Berlin-Charlottenburg - Physikalisch-Technische Bundesanstalt

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    Der Architektenwettbewerb für die Generalsanierung des Observatoriums und den Neubau eines Infrastrukturgebäudes für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Berlin ist entschieden. Sieger des Realisierungswettbewerbs ist das Berliner Architekturbüro Huber Staudt BDA mit seinem Entwurf einer weitgehend originalgetreuen Rekonstruktion der im Krieg zerstörten Kuppel. Mit diesem Entwurf gewinnt das Baudenkmal aus dem Jahre 1887 seine ursprünglichen Gestaltungsqualitäten zurück und wird gleichzeitig den Anforderungen an ein Laboratorium des 21. Jahrhunderts gerecht.


    Die Wettbewerbsarbeiten aller zehn Teilnehmer werden vom 14. bis 28. März von Montag bis Freitag, 9.00 bis 20.00 Uhr (ausgenommen Karfreitag und Ostermontag) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Fasanenstraße 87, in 10623 Berlin-Charlottenburg ausgestellt.


    Ziel des Wettbewerbes, der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobt und betreut wurde, war ein Entwurf für die Generalsanierung des denkmalgeschützten Observatoriums als ältestem Gebäude des Institutsgeländes der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) in Berlin-Charlottenburg, Abbestraße Ecke Marchstraße und seine Herrichtung als modernes Laboratorium. Infrastrukturelle Defizite und die veralteten technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen ließen die Sanierung und den Neubau eines Infrastrukturgebäudes notwendig werden.



    Und ein Artikel der MOPO:


    http://www.morgenpost.de/conte…/03/25/berlin/953641.html

    Auf dass das baukulturelle Gedächtnis der Städte in unser
    aller Interesse und für die Zukunft erhalten bleibt !

  • Was ist den hier los keine Glaskuppel kein Flachdach oder Staffelgeschoss? Und das in Berlin wo kommen wir den da hin...
    Ganz einfach zu einem optisch schönen Gebäude. Ich freu mich sehr endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung :zwinkern:

  • Ein wenig Themenpflege ermöglicht eine Veranschaulichung der Maßnahmen und Hintergrundinformationen zu Gebäude und Wettbewerb unter folgenden Internetseiten:


    Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)


    BBR Bauten des Bundes in Berlin



    Lage des Geländes der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin



    Vor-Ort-Bilder? Lassen wir uns überraschen...

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Zunächst ein Überblick über den Berliner Campus der PTA:

    Bildquelle: Internetpräsenz der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt


    Dann einige aktuelle Bilder - beginnend mit der Ecke Marchstraße/Fraunhoferstraße (links), von wo das Observatorium zu erahnen ist.


    Das Observatorium ist das älteste Gebäude (bezogen 1891) auf dem von Werner von Siemens zur Verfügung gestellten Gelände.


    Immer noch von der Marchstraße auf das mit Mauern und Zäunen verbarrikadierte Gelände geblickt - im Hintergrund ist der Werner-von-Siemens-Bau zu erkennen.


    Beschränkter Durchblick von der Guerickestraße; rechts der Emil-Warburg-Bau.


    An der Ecke der Abbestraße, welche das Gelände teilt, befindet sich das Chemiegebäude.


    Längs der Abbestraße der Werner-von-Siemens-Bau, das historische Hauptgebäude.




    Es schließt sich dieses (wohl) Bedienstetenwohnhaus im gleichen Stil an.


    Auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Physikbau zunächst der 2012 fertiggestellte Bau des Technikums.

    Teilweise bauliches Vorbild war wohl die Dresdner Synagoge? eek:)


    Dann gebenüber dem Siemensbau der Wilhelm-Förster-Bau.


    Links daneben ergibt sich ein Durchblick zum Hermann-von-Helmholtz-Bau an der Kohlrauschstraße.


    Und hier wird bald das hässlichste Gebäude des Komplexes entstehen, der sog. Walter-Meißner-Bau.

    Ich bin kein Freund des Umstands, dass Rohdecan-Architekten über Dresden hinaus schüttelfenstermäßig expandieren - Wettbewerbsergebnis


    Einige weitere Bilder auf den Seiten des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung

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    (Immanuel Kant)

    Edited once, last by Mantikor ().

  • Die Wiederherstellung der Kuppel ist schon wunderbar und ergibt ein schönes, stimmiges Bild. Sämtliche dargestellten Altbauten dieses Ensembles, in Klinkerbauweise errichtet, die hier in Fotos vorgestellt wurden, sprechen uns in edler und schöner Formensprache an. Da geht einem doch das Herz auf. Im Kaiserreich konnte man noch schön und hochwertig bauen.


    Die meisten Menschen haben doch schon längst die Nase gestrichen voll von Bauhauskisten und Schuhkartons als Häuser ohne Schmuck, ohne Gliederung und ohne Eleganz. Die Zeit ist reif für eine Umkehr im Bauen, zurück zum Schönen. Dass Rekonstruktionen von Kuppeln wieder möglich sind, ist ein Indiz dafür, dass wir schon auf dem Wege in die richtige Richtung sind.

  • Weitere Bilder der Gebäude.


    Der Konrad-Zuse-Bau an der Ecke Guerickestraße und Kohlrauschstraße.


    An der Kohlrauschstraße schließt sich der Hermann-Helmholtz-Bau an. Das mehrflügelige Gebäude stammt von ca. 1900.





    Wofür wohl diese merkwürdige Dachkonstruktion gut sein soll?


    Vom Innenhofbereich gesehen.
    Bildquelle: Pressefoto der PTB

    Und zum Abschluss ein hübsches Bild des Oberservatoriums, dessen Kuppelwiederherstellung dieses Thema hervorgebracht hat, bei (heller) Nacht.
    Bildquelle: Pressefoto der PTB

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    (Immanuel Kant)

  • Umfangreiche Informationen zum jetzt begonnenen Neubau des sog. Walther-Meißner-Baus.


    Neuer Forschungsbau für Messungen rund um Temperatur und Supraleitung - BBR Bund


    "Die Architektur des neuen Gebäudes fügt sich als eigenständiger zeitgenössischer Bau harmonisch in das denkmalgeschützte historische Ensemble des Campus Charlottenburg der PTB ein."


    Ja sicher - und die Kuh legt Eier...Dann sollen sie doch schreiben, dass die besondere Funktion des Baus in etwa eine Gestaltung wie ein Hochbunker erfordert, aber eine solche Aussage ist einfach nur haarsträubendes Geplapper.

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    (Immanuel Kant)

  • Das Gelände der PTB wird baulich nicht unerheblich verdichtet. Insgesamt wird dabei offenbar die Ockerfarbigkeit als einheitlicher Maßstab verfolgt.


    An der Ecke Marchstraße/Fraunhoferstraße entsteht ein schon weit vorangeschrittener Neubau.


    Weiter nach rechts erfolgt ein Blick auf das Gelände vor dem Observatorium.


    Auch an der Marchstraße/Guerickestraße wird die Ecke geschlossen werden.


    Das 'Technikum' (2012) an der Ecke Abbestraße, welche umgestaltet wird.


    Und zwar unter Verwendung von ockergefärbten Begrenzungssteinen.


    Hier vor dem Werner-von-Siemens-Bau ist es bereits fertiggestellt.


    Der neue Walther-Meißner-Bau ist in Realität m. E. ein wenig besser als visualisiert geraten.


    Wieder an der Fraunhoferstraße.

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    (Immanuel Kant)

  • Immerhin verfolgt man auf dem Areal eine Ensemble- und Leitidee in Materialität und Farbigkeit, passend zum Altbestand.
    Auch die "neo-expressionistischen" Klinkermuster sind ganz angenehm. Es dürfte aber gern mehr Dachgestaltung und Gliederung der Baukörper selbst geben, zB durch Risaliten, Vor- und Rücksprünge der Fassaden, mehr Plastizität in den Proportionen. Und natürlich durch stehende, gleichmäßige Fensterformate (statt der liegenden und teils verschobenen Fenster).