Dresden, Altstadt - Quartier III/2 - CG-Gruppe

  • Und wieder mal ein kleiner Bericht zum Baufortschritt.


    Das Bodenniveau an der Rampischen ist erreicht, in etwa 2 Wochen dürfte auch hier der Hochbau beginnen...


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    Allen ein schönes Wochenende. :smile:

  • Es dauert 30 Jahren, aber dann schaffen sie auch etwas! Is alles klasse. Mittlerweilen machen auch Leipzig, Frankfurt und Potsdam mit und Berlin mit seinem Schloss!!!

  • Es ist wirklich schade, dass die wiederaufgebauten Fassaden nicht einmal selbsttragend sind. Immer dünner Stahlbeton mit hängenden Elementen... Nebenbei frage ich mich, ob es eine deutsche Entsprechung zu dem englischen Ausdruck "Don't look a gift horse in the mouth" gibt.

  • was soll der Quatsch? Schon immer! Wahrscheinlich stammt die engl. Phrase aus dem Deutschen! Noch nie gehört? einem geschenkten Gaul....?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Es ist wirklich schade, dass die wiederaufgebauten Fassaden nicht einmal selbsttragend sind. Immer dünner Stahlbeton mit hängenden Elementen... Nebenbei frage ich mich, ob es eine deutsche Entsprechung zu dem englischen Ausdruck "Don't look a gift horse in the mouth" gibt.

    "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" - aber es gibt hier am Neumarkt qualitativ größte Unterscheide:


    Während Die Rampische Straße 29, die beiden Zeibig Häuser, das Kanzleihaus, das Schützhaus (?) glaublich auch die Prisco Häuser gemauerte Fassaden bekamen, sind leider ein paar Quartiere wirklich nicht hochwertig ausgefallen und man sollte im wahrsten Sinne des Wortes "nicht an deren Fassade kratzen"...


    Problem ist/war hier sicherlich, dass es keine verbindliche Satzung gab. Die Politik hat hier noch keine Erfahrung gehabt und sich schlichtweg nicht getraut, eine verbindliche Satzung zu verabschieden, wenn ich mich richtig erinnere. Das war definitiv ein Fehler. Ebenso die missglückte Besetzung der Gestaltungskommission, die auf Qualität noch viel weniger Augenmerk lag und ihren Auftrag darin sah hier nur kein komplett geschlossenes Altstadtensemble entstehen zu lassen. Es oblag somit den einzelnen Bauherren, die - je privater diese waren - desto mehr Augenmerk auf Nachhaltigkeit legten. Das Gesamtergebnis ist dennoch oder trotzdem überwältigend und einfach nur herrlich! Mit dem Wissen von heute, würde die Politik vielleicht aus ihren Fehlern gelernt haben. Beim Neustädter Markt wird man es vielleicht besser machen. Zumindest hat das ehrliche Wort der GHND beim Stadtrat mittlerweile und glaublich mehr Gewicht als das der Bauverwaltung und das heißt etwas, wie man zuletzt wieder beim Narrenhäusel sehen konnte!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • was soll der Quatsch? Schon immer! Wahrscheinlich stammt die engl. Phrase aus dem Deutschen! Noch nie gehört? einem geschenkten Gaul....?

    Sie müssen mir verzeihen, meine Erfahrung mit der deutschen Sprache ist recht begrenzt.


    Exilwiener, danke für Ihre Erklärung. Es ist gut zu lesen, dass alles nicht so gebaut ist - und , dass es in der Zukunft besser sein könnte!

  • Quote
    Sie müssen mir verzeihen, meine Erfahrung mit der deutschen Sprache ist recht begrenzt.


    In diesem Falle bitte ich um Verzeihung für meinen unwirschen Ton, aber das war aus Ihrer grammatikalisch einwandfreien Einlassung nicht zu erkennen. Ich dachte schon an bundesdt. Sprach- und Kulturvergessenheit. Es passiert mir oft, wenn ich einen Norddeutschen englisch reden höre, dass ich mir angewidert denke: Mann, du kannst ja besser Englisch als Deutsch,

    Ich bevorzuge übrigens eine mW selbstkreierte Vulgärform:

    einem geschenkten Rappen schaut man nicht in die Pappen.

    Aber das ist alles andere als fein.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Mal wieder neues Bildmaterial... nicht viel Neues, aber es beginnt der Hochbau am "neuen" Palais Riesch... :smile:


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    Vor ein paar Tagen konnte ich einen Blick in einen der Innenhöfe erhaschen, für mich wäre diese Enge - ehrlich gesagt - nix. Werden aber sicher 1-Raum-Appartements o.ä.


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  • Das alten Palais Riesch, aber so schön wie hier gezeigt wird es leider für Dresden NICHT gebaut, weil die Geschosshöhen nicht nutzbar wären.

    Es kommt also zu einer modernen Interpretation.


    Dafür stehe ich nicht zur Verfügung“ - Palais Riesch am Dresdner ...

  • Das alten Palais Riesch, aber so schön wie hier gezeigt wird es leider für Dresden NICHT gebaut, weil die Geschosshöhen nicht nutzbar wären.

    Es kommt also zu einer modernen Interpretation.


    Dafür stehe ich nicht zur Verfügung“ - Palais Riesch am Dresdner ...

    Das ist aber sehr nett formuliert.

    Wer jetzt schon so gespannt ist, dass er es nicht mehr länger aushält, der kann z.B. schon mal am Postplatz ein paar Beispiele sehen, was in Dresden eine "moderne Interpretation" genannt wird.

  • Der ursprüngliche Bau ist klassisch Deutsche (mitteleuropäische) Barock, der Neubau aber nicht.; könnte in Barcelona oder Paris stehen !

  • Das Orginal wäre ein Traum und leider bleibt es nur beim Träumen. Aber ich gehe nicht so weit wie Mattielli - so schlecht is das Entwurf nicht.

  • In vielen Fällen konnte man bereits erleben, dass "kritische Rekonstruktionen", "moderne Interpretationen" oder wie man das immer nennen mag, den Vorgängerbau nicht nur nicht vergessen machen konnten, sondern diesen sogar stets schmerzlich vermissen lassen, wann immer man sich diese Neuschöpfung betrachtet ("an dieser Stelle stand früher mal was Schönes... )


    Die Art von Neubau beim Riesch fängt das m.E. ein wenig auf. Er lässt das Verlorene nicht ganz so schmerzlich vermissen, da er selbst ja nun für sich betrachtet auch ein Beispiel schöner (ich weiß, ist subjektiv) Bau ist und keinen allzu krassen Gegensatz bildet.


    Also soll heißen, die Narbe bleibt zwar da, ist aber einigermaßen gut verheilt.

  • Kkann mir eigentlich jemand diese architektonische Besonderheit der Portale des Riesch erklären? Die Türen UND Fenstern innerhalb der größeren Portalumfassung, außerdem die Blindfenster und -tür in der Mitte?


    Wurde das später umgebaut oder war das ursprünglich so?

  • Aber das was jetzt gebaut wird, ist immer noch um Meilen besser als der erste Entwurf mit den Strichcodefenstern.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.