Potsdamer Bausituation

  • Bilder von heute zum Hotel-Rohbau, man ist in der zweiten Etage angekommen:



    Gegenüber wird gezeigt, wie die Fassade später aussehen wird:



    Die historische Blickachse lässt sich von der Straße Am Kanal wieder erahnen, leider versperrt ein großer Baum einen Teil der Sicht auf die Französische Kirche. Die Häuser in der Französischen Straße erhalten gerade einen neuen Fassadenanstrich in hellgrau und cremefarben, hier nur das Gerüst zu sehen:


    Alle Bilder sind von mir.

  • ^Du must in die Straßenmitte gehen, dann stört auch der Baum nicht mehr. :thumbsup:

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Na ja, viel gibt es da leider auch nicht mehr zum Stören....

    Dass sich die Wirkung eines derart bescheidenen (durchaus im positiven Sinne gemeint), selbstgenügsamen Stadtbildes so überhaupt nicht mehr wiedergewinnen lässt, ist auch eine Art Armutszeugnis.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Brandenburger Vorstadt, direkt südlich vom Park Sanssouci.


    Zwei Villen in der Geschwister-Scholl-Straße (N°44 und N°45) werden saniert, daneben und dahinter wird bis zum Bahndamm hinzugebaut. Mehr in diesem Bericht aus 2018 - eine Projektseite habe ich nicht gefunden.


    Weiter stadteinwärts eine ähnliche Geschichte. Sanierung der straßenseitigen Häuser und Wohnpark auf dem dahinterliegenden Grundstück bis zum Bahndamm.

    Alter Bericht aus dem Jahr 2013 mit Ansicht der Straßenseite.

    Bericht aus dem Jahr 2018 mit Visualisierung von oben.

    Vorhabenbezogener Bebauungsplan Geschwister-Scholl-Straße N°55, 56 [58] und 59

    Auch hier offenbar keine Projektseite vorhanden.


    Zwischen beiden Großbaugrundstücken ist die Villa Fritzsche (N°52/53) immer ein besonderer Blickfang.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Eine Übersichtskarte der Innenstadt Potsdams der aktuellen Bausituation.



    Sicherung und volle Auflösung: https://abload.de/img/potsdam-mapf6jkq.jpg


    Grün = Voll erhalten oder weitgehende Rekonstruktion

    Gelb = Angepasste Neubauten, weite Spannbreite und ortsabhängig zu bewerten

    Rot = Auffallend unpassende Neubauten in Größe oder Fassade


    Karte ist ohne Hinterhöfe oder äußere Stadtteile, welche meist recht gut (grün) erhalten sind. Basierend auf Openstreetmaps mit meinen Bearbeitungen. Wer Fehler findet, kann dies hier schreiben.


    Update1: Zwei orange Bauten an der Nordseite der Posthoftsr.

  • Ich hab hier noch ein paar Ergänzungen gemacht, die lila Gebäude sind Neubauten, die Blauen sind Rekonstruktionen oder Altbauten, die noch fehlten (kann sein, dass was fehlt):



  • Wir müssen uns damit abfinden und einstellen,das alle oder fast alle Gebäude die in Rot dargestellt sind auf Dauer in Potsdam erhalten bleiben.Schon allein weil die allermeisten von ihnen Wohnungen und unverzichtbare Soziale Einrichtungen beherbergen die man nicht mal eben aus Stadtkosmetischen Gründen abreisst.Für uns sollte es fürs erste erst einmal reichen Bzw zufrieden machen wenn die Planungen für die Potsdamer Mitte soweit baulich realisiert worden sind (in 4-5 Jahren).Bis dahin hat dann Potsdam schon sehr viel städtebaulich erreicht.Mehr Annäherung an das alte Potsdam denke ich, wird es danach nicht mehr so schnell geben.Potsdam wird aber auch Zukünftig in einem steten Umbau und Veränderung bleiben, dafür sind dann die nächten Generationen zuständig.

  • Das nächste rote Gebäude, dass fallen wird ist der Staudenhof und das gleich unmittelbar neben der Nikolaikirche und dem Alten Markt. Dann ist die wunderbar übersichtliche Karte um noch einen roten Fleck sauberer. Corona hat leider dem Tourismus voll zugesetzt und wenn man im Negativen etwas Positives sehen kann/will, dann wird womöglich der rote Fleck Mercure auch rascher von der Karte gewischt...aber das ist nur eine stille Hoffnung in dieser schweren Zeit.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Vielleicht an der Stelle hier ganz passend, ein Schadensplan der Potsdamer Mitte aus der Nachkriegszeit aus dem Potsdamer Museum. Die gelben Gebäude sind Kriegszerstört. Man sieht, dass vor allem in der Breiten Straße und in der Altstadt noch unfassbar viele Häuser abgerissen wurden:


  • Ich würde es unter verpasste Chance abbuchen. Ich denke, als das Gebäude gebaut wurde, war man in Potsdam noch nicht so weit wie heute am Alten Markt. War das nicht die selbe Zeit wo unser Hauptbahnhof gebaut wurde?

  • Zum Vergleich noch ein Stadtplan von 1953 vor den großen Umbauten


    Stadtplan_von_1953.jpg


    Wir sehen u.a:


    Die BS hieß bereits WKS, war aber noch intakt inkl. GK und SS. Die Havelbucht war noch nicht aufgeschüttet.

    Das ET- Stadion im Lustgarten war bereits da

    Die alte Lange Brücke von 1888 stand noch

    Die Straßenstruktur nördlich und östlich vom Alten Markt war noch da, auch wenn die Bauwerke überwiegend Krümel waren

    Der Luisenplatz hieß kurzzeitig Brandenburger Platz, danach Platz der Nationen und nach der Wende wieder Luisenplatz

    Der Stadtkanal und seine Brücke waren noch vollständig

    Noch kein Plattenbau in Sicht

  • Am Luisenplatz wurde kaum bemerkt Ende 2018 diese öffentliche Kunst-Installation angebracht:


    Drei Kaiserinnen Kunstwerk


    46862075642_cd22b3bdd1_c_d.jpg


    Die wenigen Informationen:

    Von „Blumenfee“ Ele, Eleanora Terrelonge-Griffith de Franke. Die vergoldeten Kronen mit Glasmosaik sollen an drei preussische Königinnen erinnern. ---- Kronen von Andreas Klein. Glasmosaik von Thomas Pauli und Karten Ebell.


    ab 23:50 sichtbar


  • Der ehemalige Parkplatz in der Helene-Lange-Straße / Friedrich-Ebert-Straße wird nun endlich bebaut. 21 Eigentumswohnungen und vier Gewerbeinheiten wird das Neubauproejekt dann beinhalten. Am 24.03.2017 erfolgt zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr der provisorische Spatenstich unter Anwesenheit Presse, ersten Käufern und allgemein Interessierten aus Potsdam laut Eventium.io.


    Projektbeschreibung und Ansichten mit Renderings: Helene-Lange-Palais.com

    Das "Helene-Lang-Palais" im Norden Potsdam knapp hinter dem Stadthaus kann per Gugel 360° besichtigt werden.


    Neubau_Potsdam_Header.jpg


    Außen Bild 1


    Außen Bild 2


    Die klassizistisch moderne Architektur des Helene-Lange Palais spiegelt den besonderen Charme der Architekturgeschichte Potsdams wieder.

    Innen Bild 1


    Innen Bild 2

  • Das kleine Viertel zw. Babelsberg, Zentrum Ost und der Schnellstraße und ist inzwischen fertig. Artikel der PNN zum Jute-Kiez.





    In der Mitte dieses sehr merkwürdig ergänzte historische Bauwerk




    In 2008


    800px-Nordwolle_3%3B_2008.jpg


    Rechts sind 90er Jahre Bauten und links Gründerzeitler



    Die restlichen Altbauten versprengt zwischen den Neubauten.



    Die einsame Villa wird saniert und ergänzt?



    Rechts angeschnitten die merkwürdigen postmodernen 1990er Bauten neben der Schnellstraße



    Auf der östlichen Seite neben der Auffahrt zur Schnellstraße der aufwendige Gründerzeitler


  • Ein interessantes Detail sind die zwei Bauten Dortustraße Ecke Kiezstraße ganz unten in der Karte. Die Bauwerke wurden laut Schadenskarte als beschädigt angegeben, wobei das Eckbauwerk dann wohl nur vereinfacht aufgebaut wurde (aber in der Fensteranordnung noch den Altbauten entspricht). Hier wäre mal Zeit für eine Aufstuckung. Beim Bauwerk links daneben bin ich mir nicht sicher, wann das gebaut wurde aufgrund der unpassenden Fensteranordnung (könnte eine sanierte Platte sein).



    Die zwei Bauten Dortustraße Ecke Kiezstraße



    Dortustraße Blickrichtung Süden. Das dreistöckige Bauwerk am Ende ist ein angepasster Plattenbau, wobei laut Schadenskarte ein Totalverlust vorlag (voll gelb).



    Ansonsten ist die Kiezstraße gut erhalten mit nur wenigen Häusern, die eine Pinselsanierung gebrauchen können.