota Corolla, Baujahr '98 - und die EDU-Version ist genau so lange gültig, bis man sein erstes Haus einigermaßen visualisiert bekommt. Cinema 4D wäre da eine günstigere und einfachere Alternative.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Giessen ist ab jetzt bei maps.live.com zu sehen. Nachdem was ich vorher über die Stadt gelesen habe, bin ich ehrlich gesagt positiv überrascht:


    http://maps.live.com/default.a…0&phy=0&phscl=1&encType=1


    Von der einstigen Fachwerkstadt ist nicht viel geblieben, die Innenstadt sieht aber teilweise akzeptabel aus: keine grosse Brachflächen, ziemlich schmale Strassen und hier und da ein Paar Gründerzeitler. Verglichen mit Pforzheim sieht GI deutlich besser aus.


    Hier eine schöne Gründerzeitstrasse in der Innenstadt:


    http://maps.live.com/default.a…&where1=giessen&encType=1

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Weiß jemand im Forum, wieviele Fachwerkhäuser es in etwa in Gießen vor den Kriegszerstörungen des 2. Weltkrieges gab? Habe schon überall gesucht, über die verlorene Altstadt von Gießen ist allerdings sehr wenig zu finden.

  • Nicht besonders viel, nur noch vereinzelte. Man konnte eigentlich nicht mehr von einer "Fachwerkaltstadt" sprechen. Am Markt waren nur das Rathaus und die Engelapotheke herausragend, und auch in den Hauptstraßengassen waren eigentlich nur neuere Bauten zu sehen. Das Ganze ergab ein gefälliges Stadtbild, dessen Verlust sehr zu bedauern ist, das aber auch ohne Zerstörung zweifellos arge Einbußen erfahren hätte.
    Ich kenne gießen, und habe darüber hinaus eine Zeit alte AKs aus Gießen (sporadisch) gesammelt, weil ich für einen dort wohnhaften Freund Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke brauchte. Schau dir die Seite von ansichtskartenversand.com an, dort wirst du fündig.
    Mir ist niemals eine Fachwerkzeile aufgefallen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Danke für den Tipp. Bin erschüttert, dass die Marktzeile von Gießen im Hessenpark und nicht in Gießen selbst nachgebaut wurde.

  • Die "Gießener Marktzeile" ist rein fiktiv. Nur die Goldener Engel-Apotheke ist authentisch, daneben hatte nur ein Haus Platz, siehe die von Heimdall verlinkte AK. Um die Engel-Apotheke ist natürlich schade, aber die Stelle war in Gießen natürlich schon längst überbaut. Außerdem ist der heutige Markt so etwas von inferior, dass dieser schöne Bau dort auch nichts mehr ausrichten täte. Vielleicht noch mehr schade ist um das herrlich elegante Gießner Rathaus, das wenigstens im Hessenpark auch aufgebaut werden sollte.
    Gießen selbst ist eine ziemlich freudlose Stadt, von Wirtschaftswunder und US-Army geprägt. Angesichts der städtebaulich wunderbaren Umgebung (Butzbach, Alsfeld, Marburg, Limburg, Fritzlar, Wetzlar...) wo so viel Erz Hessisches noch besteht, erscheinen mir Wiederaufbauüberlegungen gar nicht so sinnvoll. Im Hessenpark steht sie gut, die Engelapotheke. Im heutigen Gießen wäre sie nur verloren. Schade, dass mein Gießener Freund den Wiederaufbau nicht mehr erlebt hat.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Na, sehe ich nicht ganz so negativ. Ein Wiederaufbau vor Ort ist stets zu begrüßen und eine Bereicherung. Von US-Army ist Gießen übrigens nicht mehr geprägt. Die Amis sind, abgesehen von Wiesbaden, zur Gänze aus Hessen abgezogen.
    Es gab ein paar Wiederherstellungen nach dem Krieg. So überstand das Neue Schloss die Bombenangriffe, das Zeughaus und das Alte Schloss wurden hingegen einerseits äußerlich wiederaufgebaut, andererseits rekonstruiert. Und auch das letzte bedeutende Fachwerkhaus der Altstadt, das Burgmannenhaus, ist eine 1976/77 erfolgte Rekonstruktion. Es geht also, insofern wäre gegen weitere Rekonstruktionen, wenn der Baugrund zur Diskussion steht, doch gar nichts einzuwenden.
    Am Umgang mit dem ähnlich gebauten Zeughaus in Kassel, das von Ruinenkult und Modernewahn kaputtgedacht wurde, sieht man auch, dass ihn Gießen ein meines Erachtens weitaus moderaterer Wind hinsichtlich des Umgangs mit der historischen Substanz wehte als in Kassel, wo man das letzte erhaltene Fachwerkhaus am Markt nach dem Krieg für den Straßenverkehr abräumte.

  • na ja, ein paar schöne Einzelbauten gibt es, aber sie wirken völlig verloren in dem Wiederaufbaueinerlei. Wenn man bedenkt, wie schön und selbstverständlich sich Zeughaus und Neues Schloss in dem Historistisch- barocken Umfeld früher eingefügt haben und dann das heutige Elend...



    Alle "Hintergrundbauten" sind dahin, und diese erst machen erst so was wie ein Stadtbild aus.


    Marktbereich:
    Engelapotheke, rechts Rathaus:

    Rathaus:



    aneres Marktplatzende:


    Leibsches Haus von hinten:



    FWH aus dem 17. JH in der Sonnenstraße:


    origineller Spätgründerzeitler:

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    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • ursus carpaticus:


    Ich muss dir leider zur Vorkriegssituation von Gießen (als meine Heimatstadt) widersprechen. Ich selbst habe mit 14 ein ca. 10qm² großes Modell vom Gießener Markt/Kirchen/Lindenplatz gebaut und selbst dort waren Unmengen (verputzte) Fachwerkhäuser vorhanden. Gießen könnte, wäre es nicht zerstört worden, heute ohne zögern mit Wetzlar oder Marburg gleichsetzen. Es waren richtige Fachwerkquartiere zwischen Walltor (Walltorstraße/Asterweg/Kirchenplatz-Nordzeile), Marktplatz und Neuenweger Tor (etwa das Pädagogium, Haus zur Sonne, Farbenhaus Hahmann, Getränkelhandel Weisel mit wunderschönem Balkongeländer), Neuenweg (mit heute noch vorhandenem goldenem Löwen), Kreuzplatz, Katharinengasse-Kaplansgasse-Löwengasse bestand fast ausschließlich aus Fachwerkhäusern, die Burgmannenhäuser.


    Das meiste war zwar verputzt, aber dennoch Fachwerk.

  • man sieht es teilweise eh auf den AKs. Aber waren es wirklich so viele? Der Vergleich mit Wetzlar erscheint mir ja plausibel, aber auch jener mit Marburg?

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  • auch jener mit Marburg begründet. Gießen hatte zwar (im Gegensatz zu Marburg) so gut wie keine erhaltenen Stadtmauerreste mehr, aber unglaubliches Fachwerkpotenzial.Ich habe lange Zeit Bilder aus der Altstadt gesammelt, kann dir die bei Gelegenheit gerne mal zeigen

  • Verglichen mit Kassel sieht Giessen weit besser aus - finde ich zumindest:


    http://binged.it/xA2UBM


    Soweit ich erkennen kann, war der Wiederaufbau recht kleinteilig und ich habe keine grössere Strassendurchbrüche gefunden. Allerdings sieht der Marktplatz wirklich schlecht aus.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Gießens Innenstadt innerhalb des Anlagenrings geht auch einigermaßen. Man hat zwar einige Bausünden wie CityCenter + Kaufhof (für die 1971 der letzte Rest Altstadt abgerissen wurde), das Hochhaus Dietzstraße und die Betonblöcke in der Neustadt, aber ansonsten hat man doch die relativ kleinteilige Struktur bewahrt.jedoch MUSS man bedenken das Gießens Innenstadt ZWEIMAL zerstört wurde, das erste mal 1944..,.....das zweite mal in der Nachkriegszeit, ich weiß von meinen Großeltern das SEHR viel wiederaufbaufähiges vorhanden war.


    ja am Marktplatz entsteht moment der nächste Betonklotz (Stadtwerke-Gebäude, ehem. Wäschehaus Bette) und der Boden dort ist komplett geteert, eine Sünde unseres ehem. Stadtbaurates Thomas Rausch.


    Das einzige was innerhalb der ehem. Altstadt wirklich noch erhalten ist, ist der (sehr schöne) Seltersweg, Plockstraße, Neuenweg, neues + altes Schloss, Zeughaus, eine Hand voll alter Fachwerkhäuser, obere Bahnhofstraße und das Stadttheater mit heutigem McDonalds-Gebäude (sein gründerzeitliches Nachbargebäude wurde 1977 für einen Sparkassen-Glaspalast abgerissen).


    Wirklich schade steht es momentan um das ehem- Samen-hahngebäude welches seit 1986 leer steht, aber wunderschön ist.

  • Ich habe letztes Jahr einen Kurzurlaub in Hessen verbracht und war auch kurz in Gießen:


    Picasa Web Albums - Stephan Baumeister - Gießen


    Ich fand die Stadt aber in weiten Teilen sehr enttäuschend, vor allem die abgebildete Brache und daneben diesen Karstadt-Klotz fand ich sehr unattraktiv. Dabei gibt es in der Gegend tatsächlich jede Menge schöne und vor allem erhaltene Orte...

  • für diese Brache wurde 1968 das Gießener Volksbad (Jugendstil-SCHATZ) abgerissen, die daneben stehende Ruine ist das von mir erwähnte Samen-Hahngebäude

  • wellaflex88: Danke für die Hintergrundinfos! Hessen stellt wirklich einen Extremfall dar. Insbesondere in Kassel, Darmstadt und Gießen wurde nach dem Krieg mehr kaputt gemacht, wie wieder aufgebaut wurde. In Rheinland-Pfalz dagegen - Trier, Koblenz hat man mit einer Selbstverständlichkeit die Altstädte wieder errichtet bzw. im Heimatstil ergänzt.