Quartier III/2 - CG-Gruppe

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Die Schalung für die ersten Wände des Hochbaus stehen. Vorhin auch gesehen. Man bekommt langsam die eindrucksvolle Dimension des Quartiers zu spüren.


      Überhaupt ist es so - bei jedem Quartier am Neumarkt merkt man erst mit der 3.Dimension, wenn der Hochbau beginnt wieviel Raum man auf so ein Fläche stellen kann und was das mit der Stadt macht. QIII/2 ist ja mit Abstand das größte Quartier am Neumarkt, passt aber -zig fach in die trostlosen Weiten der Dresdner Innenstadt entlang der St.Petersburger Straße. Wahnsinn, wenn man bedenkt was dort noch für Räume entstehen müssen, um den Namen Stadt gerecht zu werden bzw. was dort alles verloren gegangen ist. Ohne die 3.Dimension ist die Stadt nichts.
    • Nun hört mal auf zu meckern. Die Wände des Humboldtforums haben auch einen Betonkern, ohne dass das positive Gesamtergebnis dadurch erkennbar geschmälert würde. Und wenn man sich vergegenwärtigt welch trostloses Bild der Dresdner Neumarkt noch vor zwanzig Jahren bot, ist das Aufregen über solche Kinkerlitzchen doch eigentlich ziemlich kleinkariert. Oder?
    • Ja, wenn man den Zustand zwischen 1945 und bis vor ca 20 Jahren betrachtet und dann auch noch in Relation zu fast allen anderen grauslichen großstädtischen Zentren vor allem in Westdeutschland setzt!

      Nein, wenn man sich vor Augen führt, dass es noch viel besser gekommen wäre, wenn es politisch denn gewollt wäre und keine dogmatisch besetzte Gestaltungskommission gegeben hätte. Dort, wo es zB private oder vor Ort ansässige Eigentümer gab, bei denen Spekulation und Rendite nicht an allererster Stelle stand, da ist das Ergebnis grandios: Zum Beispiel GHND (Rampische 29), Familie Zeibig (An der Frauenkirche), Ev Kirche (Kanzleihaus),...und großen Investoren wie Kimmerle und Dietze hat die Gestaltungskommission in die Suppe gespuckt.

      Mit etwas mehr Willen...., aber man darf nicht unverschämt werden, denn vor 20 Jahren hätten nicht einmal die GHND Mitglieder der ersten Stunde für möglich gehalten, was wir heute wieder bestaunen können! Ein Beispiel, das nun deutschlandweit Schule macht und bereits mit Frankfurt und vor allem Potsdam schönen Nachwuchs bekam!
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








      The post was edited 2 times, last by Exilwiener ().

    • Maecenas wrote:

      Nun hört mal auf zu meckern. Die Wände des Humboldtforums haben auch einen Betonkern, ohne dass das positive Gesamtergebnis dadurch erkennbar geschmälert würde. Und wenn man sich vergegenwärtigt welch trostloses Bild der Dresdner Neumarkt noch vor zwanzig Jahren bot, ist das Aufregen über solche Kinkerlitzchen doch eigentlich ziemlich kleinkariert. Oder?
      Oder , oder was …. ich erwarte zumindest bei den Rekonstruktionen Ziegelfassaden , oder sind wir jetzt schon soweit vom Weg abgekommen das dort jetzt " Sche….. egal " Hybridbauten hinkommen können !? Und mein Komment ist nicht Kleinkariert , sonst schreib ich hier nix mehr ! Ich kann meine Zeit auch andersweitig vertrödeln als mir hier Dumme Sprüche einzufahren , verstanden ! :daumenunten:
    • Mit dem Humboldtforum ist das nicht zu vergleichen Maecenas. Dort ist es eine ausgesprochene Zweischaligkeit, mit einer äußeren, sehr massiven, gemauerten, selbsttragenden Wand! Wenn das hier so käme, wäre ja nichts einzuwenden. Die Beispiele anderer Billig-Investoren lassen leider die Billigversion erwarten: Beton-Dämmung-Putz und Sandsteinelemente einfach an den Beton gehängt. Hier versagt wiederum die Stadtverwaltung/Stadtbauamt mit den fehlenden Bauvorschriften, die bestimmte Materialien bezüglich des Wandaufbaus vorgeben könnten. Materialität ist nicht nur Fetisch, sondern auch Träger von Ausstrahlung, Qualität und handwerklicher Stimmigkeit. Hier sollte man schon bei Rekos im mindesten eine Annäherung an historische Bautechniken vorschreiben. Die Optik und die Atmosphäre in den Gassen wäre eine ganz andere. Man braucht ja nur vergleichen: die Neubauten, die das berücksichtigt haben mit jenen, die mit dem üblichen WDVS-Fassaden gebaut wurden. Die Dämmungsfassaden werden in wenigen Jahrzehnten Sanierungsfälle sein. Da kann man dann mal schauen, was bautechnisch nachhaltiger war und welche Fassaden noch top dastehen werden. Einem Dinglinger-Haus werden die Jahrzehnte wenig ausmachen. Ein neuer Anstrich, mehr nicht!
      (Aber diesen Disput hatten wir schon oft ...)
    • Manometer wrote:

      Und mein Komment ist nicht Kleinkariert , sonst schreib ich hier nix mehr ! Ich kann meine Zeit auch andersweitig vertrödeln als mir hier Dumme Sprüche einzufahren , verstanden !
      Das musst du schon aushalten können, dass ich die heftige, und aus meiner Sicht übertriebene Kritik an der oben abgebildeten Bauweise als "kleinkariert" bezeichne. Oder erwartest du in einem Internetforum tatsächlich immer nur die reine sülzige Harmonie? Und wenn du dich dadurch persönlich angegriffen fühlst solltest du dich mal selber hinterfragen.

      Im Grundsatz kann ich dem Beitrag von SchortschiBähr hinsichtlich der Wertigkeit von Rekonstruktionen völlig zustimmen. Aber das ist dennoch nicht entscheidend. Entscheidend ist vielmehr dass es überhaupt Rekonstruktionen und bauliche Wiederaufwertungen in unseren Städten gibt. Ob dabei die Wände dann Betonkerne enthalten oder nicht halte ich für absolut zweitrangig. Man sieht es einem Dinglingerhaus nun einmal hinterher nicht mehr an, was in der Wand steckt. Und wenn man an jeden Investor mit Maximalforderungen herantreten würde müsste man auf so manche Rekonstruktion verzichten. Das ist eine bittere Wahrheit, die vermutlich nicht jedem einleuchten mag.
    • Also, daß man es den Fassaden nicht ansehen würde, wie sie innerlich aufgebaut sind, halte ich für undifferenziert und oberflächlich hingeschaut. Schau Dir doch die Fassaden mit Styropor oder Mineralwolle dahinter genau an: z.B die links neben dem Verkehrsmuseum (weiß gerade nicht den Namen, bzw. Quartier). Dort sieht man deutliche Fugen zwischen Erdgeschoss und 1.Stock. Man wird die Unterscheide erst so richtig mit der Alterung erkennen: Algenbewuchs, Schimmel, mechanische Schäden, Risse, Ablösungen der Dämmplatten,Senkungen der nur angehängten Sandsteine, etc..

      Aber wie dem auch sei, dem sensiblen Menschen fällt eben eine Unstimmigkeit auf, es fühlt sich schlicht nicht gut an, außen von der optisch-gefühlsmäßigen Wahrnehmung und innen vom Raumklima, auch auf einer gefühlsmäßigen Ebene wahrgenommen. Aber auch vom Wärme- und Feuchtigkeitshaushalt her gesehen. Ein atmender Stein- und Holzbau ist von ganz anderer wohnlicher Qualität als ein wärmegedämmter mit künstlichen Materialien. Wenn man baubiologische Wärmedämmung verwendet ist das was ganz anderes. Also es geht mir um die Art der Dämmung. Kimmerle hat innen gedämmte Hohlziegel verwendet. Es geht also. Ein HOCH auf IHN!