Halberstadt (Galerie)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Re: Halberstadt (Große Harz-Tour, Teil 4)

      Warum soll dieses Haus nicht mehr zu retten sein? Der Dachstuhl wohl nicht, aber sonst ist noch alles da. Was fehlt, ist in erster Linie der WILLE.
      Der Wille zum Erhalt, nicht der zur Abrissbirne. Mit der ist man in D bekanntlich sehr schnell bei der Hand.
      Und wie wär es damit, diesen wahrscheinlich einsam und verlassen stehenden Bau an eine prominente Stelle zu translozieren? Der Markt um das Rathaus wäre mit Abbruchsobjekten wie diesen sicher weit schöner zu pflastern gewesen als mit diesem 08-15 Billig-Postmodernismus.
      Aber nein, man muss abreißen, vernichten.
      Wer soll es da wirklich noch wagen, Rekos für Halberstadt zu fordern?
      Abrisspraktiken wie diese geben den Reko-Gegnern in der Tat wunderbare Argumente in die Hand.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Re: Halberstadt (Große Harz-Tour, Teil 4)

      Volle Zustimmung, "ursus carpaticus". Das ist eine Kulturschande ersten Ranges.
      Wo ist da eigentlich die Denkmalschutzbehörde? Wo ist die Verpflichtung des Eigentümers, also der Stadt, zur Sicherung?
      Wenn man schon jetzt nicht sanieren will, dann sollte man nun wenigstens einen geordneten Abbau der Balken vornehmen, diese einlagern, und das Gebäude später, notfalls transloziert, wieder aufbauen.
    • Im Rahmen der Umwandlung meiner alten Dias in digitale Fotos habe ich einge Aufnahmen von Halberstadt aus dem Jahre 1992 gefunden, die ich hier gerne einstellen möchte:

      Der Dom zu Halberstadt, er zählt mit zu den schönsten gotischen Domen Deutschlands:




      Westfassade mit Doppeltürmen:




      Innenhof des Domkreuzgangs mit der Südseite des Doms:








      Im frühgotischen Domkreuzgang:

      Das obige Foto zeigt das Mittelschiff des Doms mit dem herrlichen gotischen Lettner.








      Nachdem man den Lettner durchschrtten hat, befindet man sich im Chor, der gleichfalls reich ausgestattet ist. Es handelt sich um einen Umgangschor, so dass Prozessionen in der Kirche um den eigentlichen Chor herum möglich waren:




      Ein frühgotischer bemalter Sakristeischrank (Dommuseum)




      Eine romanische Muttergottes als Himmelskönigin thronend mit dem Jesuskind auf dem Schoß:
    • Ich werde, sobald ich bei meiner Familie in der Heimat bin, viele der Dias, Postkarten und alten Stadtpläne hochladen.
      Sie bilden die Entwicklung der Stadt von ca. 1900 bis zur Wende ab.
      Versehen werde ich die ganzen Bilder mit Kommentaren meines Großvaters, der vieles selbst mit erleben konnte und bis heute an Halberstadt in seiner alten Pracht hängt.

      Ich verspreche, dass ihr diese Dias mit einem mulmigen Gefühl ansehen werdet.
      Es hätte so viel gerettet werden können, angefangen bei der Rathausruine oder dem Hohenzollernhaus direkt am Markt.

      Nun ist Halberstadt trotz vieler Bemühungen eine Stadt, welche immer noch ihre Identität, zwischen den Perlen Quedlinburg und Wernigerode, sucht.
      Auch darauf werde ich in meiner Bilderreihe näher eingehen.

      Wahrscheinlich wird das alles zu Beginn des neuen Jahres hier zu sehen sein.

      Bis dahin wünsche ich euch einen schönen dritten Advent.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von hllnsr ()

    • Mich würde eine aktualisierte Galerie sehr interessieren. Die Bilder hier sind von 2008. Inzwischen hat sich wahrscheinlich schon viel im Stadtbild geändert. Ein Beispiel:


      Maxileen schrieb:


      Das Haus sieht heute so aus: de.wikipedia.org/wiki/Datei:Halberstadt_Domplatz_33.jpg



      Maxileen schrieb:


      Dieses Haus ist ja leider weg und durch folgenden Neubau ersetzt:
      billionhomeseurope.s3.amazonaw…7596/138538801783057.jpeg
    • Es hat sich einiges getan, im positiven und negativen Sinne.

      Werde alles soweit wie möglich ablichten, leider auch einige moderne Bauwerke, bei denen man sich freuen muss, dass sie wenigstens Satteldächer besitzen.

      Falls es Ecken gibt, welche euch besonders interessieren, schreibt es hier in den Thread.
      Werde mich auch darum kümmern.

      Urlaub sei Dank.

      Das Gebäude auf dem letzteren Bild wurde zwar abgerissen, der verlinkte Neubau steht aber in einer dahinter gelegenen Straße.
      Bisher dürfte dort meines Wissens nach nichts stehen, zu mal es damals Probleme bezüglich des Eigentümers gab.
      Zu dem Neubau, dieser wird von der Halberstädter Wohnungsgenossenschaft verwaltet und ersetzte eine "altstadtgerechte" Platte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von hllnsr ()

    • Wie Lange könnte es Dauern die Brachflächen wieder zu Bebauen , ich weiß das die Nachverdichtung angestrebt wird , also ich Denke das daß mindestens noch 30 - 40 Jahre Dauert !? huh:) Die Neubauten im " Abtshof " , und die Neubebauung der Kühlinger Straße interessiert mich besonders !!!!! PS. Sanierung Breiter Weg ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Manometer ()

    • Gewillt ist man, dass sich diese Flächen schnellstmöglich schließen.
      Momentan scheitert es wohl an einem Investor.
      Grundsätzlich ist der Abtshof ein extrem sensibler Ort innerhalb des übrig gebliebenen Altstadtgefüges.
      Er bildet die Verbindung zwischen den beiden (relativ) geschlossenen Straßenzügen der Vogtei und Bakenstraße.
      Das Problem ist jedoch, dass durch die Rathauspassagen und den Markt sämtlicher Einzelhandel auf das neuerrichtete Stadtzentrum konzentriert ist.
      Dadurch bietet sich die Unterstadt, welche inzwischen als Altstadt bezeichnet wird, nur noch als Wohnraum an.
      Davon verfügt Halberstadt im Vergleich zur Einwohnerzahl jedoch genug.
      Somit bleibt der Rest der Brache, damit der Großteil, in nächster Zeit Wohl oder Übel unberührt.
      Hier der Stand der Dinge bezüglich der Nutzung.
      m.volksstimme.de/lokal/halbers…t-wildes-parken-bald-pass

      Die Abrissbrache findet man wie folgt auf.
      halberstadt.de/var/cache/thumb…_der_altstadt_1_600px.jpg

      Edit.
      Dadurch, dass ich meine Texte gezwungenermaßen auf dem Handy tippen muss, ist ein Neubauprojekt auf dem Abtshof untergegangen.
      Grundsätzlich muss man zu diesem sagen, dass er deplatziert wirkt.
      Das Gebäude ist optisch eine Art 60er Jahre Wohnblock mit Satteldach und Glasakzenten.
      So etwas sieht man oft in Nachkriegsvierteln, welche bereits saniert wurden.
      Es nimmt die dort übliche Pazellengliederung nicht auf, geschweige denn die Formensprache der umliegenden Gebäude.
      Aber seht selbst.

      m.volksstimme.de/lokal/haldens…ierung-abtshof-blueht-auf
      Besseres Bildmaterial wird dann von mir gestellt.

      Das Areal nimmt den südlichen Teil des Abtshofes ein.
      Ca 2/5 der gesamten Fläche.



      Über die Neuerrichtung der beiden Märkte und der Passage bin ich bis heute nicht glücklich.
      Sicherlich hat man damit der Stadt ihr Herz zumindest teilweise zurückgegeben, die restliche Altstadt hat aber resultierend daraus extrem an Bedeutung und demzufolge an Attraktivität verloren.
      Beide Teile der Stadt koexistieren, man findet keine Möglichkeit sie miteinander harmonieren zu lassen.
      Sinnbildlich ist dafür der Hohe Weg.
      Sobald ich die Zeit finde, werde ich euch meine Gedanken auch dazu genauer niederschreiben.

      Bezüglich des Breiten Wegs.
      Zeitnah wird dort nichts passieren. Wie es schon mal geschrieben wurde, auch wenn von dieser ehemals extrem urbanen Straße nur noch der Name übrig geblieben ist, so sind die Wohnungen vor allem bei älteren Halberstädtern begehrt.
      Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sich dort in den nächsten 50 Jahren nichts tut.

      Zur Kühlinger Straße.
      Auch hier scheint es mit den Neubauten nicht besser zu werden.
      Die beiden größten Probleme sind zum einen die Breite der Straße und desweiteren die Rathauspassage.
      Die genannte Rathauspassage ist auf der Seite der Kühlinger Straße ein Graus, man sieht ihr wirklich an, dass es die schmuddelige Rückseite ist.
      Keine kleinteilige Fassade, keine lebendige Fensterkultur, ein großer liebloser Klotz.
      Das in Kombination mit der zugigen Straße.
      Durch diese Umstände kann man bauen was man will, es kann nicht besser werden.
      Sicherlich sind die Neubauten (etwas) schöner als ihre grauen Vorgänger.
      Stadtreparatur wird durch diese aber nicht betrieben.

      Edit
      @Manometer kurzen Absatz zur Kühlinger Straße und dem Abtshof hinzugefügt, welche die Umstände bündig beschreiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von hllnsr ()

    • Also mich würden vor allem die ruinösen Gebäude interessieren, die auf der Vorseite fotografisch festgehalten wurden. Ich habe einfach mal eine Liste davon gemacht:

      Wasserturm
      Ruine Franzosenkirche und Friedhof
      Verfallenes Haus in der Antoniusstraße
      Villa in der Gleimstraße
      Unsaniertes Haus in der Gröperstraße
      Romanische Kapelle in der Gröperstraße
      Buchardikloster – herumliegende Grabsteine und Spolien
      Gröperstraße 18 (Ruine)
      Gesicherte entkernte Häuser bei der Moritzkirche
      Am Kulke 7, aktuelle Situation
      Fassade Heilig-Geist-Hospital
      Steinhof
      Ruinen in der Bakenstraße

    • Ich werde mich darum kümmern.

      Hier ein Artikel über die Verteilung der finanziellen Mittel für die Sanierung des Stadtgebietes.

      m.volksstimme.de/lokal/halbers…hes-geld-fuer-bauvorhaben

      In dem Artikel ist die Rede von einem "Masterplan für die Innenstadt".
      Was es damit auf sich hat, werde ich hoffentlich zeitnah rausfinden.
      Von Berlin aus stellt sich das schwieriger an als gedacht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hllnsr ()

    • Nein nein!
      Ich musste leider durch eine Dienstplanänderung frühzeitig aus der Heimat abreisen.
      Habe aber Einiges zusammengetragen.
      Die vielen alten Dias und Postkarten sind bereits samt Kommentar auf meinem Rechner abgespeichert.
      Es fehlt lediglich meine Tour durch Halberstadt, bei der ich auch die von euch genannten Ecken festhalten werde.
      Ich denke das lässt sich demnächst erledigen.

      Als Beamter der Polizei Berlin stellt es sich manchmal schwieriger dar als gedacht, die Zeit aufzubringen, um alles so umzusetzen, wie man sich das vorstellt.
      Trotzdessen bin ich fleißig am tippen und will hier niemanden enttäuschen.
      Sorry!

      hllnsr

      Edit. 25.01.17
      Momentan habe ich wieder etwas mehr Zeit an meinem Beitrag zu tippen.
      Leider lässt es jedoch die Fülle meiner Lehrgänge nicht zu, dass ich in die Heimat fahre.
      Da das Wetter sowieso momentan macht was es will, ist es wahrscheinlich sogar besser noch etwas mit der Bilderreihe zu warten, da ich nicht die beste Kamera besitze.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von hllnsr ()