Dresden, Altstadt - Quartier III/2 - CG-Gruppe

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    Dieser Hotel-Bau, so hieß es einst, solle ja durch die Fassadenunterteilung der Regenrinnen und das durchbrochene obere Gesims als aus drei Häusern bestehendes Gebilde wahrgenommen werden können. Ich finde, dass das nicht reicht. Einen etwas kleinteiligeren Eindruck aber würde es bringen, wenn man den mittleren Gebäudeteil einfach in einer anderen Farbe streichen würde, z.B. in einem bläulichen oder gelblichen Pastellton. Dadurch wird der Bau nicht schöner, aber er verliert etwas seine Überdimensioniertheit in der optischen Wahrnehmung. Das würde dem Gesamteindruck der Rampischen gut tun.

  • @Schorschi Bär


    Ich habe doch Nöfer ständig gelobt, er ist ein hervorragender Architekt. Er gehört mit Kolhoff und ähnlichen zu meinen Lieblingsarchitekten. Wenn ich ehrlich bin, ich finde manchmal etwas nüchternes von Kolhoff oder Nöfer besser als immer nur Gründerzeit. Ich muss nicht überall nur Stuck und Türmchen haben. Ich habe entdeckt, dass mir modernes durchaus gefällt, allerdings muss es echte Moderne sein, und bei Nöfer und Kolhoff ist dies m.E. der Fall. Dieser Unsinn von Knerer & Konsorten wie Wallstrasse, Postplatz etc ist nicht modern, sondern für mich reine Scharlatanerie. Und das ist noch geschmeichelt für eine solch grauenhafte Fehlplanung wie die Wallstrasse.


    Nöfer ist klasse! Ich finde halt nur, dass an dieser Stelle doch die Reko besser gewesen wäre. Meine Ideallösung wäre gewesen: Palais Rietsch als Reko wiedererstanden, dazu Füllbauten von Nöfer an anderer Stelle. Vor allem würde ich mir wünschen, dass Leute wie er das unwirtliche Viertel zwischen Neumarkt und Pirnaischem Platz wieder auffüllt.


    PS - ich finde das Nöfer Gebäude nicht schlecht. Im Gegenteil, hat gute Elemente.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Kann mir jemand eigentlich erklären warum das originale Riesch einige Blindfenster hat?
    Und vor allem genau dort im Mittelportal wo man noch am ehesten eine Tür erwartet sind Blindfenster!
    Oder waren das nachträglich zugemauerte Fenster?

  • Habe grade noch mal bischen gegoogelt, ich muss ganz ehrlich sagen, das Nöfer-Gebäude ist wunderschön !!
    Und wie oft hört man von mir ein so positives Urteil über einen Neubau? Wer mich kennt, weiss, ich dass ich über Neubauten- zu Recht - fast nur schimpfe. Das heisst, wenn ich einen Neubau lobe, das will etwas heißen.


    Zwar wäre mir die Reko lieber, na klar ....aber das von Nöfer ist einfach ein sehr gutes Gebäude.


    Schade, dass man so etwas nicht am Postplatz etc. nicht bauen kann.....gerade dort fehlt Historie.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Es geht im Schneckentempo vorwärts, aber zumindest hat man die Arbeiten wieder aufgenommen... ;)
    Bild von gestern.
    Das Dixi-Klo hat sogar einen eigenen Eintrag bei Google-Maps... :D


    DSC00169

  • Wir machen über Nacht heimlich ein paar Voluten und ein Gesims an das Dixie-Klo, und deklarieren es fürderhin zum altstadtkompatiblen Füllbau. 8o;)

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Wir machen über Nacht heimlich ein paar Voluten und ein Gesims an das Dixie-Klo, und deklarieren es fürderhin zum altstadtkompatiblen Füllbau. 8o;)

    ...dann gibt es sicher Probleme mit dem Urheberrecht... nono:)

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Handy-Schnappschüsse vom gestrigen "Schnelldurchlauf" :)
    Im Moment sind etwa 5-6 Leute auf der Baustelle zu sehen...
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    Diese Visualisierungen hängen am Bauzaun.
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  • Es hat immerhin einen gewissen kühlen Chique. Und wenigstens wird endlich die letzte große Lücke im Wiederaufbaugebiet geschlossen. Erst dann kann man das NM-Projekt in toto erleben. Und unsere Lebenszeit ist immerhin auch enden wollend...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das täuscht nur auf den Bildern, da die Fläche so groß ist.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Allein diese Fläche ist in etwa so groß wie die gesamte neue Frankfurter Altstadt, nämlich ca. 1 ha.
    Da kann man schon mal die Größenverhältnisse unterschätzen.